Mehr oder weniger ausgeschlafen hieß es Sonntagmorgen Auckland Richtung Süden. Der erste Zwischenstopp fand in Te Kauwhata statt. Nein, dies ist natürlich kein Reisetipp. Wir trafen uns mit meinem ehemaligen Arbeitskollegen Jens, seiner Frau und Nachwuchs auf einen Kaffee – ich glaube im einzigen Cafe des Dorfes.

Danach fuhren wir nach Matamata. Das kennt man nur, wenn man weiß, dass sich dort das „Hobbiton“ (das Filmset des Auenlands von Herr der Ringe) befindet. Für knapp 90 Dollar war uns das zu teuer, stattdessen musste das Touristen-Informationszentrum im Hobbit-Stil reichen.

Bernd ist zu groß für einen Hobbit, Visitor Information Matamata, Neuseeland | wat-erleben

Bernd ist zu groß für einen Hobbit, Visitor Information Matamata, Neuseeland | wat-erleben

Ich geh durch als Hobbit, Matamata, Neuseeland | wat-erleben

Ich geh durch als Hobbit, Matamata, Neuseeland | wat-erleben

So sah es an vielen Stellen auf der Nordinsel aus, hier müssen überall Hobbits wohnen, Neuseeland | wat-erleben

So sah es an vielen Stellen auf der Nordinsel aus, hier müssen überall Hobbits wohnen, Neuseeland | wat-erleben

Weiter ging es auf den Geothermal Highway. Direkt kamen Erinnerungen von Island in uns hoch, an vielen Stellen qualmte es  am Highway. Um nah heranzukommen bezahlte man, statt in Island, jedoch in den meisten Fällen Eintritt. Dennoch faszinierend … und stinkig.

Wai-O-Tapu und viel Gestank, Neuseeland | wat-erleben

Wai-O-Tapu und viel Gestank, Neuseeland | wat-erleben

Wai-O-Tapu , der Champagner-Pool, Neuseeland | wat-erleben

Wai-O-Tapu , der Champagner-Pool, Neuseeland | wat-erleben

Die bunten Farben entstehen übrigens aufgrund der Oxidation mit verschiedenen Mineralien, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Die bunten Farben entstehen übrigens aufgrund der Oxidation mit verschiedenen Mineralien, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Es blubbert, also lieber nicht Baden, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Es blubbert, also lieber nicht Baden, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Im Anschluss schlenderten wir durch den Stadtpark. Irgendwie irreal, dass es blubbert und qualmt, direkt neben der Hauptverkehrsstraße, mitten in der Stadt.

Der Stadtpark von Rotorua, Neuseeland | wat-erleben

Der Stadtpark von Rotorua, die Ampel befindet sich im Hintergrund, Neuseeland | wat-erleben

Genug hatten wir vom Schwefelgeruch anscheinend noch nicht, am folgenden Tag fuhren wir zum „Craters of the Moon“. Ein geothermales Gebiet ähnlich einer Mondlandschaft, mit ein wenig Gras.

Der Kaffee bleibt warm, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Der Kaffee bleibt warm, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Bernd lassen die tollen Posen nicht mehr los, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Bernd lassen die tollen Posen nicht mehr los, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Danach stand eine weite Fahrt bis zum Tongariro-Nationalpark, beziehungsweise bis zu unserer Holzhütte an. Für den nächsten Morgen war nämlich der erste Shuttle-Bus gebucht. Also früh ins Bett, da der Wecker um halb 4 klingelte. Warm eingepackt hieß es für uns das Tongariro Alpine-Crossing zu „bezwingen“. Eine siebenstündige Wanderung, knappe 20 Kilometer. Bezwingen sage ich nur aus dem Grund, weil wir vorher explizit darauf hingewiesen wurden, welche Ausrüstung nicht  in unseren Wanderrucksäcken fehlen darf – und das dies vom Busfahrer kontrolliert wird.

Es war alles halb so wild, nach der Kletterpartie auf dem Cradle Mountain in Tasmanien und der Vulkanbesteigung in Guatemala schockt uns wohl nichts mehr so schnell. Insgesamt war es eine sehr schöne Wanderung. Erst im Dunkeln mit Stirnlampe gewandert, später bei Sonnenaufgang durch Kraterlandschaften und als absolutes Highlight beim höchsten Punkt der Wanderung die leuchtend-grünen Emerald Seen bestaunt. Hinterher teilte Bernd mir erst mit, dass der Vulkan, an dem wir die ganze Zeit vorbei liefen, der Herr der Ringe-Schicksalsberg ist (Mordor und so).

