Ok, es war höchstwahrscheinlich kein deutscher Glühwein, aber immerhin mit Alkohol. Das ist in den USA nämlich eher unüblich, zumindest in der Öffentlichkeit. Nach einer Runde mit dem Citi Bike bei eisigen Temperaturen im Central Park, war es Zeit für eine Aufwärmung. Wie passend, dass sich direkt am Central Park ein Weihnachtsmarkt, inklusive einer Beer and Wine Area mit einem „Glühwein & Beer“-Stand befand. So lautete jedenfalls die Aufschrift, inklusive deutschem Fähnchen. Als Bernd im perfektioniertem „One GLÜHWEIN“ seine Bestellung aufgab, wurde er auf Deutsch weiter bedient. Bei einer sauberen Aussprache dieses Wortes konnte er wohl kaum verleugnen, dass er aus Deutschland kommt. Dann gab es einen Stempel und eine Belehrung, dass wir unbedingt im abgesperrten Bereich bleiben mussten, um das alkoholhaltige Heißgetränk zu konsumieren. Kein Problem, er schmeckte trotzdem, oder gerade deshalb, hervorragend.

Fahrradfahren im Central Park, NYC | wat-erleben

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Der Winter ist angekommen im Central Park, NYC | wat-erleben

Der Winter ist angekommen im Central Park, NYC | wat-erleben

Das Schild zum Glück, Weihnachtsmarkt NYC | wat-erleben

Das Schild zum Glück, Weihnachtsmarkt NYC | wat-erleben

Weihnachtsmarkt am Central Park, Glühwein, NYC | wat-erleben

Weihnachtsmarkt am Central Park, Glühwein, NYC | wat-erleben

Im Anschluss ging es gestärkt zur Schlittschuhbahn des Bryant Parks. Eigentlich viel zu teuer, viel zu touristisch und viel zu anstrengend. Nach kleiner Überlegung machten wir es aber doch. Mit Sneakersocken und Taschen, die man nicht mit auf die Eisfläche nehmen durfte – bestens vorbereitet also. Unter Fluchen ein Schloss für ein Schließfach für schlappe 10 USD gekauft (Socken hätte man auch kaufen können) und ab gings. Auf einer Skala von 1 bis 10, hinsichtlich der Erfahrung als Schlittschuhfahrer, waren wir definitiv im oberen Bereich angesiedelt. Das sage ich so selbstbewusst, weil wir während unserer ca. 45 minütigen Fahrt kein Mal hinfielen. Um uns herum der Großteil schon. Gut, einige der anderen Touristen waren eventuell davor noch nie auf dem Eis. Einer wurde nach heftigem Sturz, trotz kompletter Eishockey-Schutzausstattung, sogar im Rollstuhl abtransportiert. Kurz danach hörten wir auf, das Schicksal musste ja nicht unnötig herausgefordert werden. Eine Subway-Stunde, ein Tattoo (nur für mich, nicht für Bernd mit Angst vor Nadeln) und ein bisschen Geld weniger, ging es mit dem Zug wieder zurück Richtung Gastfamilie.

Die Schlittschuhbahn im Bryant Park, NYC | wat-erleben

Die Schlittschuhbahn im Bryant Park, NYC | wat-erleben

Schlittschuhfahren im Bryant Park, ohne Hinfallen, NYC | wat-erleben

Schlittschuhfahren im Bryant Park, ohne Hinfallen, NYC | wat-erleben

Am Samstag wollten wir ursprünglich ausschlafen, mein Gastvater ließ uns am Vorabend jedoch per WhatsApp zukommen, dass wir aufgrund von Renovierungsarbeiten von 9-14 Uhr besser nicht im Haus sein sollten. Dafür schlug er vor, dass wir uns an der Erstellung von 35.000 Chocolate Chip Cookies für eine Charity-Veranstaltung beteiligen könnten. Gesagt, getan. Meine Gastmutter lieferte uns in der Kochschule ab, in der mein Gastvater arbeitet. Dann erhielten wir Namensschilder, bekamen eine kleine Tour, wurden als „the Germans“ vorgestellt und erhielten unsere Aufgabe. Wir waren in der Logistikabteilung für das „Eindosen“ und Verpacken der Kekse mit einigen anderen verantwortlich. Wie in einer Fabrik waren alle Arbeitsschritte genauestens durchgeplant, von der Erstellung und Backen der Kekse in der riesigen Schulküche, über Eintüten, in Dosen packen bis hin zu Verpackungskartons verschließen. Die Kekse waren ein Dankeschön, an alle, die die Organisation im laufenden Jahr unterstützt hatten. Kinder mit einer Krebserkrankung werden, von den Spenden, zusammen mit ihrer Familie ins Disneyland eingeladen. Anfangs konnte dies sechs Kindern, mittlerweile ca. 70 Kindern pro Jahr ermöglicht werden.

Die Cookie-Fabrik, Charity Veranstaltung | wat-erleben

Die Cookie-Fabrik, Charity Veranstaltung | wat-erleben

Bernd beim Verpacken der Kekse | wat-erleben

Bernd beim Verpacken der Kekse | wat-erleben

Bevor es zurück zum Haus ging, fuhren wir mit meiner Gastmutter und den Kindern noch zu einem Einkaufscenter, eins mit leckeren Burgern. Nur noch vier Tage und das amerikanische Essen hat ein Ende. Danach gibt es wieder einfache „Backpacker“-Kost, oder so ähnlich.

Ein Ende hat bald auch unser Kinoabend, immer Dienstags Abends in der Palisades Mall. Denn das ist der einzige Tag, wo das Kino bezahlbar ist. Um ein bisschen Kosten zu sparen, machte ich mir im Vorhinein Popcorn in der Mikrowelle, die Butter wurde von Bernd von der „Butter-Station“ des Kinos abgezapft, im wahrsten Sinne.

Jetzt sind es nur noch 3 Tage in New York…

Unser letzter Kinoabend, mit einer extra Portion Butter | wat-erleben

Unser letzter Kinoabend, mit einer extra Portion Butter | wat-erleben

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