Wir waren auf der Isla Holbox, eine kleine Insel ganz im Norden von Yucatan und drei Busstunden von unserer vorherigen Insel entfernt. Es ist egal, wen wir gefragt haben. Jeder, der auf der Insel Holbox war, wollte nur ein paar Tage verweilen und ist dann doch länger geblieben als geplant. Auch wir haben eine Nacht dran gehängt. Nicht, weil wir soviel zu entdecken hatten, sondern eher, weil wir rein gar nichts machen mussten. Das fällt mir ja besonders schwer. Wir haben zwei volle Tage damit verbracht, am Strand herzulaufen und während der Pausen mussten wir ein Bier in der Hängematte trinken.

Unser Strandspaziergang, ja, mit UV Shirt, Isla Holbox | wat-erleben

Unser Strandspaziergang, ja, mit UV Shirt, Isla Holbox | wat-erleben

Punta Coco, Isla Holbox | wat-erleben

Punta Coco, Isla Holbox | wat-erleben

Der Osten von Holbox am Punta Coco, Isla Holbox | wat-erleben

Der Osten von Holbox am Punta Coco, Isla Holbox | wat-erleben

Der Sonnenuntergang wird jeden Abend gefeiert, Isla Holbox | wat-erleben

Der Sonnenuntergang wird jeden Abend gefeiert, Isla Holbox | wat-erleben

Und wem das nicht genug Inselfeeling ist, der schaut sich die beflügelten Besenstiele an, manche nennen sie Flamingos. Dies liest und schreibt sich so einfach, aber um die Tiere zu sehen, haben wir einen richtigen Marathonlauf am Strand absolviert. Angeführt von Laura mit dem eisernen Willen einen Flamingo zu sichten und gefolgt von mir, etwas nörgelnd, dass die Muscheln am Strand nicht so optimal zum spazieren gehen sind. Laura hat rosa Flamingos im Kopf, ich habe das Bild am Eingang des Naturschutzgebietes im Kopf, welches die besonders geschützten Tierarten erläutert. Krokodile und große Schlangen. Zum Glück stehen wir nicht auf deren Speisekarte. Falls aber jemand von einem Krokodil attackiert wird, soll er seine Finger in deren Nase stecken, das mögen sie nicht und lassen los, ein hoch auf unser Tauchmagazin aus Kanada. Laura hat auf jeden Fall ihr Flamingo-Foto bekommen, hierfür hat sie sich Bear-Grylls-mäßig im Wasser angepirscht.

Ich entschuldige mich für die miese Qualität - ich wollte nämlich nur mein Handy mitnehmen, Isla Holbox | wat-erleben

Ich entschuldige mich für die miese Qualität – ich wollte nämlich nur mein Handy mitnehmen, Isla Holbox | wat-erleben

Da vorne rechts sind die Instagram-fähigen Hängematten, Isla Holbox | wat-erleben

Da vorne rechts sind die Instagram-fähigen Hängematten, Isla Holbox | wat-erleben

Dies ist kein heimischer Flamingo, Isla Holbox | wat-erleben

Dies ist kein heimischer Flamingo, Isla Holbox | wat-erleben

Die Straßen auf der Insel sind etwas Besonderes. Nur Sand, kein Asphalt. Nicht mehr so idyllisch sehen sie aus wenn es regnet, dann vergleicht man sie eher mit Venedig. Sie erinnern mich an meinen Stammtischkollegen, ein leidenschaftlicher Straßenbaumeister wie er laut fluchend durch die Straßen laufen würde.

Die sandigen Straßen auf der Insel, Isla Holbox | wat-erleben

Die sandigen Straßen auf der Insel, Isla Holbox | wat-erleben

Zurück auf dem Festland sind wir mit dem Bus nach Valladolid gereist. Eine kleine Stadt, die sich als perfekter Ausgangspunkt für die vielen Highlights in der Umgebung eignet. Es gibt 3000 Cenoten auf der Yucatan Halbinsel. Wir haben drei besucht und ich muss sagen, diese Wasserlöcher sind echt beeindruckend. Jede Cenote hat ihren eigenen Charme. Wir konnten uns mit einem Seil ins Wasser schwingen, zwischen Tropfsteinen schwimmen oder fast nichts sehen. Manche Cenoten sind gruselig ruhig, andere sind touristisch sehr gut erschlossen. Nein, wir wollen kein Foto mit einem Papagei machen. „You don´t have to buy“, ja klar.

In der Cenote Oxman haben wir einen auf Tarzan gemacht, Valladolid | wat-erleben

In der Cenote Oxman haben wir einen auf Tarzan gemacht, Valladolid | wat-erleben

Zur Mittagszeit scheint die Sonne fast senkrecht in die Cenote Xkeken, Valladolid | wat-erleben

Zur Mittagszeit scheint die Sonne fast senkrecht in die Cenote Xkeken, Valladolid | wat-erleben

Die mexikanische Variante der Atta Höhle, Valladolid | wat-erleben

Die mexikanische Variante der Atta Höhle, Valladolid | wat-erleben

Touristisch gut erschlossen ist auch die Mayaruine Chichen Itza. Wenn eines der sieben neuen Weltwunder vor deiner Haustür liegt, dann solltest du es auch besuchen. Das denken sich auch tausend andere Besucher, aber zu unserem Glück nicht um 8 Uhr morgens. Wir teilten uns die Ruinenstätte dafür mit hunderten Souvenirhändlern, die ihre Stände entlang der Wege aufbauten. Schade, dass das eigentliche Highlight hierdurch in den Hintergrund gerückt wird. Das Gelände ist weitläufig, wir haben rund zwei Stunden gebraucht um alles zu sehen. Wenn eine Reisegruppe vor der Pyramide steht, dann klatscht diese in die Hände, nicht weil sie sich so freut die Händler hinter sich gelassen zu haben, sondern weil die Pyramide antwortet. Wer sich nun fragt, wie sich so eine jahrhundertealte Pyramide anhört? Wie Donald Duck im Stimmbruch.

Die Pyramide des Kukulcan am frühen Morgen, Chichen Itza | wat-erleben

Die Pyramide des Kukulcan am frühen Morgen, Chichen Itza | wat-erleben

Das Wetter in Mexiko ist im Übrigen sehr berechenbar. Es regnet, wenn wir von der Fähre zum Bus laufen. Wenn wir im Bus sitzen scheint die Sonne. Wenn wir vom Busbahnhof zum Hostel laufen, regnet es. Wenn wir mit dem Fahrrad von A nach Cenote fahren, regnet es. Wenn wir in der überdachten Cenote schwimmen, scheint die Sonne. Wenn wir zurück zum Hostel fahren, regnet es. Während ich auf dem Balkon sitze und diese Zeilen schreibe, scheint die Sonne. Wenn wir danach noch eine Runde spazieren gehen…

Ruhige weil verregnete Straßen, Valladolid | wat-erleben

Ruhige weil verregnete Straßen, Valladolid | wat-erleben

Heute sind wir nach Cozumel gefahren, es stehen zwei regenunabhängige Tauchtage an. Am Montag beginnt Lauras Spanischunterricht in Tulum. Hier darf es ruhig regnen, ich werde das komplette Netflix durchgucken.

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