Die ersten drei Nächte auf Koh Phangan befanden wir uns im abgelegenen Westen der Insel, unser Hotel lag direkt am Strand, daneben ein Pool und ansonsten eher nichts. Daher blieb uns leider kaum etwas anderes übrig, als von Morgens bis Abends eine schattige Liege in Anspruch zu nehmen und zwischen Meer, Trocknen, Pool, wieder Trocknen, Meer (…) zu variieren.

Unterkünfte messen wir in Dusch-Wasserdruck und Internetempfang. Fürs Internet hier 0 Punkte, meinen Spanisch-Skype-Unterricht musste ich abbrechen. Dafür war die Aussicht gut. | wat-erleben

Unterkünfte messen wir in Dusch-Wasserdruck und Internetempfang. Fürs Internet hier 0 Punkte, meinen Spanisch-Skype-Unterricht musste ich abbrechen. Dafür war die Aussicht gut. | wat-erleben

Wir bekamen übrigens ein doppeltes Zimmer-Upgrade mit Balkon und Meerblick. Bei den Temperaturen nutzt man jedoch eh nie den Balkon, nur den Pool und das Meer, Koh Phangan | wat-erleben

Wir bekamen übrigens ein doppeltes Zimmer-Upgrade mit Balkon und Meerblick. Bei den Temperaturen nutzt man jedoch eh nie den Balkon, nur den Pool und das Meer, Koh Phangan | wat-erleben

Abwechslung brachte die Tauchschule gegenüber, bei der wir an einem Morgen vorbei schauten. Glück für uns war, dass dort, neben einem schweizer Divemaster, ein Deutscher gerade seinen Trainerschein absolviert und noch ein paar Tauchgänge benötigte. Somit bekamen wir nicht nur einen Extra-Rabatt, sondern konnten mit deutscher (ok und schweizer) Genauigkeit alle Basics und Notfallsituationen durchgehen. Nach unserem kleinen Zwischenfall fühlten wir uns nach einer Auffrischung und können dies wärmstens empfehlen. Auf fünf Meter Tiefe ist eine Wechselatmung, eine kaputte Maske oder ein fehlendes Mundstück (…) eben nicht so gravierend wie z.B. auf 30 Meter Tiefe. Umso wichtiger also, dass man, egal wie viele Tauchgänge man schon hatte, diese Übungen immer wieder durchgeht. Wir fühlen uns jetzt sicherer und werden in Zukunft immer wieder Übungen einbauen. Außerdem können wir ab Mai unseren Tauchlehrer aus der Heimat, Jörg, wieder mit dämlichen Fragen auf die Nerven gehen.

Ja, Mai, ihr habt richtig gelesen. Denn ein paar Tage zuvor buchten wir unseren Flug von Bali über Singapur (übrigens unsere nächsten Reiseziele) nach Berlin. Geplant war dies wie viele Dinge unserer Reise nicht. Klar war nur, dass wir für die bevorstehenden Hochzeiten der Freunde spätestens Ende Juni zurück kommen möchten. Außerdem ergab eine Grobkalkulation vor unserer Reise ca. ein Jahr Reisen – dass es jedoch genau 365 Tage werden würden, hätten wir nicht gedacht. Am 16.05. fing unser Abenteuer an, am 15.05. endet es (vorerst). Wir schoben unsere Gespräche bezüglich einem Rückflug und der Frage wie es weitergeht lange auf. Ein paar Tage konnten wir uns rausreden mit „puh, der Flug ist aber zu teuer“, „neee, die Flugverbindung ist jetzt irgendwie doof“, oder „lass uns lieber was Essen gehen“. Als die Flüge nicht günstiger wurden, die bestmögliche Verbindung rausgesucht wurde und auch der Hunger gestillt war, blieb uns nichts anderes übrig, als zu buchen. „Your booking is confirmed“ wurde auf dem Bildschirm angezeigt. Gefühl? Schwankend zwischen den Tränen nahe, einem nicht zu beschreibendem Gemütszustand und Vorfreude, Familie und Freunde wiederzusehen.

Ich muss zugeben, dass ich mich schon länger mit dem Thema Heimreise beschäftigte. Laut Bernd zu früh, womit er wahrscheinlich Recht hatte – bis jetzt. Bisher konnte ich die immer mal wieder aufkommende Frage in meinem Kopf, wie es nach der Rückkehr in Deutschland weitergehen soll, relativ schnell, zu meiner Verwunderung, wieder ignorieren. Damals halfen manchmal Bernds wohlwollende Worte wie: „Bis dahin dauert es“, oder: „Wir reisen gerade mal ein halbes Jahr“. Jetzt nicht mehr, auch wenn Bernd weiterhin darauf besteht: „Wir reisen doch noch einen Monat“, merkt er langsam, dass diese Aussage nicht mehr viel Ausdruckskraft hat.

