Warm eingepackt kamen wir gestern vor einer Woche am Flughafen Bangkok an. Nach dem ersten Schritt aus dem Terminal, eine völlig andere Welt. Aus dem strukturierten Japan war ein ein hupendes, stickiges Bangkok geworden.

Unser Körper dankte uns – nicht. Innerhalb von sechs Stunden gibt’s einen Temperaturunterschied von 25 Grad und Schweißausbrüche. Mit dem Grab-Taxi (das asiatische Uber quasi) fuhren wir zum Hotel. Nach einer kurzen Verschnaufpause im klimaanlagen-gekühlten Zimmer gab es einen Ausflug in ein Restaurant um die Ecke. Auf dem Rückweg kamen wir an vier verschiedenen Massage-Studios vorbei. Das musste ein Zeichen sein und außerdem…der Preis auf dem Schild kann nicht richtig sein? Anscheinend doch, für 11 Euro (inkl. Trinkgeld) gönnten Bernd und ich uns jeweils eine Stunde Massage. Jetzt waren wir wirklich in Thailand angekommen.

Unser erster Abend und erstes Essen in Thailand. Ganz wichtig, immer no spicy dazu sagen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Unser erster Abend und erstes Essen in Thailand. Ganz wichtig, immer no spicy dazu sagen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Was auch immer eine Ratsstube ist, da waren wir natürlich nicht essen, dafür ist Thai-Essen viel zu lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Was auch immer eine Ratsstube ist, da waren wir natürlich nicht essen, dafür ist Thai-Essen viel zu lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Schuhe aus!!! Es gibt doch nichts besseres als eine Massage, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Schuhe aus!!! Es gibt doch nichts besseres als eine Massage, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Am nächsten Tag machte besonders mir die Hitze zu schaffen. Natürlich mussten wir für diesen Tag direkt den größten Wochenendmarkt („Chatuchak“) aussuchen, noch dazu zur unerträglich heißen Mittagszeit. Angeblich gibt es dort knapp 10.000 Stände und vor allem viele Menschen. Zu viele! Leicht benommen steuerten Bernd und ich einen Essens-Stand mit Sitzgelegenheit an. Eine eisgekühlte Cola und ein Pad Thai später ging es bergauf. Bergrunter geht es dagegen bei den Preisen in Thailand, zumindest für uns und im Gegensatz zu allen bisher besuchten Ländern. Günstige Länder zum Schluss, alles richtig gemacht und nein, das Schild „59“ beim Hosenstand, war nicht die Größe wie von Bernd vermutet, sondern der Preis (knapp 1,50€).

Der Eingang zum Chatuchak-Market, nur ein wenig voll, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Der Eingang zum Chatuchak-Market, nur ein wenig voll, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Abends besuchten wir einen kleinen Nachtmarkt um die Ecke, deutlich angenehmer. Das Angebot an Nachtmärkten ist riesig in Bangkok, es handelt sich dabei eigentlich um nichts anderes als einen Wochenmarkt, der halt Abends stattfindet. Insgesamt scheint es so, als ob neben der Berufs-Rush-Hour, erst nach Sonnenuntergang das Leben in Bangkok richtig beginnt. Bei den Standverkäufern hat man zu dieser Zeit den Eindruck, dass sich ihr ganzes Leben hier abspielt. Zwischen der Kundschaft wird auf dem Boden mit Familie und Freunden gequatscht, gegessen, oder mal ein Nickerchen gemacht.

Einer der bisher kleinsten und schönsten Nachtmärke, Patpong, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Einer der bisher kleinsten und schönsten Nachtmärke, Patpong, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Mein neues Lieblings-Dessert, Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Mein neues Lieblings-Dessert, Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ein Traum, auch wenn es vielleicht nicht ganz so aussieht Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ein Traum, auch wenn es vielleicht nicht ganz so aussieht Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Mittlerweile herrscht ein ganz anderer Tagesrhyhmus, als z.B. in Neuseeland. Vorbei sind die Tage, wo wir mit Sonnenaufgang aufgestanden und mit Sonnenuntergang ins Bett gegangen sind. Hier heißt es bis Mittags schlafen und dafür bis Nachts wach sein. Ist für den Kreislauf von Vorteil, tagsüber macht es wenig Spaß, die Stadt zu erkunden. Meist wagen wir uns tagsüber nur für ein schnelles Mittagessen nach draußen.

Bangkok bei Nacht, Thailand | wat-erleben

Bangkok bei Nacht, Thailand | wat-erleben

Ist ja schön, dass die Zeit der Grünphase angezeigt wird, hält sich aber eh keiner dran. Beim überqueren der Straße sollte man stets rennen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ist ja schön, dass die Zeit der Grünphase angezeigt wird, hält sich aber eh keiner dran. Beim überqueren der Straße sollte man stets rennen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ist das Kunst? Nein, nur zu viele Kabel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ist das Kunst? Nein, nur zu viele Kabel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Neben Straßenkatzen gibt es auch diese netten Tierchen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Neben Straßenkatzen gibt es auch diese netten Tierchen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Tuk-Tuks haben hier den größten und lautesten Auspuff, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Tuk-Tuks haben hier den größten und lautesten Auspuff, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Rotlichtviertel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Rotlichtviertel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Der Rot Fai Market Ratchada, sieht von oben unserer Meinung nach schöner aus, als er ist, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Der Rot Fai Market Ratchada, sieht von oben unserer Meinung nach schöner aus, als er ist, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Chinatown in Bangkok, zuviel Auswahl zum Essen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Chinatown in Bangkok, zuviel Auswahl zum Essen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Blumen-Markt am späten Abend, schön zum anschauen und riechen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Blumen-Markt am späten Abend, schön zum anschauen und riechen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gestern Abend gab es mal wieder Streetfood, ein freundlicher Thai half uns bei der Übersetzung. Was wir aßen? Keine Ahnung, aber verdammt lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gestern Abend gab es mal wieder Streetfood, ein freundlicher Thai half uns bei der Übersetzung. Was wir aßen? Keine Ahnung, aber verdammt lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Im Anschluss gab es Mini-Ananas, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Im Anschluss gab es Mini-Ananas, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Kurz vor Mitternacht. Warum der Markt so leer war?Es wurde gerade aufgebaut. Wann schlafen die Thais eigentlich? Bangkok, Thailand | wat-erleben

