Nachdem Akihabara auf der Free Walking Tour etwas zu kurz kam, nahmen wir uns Montag, auf eigene Faust, ausreichend Zeit. Als erstes ging es in einen Manga-Laden über fünf Etagen. Was bei mir bereits vor ewiger Zeit auf dem Flohmarkt, oder gar im Müll landete, ist hier noch käuflich zu erwerben – und das für verdammt viel Geld. Von Pokemon-Karten über Gameboy-Spiele bis hin zum Tamagotchi (ok, den durfte ich mir leider nie kaufen).

Neben den „historischen Antiquitäten“ gab es im Manga-Laden natürlich Mangas. Zu unserer Verwunderung erinnerten viele davon eher an Ü18-Lesematerial, im kitschigen und teilweise kindlichem Stil. Sehr bizarr und befremdlich.

Manga-Laden, Akihabara,Tokio | wat-erleben

Manga-Laden, Akihabara,Tokio | wat-erleben

Auch sowas gibts im Manga-Laden, evtl. Teil einer Boyband? Tokio| wat-erleben

Auch sowas gibts im Manga-Laden, evtl. Teil einer Boyband? Tokio| wat-erleben

Was ist bloß aus den harmlosen Kaugummi-Automaten geworden; Befremdlich ist es auch, wenn große Jungs diese Puppen kaufen (ist passiert), Akihabara, Tokio | wat-erleben

Was ist bloß aus den harmlosen Kaugummi-Automaten geworden; Befremdlich ist es auch, wenn große Jungs diese Puppen kaufen (ist passiert), Akihabara, Tokio | wat-erleben

Im Anschluss liefen wir in eine der unzähligen Spielhallen. Man könnte sie auch Kopfschmerz-Lärmhallen nennen. Dies steigert sich von Etage zu Etage. Im Erdgeschoss Cranger-Kirmes mit einer halbwegs erträglichen Lautstärke, im obersten Geschoss dagegen Tinitus-Spielautomaten-Geräusche. In der einen Ecke zocken die Jungs Ballerspiele, in der anderen hüpft einer wie wild herum, um beim Cyber-Trommeln als bester Musiker zu gewinnen.

Es handelt sich dabei übrigens nicht um Glücksspiele und obwohl es unzählig viele dieser Läden gibt, gut besucht sind sie immer.

Besucher hatten sich von der Mitarbeiterin Tipps geben lassen, Spielhölle, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Besucher hatten sich von der Mitarbeiterin Tipps geben lassen, Spielhölle, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Um diese Erfahrung mit allen Sinnen aufzunehmen, versuchten wir uns selbstverständlich an einem der Spiele, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Um diese Erfahrung mit allen Sinnen aufzunehmen, versuchten wir uns selbstverständlich an einem der Spiele, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Am nächsten Tag liefen wir zum Tsukiji-Outer-Market, ein Fisch- und Leckereienmarkt. Außerdem eine gute Alternative zum Mitten in der Nacht aufstehen, um die Thunfischauktion zu verfolgen. Den Leckereien konnten wir nicht widerstehen. Wir kauften zwar keinen Grillspieß für 60€, vom angeblich weltweit bestem Rindfleisch, dafür aber Dim Sum, einen Eis-Matcha-Latte (sehr empfehlenswert!) und später eine Matcha-Waffel. Ja, in Japan gibt es fast alles aus Matcha und wir sind zum totalen Fan geworden.

Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Wir können den Markt ja schlecht verlassen, ohne gegessen zu haben, Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Wir können den Markt ja schlecht verlassen, ohne gegessen zu haben, Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Der Iced-Matcha-Latte, klare Empfehlung, Tokio | wat-erleben

Der Iced-Matcha-Latte, klare Empfehlung, Tokio | wat-erleben

Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Ginza. Wir waren in dem größtenteils hochpreisigen Viertel allerdings nicht auf der Suche nach Luxuswaren, sondern nach speziellen Essstäbchen als Andenken. Wir staunten nicht schlecht, als wir wie bei Ollivanders-Zauberstabladen aus unzähligen Modellen auswählen konnten. Nach sowohl japanischer als auch englischer Beratung erfuhren wir von den Unterschieden zwischen Kyotostyle & Tokyostyle, die richtige Gebrauchsweise und die individuell abgestimmte Länge der Stäbchen.