Damit dieser Blogbeitrag nicht zu stark in Melancholie abdriftet, versuche ich eine passende Überleitung zu finden…unser Hotel bietet nicht nur eine Tauchschule, Meer, Pool und Liegen, sondern auch eine Cocktailbar. Diese eignet sich insbesondere zur Happyhour, denn dann gönnt man sich einfach einen oder zwei starke Cocktails und trinkt auf den Heimflug – manchmal ist kein Alkohol eben keine Lösung. Besonders nicht bei den traumhaften Sonnenuntergängen.

Ein starker Cocktail und ein starker Sonnenuntergang, Koh Phangan | wat-erleben

Ein starker Cocktail und ein starker Sonnenuntergang, Koh Phangan | wat-erleben

Nach vier Tagen hatten wir genug von überteuertem Hotel-Essen und machten uns auf den Weg zu unserer zweiten Unterkunft im Stadtkern. Hier gab es endlich wieder Sticky Rice mit Mango und vernünftige Preise.

Der Ausblick aus unserer Unterkunft kann sich sehen lassen, Koh Phangan | wat-erleben

Der Ausblick aus unserer Unterkunft kann sich sehen lassen, Koh Phangan | wat-erleben

Nachtmarkt Thong Sala, wenn nicht gerade Songkran ist, Koh Phangan | wat-erleben

Nachtmarkt Thong Sala, wenn nicht gerade Songkran ist, Koh Phangan | wat-erleben

Am Samstag feierten wir ein zweites Mal Silvester. Bereits bei unserer Ankunft in Thailand lasen wir, dass zwischen dem 13. und 15. April Songkran gefeiert wird und das wollten wir uns keinesfalls entgehen lassen. Songkran ist das traditionelle Neujahrsfest, welches nach dem thailändischen Mondkalender gefeiert wird. Demnach leben wir übrigens im Jahr 2562. Der Brauch, sich gegenseitig mit Wasser zu begießen, ist in den letzten Jahren zu riesigen Wasserschlachten ausgeartet. Wir waren natürlich vorbereitet, so dass wir, mit Actioncam und Badesachen unser Zimmer verließen. Alles richtig gemacht, denn direkt wurden wir von unserer Hotel-Besitzerin, wenn auch zaghaft, mit einem Wasserschlauch bespritzt. Zaghaftes Wasserbespritzen und „von Kopf bis Fuß“ ist uns an diesem Tag im Wechsel begegnet. Wir waren bereits nach den ersten Metern bis auf die Unterhose Badehose durchnässt, dennoch waren einige Thais sehr süß und guckten uns zuerst zögernd an, bevor sie uns nass machten. Es gab andere Thais, die keine Gnade zeigten, und statt den Touri-Wasserpistolen, mit riesigen Eimern oder Wasserschläuchen bewaffnet waren. Da es, wie jeden Tag, tierisch heiß war, waren wir dankbar für die Abkühlung. Manche nahmen die Abkühlung zu genau und füllten ihre Eimer oder Wasserpistolen mit Eiswasser, da bekommt man selbst bei der Hitze Frostbeulen. Insgesamt war es ein sehr lustiger Tag und schön mit anzusehen wie Touris und Einheimische völlig friedlich und ausgelassen feierten. Nichtsdestotrotz waren wir froh, dass im Gebiet, rund um unser Hotel, lediglich ein Tag Songkran gefeiert wurde und nicht wie mancherorts drei Tage.

Bereits am 12.April wurden wir von diesem kleinen Jungen ins neue Jahr geschickt, Koh Phangan | wat-erleben

Bereits am 12.April wurden wir von diesem kleinen Jungen ins neue Jahr geschickt, Koh Phangan | wat-erleben

Die Szene, als wir unser Zimmer verließen und von unserer Hotel-Besitzerin begrüßt wurden. Als wir nachher duschen wollten, gab es nur tropfenweise Wasser,komisch. Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Szene, als wir unser Zimmer verließen und von unserer Hotel-Besitzerin begrüßt wurden. Als wir nachher duschen wollten, gab es nur tropfenweise Wasser,komisch. Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

10 Meter weiter war die Kleidung bereits durchweicht, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

10 Meter weiter war die Kleidung bereits durchweicht, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

So sieht Thong Sala aus, wenn statt Marktständen Songkran gefeiert wird, Koh Phangan | wat-erleben

So sieht Thong Sala aus, wenn statt Marktständen Songkran gefeiert wird, Koh Phangan | wat-erleben

Es gab sogar eine Party auf dem Marktplatz mit DJ, der da übrigens gerade tanzt und nicht auflegt. Neben Bass hat man jedoch nicht viel gehört, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Es gab sogar eine Party auf dem Marktplatz mit DJ, der da übrigens gerade tanzt und nicht auflegt. Neben Bass hat man jedoch nicht viel gehört, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Warum ich so erschrocken gucke? Wenn man statt mit warmem Pipi-Wasser plötzlich mit Eiswasser übergossen wird, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Warum ich so erschrocken gucke? Wenn man statt mit warmem Pipi-Wasser plötzlich mit Eiswasser übergossen wird, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

