Heute war unser letzter Tag in Japan, wir übernachteten im Flughafen und der Flieger ging nach Bangkok. Genug Zeit also, um die Tage Revue passieren zu lassen. Was hat uns an Japan am Besten gefallen? Auf jeden Fall das Essen. So oft waren wir nirgendwo anders im Restaurant. Wenn ich nachzähle, dann aßen wir an jedem Tag Sushi, insgesamt 18 Mal. Ich glaube, dass wir fast alles von der Speisekarte abhaken können. Wir überlebten sogar den Kugelfisch. Absolute Highlights sind Lachs, Aal und die Shrimp-Rolls. Während ich alle möglichen neuen Fischarten ausprobierte, gehörten diese drei zu Lauras Klassikern. Gut, dass ich bei manchen Sachen nicht wusste, was da auf meinem Teller liegt. Erst später übersetzte ich die Namen ins Deutsche. Seeigel schmeckt unbeschreiblich eigenartig, Pferd überraschenderweise zart und vergorene Sojabohnen landen auf dem letzten Platz.

Der Kugelfisch schmeckt nicht besonders, Kyoto Japan | wat-erleben

Der Kugelfisch schmeckt nicht besonders, Kyoto Japan | wat-erleben

In dieser Reihenfolge haben wir uns satt gegessen, Kyoto, Japan | wat-erleben

In dieser Reihenfolge haben wir uns satt gegessen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich auch Wal probierte und nicht nachvollziehen kann, warum Japan den Fang wieder kommerziell betreiben möchte. Unser Guide von der Free-Walking-Tour erklärte mir, dass die Japaner eigentlich kein Walfleisch essen und es eher darum ginge, dass die Politik sich nicht vom Westen vorschreiben lassen möchte, was Sie zu tun und lassen hat.

Am Samstag ist unser Sushi-Essen etwas aus dem Ruder gelaufen. Laura verfiel in einen Bestellwahn und wunderte sich später über die große Anzahl an Tellern, die im Minutentakt an unseren Tisch kamen. Den Überblick verloren wir ganz schnell, aßen aber alles brav auf. Nach so viel Völlerei brauchten wir dringend einen Absacker. Hier wird heißer Sake getrunken, der sich seinen Weg in den Magen brennt. Einfacher als in Neuseeland kommt man auch an Alkohol. In Neuseeland blieb meine Flasche Wein an der Supermarktkasse stehen, weil ich keinen Reisepass bei mir trug. Personalausweis, Führerschein, Kreditkarte und graue Haare zählen nicht als Altersnachweis. In Japan wird auf dem Bestellbildschirm bejaht, dass man älter als 20 Jahre ist, das wars.

Diese beiden sind Lauras Favoriten, sicherheitshalber bestellte sie alle vier, Tokio, Japan | wat-erleben

Diese beiden sind Lauras Favoriten, sicherheitshalber bestellte sie alle vier, Tokio, Japan | wat-erleben

Das ist Lauras Sake-Gesicht, Tokio, Japan | wat-erleben

Das ist Lauras Sake-Gesicht, Tokio, Japan | wat-erleben

Dass wir immer noch jung aussehen, bestätigte uns der Besuch in einer Fotobox. Diese Boxen sind vor allem bei jungen Mädels beliebt, die Gruppenfotos schießen und diese später bearbeiten und ausdrucken. Klar, wir wollten auch so ein Andenken. Die Box ist eine Art Zauberkugel von Linda de Mol. Wir gingen rein, automatisch wurden tausend Filter über das Bild gelegt und als wir das Ergebnis sahen, waren wir super süß und 15 Jahre jünger.

Kurz noch ein paar Spezialeffekte einfügen, Tokio, Japan | wat-erleben

Kurz noch ein paar Spezialeffekte einfügen, Tokio, Japan | wat-erleben

So sieht das Endergebniss aus, schon süß, die Pose schauten wir uns bei den anderen Mädels ab, Tokio, Japan | wat-erleben

So sieht das Endergebniss aus, schon süß, die Pose schauten wir uns bei den anderen Mädels ab, Tokio, Japan | wat-erleben

So jung und voller Energie spazierten wir am Sonntag quer durch die halbe Stadt. Besuchten die Kopie des Eiffelturms (der ist hier 8 Meter höher), aßen in dessen Untergeschoß die japanische McDonalds-Variante (kleinere Burger, dafür hübscher und leckerer) und suchten nach ersten Kirschblüten in der Nähe vom Kaiserpalast (diesen konnten wir nur hinter hohen Mauern erahnen). Abends gab es gleich zweimal Sushi, im ersten Restaurant die Hauptspeise und eigentlich im zweiten Restaurant die Nachspeise. Bei so vielen Restaurants kann man diese auch leicht durcheinander bringen. Ich führte uns zum falschen und Laura bekam kein Mango-Eis.

