Nachdem wir uns am Abend vor Abfahrt unseres Roadtrips in Christchurch endlich mit dem Roadtrip an sich und unserem Campervan genauer auseinandersetzten, konnten wir die Fehler in den AGBs von Wicked Camper aufdecken. Glücklicherweise war die Regelung nach 17 Uhr und nicht vor 8 Uhr Auto zu fahren schon längst veraltet. Außerdem buchten wir spontan eine „Self Contained“-Option dazu, denn so dürfen wir in Neuseeland an fast allen Stellen kostenlos übernachten. Das sollte uns später des öfteren zu Gute kommen.

Vor dem Roadtrip schauten wir uns Christchurch an. Der Stadt ist auch 8 Jahre später das Erdbeben noch anzusehen | wat-erleben

Vor dem Roadtrip schauten wir uns Christchurch an. Der Stadt ist auch 8 Jahre später das Erdbeben noch anzusehen | wat-erleben

Der Wagen ist übrigens eine echte Schönheit, als wir ihn am nächsten Morgen bestaunten und abholten. Naja gut wie die Neuseeländer sagen würden: „You get, what you pay for“. Es hätte mit den Graffiti-Sprüchen noch schlechter laufen können.

Unser Wagen...you get, what you pay for. Unter Wicked-Fahrern grüßt man sich übrigens. Roadtrip Südinsel, Neuseeland | wat-erleben

Unser Wagen…you get, what you pay for. Unter Wicked-Fahrern grüßt man sich übrigens. Roadtrip Südinsel, Neuseeland | wat-erleben

Die ersten Tage legten wir ein ordentliches Tempo vor:

1. Tag: Von Christchurch bis zu den Moeraki Boulders – kugelförmige Steine, die bereits im Fels geformt und im Laufe der Zeit freigelegt wurden.

Moeraki Boulders, Neuseeland | wat-erleben

Moeraki Boulders, Neuseeland | wat-erleben

Es ist wirklich interessant, Leute beim Fotomachen zu beobachten, Moeraki Boulders, Neuseeland | wat-erleben

Es ist wirklich interessant, Leute beim Fotomachen zu beobachten, Moeraki Boulders, Neuseeland | wat-erleben

Sieht bei Bernd mindestens genau so gut aus, Moeraki Boulders, Neuseeland | wat-erleben

Sieht bei Bernd mindestens genau so gut aus, Moeraki Boulders, Neuseeland | wat-erleben

2. Tag: Nugget Point Leuchtturm, Mc Lean Falls, Curio Bay, bis in den Süden zum Slow-Point, wo es, laut der Bäume nach zu urteilen, windig werden kann und schließlich auf die Milford-Road bis nach Te Anau.

Nugget Point Lighthouse, Neuseeland | wat-erleben

Nugget Point Lighthouse, Neuseeland | wat-erleben

So sieht mal eine schöne Kaffeepause aus | wat-erleben

So sieht mal eine schöne Kaffeepause aus | wat-erleben

Mc Lean Falls, Neuseeland | wat-erleben

Mc Lean Falls, Neuseeland | wat-erleben

Curio Bay, Neuseeland | wat-erleben

Curio Bay, Neuseeland | wat-erleben

Leichter Schiefstand am Slow Point, Neuseeland | wat-erleben

Leichter Schiefstand am Slow Point, Neuseeland | wat-erleben

Die Milford Sound-Straße, Neuseeland | wat-erleben

Die Milford Sound-Straße, Neuseeland | wat-erleben

Mirror Lakes bei Milford Sound, Neuseeland | wat-erleben

Mirror Lakes bei Milford Sound, Neuseeland | wat-erleben

3. Tag:

Da wir am Vorabend gegen 20 Uhr im Bett waren, konnte es diesen Morgen früh losgehen. Wir wollten zum Lake Marian im Fiordland Nationalpark. Also ging es gegen halb 6 morgens mit Stirnlampe los, vorbei an Flüssen und Wasserfällen – im Dunkeln etwas gruselig. Nach 1,5 Stunden wurden wir belohnt. Eine wunderbare Aussicht mit einem Berg, der sich im leuchtenden Gletschersee spiegelte und absolute Stille. So früh morgens wollte anscheinend niemand anderes wandern, oder zumindest nicht hierhin.

Endlich geht die Sonne auf und wir brauchen keine Stirnlampe mehr, Wanderung zum Lake Marian, Neuseeland | wat-erleben

Endlich geht die Sonne auf und wir brauchen keine Stirnlampe mehr, Wanderung zum Lake Marian, Neuseeland | wat-erleben

Lake Marian, Neuseeland | wat-erleben

Lake Marian, Neuseeland | wat-erleben

Nach unserer Wanderung sollte es mit dem Auto weiter auf der, laut Schildern, „legendären“ Milford Sound-Straße ins“ wundervolle“ Milford Sound gehen. Wir fragten uns, ob wir mittlerweile etwas abgestumpft sind, oder ob wir uns mehr versprochen hätten. Es war ganz nett, aber das wars. Wir merkten mal wieder, dass Geschmäcker halt verschieden sind.