Der Weg runter war anstrengender als hoch, besonders für unsere alten Knie. Wir werden nicht jünger.

Tongariro Alpine Crossing, kurz nach 5, Minus Grade, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, kurz nach 5, Minus Grade, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, Stirnlampe aus, Sonne an, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, Stirnlampe aus, Sonne an, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, kurz vorm höchsten Punkt, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, kurz vorm höchsten Punkt, Neuseeland | wat-erleben

Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Einer der Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Einer der Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Da rechts ist übrigens dieser ominöse Schicksalsberg, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Da rechts ist übrigens dieser ominöse Schicksalsberg, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Der Rückweg beim Tongariro, Neuseeland | wat-erleben

Der Rückweg beim Tongariro, Neuseeland | wat-erleben

Mittwoch gingen wir es ruhiger an, einige Autostunden entfernt nächtigten wir in einem Airbnb mit Blick auf den Taranaki-Berg – zumindest sagte uns dies unsere Gastgeberin. Der Berg wurde komplett von Wolken verdeckt. Eigentlich planten wir früh aufzustehen und uns den Blick von einem See aus anzuschauen. Stattdessen genossen wir lieber den Blick aus dem warmen Esszimmer, mit Kaffee.

Auf dem Forgotten Highway gibt es den Ort Whangamomona, in der Kneipe gibt es eigens einen Reisestempel, da der Ort 1989 bei einer Schnapsidee eine unabhängige Republik werden wollte, Neuseeland | wat-erleben

Auf dem Forgotten Highway gibt es den Ort Whangamomona, in der Kneipe gibt es eigens einen Reisestempel, da der Ort 1989 bei einer Schnapsidee eine unabhängige Republik werden wollte, Neuseeland | wat-erleben

Mount Taranaki aus dem Küchenfenster, Neuseeland | wat-erleben

Mount Taranaki aus dem Küchenfenster, Neuseeland | wat-erleben

So lässt sich die Aussicht aushalten, Mount Taranaki, Neuseeland | wat-erleben

So lässt sich die Aussicht aushalten, Mount Taranaki, Neuseeland | wat-erleben

Unser Airbnb war auch abseits der Bergaussicht ein nettes Plätzchen, Neuseeland | wat-erleben

Unser Airbnb war auch abseits der Bergaussicht ein nettes Plätzchen, Neuseeland | wat-erleben

Ein paar weitere Eindrücke der Reise:

Marokopa-Falls, einer der schönsten Wasserfälle von Neuseeland (von denen, die wir gesehen haben) | wat-erleben

Marokopa-Falls, einer der schönsten Wasserfälle von Neuseeland (von denen, die wir gesehen haben) | wat-erleben

Ocean Beach, hier soll man sich im warmen Sand einbuddeln können. Er war lauwarm. | wat-erleben

Ocean Beach, hier soll man sich im warmen Sand einbuddeln können. Er war lauwarm. | wat-erleben

Weitere Highlights unseres Roadtrips waren Glühwürmer (nicht mit den Leuchtkäfern aus Deutschland zu verwechseln; es handelt sich hierbei um Langhornmücken bzw. um Larven die Biolumineszenz erzeugen). Auf Tipp unserer Gastgeberin hin, besuchten wir die Abbey Caves in Whangarei. Nach einem kurzen Spaziergang über Kuhwiesen kletterten wir in die „Middle Cave“ und plötzlich war es stockfinster und kurze Zeit später nass an den Füßen. Also Schuhe aus und Lampen an, bis wir ein geeignetes Plätzchen fanden. Dann Licht aus. Unsere Augen brauchten einige Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Plötzlich Glühwürmer überall an den Wänden und besonders an den Decken. Falls die Vorstellungskraft fehlt: Erinnert an eine grüne Lichterkette im Ruhrpottschick.