Le Tour Eiffel mitten in Tokio, Japan | wat-erleben

Le Tour Eiffel mitten in Tokio, Japan | wat-erleben

Völlig verblüfft, dass es in der Food Hall Sitzplätze gab, Tokio, Japan | wat-erleben

Völlig verblüfft, dass es in der Food Hall Sitzplätze gab, Tokio, Japan | wat-erleben

Am Montag liefen wir ein letztes Mal mit den Hunden Gassi und verließen Tokio mit dem Shinkansen. Die 480 Kilometer Bahnstrecke nach Kyoto bewältigten wir in atemberaubenden zwei Stunden. Unglaublich ist auch, dass auf dieser Strecke alle 15 Minuten ein Zug fährt, wie immer auf die Sekunde genau. Es ist wie Fliegen, nur mit enormer Beinfreiheit.

Booty und Oprah, Tokio, Japan | wat-erleben

Booty und Oprah, Tokio, Japan | wat-erleben

Flott noch ein Foto, bevor es schnell weitergeht, Tokio, Japan | wat-erleben

Flott noch ein Foto, bevor es schnell weitergeht, Tokio, Japan | wat-erleben

Es wird daraufhin gewiesen, dass die Geräusche der Laptop-Tastatur andere Fahrgäste stören könnte, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Es wird daraufhin gewiesen, dass die Geräusche der Laptop-Tastatur andere Fahrgäste stören könnte, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Wir fuhren am Mount Fuji vorbei, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Wir fuhren am Mount Fuji vorbei, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Nach einer langen und beschwerlichen Anreise musste sich Laura erstmal stärken. Als sie die Auswahl an Matcha-Artikel im Supermarkt sah, wurden die Augen immer größer. Da lässt man sie nur kurz verschwinden und zurück kommt sie mit einem Arm voll Süßkram. Zum Nachtisch gab es natürlich Matcha-Eis, welches hier besonders gut schmeckt. Die Region rund um Kyoto ist bekannt für ihren Teeanbau und es ist ein Leichtes, für 20 Gramm Tee mehr als 50 Euro auszugeben.

Ich präsentiere, Lauras Ausbeute, Kyoto, Japan | wat-erleben

Ich präsentiere, Lauras Ausbeute, Kyoto, Japan | wat-erleben

Mindestens genauso berühmt sind die tausend Torbögen, durch die man am Fushimi-Inari-Schrein läuft. Die ersten 200 Bögen teilt man sich mit Horden von Touristen. Je weiter wir den Berg raufkommen, desto geringer wird deren Zahl. An jeder Abbiegung drehen sich manche Leute laut schnaufend und prustend um. Die waren wohl noch nicht auf dem Acatenango in Antigua.

Hübsch, hübsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Hübsch, hübsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Diese Fischbällchen mit Oktopus sind super lecker, Kyoto, Japan | wat-erleben

Diese Fischbällchen mit Oktopus sind super lecker, Kyoto, Japan | wat-erleben

So sieht also grüner Tee aus, Kyoto, Japan | wat-erleben

So sieht also grüner Tee aus, Kyoto, Japan | wat-erleben

Jeder Ball beinhaltet einen Wunsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Jeder Ball beinhaltet einen Wunsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Altstadtviertel herrschen strenge Regeln, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Altstadtviertel herrschen strenge Regeln, Kyoto, Japan | wat-erleben

Meine Lieblingsbeschäftigung, Essen bestellen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Meine Lieblingsbeschäftigung, Essen bestellen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das Frühstück von Hulk, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das Frühstück von Hulk, Kyoto, Japan | wat-erleben