Der Weg zu Milford Sound, Neuseeland | wat-erleben

Der Weg zu Milford Sound, Neuseeland | wat-erleben

Das ist es, Milford Sound. Auf dem Foto sieht es unserer Meinung nach spektakulärer aus | wat-erleben

Das ist es, Milford Sound. Auf dem Foto sieht es unserer Meinung nach spektakulärer aus | wat-erleben

4. Tag: Queenstown im Vorbeifahren als zu voll wahrgenommen, also schnell weiter. Über kurvige Straßen und dem „Bra Fence“ bis zum Lake Wanaka gefahren. Eh..das einzig einsame am Lake Wanaka ist der Baum im Wasser.

Der Weg nach Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

Der Weg nach Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

Der Weg nach Wanaka hat uns super gut gefallen, Neuseeland | wat-erleben

Der Weg nach Wanaka hat uns super gut gefallen, Neuseeland | wat-erleben

Ständig wechselnde Landschaft Richtung Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

Ständig wechselnde Landschaft Richtung Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

Der BH-Zaun; Bra-Fence, wer auch immer auf diese Idee gekommen ist, Neuseeland | wat-erleben

Der BH-Zaun; Bra-Fence, wer auch immer auf diese Idee gekommen ist, Neuseeland | wat-erleben

Lake Wanaka, so sieht es aus, wenn man das Gesamtbild fotografiert | wat-erleben

Lake Wanaka, so sieht es aus, wenn man das Gesamtbild fotografiert | wat-erleben

So dann vor dem Baum, Lake Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

So dann vor dem Baum, Lake Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

So idyllisch dann, wenn man den Rest weglässt | wat-erleben

So idyllisch dann, wenn man den Rest weglässt | wat-erleben

Nach einer kleinen Wanderung zum Diamond Lake schließlich den Hammer-Stellplatz überhaupt am Lake Hawea gefunden. Mit muhenden Kühen und einem legendären Ausblick aus dem Kofferraum, hätte es uns weit aus schlimmer treffen können. Lediglich den Trampelfahrt, den das Auto irgendwie überlebt hat, war ein Abenteuer. Ins kalte Wasser gehüpft, das war die Dusche für den Tag…Van-Life eben, oder so ähnlich. Zudem begrüßte uns ein Sternenhimmel, der zwar aufgrund des zunehmenden Mondes nicht mehr ganz an den Himmel im Narawntapu-Nationalpark in Tasmanien herankam, jedoch sehr nahe.

Diamond Lake in Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

Diamond Lake in Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

Der Weg zum Lake Hawea, Neuseeland | wat-erleben

Der Weg zum Lake Hawea, Neuseeland | wat-erleben

Lake Hawea, der beste Stellplatz überhaupt, Chefkoch inklusive | wat-erleben

Lake Hawea, der beste Stellplatz überhaupt, Chefkoch inklusive | wat-erleben

Sternenhimmel und Milchstraße, Lake Hawea, Neuseeland | wat-erleben

Sternenhimmel und Milchstraße, Lake Hawea, Neuseeland | wat-erleben

5. Tag:

Thundercreek Wasserfall, Neuseeland | wat-erleben

Thundercreek Wasserfall, Neuseeland | wat-erleben

Tolle Ausblicke Richtung Norden | wat-erleben

Tolle Ausblicke Richtung Norden | wat-erleben

Immer dem Meer entlang | wat-erleben

Immer dem Meer entlang | wat-erleben

Ziel des Tages: Lake Matheson am Fox-Gletscher, hier sollte die Spiegelung im See bei Windstille phänomenal sein. Wir hatten weder Windstille, noch einen klaren Himmel. Außer Wolken sah man einfach nichts!

Auch am Franz Josef Gletscher konnten wir die Gletscherzunge nur durch eine dicke Wolkendecke erahnen.

Regenwald auf dem Weg zum Lake Matheson, Neuseeland | wat-erleben

Regenwald auf dem Weg zum Lake Matheson, Neuseeland | wat-erleben

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts, Lake Matheson, Neuseeland | wat-erleben

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts, Lake Matheson, Neuseeland | wat-erleben

Minimal konnten wir die Gletscherzunge erahnen, Franz Josef Gletscher, Neuseeland | wat-erleben

Minimal konnten wir die Gletscherzunge erahnen, Franz Josef Gletscher, Neuseeland | wat-erleben

6. Tag: Berge wurden von der rauen See abgelöst, Pancake Rocks und der Truman Track.

Da fangen die kurvigen Straßen wieder an | wat-erleben

Da fangen die kurvigen Straßen wieder an | wat-erleben

Strand auf dem Weg zu den Pancake Rocks, Neuseeland | wat-erleben

Strand auf dem Weg zu den Pancake Rocks, Neuseeland | wat-erleben

Raue See, auf dem Weg zu den Pancake Rocks, Neuseeland | wat-erleben

Raue See, auf dem Weg zu den Pancake Rocks, Neuseeland | wat-erleben

Die Pancake Rocks in Neuseeland, vor Millionen von Jahren sind übereinander geschichtete "Pfannkuchen" entstanden | wat-erleben

Die Pancake Rocks in Neuseeland, vor Millionen von Jahren sind übereinander geschichtete „Pfannkuchen“ entstanden | wat-erleben

An dem Abend machten wir auf dem Parkplatz am Strand das erste Mal so richtig Bekanntschaft mit den Sandfliegen. Also ab in den Van und besser ersticken, als zu Tode gestochen zu werden.

