Der traditionelle Truthahn durfte natürlich nicht fehlen, Thanksgiving in NY |wat-erleben

Ok, wir waren natürlich nicht wirklich in China, sondern letzten Samstag nur in Flushing, einem Stadtteil von Queens. Dort befindet sich das zweitgrößte Chinatown. Anders als das Chinatown in Downtown Manhattan ist das Viertel in Flushing weniger auf die fake-markenbegeisterten Touristen ausgelegt und wirkt für uns irgendwie authentischer. Einen kleinen Kulturschock gab es bereits direkt zu Anfang – wir dachten, wir wären in einer Zoohandlung, es war jedoch nur ein Supermarkt. Schildkröten, Schlangen, Riesenfische und Frösche werden als Lebensmittel und vor allem lebendig verkauft. Als wir an einem Stand mit genussvoller Fertig-Suppe vorbei liefen, wurde uns im Vorbeigehen auf, höchstwahrscheinlich, Mandarin eine Probe angeboten. Bernd und ich antworteten beide sofort mit „No, gracias“ und begriffen erst nach einigen Sekunden, dass unser Kopf anscheinend wie selbstverständlich Spanisch auspackt, wenn nicht Englisch oder Deutsch mit uns gesprochen wird.

Insgesamt waren wir noch in zwei weiteren Supermärkten, durchaus interessant. Sogar das Toilettenschild mussten wir etwas suchen, da es in chinesischen Zeichen ausgeschildert war. Können wir uns schon mal merken, falls wir noch nach Asien kommen…

Flushing in Queens,NY | wat-erleben

Flushing in Queens,NY | wat-erleben

Nach Chinatown ging es zurück nach Manhattan. Bernd wollte unbedingt in den größten Starbucks der Stadt. Beim letzten Mal im Mai hatte es nicht wirklich funktioniert, denn nach einer Ewigkeit suchend im Regen, war der laut Google angeblich größte Starbucks nur mit einer Handvoll Sitzplätzen ausgestattet. Dieses Mal haben wir ihn aber wirklich gefunden, in der Nähe vom World Trade Center. Nichtsahnend genossen wir unseren Kaffee, bis wir plötzlich feststellten, dass einen Tag zuvor unser Halbjähriges der Weltreise erreicht war. Sechs Monate sind wir schon unterwegs, unglaublich! Nach Hause wollen wir noch nicht, froh sind wir trotzdem, dass wir rechtzeitig die „Reißleine“ gezogen haben und uns eine kleine Verschnaufpause in gewohnter Umgebung gönnen. Nach dem Motto: „Was kostet die Welt?“ haben wir uns nach dem Kaffee daher zur Feier des Tages einen leckeren Restaurant-Besuch genehmigt. Unser Cocktail hieß Waikiki Shack und passte schon mal super als kleine Einstimmung auf Hawaii.

Die Weihnachtssaison in NYC ist längst gestartet, Eisbahn am Rockefeller Center | wat-erleben

Die Weihnachtssaison in NYC ist längst gestartet, Eisbahn am Rockefeller Center | wat-erleben

Waikiki-Cocktail auf unser Halbjähriges unserer Weltreise, The Smith,NYC | wat-erleben

Waikiki-Cocktail auf unser Halbjähriges unserer Weltreise, The Smith,NYC | wat-erleben

Das Halbjährige unserer Weltreise feiern, The Smith,NYC | wat-erleben

Das Halbjährige unserer Weltreise feiern, The Smith,NYC | wat-erleben

Bereit für die Rückfahrt zu meinen Gasteltern machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp vor der Oyster Bar im Grand Central. Es war kurz vor Mitternacht, ideale Voraussetzungen. Für was? Vor dem Restaurant gibt es die „Whispering Gallery“, den Tipp hatten wir bei einem Reiseblog gelesen. Die bogenförmige Decke bzw. die Keramiktore sind so geformt, dass trotz ca. 20 Meter Entfernung aus Geflüster ein lautes Gespräch wird. Dazu stellt man sich einfach in unterschiedliche Ecken und flüstert in diese Ecke rein. Sieht komisch aus und fühlt sich auch so an, umso beeindruckender ist es aber, dass man den anderen so gut versteht, als ob er direkt neben einem stehen würde.

Die Whispering Gallery im Grand Central, ich stand nach dem Foto schräg gegenüber | wat-erleben

Die Whispering Gallery im Grand Central, ich stand nach dem Foto schräg gegenüber | wat-erleben

Gestern war übrigens Thanksgiving in den USA – das amerikanische Erntedankfest, nur etwas anders. Bevor wir uns jedoch über den leckeren Truthahn und den tausend anderen Köstlichkeiten hermachen konnten, hieß es für uns und einen Teil meiner Gastfamilie (Jordan und Kendell wollten lieber im Warmen, d.h. Zuhause bleiben) Laufen für den guten Zweck. Halb 7 aufstehen, feststellen, dass es wirklich so kalt ist wie angekündigt (-5 Grad plus eiskalter Wind) und bis kurz vor Start im Auto warten, weil es draußen fast nicht auszuhalten ist. Ganz so schlimm war es dann aber doch nicht. Bei traumhaftem Sonnenschein ging es eine große Runde um den Rockland Lake.

Der Thanksgiving Turkey Trot, Vorher Foto | wat-erleben

Der Thanksgiving Turkey Trot, Vorher Foto | wat-erleben

Der Thanksgiving Turkey Trot, Nachher Foto | wat-erleben

Der Thanksgiving Turkey Trot, Nachher Foto | wat-erleben

Unsere Laufergebnisse vom Turkey Trot, wir waren gar nicht so schlecht... | wat-erleben

Unsere Laufergebnisse vom Turkey Trot, wir waren gar nicht so schlecht… | wat-erleben

Nach einer ewig langen heißen Dusche spürte man endlich wieder die Finger und es folgte der noch angenehmere Teil von Thanksgiving – ganz viel Essen und Trinken. Als wir Abends wirklich alle restlos satt waren, kam mein Gastkind Kaili auf die Idee, dass Thanksgiving jetzt quasi vorbei ist und die Weihnachtsdeko aufgebaut werden könne. Gesagt getan, der Kunstbaum wurde inklusive vorgefertigter Lichterkette aus dem Karton gezaubert und unzählige Kisten mit Baumschmuck und Deko vom Dachboden ins Wohnzimmer transportiert. Zur Weihnachtsmusik starteten wir mit den Anfängen von insgesamt 300 Teilen des Christbaumschmucks – bis wir feststellen mussten, dass die Aufhänger verschwunden sind und heute erst einmal welche gekauft werden müssen. Bietet sich gut an, denn schon seit vorgestern sind die ganzen Shops auf den Black Friday Sale vorbereitet. Ein großer Unterschied zu Deutschland. Hier sind 60 Prozent auf alle Waren, nicht nur auf den letzten Wühltisch, völlig normal. Warum reisen wir nur mit einem Rucksack?

Macys Thanksgiving Parade, ausschließlich mit Weihnachtsliedern | wat-erleben

Macys Thanksgiving Parade, ausschließlich mit Weihnachtsliedern | wat-erleben

Der traditionelle Truthahn durfte natürlich nicht fehlen, Thanksgiving in NY |wat-erleben

Der traditionelle Truthahn durfte natürlich nicht fehlen, Thanksgiving in NY |wat-erleben

Einer der Weihnachtsbäume steht pünktlich zu Ende von Thanksgiving; fünf weitere folgen noch | wat-erleben

Einer der Weihnachtsbäume steht pünktlich zu Ende von Thanksgiving; fünf weitere folgen noch | wat-erleben

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