Unten war es rappelvoll, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Unten war es rappelvoll, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Erst wird geläutet, danach sein Wunsch vorgetragen, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Erst wird geläutet, danach sein Wunsch vorgetragen, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Es wurde leerer, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Es wurde leerer, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Den Gipfel hatten wir für uns allein, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Den Gipfel hatten wir für uns allein, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Katzen gehören zu den Schreinen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Katzen gehören zu den Schreinen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Einen kleineren Berg bestiegen wir am Mittwoch – den Affenberg in Arashiyama. In diesem Vorort von Kyoto leben knapp 170 japanische Makaken. Findige Geschäftsleute füttern diese, damit sie auf dem Hügel bleiben und wir sie beobachten dürfen. Besser als ein Besuch im Zoo ist es allemal, da die Tiere hier frei herumlaufen sowie tun und lassen können, was sie wollen. Vor allem wird sich gegenseitig gejagt und nach Flöhen abgesucht.

Lässt sich wohl aushalten, Kyoto, Japan | wat-erleben

Lässt sich wohl aushalten, Kyoto, Japan | wat-erleben

Erinnert mich an ein Gemälde: Affe im Baum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Erinnert mich an ein Gemälde: Affe im Baum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Winter besuchen die Affen heiße Quellen, um sich aufzuwärmen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Winter besuchen die Affen heiße Quellen, um sich aufzuwärmen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Lange suchen mussten wir den Bambus-Wald im Örtchen nicht, einfach den Menschenmassen hinterher. Anders als beim Schrein, wurde es am Ende nicht leerer, schön war es trotzdem. Ich wusste nicht, dass Bambus so groß wird. Ich wusste nur, das die falsche Sorte im Garten zu einer richtigen Wucherplage werden kann und das Bambus früher zum Foltern diente. Laura schüttelte bei meinem unnützen Wissen mit dem Kopf.

Man sieht den Wald vor lauter Bambus nicht, Kyoto, Japan | wat-erleben

Man sieht den Wald vor lauter Bambus nicht, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die erste Kirschblüte, fälschlicherweise handelte es sich in Tokio um Pflaumenbäume, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die erste Kirschblüte, fälschlicherweise handelte es sich in Tokio um Pflaumenbäume, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die Festungsmauer der Samurai-Burg, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die Festungsmauer der Samurai-Burg, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das ist ein Aprikosenbaum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das ist ein Aprikosenbaum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Kopfschüttelnd gingen wir auch Abends in eine Karaoke-Bar. Unsere Gesangskünste stellten wir nur bei einem Lied auf die Probe. Das reichte vollkommen, schiefer ging es kaum. Die restlichen Lieder überließen wir den Profis. Diese singen fast genauso schief, aber mit voller Leidenschaft. Klassische Schützenfest- und 90er-Lieder fanden wir auf der Karaokemaschine leider nicht – oder Gott sei Dank nicht.

Gut, dass es zu diesem Bild keinen Ton gibt, Karaoke in Kyoto, Japan | wat-erleben

Gut, dass es zu diesem Bild keinen Ton gibt, Karaoke in Kyoto, Japan | wat-erleben

Dafür fanden wir den Weg von Kyoto nach Osaka und zur nächsten Walking-Tour. Drei Stunden liefen wir gestern durch Osaka und mussten einige Unterschiede zu Tokio feststellen. Auf der Rolltreppe steht man rebellisch rechts und generell ist es nicht ganz so geordnet. Was sich wiederum in den Leuten bemerkbar macht, die alle etwas gelassener scheinen. Standesgemäß gab es ein letztes Mal Sushi. Ich bin gespannt, ob Bangkok da mithalten kann.

Mitten in Osaka, Japan | wat-erleben

Mitten in Osaka, Japan | wat-erleben

Erdbeeren sind so besonders, sie werden normalerweise nur als Geschenk überreicht, Osaka, Japan | wat-erleben

Erdbeeren sind so besonders, sie werden normalerweise nur als Geschenk überreicht, Osaka, Japan | wat-erleben

Das japanische Brauhaus in Osaka, Japan | wat-erleben

Das japanische Brauhaus in Osaka, Japan | wat-erleben

Portionen in Sumo-Größe, Osaka, Japan | wat-erleben

Portionen in Sumo-Größe, Osaka, Japan | wat-erleben

Soll angeblich Glück bringen, Osaka, Japan | wat-erleben

Soll angeblich Glück bringen, Osaka, Japan | wat-erleben

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