Die ersten drei Nächte auf Koh Phangan befanden wir uns im abgelegenen Westen der Insel, unser Hotel lag direkt am Strand, daneben ein Pool und ansonsten eher nichts. Daher blieb uns leider kaum etwas anderes übrig, als von Morgens bis Abends eine schattige Liege in Anspruch zu nehmen und zwischen Meer, Trocknen, Pool, wieder Trocknen, Meer (…) zu variieren.

Unterkünfte messen wir in Dusch-Wasserdruck und Internetempfang. Fürs Internet hier 0 Punkte, meinen Spanisch-Skype-Unterricht musste ich abbrechen. Dafür war die Aussicht gut. | wat-erleben

Unterkünfte messen wir in Dusch-Wasserdruck und Internetempfang. Fürs Internet hier 0 Punkte, meinen Spanisch-Skype-Unterricht musste ich abbrechen. Dafür war die Aussicht gut. | wat-erleben

Wir bekamen übrigens ein doppeltes Zimmer-Upgrade mit Balkon und Meerblick. Bei den Temperaturen nutzt man jedoch eh nie den Balkon, nur den Pool und das Meer, Koh Phangan | wat-erleben

Wir bekamen übrigens ein doppeltes Zimmer-Upgrade mit Balkon und Meerblick. Bei den Temperaturen nutzt man jedoch eh nie den Balkon, nur den Pool und das Meer, Koh Phangan | wat-erleben

Abwechslung brachte die Tauchschule gegenüber, bei der wir an einem Morgen vorbei schauten. Glück für uns war, dass dort, neben einem schweizer Divemaster, ein Deutscher gerade seinen Trainerschein absolviert und noch ein paar Tauchgänge benötigte. Somit bekamen wir nicht nur einen Extra-Rabatt, sondern konnten mit deutscher (ok und schweizer) Genauigkeit alle Basics und Notfallsituationen durchgehen. Nach unserem kleinen Zwischenfall fühlten wir uns nach einer Auffrischung und können dies wärmstens empfehlen. Auf fünf Meter Tiefe ist eine Wechselatmung, eine kaputte Maske oder ein fehlendes Mundstück (…) eben nicht so gravierend wie z.B. auf 30 Meter Tiefe. Umso wichtiger also, dass man, egal wie viele Tauchgänge man schon hatte, diese Übungen immer wieder durchgeht. Wir fühlen uns jetzt sicherer und werden in Zukunft immer wieder Übungen einbauen. Außerdem können wir ab Mai unseren Tauchlehrer aus der Heimat, Jörg, wieder mit dämlichen Fragen auf die Nerven gehen.

Ja, Mai, ihr habt richtig gelesen. Denn ein paar Tage zuvor buchten wir unseren Flug von Bali über Singapur (übrigens unsere nächsten Reiseziele) nach Berlin. Geplant war dies wie viele Dinge unserer Reise nicht. Klar war nur, dass wir für die bevorstehenden Hochzeiten der Freunde spätestens Ende Juni zurück kommen möchten. Außerdem ergab eine Grobkalkulation vor unserer Reise ca. ein Jahr Reisen – dass es jedoch genau 365 Tage werden würden, hätten wir nicht gedacht. Am 16.05. fing unser Abenteuer an, am 15.05. endet es (vorerst). Wir schoben unsere Gespräche bezüglich einem Rückflug und der Frage wie es weitergeht lange auf. Ein paar Tage konnten wir uns rausreden mit „puh, der Flug ist aber zu teuer“, „neee, die Flugverbindung ist jetzt irgendwie doof“, oder „lass uns lieber was Essen gehen“. Als die Flüge nicht günstiger wurden, die bestmögliche Verbindung rausgesucht wurde und auch der Hunger gestillt war, blieb uns nichts anderes übrig, als zu buchen. „Your booking is confirmed“ wurde auf dem Bildschirm angezeigt. Gefühl? Schwankend zwischen den Tränen nahe, einem nicht zu beschreibendem Gemütszustand und Vorfreude, Familie und Freunde wiederzusehen.

