Heute ist der 10.04.2018 und ich schreibe für unsere bevorstehende Weltreise den ersten Blogbeitrag. Das alleine fühlt sich schon komisch genug an, aber zusätzlich nehme ich mir natürlich direkt für den Anfang noch vor, über meinen letzten Arbeitstag zu berichten – das Chaos in meinem Kopf ist also perfekt, dennoch versuche ich es in Worte zu fassen.

Heute morgen 5.30 Uhr (am letzten Arbeitstag habe ich mir mal eine halbe Stunde extra Luxus-Ausschlafzeit gegönnt), wache ich mit einem merkwürdigen Gefühl im Bauch auf. Ist das etwa Nervosität? Ja, ich glaube so nennt man das wohl…Auf dem Weg zur Arbeit noch ein letztes Mal den zähfließenden Verkehr genossen (alles andere wäre auch untypisch gewesen), einen kurzen Zwischenstopp beim Supermarkt eingelegt und die Eisvorräte für eine Großfamilie besorgt um dann schließlich im Büro angekommen und einen wundervoll dekorierten Tisch, passend zur bevorstehenden Reise, vorzufinden. Na toll… jetzt erst einmal zusammenreißen und nicht schon am frühen Morgen die Kollegen mit Tränen empfangen. Also tief durchatmen und in Ruhe die schönen Geschenke anschauen. Anschließend bestand mein Arbeitstag neben ein paar Terminen hauptsächlich darin, mich von meinen Arbeitskollegen zu verabschieden und das restliche Eis an den Mann und an die Frau zu bringen. Nachmittags gegen 16 Uhr war es dann soweit, das letzte Mal der Ton „Piep“ beim Ausstempeln, allerdings eher mit dem Gedanken „ich bin jetzt mal kurz im Urlaub“. Also vollbepackt ein Beweisfoto vor dem Unternehmensgebäude machen lassen und dann noch auf einen Kaffee in die Stadt. Jetzt sitze ich hier zuhause, schreibe mit einem Kaffeeschock den ersten Blogbeitrag und lasse meinen letzten Arbeitstag und somit die letzten 2 ½ Jahre im Unternehmen Revue passieren – und was passiert da plötzlich? Jetzt werde ich doch glatt ein wenig wehmütig. Bis auf die Kündigung damals ist der heutige Tag für mich der erste große Schritt in Richtung Abenteuer. Jetzt ist es also endgültig, meine Arbeitskollegen werde ich vorerst nicht wiedersehen, es gibt kein zurück mehr und das Bauchgefühl wandelt sich von „undefinierbar“ ganz ganz langsam zu einer Mischung aus Nervosität und Vorfreude. Es braucht wohl einfach noch ein wenig Zeit zum realisieren…

3 Kommentare
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    Christiane aus dem Spanischkurs sagte:

    Au weia…. das stelle ich mir sehr krass vor…. mutig und spannend. Ich werde es verfolgen….

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