Die vorherige Woche verging mal wieder wie im Flug. Letzten Donnerstag fuhren wir mit dem Bus von Valladolid bis nach Playa del Carmen, dann weiter mit der Fähre nach Cozumel (eine vorgelagerte Insel der Halbinsel Yucatan und seit den 1960ern besonders fürs Tauchen bekannt). Direkt am Meer gelegen, bedeutet jedoch nicht, dass wir die gesamte Zeit am Strand verbracht haben. Offen gesagt, haben wir überhaupt nichts von Cozumel gesehen, auch nicht den Strand. Wir sind Freitag und Samstag mit den Fahrrädern unseres Airbnb nur bis zum Hafen gekommen. Von dort aus startete das Boot unserer Tauchschule „Dive with Martin“, die wir definitiv empfehlen können. Die zwei Tage waren einfach der Wahnsinn und sind kaum in Worte zu fassen. Als wir das erste Mal mit dem Boot irgendwo mitten auf dem offenen Meer hielten, war die Sicht VOM Boot schon unglaublich klar, man hatte das Gefühl, bis auf den Grund gucken zu können. Nach dem Sprung ins Wasser, war das Gefühl  „ok, deutlich wärmer als in Kanada“ und als es 20 Meter runter ging und wir direkt ein Riff und unzählige Fische sahen, waren wir völlig hin und weg. Insgesamt hatten wir an diesem Tag vier Tauchgänge, wobei nur zwei geplant waren. Da wir aber ein sehr nettes Paar aus den USA kennenlernten, die zwei weitere Tauchgänge am Nachmittag machen wollten, sagten wir zu einem weiteren Tauchgang nicht nein. Wir sollten die Entscheidung nicht bereuen, denn die Tauchgänge am Nachmittag waren noch atemberaubender. Wir sind nicht nur an riesigen Korallenriffen vorbei- sondern auch durchgetaucht. Insgesamt haben wir in den zwei Tagen neben bunten, leuchtenden Fischen Unterwasser-Bekanntschaften mit riesigen Schildkröten, Ammenhaien, Muränen, Zackenbarschen, Baracudas und Rochen gemacht (um nur mal so ein paar aufzuzählen…) ;).

Auf dem Weg zu einem der besten Tauchspots Cozumel | wat-erleben

Auf dem Weg zu einem der besten Tauchspots Cozumel | wat-erleben

Barrakuda in Cozumel | wat-erleben

Barrakuda in Cozumel | wat-erleben

Bunte Fische auf Cozumel | wat-erleben

Bunte Fische auf Cozumel | wat-erleben

Languste beim Tauchen auf Cozumel | wat-erleben

Languste beim Tauchen auf Cozumel | wat-erleben

Mitten im Riff,Tauchen Cozumel, Photocredit und mehr Fotos:Kahuna Scuba: | wat-erleben

Mitten im Riff,Tauchen Cozumel, Photocredit und mehr Fotos:Kahuna Scuba: | wat-erleben

Schildkröten sind so süß, Cozumel | wat-erleben

Schildkröten sind so süß, Cozumel | wat-erleben

Tauchen zwischen den Riffs | wat-erleben

Tauchen zwischen den Riffs | wat-erleben

Unser Guide war anscheinend auch Surfprofi | wat-erleben

Unser Guide war anscheinend auch Surfprofi | wat-erleben

Wer findet die Muräne? | wat-erleben

Wer findet die Muräne? | wat-erleben

Mit unzähligen Eindrücken ging es am Sonntag zurück auf das Festland, wo wir einen Bus bis nach Tulum (immer noch an der Karibikküste von Yucatan gelegen, ca.130 Kilometer südlich von Cancun) nahmen. Das Sprichwort: „der Weg ist das Ziel“, traf in diesem Fall nicht ganz zu. Wir hatten uns für die zweite Klasse mit Mayab, statt den ADO-Bus, entschieden. Bei Mayab ist es so, dass man Glück, oder Pech haben kann. Besser gesagt, entweder sitzt man in einem leeren Bus mit Klimaanlage, oder in einem vollen Bus ohne Klimaanlage. Wir fuhren mit zweiterem, Sitzplätze hatten wir zwar auf unserem Ticket stehen, wir wollten im überfüllten Bus dann aber doch nicht typisch deutsch auf unseren Sitzplatz bestehen. Also gab es nur noch zwei Möglichkeiten: zu stehen, oder den Sitzplatz in der ersten Reihe zu nutzen. Dieser war eigentlich mit einem Koffer und Rucksack von wem auch immer belegt. Wir quetschten uns also irgendwie zwischen dem herrenlosen Gepäck und beschäftigten uns die nächsten zwei Stunden mit Schwitzen, eingequetschten Beinen und lauter mexikanischer Technomusik des Busfahrers.

So sieht man (Bernd) bei einer Fahrt im Mayab-Bus aus | wat-erleben

So sieht man (Bernd) bei einer Fahrt im Mayab-Bus aus | wat-erleben

Tulum hatten wir übrigens nicht aus irgend einem Grund gewählt. Da unser Plan ist, noch länger in Zentral- und Südamerika unterwegs zu sein, wollte ich unbedingt meine Spanischkenntnisse erweitern. Da der Kurs, zumindest für mexikanische Verhältnisse, relativ teuer war, hatten Bernd und ich ein Abkommen. Ich mache von Montag bis Freitag einen Spanischkurs und halte uns so bei unserer weiteren Reise am Leben. Bernd dagegen kocht dafür jeden Tag und achja…schaut Netflix.

Montag war ich aufgeregt wie an meinem ersten Schultag und hatte wirklich Lust, mal wieder unter Leute (neben Bernd) zu kommen. Das klingt jetzt schlimmer als es ist, aber nach 4 Monaten 24 Stunden täglich, ist es doch mal eine nette Abwechslung. Die Spanischschule heißt Meztli, befand sich mit dem Fahrrad nur fünf Minuten weit entfernt und besteht aus nicht viel, außer Bast/Palmdächern, Tischen und Stühlen. Neben dem Sprachunterricht wurde außerdem jeden Morgen Yoga angeboten und Nachmittags gab es ebenfalls Programm. Am besten war definitiv der Salsakurs und mexikanisches Kochen, was beides, neben dem Spanischunterricht natürlich, richtig viel Spaß gemacht hat. Gestern gab es zum Abschluss sogar ein Zertifikat, Tacos und wir sangen „La Bamba“. Anschließend ging es, zur Feier des Tages, mit unseren Nachbarn aus Kanada und Irland zu einer Cenote (beide sprechen lustigerweise etwas Deutsch, da sie für einige Zeit in Deutschland gearbeitet haben).

Ich stelle vor: meine Spanischschule Meztli, Tulum | wat-erleben

Ich stelle vor: meine Spanischschule Meztli, Tulum | wat-erleben

Gran Cenote Tulum | wat-erleben

Gran Cenote Tulum1 | wat-erleben

Gran Cenote Tulum3 | wat-erleben

Gran Cenote Tulum2 | wat-erleben

Gran Cenote Tulum3 | wat-erleben

Gran Cenote Tulum3 | wat-erleben

Mit einem merkwürdigen Mix aus Spanisch, Englisch und Deutsch in meinem Kopf, geht unsere Fahrt gerade von Tulum nach Bacalar. Dort soll sich eine Lagune befinden, die angeblich aus sieben verschiedenen Blautönen besteht.

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