Sonnenuntergang bei der Free Walking Tour in San Cristobal | wat-erleben

Der Titel unseres Blogbeitrags beschreibt es bereits gut, was wir die letzte Woche „spannendes“ erlebt haben – nicht viel… aber das muss wohl auch mal sein. So haben wir die Zeit genutzt, um z.B. das Café mit dem besten Kaffee der Stadt zu ermitteln oder unfreiwillig „exotische“ Tapas zu probieren. Das kam so: wir suchten nach einer möglichst günstigen, einheimischen Taqueria und wurden schnell fündig. Auf der Karte standen fünf verschiedene Sorten Tacos und trotz vorhandener Spanischkenntnisse hatte ich absolut keine Ahnung, was die einzelnen Zutaten bedeuteten. Auch der offline verfügbare Google Translate konnte uns nicht wirklich weiterhelfen. Absurde Begriffe wie Gehirn, Euter und Zunge sind bei diesem tollen Übersetzer ja keine Seltenheit, also einfach mal drauflos bestellt. Es war wirklich lecker, obwohl wir zuhause feststellten, dass Google ausnahmsweise doch Recht hatte. Eingeweide und sonstige Bestandteile des Tieres hatte ich in meinem Sprachkurs noch nicht gelernt. Das ist natürlich nicht alleine der Grund, warum ich ab nächste Woche einen erneuten Spanischkurs belegen werde…

Da Bernd in den folgenden Tagen etwas angeschlagen war (nein, das lag nicht an den Tacos, glaube ich…) blieb uns nicht viel übrig, außer auf der Couch zu sitzen und über unsere zukünftigen Reisepläne nachzudenken. Einziges Highlight war für mich das tägliche Treppenhoch- und runterlaufen der auf einem Berg gelegenen Kirche, um wenigstens etwas Bewegung zu erhalten. Joggen gehen kann man hier leider überhaupt nicht gut. Die Bürgersteige sind schmal und uneben, die Straßen von zu vielen Autos belegt und Parks gibt es hier nicht.

Die Treppen der Iglesia de Guadalupe, San Cristobal | wat-erleben

Die Treppen der Iglesia de Guadalupe, San Cristobal | wat-erleben

Vorgestern haben wir es noch einmal mit der Free Walking Tour versucht und dieses Mal fand sie statt, oder wir standen am richtigen Ort, oder wie auch immer. Sie hat sich auf jeden Fall gelohnt und nach drei Stunden gab es als Abschluss in einem Café eine Verkostung von „Pox“. Das ist ein Schnaps, ähnlich zu Tequila, wird aber aus Mais und in der Region hergestellt, in der wir uns gerade befinden, in Chiapas. Schon auf dem Hinweg zur Verkostung machte uns unser Guide auf eine kleine holländische Pommesbude aufmerksam und wie hätte es anders sein sollen, Bernd und ich mussten diese auf dem Rückweg einfach austesten. Das Essen in den letzten vier Monaten war zum Großteil köstlich, das kann man nicht anders sagen. Die pure Freude, die einen aber überkommt, wenn man eine holländische Pommes mit viel Joppie- und Currysauce in den Händen hält, ist einfach unbeschreiblich und vor allem lecker!

Sonnenuntergang bei der Free Walking Tour in San Cristobal | wat-erleben

Sonnenuntergang bei der Free Walking Tour in San Cristobal | wat-erleben

Pox-Tasting in San Cristobal | wat-erleben

Pox-Tasting in San Cristobal | wat-erleben

Eine Imbissbude in San Cristobal | wat-erleben

Eine Imbissbude in San Cristobal | wat-erleben

Gestern haben wir übrigens unseren Transfer gebucht, denn wir verabschieden uns Samstag von Mexiko. Nach über einem Monat ziehen wir weiter, es geht mit dem Bus ins rund 7 Stunden entfernte Guatemala, erster Stop Xela.

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