Ich muss zugeben, dass ich mich schon länger mit dem Thema Heimreise beschäftigte. Laut Bernd zu früh, womit er wahrscheinlich Recht hatte – bis jetzt. Bisher konnte ich die immer mal wieder aufkommende Frage in meinem Kopf, wie es nach der Rückkehr in Deutschland weitergehen soll, relativ schnell, zu meiner Verwunderung, wieder ignorieren. Damals halfen manchmal Bernds wohlwollende Worte wie: „Bis dahin dauert es“, oder: „Wir reisen gerade mal ein halbes Jahr“. Jetzt nicht mehr, auch wenn Bernd weiterhin darauf besteht: „Wir reisen doch noch einen Monat“, merkt er langsam, dass diese Aussage nicht mehr viel Ausdruckskraft hat.

Damit dieser Blogbeitrag nicht zu stark in Melancholie abdriftet, versuche ich eine passende Überleitung zu finden…unser Hotel bietet nicht nur eine Tauchschule, Meer, Pool und Liegen, sondern auch eine Cocktailbar. Diese eignet sich insbesondere zur Happyhour, denn dann gönnt man sich einfach einen oder zwei starke Cocktails und trinkt auf den Heimflug – manchmal ist kein Alkohol eben keine Lösung. Besonders nicht bei den traumhaften Sonnenuntergängen.

Ein starker Cocktail und ein starker Sonnenuntergang, Koh Phangan | wat-erleben

Ein starker Cocktail und ein starker Sonnenuntergang, Koh Phangan | wat-erleben

Nach vier Tagen hatten wir genug von überteuertem Hotel-Essen und machten uns auf den Weg zu unserer zweiten Unterkunft im Stadtkern. Hier gab es endlich wieder Sticky Rice mit Mango und vernünftige Preise.

Der Ausblick aus unserer Unterkunft kann sich sehen lassen, Koh Phangan | wat-erleben

Der Ausblick aus unserer Unterkunft kann sich sehen lassen, Koh Phangan | wat-erleben

Nachtmarkt Thong Sala, wenn nicht gerade Songkran ist, Koh Phangan | wat-erleben

Nachtmarkt Thong Sala, wenn nicht gerade Songkran ist, Koh Phangan | wat-erleben

Am Samstag feierten wir ein zweites Mal Silvester. Bereits bei unserer Ankunft in Thailand lasen wir, dass zwischen dem 13. und 15. April Songkran gefeiert wird und das wollten wir uns keinesfalls entgehen lassen. Songkran ist das traditionelle Neujahrsfest, welches nach dem thailändischen Mondkalender gefeiert wird. Demnach leben wir übrigens im Jahr 2562. Der Brauch, sich gegenseitig mit Wasser zu begießen, ist in den letzten Jahren zu riesigen Wasserschlachten ausgeartet. Wir waren natürlich vorbereitet, so dass wir, mit Actioncam und Badesachen unser Zimmer verließen. Alles richtig gemacht, denn direkt wurden wir von unserer Hotel-Besitzerin, wenn auch zaghaft, mit einem Wasserschlauch bespritzt. Zaghaftes Wasserbespritzen und „von Kopf bis Fuß“ ist uns an diesem Tag im Wechsel begegnet. Wir waren bereits nach den ersten Metern bis auf die Unterhose Badehose durchnässt, dennoch waren einige Thais sehr süß und guckten uns zuerst zögernd an, bevor sie uns nass machten. Es gab andere Thais, die keine Gnade zeigten, und statt den Touri-Wasserpistolen, mit riesigen Eimern oder Wasserschläuchen bewaffnet waren. Da es, wie jeden Tag, tierisch heiß war, waren wir dankbar für die Abkühlung. Manche nahmen die Abkühlung zu genau und füllten ihre Eimer oder Wasserpistolen mit Eiswasser, da bekommt man selbst bei der Hitze Frostbeulen. Insgesamt war es ein sehr lustiger Tag und schön mit anzusehen wie Touris und Einheimische völlig friedlich und ausgelassen feierten. Nichtsdestotrotz waren wir froh, dass im Gebiet, rund um unser Hotel, lediglich ein Tag Songkran gefeiert wurde und nicht wie mancherorts drei Tage.