An jeder Straßenecke stehen Eimer und Tonnen, um den Wasservorrat aufzufüllen, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

An jeder Straßenecke stehen Eimer und Tonnen, um den Wasservorrat aufzufüllen, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Selbst in den Supermärkten herrscht Überflutung, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Selbst in den Supermärkten herrscht Überflutung, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Wasserpistolen waren eher harmlos, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Wasserpistolen waren eher harmlos, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Einheimischen fahren hier vor allem mit Wassertanks auf der Ladefläche ihrer Pick-ups, ausgestattet natürlich mit Eimern und Wasserpistolen, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Einheimischen fahren hier vor allem mit Wassertanks auf der Ladefläche ihrer Pick-ups, ausgestattet natürlich mit Eimern und Wasserpistolen, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Neben Pick-Ups wird auch dieses Gefährt von Thais zur Wasserschlacht genutzt, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Neben Pick-Ups wird auch dieses Gefährt von Thais zur Wasserschlacht genutzt, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Bernd hat den Sinn nicht ganz verstanden, nicht mich, sondern andere Leute nass zu machen. Den pinken Eimer haben wir "gefunden", Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Bernd hat den Sinn nicht ganz verstanden, nicht mich, sondern andere Leute nass zu machen. Den pinken Eimer haben wir „gefunden“, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 1 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 1 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 2 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 2 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 3 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 3 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die nächsten Tage verbrachten wir mit Strandbesuchen, Kokos-Shakes und, wie immer, mit leckerem Thai-Essen. Außerdem wollten wir uns ein letztes Mal eine Massage gönnen, denn diese Preise wird man in Deutschland wohl vergeblich suchen. Nachdem uns die Massage aber (leider) zu gut gefiel, buchten wir für den Abend danach direkt noch eine. Übrigens wusste ich gar nicht, dass man für eine Massage ein gewisses Grundmaß an Gelenkigkeit mitbringen muss. Zumindest kam ich mir bei einigen Verdrehungen bei der Thai-Massage etwas eingerostet vor. Einmal wurde ich sogar angelacht (oder ausgelacht), als ich mich mit ausgestreckten Beinen zu meinen Füßen hindrehen sollte und leider nicht viel weiter als bis zu den Knien kam. Kommt dann wohl auf die To-Do-Liste für 2019…

Strandspaziergang auf Koh Phangan | wat-erleben

Strandspaziergang auf Koh Phangan | wat-erleben

So lässt es sich aushalten, fehlt nur noch der Kokos-Shake, Koh Phangan | wat-erleben

So lässt es sich aushalten, fehlt nur noch der Kokos-Shake, Koh Phangan | wat-erleben

Der Haad Rin Strand, besser bekannt als der Strand der Fullmoon-Party. Es könnte schön sein, wenn da nicht die Jetskis, vielen Buden und vor allem Glasscherben wären, Koh Phangan | wat-erleben

Der Haad Rin Strand, besser bekannt als der Strand der Fullmoon-Party. Es könnte schön sein, wenn da nicht die Jetskis, vielen Buden und vor allem Glasscherben wären, Koh Phangan | wat-erleben

Neben Batik-Shirts für die Vollmond-Party-Liebhaber, gibt es das Benzin hier überall litterweise zum Selbstabfüllen für den Roller zu kaufen, Koh Phangan | wat-erleben

Neben Batik-Shirts für die Vollmond-Party-Liebhaber, gibt es das Benzin hier überall litterweise zum Selbstabfüllen für den Roller zu kaufen, Koh Phangan | wat-erleben

Wir haben noch nicht so ganz verstanden, was das auf den Inseln mit den Hähnen auf sich hat. Die krähen hier an jeder Straßenecke, Koh Phangan | wat-erleben

Wir haben noch nicht so ganz verstanden, was das auf den Inseln mit den Hähnen auf sich hat. Die krähen hier an jeder Straßenecke, Koh Phangan | wat-erleben

Auf der anderen Seite beim Leela Beach geht es entspannter zu, Koh Phangan | wat-erleben

Auf der anderen Seite beim Leela Beach geht es entspannter zu, Koh Phangan | wat-erleben

Gestern war unser letzter Tag auf der Insel, wir nahmen die Fähre und anschließend den Bus und waren nach ca. sechs Stunden in unserer Unterkunft auf dem Festland in Krabi angekommen. Es gibt hier nicht viel, außer super günstiges, leckeres Essen auf dem Nachtmarkt (für knapp vier Euro aßen wir uns gestern satt) und einer Unterkunft für acht Euro (laut Flyer: „simple room. Basically, you should expect a typical budget hotel stay“); joah ne, da weiß man halt, was man hat. So lassen sich die zwei letzten Tage in Thailand aushalten. Morgen geht unser Flieger nach Singapur. Dort werden wir drei Tage verbringen, bevor es danach weiter nach Bali und evtl. zu ein paar anderen Inseln in Indonesien gehen wird.

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