Der Eingang zur Höhle war schon ein wenig abenteuerlich, Abbey Caves, Neuseeland | wat-erleben

Der Eingang zur Höhle war schon ein wenig abenteuerlich, Abbey Caves, Neuseeland | wat-erleben

Die Abbey-Caves, Middle Cave und Glühwürmer, Neuseeland | wat-erleben

Die Abbey-Caves, Middle Cave und Glühwürmer, Neuseeland | wat-erleben

Alleine in der Höhle und umsonst, so lässt es sich am besten mit Glühwürmern genießen, Neuseeland | wat-erleben

Alleine in der Höhle und umsonst, so lässt es sich am besten mit Glühwürmern genießen, Neuseeland | wat-erleben

Wir dachten, dass es nicht besser kommen könne, aber am Cape Reinga wurden wir eines besseren belehrt. Beim Cape, ganz Im Norden der Nordinsel, trifft die Tasmanische See auf den Südpazifik. Das war wirklich schön mit anzusehen.

Wie praktisch, dass wir genau hier Pipi mussten, die Toiletten von Hundertwasser in Kawakawa, Neuseeland | wat-erleben

Wie praktisch, dass wir genau hier Pipi mussten, die Toiletten von Hundertwasser in Kawakawa, Richtung Cape Reinga, Neuseeland | wat-erleben

Cape Reinga, wenn man genau schaut, sieht man wie die zwei Meere zusammenlaufen, Neuseeland | wat-erleben

Cape Reinga, wenn man genau schaut, sieht man wie die zwei Meere zusammenlaufen, Neuseeland | wat-erleben

Unser nächstes Ziel am Cape Reinga, nur 9000 Kilometer entfernt, Neuseeland | wat-erleben

Unser nächstes Ziel am Cape Reinga, nur 9000 Kilometer entfernt, Neuseeland | wat-erleben

Getoppt wurde dies noch, als wir einige Kilometer zurück fuhren und den Te Paki-Sanddünen einen Besuch abstatteten. Dort sollte es die Möglichkeit geben, mit Body-Boards die Dünen herunter zu rauschen. Nennt sich „Sandboarding“ und wow, was war das ein Highlight. Wir würden glatt behaupten, eins der Highlights unserer ganzen Reise. Mit gerade einmal 15 Dollar ein dazu günstiges und zudem simples. Das Ganze funktioniert folgendermaßen: gerade rechtzeitig die letzten Boards mieten (der Leihstand schließt um 17 Uhr) und die Dünen, die mittlerweile fast leer von Touristenmassen sind, hochlaufen. Dies ist übrigens der anstrengendste Schritt, weicher Sand kennt kein Erbarmen. Oben angekommen bäuchlings aufs Brett und mit etwas Schwung und riesem Tempo, die Düne hinunter. Besonders beim ersten Versuch konnte ich mir das Schreien nicht verkneifen. Der Wind und Sand fegt durchs Gesicht und im Anschluss fühlt man sich wie ein kleines Kind – Spaß pur!

Spaß Pur beim Sandboarding, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

Spaß Pur beim Sandboarding, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

Wir haben auch Videos...Ab gehts die Düne runter, Te Paki, Neuseeland | wat-erleben

Wir haben auch Videos…Ab gehts die Düne runter, Te Paki, Neuseeland | wat-erleben

Da unten bin ich schließlich gelandet, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

Da unten bin ich schließlich gelandet, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

 

Auf dem Rückweg Richtung Auckland:

Gestern hielten wir vor der Rückfahrt am Ninety Mile Beach an, dunkler Sand soweit das Auge reicht, Neuseeland | wat-erleben

Gestern hielten wir vor der Rückfahrt am Ninety Mile Beach an, dunkler Sand soweit das Auge reicht, Neuseeland | wat-erleben

Wir probieren das mit unserem kleinen Mietwagen wohl lieber nicht aus, Ninety Mile Beach, Neuseeland | wat-erleben

Wir probieren das mit unserem kleinen Mietwagen wohl lieber nicht aus, Ninety Mile Beach, Neuseeland | wat-erleben

Heute ist der Tag unserer Abreise gekommen. Nach einem kurzen Abstecher in die City von Auckland heißt es nicht nur Tschüss Nordinsel (2200 km), sondern auch Tschüss Neuseeland. Wir sitzen im Flughafen und wer es noch nicht mitbekommen hat: Wir tauschen Lamm gegen Sushi.

PS: Unbegründet ist es übrigens wirklich, dass die Nordinsel im Schatten der Südinsel steht. Unserer Meinung nach genießt man Neuseeland am besten im Doppelpack, beide Inseln haben es verdient.

Nordinsel Neuseeland, Roadtrip-Route | wat-erleben

Nordinsel Neuseeland, Roadtrip-Route | wat-erleben

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