Harry-Potter Drehort oder Tokio | wat-erleben

Harry-Potter Drehort oder Tokio | wat-erleben

Mittwoch waren wir zuerst in Yanaka Ginza, ein sehr ruhiges und wenig überlaufenes Viertel. In einer traditionellen Teestube gab es warmen Matcha-Tee und Dango.

Allein, allein, leere Straße in Yanaka Ginza, Tokio | wat-erleben

Allein, allein, leere Straße in Yanaka Ginza, Tokio | wat-erleben

Und mal wieder etwas Essen und Trinken, Teestube Tokio | wat-erleben

Und mal wieder etwas Essen und Trinken, Teestube Tokio | wat-erleben

Noch nicht genug vom Trubel gehabt, ging es im Anschluss nach Shinjuku.

Yodobashi, der weltweit größte Elektronikmarkt, nicht nur mehrere Stockwerke, sondern auch über mehrere Gebäude verteilt, Tokio | wat-erleben

Yodobashi, der weltweit größte Elektronikmarkt, nicht nur mehrere Stockwerke, sondern auch über mehrere Gebäude verteilt, Tokio | wat-erleben

Wir wollten es schon seit Ewigkeiten ausprobieren...das erste Mal Bubble Tea getrunken, es wird ein einmaliges Erlebnis bleiben. Man beachte auch den tollen Hintergrund, Tokio | wat-erleben

Wir wollten es schon seit Ewigkeiten ausprobieren…das erste Mal Bubble Tea getrunken, es wird ein einmaliges Erlebnis bleiben. Man beachte auch den tollen Hintergrund, Tokio | wat-erleben

Wir brauchten neuen Kaffee und was schlug uns die Verkäuferin vor? German-Blend,toll, Tokio | wat-erleben

Wir brauchten neuen Kaffee und was schlug uns die Verkäuferin vor? German-Blend,toll, Tokio | wat-erleben

Memory Lane, Tokio | wat-erleben

Memory Lane, Tokio | wat-erleben

In den Stübchen passen meist nur 4-5 Personen, Memory Lane, Tokio | wat-erleben

In den Stübchen passen meist nur 4-5 Personen, Memory Lane, Tokio | wat-erleben

Das bekannte Robot-Restaurant, uns reichte ein Blick von außen, Tokio | wat-erleben

Das bekannte Robot-Restaurant, uns reichte ein Blick von außen, Tokio | wat-erleben

Sushi-Karussell, Maßgeschneidert und vom Fließband, beides lecker, Tokio | wat-erleben

Sushi-Karussell, Maßgeschneidert und vom Fließband, beides lecker, Tokio | wat-erleben

In Shinjuku befindet sich ein großer Don Quijote, ein japanischer Discounter, der von A bis Z wirklich alles im Sortiment hat. Ohne irgend etwas sinnloses zu kaufen, kommt man hier selten davon. Neben Kitkats mit Matcha-Geschmack nahmen wir ein Fast Food-Baukasten mit. Das ganze nennt sich wohl Popin’ Cookin’, ist völlig an mir vorbei gegangen, im Nachhinein betrachtet zu Recht. Neben enorm viel Plastik beinhaltet das Spaßpaket (angeblich für Kinder, um sich einmal wie ein Koch zu fühlen) Pulvertütchen, Schablonen und Förmchen. Wasser wird jeweils mit dem passenden Pulver verrührt und voilà kommt am Ende dabei, in unserem Fall, ein Burgermenü heraus. Umso erschreckender war es, dass es nicht nur wie bei der Fastfood-Kette nebenan roch, sondern auch fast so schmeckte. Also erstmal kein Fast Food mehr!