Kurz vor Mitternacht. Warum der Markt so leer war?Es wurde gerade aufgebaut. Wann schlafen die Thais eigentlich? Bangkok, Thailand | wat-erleben

Die einzige Ausnahme, um tagsüber aus dem Haus zu gehen, ist das gut gekühlte Shopping-Center. In Bangkok gibt es unzählig viele davon, damit hätten wir die Stadt nicht unbedingt in Verbindung gebracht. Die meisten der Einkaufshäuser sind jedoch nicht wie man sie aus anderen Ländern kennt. Hier spielt sich der Verkauf in den Gängen ab. Stände über Stände mit Souvenirs, billiger Kleidung, Goldschmuck und Elektronik. Wer auf Luxus steht, muss in andere Malls mit ausgestorbenen Geschäften und klinisch-reinen Eingangsbereichen. Ob das noch zu Bangkok passt?

So sehen die Einkaufszentren von innen aus, mehr Stände als Geschäfte, Bangkok, Thailand | wat-erleben

So sehen die Einkaufszentren von innen aus, mehr Stände als Geschäfte, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ausgestorbene Plätze (und sauber) bei den Luxus-Malls, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ausgestorbene Plätze (und sauber) bei den Luxus-Malls, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gerade weil die Stadt nicht zwanghaft versucht besonders schön, sauber und ordentlich zu sein, gefällt sie uns. Die Thais sind super nett und das Essen ist spitze, reicht doch? Selbst in Einkaufszentren ist das Essen bezahlbar. In einem Blog las ich, dass im „Terminal 21“ die Verkäufer der Essens-Stände keine Miete zahlen müssen und daher das Essen günstig sein soll. Tatsächlich, mit 30 Baht für ein Pad Thai (unter 1€), mindestens so günstig wie auf der Straße. Gut, die Portion macht nicht unbedingt satt, aber wäre auch zu schade. Wir aßen uns durch den kompletten Food-Court. Mit vollgeschlagenem Bauch ging es im Anschluss im gleichen Gebäude ins Kino. Mit sehr bequemen Sitzen und Nationalhymne zum Beginn des Films mal etwas anderes.

Durian mit Eis. Wenn die Frucht überreif ist, riecht sie angeblich nach Erbrochenem, Pipi und Essig. An U-Bahn-Stationen, in Hotels usw. gibt es daher Verbotsschilder, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Durian mit Eis. Wenn die Frucht überreif ist, riecht sie angeblich nach Erbrochenem, Pipi und Essig. An U-Bahn-Stationen, in Hotels usw. gibt es daher Verbotsschilder, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Terminal 21 heißt nicht umsonst so, das Gebäude ist wie ein Flughafen aufgebaut. Die Sicherheitskontrollen gibt es übrigens auch in den UBahnStationen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Terminal 21 heißt nicht umsonst so, das Gebäude ist wie ein Flughafen aufgebaut. Die Sicherheitskontrollen gibt es übrigens auch in den UBahnStationen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Nach einer halben Woche im Hotel stand ein Umzug bevor. Wir hatten, mal wieder, einen tollen Housesit an Land gezogen. Im Herzen von Bangkok, allerdings in einer ruhigen Seitenstraße, passen wir seit vier Tagen auf zwei Katzen auf. So lässt es sich entspannt die Stadt entdecken. Entspannung ist vor allem notwendig, nachdem man auf (großen) Straßenmärkten war. Neben Obst und Gemüse gibt es Fleisch in der Sonne zu bestaunen (zum Glück schon aus Mexiko und Guatemala bekannt), krähende Hähne aus dem Käfig und mal wieder verdammt viele Menschen. Allerdings teilt man sich die kleinen Gassen und Bürgersteige nie nur mit diesen, sondern auch mit Mopeds, Sackkarren und Kleinlastern. Echt beindruckend, besonders, dass trotzdem so gut wie nie geschubst wird.

Ausnahmsweise mal ein leerer Markt, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ausnahmsweise mal ein leerer Markt, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Scharf? Können wir nicht, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Scharf? Können wir nicht, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Die Roller-Gang ohne Verkehrsregeln, die mit den orangenen Westen kann man über Grab bestellen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Die Roller-Gang ohne Verkehrsregeln, die mit den orangenen Westen kann man über Grab bestellen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Schön gerempelt wurde allerdings beim Thai-Boxen. An einem Abend schauten wir kostenlos vor dem MBK-Kaufhaus einige Boxkämpfe an. Dabei geht es ordentlich zur Sache, anders als ein langweiliger Klitschko-Kampf, der bereits nach der ersten Runde vorbei ist.

Thai-Boxen am MBK-Gebäude, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Thai-Boxen am MBK-Gebäude, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gestern war ein wichtiger Tag unserer Reise. Dieser kostete 40€ und war sechs Kilogramm schwer. Wir schickten das erste Paket nach Deutschland. Es werden bis zum Ende (hoffentlich) keine kalten Länder mehr bereist. Wenn alles gut geht, erwarten uns in frühestens zwei Monaten per Seeweg alle warmen Kleidungsstücke. Mit leichtem Gepäck können die nächsten Wochen nur traumhaft werden.

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