7. Tag:

Ihr habt nichts verpasst. Viel viel Auto gefahren, bis nach Motueka.

8. Tag:

Eigentlich feiern wir Valentinstag nicht. Allerdings fanden wir genau an diesem Tag bei Groupon einen Gutschein fürs Skydiving. Es blieb uns also nichts anderes übrig als zu buchen – Neuseeland ist schließlich bekannt für seine Adrenalin-Aktivitäten. Heute war es soweit: Um 9 Uhr morgens ging es nach ein wenig Papierkram, Video-Einführung, Abwiegen und Ausrüstung anziehen los. Insgesamt waren wir zu acht in einer Propeller-Maschine. Vier Neulinge, darunter Bernd und ich, und vier, hoffentlich sehr erfahrene, Skydive-Guides. Die Aussicht IM Flugzeug war schon der Wahnsinn – so konnte es weiter gehen. Dann wurde es Ernst, Bernd und ich bekamen Sauerstoffmasken – das andere Pärchen machte dies ein wenig nervöser. Sie bekamen nämlich keine. Das lag jedoch daran, dass sie als erstes springen mussten, denn sie buchten 13.000 Feet, wir 16.500 Feet. Wenn schon, denn schon. Ach ja und springen ist irgendwie das falsche Wort. Man springt nicht, man wird gesprungen. Festgeschnallt an seinen Guide gibts keine andere Wahl. Das erste mulmige Gefühl hatte ich, als ich den ziemlich verängstigten Mann sah, der im ersten Moment am Eingang des Flugzeugs saß und plötzlich einfach verschwunden war. Als seine Freundin an der Reihe war, wollte ich mir das ganze nicht noch einmal anschauen. Mein Kopf dachte sich: „Was soll das? Warum sitzen die am Rand und springen?“. Als wir den Ballast abgelassen hatten, ging es für Bernd und ich mich ein Stück höher, insgesamt waren es knapp 5 Kilometer.

Ich war als erstes dran, an meinem Guide angeschnallt und völlig ausgeliefert, versuchte ich auf dem Po bis zur Schiebetür zu rutschen. Anschließend ließ ich, wie vorher besprochen, bei rauschendem Wind die Füße aus dem Flieger baumeln und legte den Kopf in den Nacken. Mehr weiß ich nicht, nur dass der Guide wahrscheinlich rausgerutscht ist, ich hätte das freiwillig nicht so schnell gemacht. Die ersten paar Sekunden fühlten sich wie eine Achterbahnfahrt an. Der Magen rutschte bis in die Füße und ich dachte: „Warum kommt jetzt kein Aufprall?“. Danach extremer Wind, so dass ich das Gefühl hatte, die vorher recht einschneidende Mütze könnte wegfliegen. Irgendwann, wahrscheinlich nach weiteren 5 Sekunden, klopfte mein Guide mir auf die Schulter. Ich durfte mich aus der Schockstarre befreien und die Arme ausbreiten. Das Gefühl von Fliegen – insgesamt eine Minute freier Fall. Der Wahnsinn! Und diese Aussicht. Gletscher, Berge, Seen, das Meer. Wenig später ging der Fallschirm auf, jetzt hieß es völlig entspannen und die Aussicht genießen. Und dann war alles ganz schnell zu Ende. Bernd begrüßte mich bereits freudestrahlend, sein Guide hatte wohl etwas mehr Gas gegeben. „Wie wars denn so?“ wurden wir unten angekommen gefragt. „Das war so geil – wir wollen nochmal!“

Mit tollen Fotos und Videos können wir nicht dienen. Das war uns teuer. Die Erinnerung muss reichen...und natürlich ein Vorher und Nachher Foto. Vor dem Sprung, und im Hintergrund schon mal eine Landung | wat-erleben

Mit tollen Fotos und Videos können wir nicht dienen. Das hätte preislich den Rahmen gesprengt. Die Erinnerung muss reichen…und natürlich ein Vorher und Nachher Foto. Das Foto ist vor dem Sprung entstanden, und im Hintergrund schon mal eine Landung | wat-erleben

Nach unserem Sprung haben wir das Lachen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen | wat-erleben

Nach unserem Sprung haben wir das Lachen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen | wat-erleben

2 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.