Ich glaube, das war die schlimmste Wahl von allen, Popin’ Cookin’, Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Ich glaube, das war die schlimmste Wahl von allen, Popin’ Cookin’, Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Kitkat gibt es in Japan in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Aber mit Sojabohnen? Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Kitkat gibt es in Japan in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Aber mit Sojabohnen? Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Der Burger zum Selberbauen, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Der Burger zum Selberbauen, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Sogar das Tablett konnte ausgeschnitten werden, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Sogar das Tablett konnte ausgeschnitten werden, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Wirklichen Hochgenuss konnten wir an diesem Abend dennoch erfahren. Wir gönnten uns aus dem Supermarkt ein Stück Wagyu-Steak (Hausrind aus Japan) mit extremer Marmorierung und wollen nun nie wieder etwas anderes essen.

Wagyu-Steak, man gönnt sich ja sonst nichts, Tokio | wat-erleben

Wagyu-Steak, man gönnt sich ja sonst nichts, Tokio | wat-erleben

Ein paar Tokio-Specials:

So läuft das hier mit den Ampeln, nicht nur das alle bei rot stehen bleiben, auch die ablaufende Zeit wird in Form von Punkten angezeigt, Tokio | wat-erleben

So läuft das hier mit den Ampeln, nicht nur das alle bei rot stehen bleiben, auch die ablaufende Zeit wird in Form von Punkten angezeigt, Tokio | wat-erleben

Bestellung auf Japanisch: Gericht auswählen, Geld rein, Zettel ziehen, an den Tresen setzen und Zettel abgeben, Tokio | wat-erleben

Bestellung auf Japanisch: Gericht auswählen, Geld rein, Zettel ziehen, an den Tresen setzen und Zettel abgeben, Tokio | wat-erleben

Sehr interessant, fährt plötzlich mal ein Auto aus der Tiefgarage kümmern sich gleich 4 Personen zielstrebig um den Verkehr, Tokio | wat-erleben

Sehr interessant, fährt plötzlich mal ein Auto aus der Tiefgarage kümmern sich gleich 4 Personen zielstrebig um den Verkehr, Tokio | wat-erleben

Ok I forgive you, Tokio Sushi-Restaurant | wat-erleben

Ok I forgive you, Tokio Sushi-Restaurant | wat-erleben

Nichts, was es nicht gibt, falls jemand seinen Zahnarzt gegen Goldzähne tauschen möchte, Tokio | wat-erleben

Nichts, was es nicht gibt, falls jemand seinen Zahnarzt gegen Goldzähne tauschen möchte, Tokio | wat-erleben

Nicht immer ist es so offensichtlich wie hier; teilweise läuft man nichtsahnend in einen Laden, weil der Eingang mit Krimskrams getarnt ist, Tokio | wat-erleben

Nicht immer ist es so offensichtlich wie hier; teilweise läuft man nichtsahnend in einen Laden, weil der Eingang mit Krimskrams getarnt ist, Tokio | wat-erleben

Karaokeläden erinnern hier eher an Hotel-Lobbies, Tokio | wat-erleben

Karaokeläden erinnern hier eher an Hotel-Lobbies, Tokio | wat-erleben

Heute stand der Berg Takao auf dem Plan. Nach einer einstündigen Bahnfahrt wanderten wir den Berg hinauf und wurden mit einer klaren Sicht belohnt. Sogar die Schneespitze des Mount Fuji war für kurze Zeit zu sehen, welche Bernd am Anfang für eine Wolke hielt.

Brav Anstehen auf dem Weg zum Mount Takao, Metro, Tokio | wat-erleben

Brav Anstehen auf dem Weg zum Mount Takao, Metro, Tokio | wat-erleben

Da ist er, Mount Fuji, Wanderung Mount Takao, Tokio | wat-erleben

Da ist er, Mount Fuji, Wanderung Mount Takao, Tokio | wat-erleben

Wir und der Mount Fuji beim genauen Hinsehen links neben uns, Mont Takao, Tokio | wat-erleben

Wir und der Mount Fuji beim genauen Hinsehen links neben uns, Mont Takao, Tokio | wat-erleben

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