Schon seit zwei Wochen sind wir in New York, mal wieder Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Wirklich viel passierte die letzte Woche nicht, unspannend also für euch, für uns gerade genau das Richtige. Denn wir sind noch nicht wieder zur alten Reiselust zurückgekehrt. Schwer zu beschreiben, wenn man es nicht selbst erlebt und definitiv ein Luxusproblem. Vor unserer Weltreise konnten wir uns nicht vorstellen, dass wir jemals müde vom Reisen werden. Blogbeiträge, zumindest die, die wir lasen, vermittelten uns den Eindruck, dass mehrjähriges Reisen, viele Länder und unterschiedlichste Kulturen in kürzester Zeit, die Erfüllung schlecht hin sind. Vielleicht sind wir einfach anders, dachten wir uns. Bis wir gezielt nach anderen Beiträgen suchten und plötzlich von vielen anderen Reisenden hörten, denen es wie uns ging. Mit wertvollen Tipps an der Hand geht es uns mittlerweile deutlich besser. Kein Schlechtes Gewissen mehr, wenn wir nichts machen, obwohl es tausend Dinge zum Erkunden gibt. In Zukunft nur noch die Länder auszuwählen, bei denen wir uns hundertprozentig sicher sind und nicht, weil sie abgehakt werden soll(t)en. Und vor allem, den Spaß an der Sache nicht zu verlieren und uns etwas zu gönnen, auch wenn die entsprechende Aktivität eigentlich „zu teuer“ für unsere Reisekasse wäre.

Neben diesen Erkenntnissen nutzten wir die letzte Woche auch dazu, um To Dos abzuhandeln, die schon ewig auf der Liste standen – z.B. ein Video fürs House Sitting zu erstellen, um uns gegen die teilweise hohe Konkurrenz bei TrustedHousesitters durchzusetzen. Falls ihr euch das Video anschauen oder uns nun sogar „buchen“ wollt ;), hier ist es:

Das Wetter ist zurzeit übrigens traumhaft in New York, deshalb stimmten Bernd und ich uns die letzten Tage schon ein wenig für den „Turkey Trot“ ein. Das ist ein 5 Meilen-Lauf, der jedes Jahr an Thanksgiving im Nachbarort stattfindet –  dieses Mal mit zwei Deutschen. Ich versuchte es gestern direkt mit der Wettkampfdistanz von 5 Meilen (umgerechnet 8 km), Bernd versuchte es mit einer Abkürzung.

Wie es die „Profis“ machen, konnten wir Sonntag beim New York Marathon bestaunen. 42 km und ordentlich Steigung machen diesen Lauf zu einer Herausforderung, so auch die Anmeldung für Ausländer. Entweder benötigt man eine enorm gute Startzeit, oder aber man bucht seine Startnummer über einen Reiseveranstalter. Ich stand mit Gänsehaut-Gefühl und Wehmut an der Absperrung und beobachtete die Läufer, die nur noch wenige Meter bis zum Ziel vor sich hatten. „Irgendwann erfülle ich mir diesen Traum“, sagte ich zu Bernd. „Ich nicht“, dachte sich Bernd höchstwahrscheinlich und konnte meine Euphorie komischerweise nicht verstehen.

Das erste Mal wieder in NYC, der Blick aus dem dreckigen Zugfenster | wat-erleben

Das erste Mal wieder in NYC, der Blick aus dem dreckigen Zugfenster | wat-erleben

Der New York City Marathon | wat-erleben

Der New York City Marathon | wat-erleben

Nachdem uns dann doch ein wenig kalt wurde (mittlerweile sind es ca. 10 Grad in NY und wir haben kein Wintergepäck dabei), wärmten wir uns im, schon bestens auf Weihnachten vorbereitetem, Starbucks auf und machten uns dann auf den Weg zum Kreuzfahrt-Terminal. Dort erwarteten uns 30 Minuten Heimatgefühl. Denn Hasi und Christiane aus Heiden begannen an diesem Tag ihre Kreuzfahrt von NYC in die Karibik. Jede Minute wurde so gut es geht vollgepackt mit allem Neuen, sowohl von der Weltreise als auch aus Heiden.

Ein Wiedersehen aus der Heimat | wat-erleben

Ein Wiedersehen aus der Heimat | wat-erleben

Heute konnten wir einen Vorgeschmack für den Blackfriday-Sale Ende November erhalten. Wir waren im Einkaufszentrum, weil ich Bernd nicht länger das Outfit Outdoor-Hose in Kombination mit schrillen Laufschuhen zumuten möchte, oder mir, oder dem „Backpackeroutfit unfreundlichem“ New York City. Mit neuer Hose und neuen Schuhe zu einem überaus freundlichem Preis (Bernd durfte an der Kasse einen Coupon ziehen und bekam einfach mal so 40% Rabatt; würd’s ja in Deutschland nie geben),  gönnten wir uns im Anschluss ein Eis. Der neueste Trend in der Mall kommt aus Südostasien, am Wochenende mit einer ca. 30 minütigen Warteschlange umgeben, und ist ein Eisstand namens „Rolling Cow“. Man wählt aus verschiedenen Geschmackssorten und Toppings aus, dann wird der, in unserem Fall, flüssige Joghurt auf einer sehr kalten Platte runter gekühlt und schließlich von einem Mitarbeiter zu „Eisrollen“ geformt und serviert.

Das Eis von Rolling Cow1 | wat-erleben

Das Eis von Rolling Cow1 | wat-erleben

Das Eis von Rolling Cow2 | wat-erleben

Das Eis von Rolling Cow2; ok, und ein verbrannter Marshmallow… | wat-erleben

Die Mall ist schon auf Weihnachten eingestellt | wat-erleben

Die Mall ist schon auf Weihnachten eingestellt | wat-erleben

Heutiger Spaziergang am Nyack Beach State Park | wat-erleben

Heutiger Spaziergang am Nyack Beach State Park | wat-erleben

 

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