Bereits am 12.April wurden wir von diesem kleinen Jungen ins neue Jahr geschickt, Koh Phangan | wat-erleben

Bereits am 12.April wurden wir von diesem kleinen Jungen ins neue Jahr geschickt, Koh Phangan | wat-erleben

Die Szene, als wir unser Zimmer verließen und von unserer Hotel-Besitzerin begrüßt wurden. Als wir nachher duschen wollten, gab es nur tropfenweise Wasser,komisch. Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Szene, als wir unser Zimmer verließen und von unserer Hotel-Besitzerin begrüßt wurden. Als wir nachher duschen wollten, gab es nur tropfenweise Wasser,komisch. Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

10 Meter weiter war die Kleidung bereits durchweicht, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

10 Meter weiter war die Kleidung bereits durchweicht, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

So sieht Thong Sala aus, wenn statt Marktständen Songkran gefeiert wird, Koh Phangan | wat-erleben

So sieht Thong Sala aus, wenn statt Marktständen Songkran gefeiert wird, Koh Phangan | wat-erleben

Es gab sogar eine Party auf dem Marktplatz mit DJ, der da übrigens gerade tanzt und nicht auflegt. Neben Bass hat man jedoch nicht viel gehört, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Es gab sogar eine Party auf dem Marktplatz mit DJ, der da übrigens gerade tanzt und nicht auflegt. Neben Bass hat man jedoch nicht viel gehört, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Warum ich so erschrocken gucke? Wenn man statt mit warmem Pipi-Wasser plötzlich mit Eiswasser übergossen wird, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Warum ich so erschrocken gucke? Wenn man statt mit warmem Pipi-Wasser plötzlich mit Eiswasser übergossen wird, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

An jeder Straßenecke stehen Eimer und Tonnen, um den Wasservorrat aufzufüllen, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

An jeder Straßenecke stehen Eimer und Tonnen, um den Wasservorrat aufzufüllen, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Selbst in den Supermärkten herrscht Überflutung, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Selbst in den Supermärkten herrscht Überflutung, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Wasserpistolen waren eher harmlos, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Wasserpistolen waren eher harmlos, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Einheimischen fahren hier vor allem mit Wassertanks auf der Ladefläche ihrer Pick-ups, ausgestattet natürlich mit Eimern und Wasserpistolen, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Einheimischen fahren hier vor allem mit Wassertanks auf der Ladefläche ihrer Pick-ups, ausgestattet natürlich mit Eimern und Wasserpistolen, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Neben Pick-Ups wird auch dieses Gefährt von Thais zur Wasserschlacht genutzt, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Neben Pick-Ups wird auch dieses Gefährt von Thais zur Wasserschlacht genutzt, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Bernd hat den Sinn nicht ganz verstanden, nicht mich, sondern andere Leute nass zu machen. Den pinken Eimer haben wir "gefunden", Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Bernd hat den Sinn nicht ganz verstanden, nicht mich, sondern andere Leute nass zu machen. Den pinken Eimer haben wir „gefunden“, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 1 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 1 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 2 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 2 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 3 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 3 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die nächsten Tage verbrachten wir mit Strandbesuchen, Kokos-Shakes und, wie immer, mit leckerem Thai-Essen. Außerdem wollten wir uns ein letztes Mal eine Massage gönnen, denn diese Preise wird man in Deutschland wohl vergeblich suchen. Nachdem uns die Massage aber (leider) zu gut gefiel, buchten wir für den Abend danach direkt noch eine. Übrigens wusste ich gar nicht, dass man für eine Massage ein gewisses Grundmaß an Gelenkigkeit mitbringen muss. Zumindest kam ich mir bei einigen Verdrehungen bei der Thai-Massage etwas eingerostet vor. Einmal wurde ich sogar angelacht (oder ausgelacht), als ich mich mit ausgestreckten Beinen zu meinen Füßen hindrehen sollte und leider nicht viel weiter als bis zu den Knien kam. Kommt dann wohl auf die To-Do-Liste für 2019…

Strandspaziergang auf Koh Phangan | wat-erleben

Strandspaziergang auf Koh Phangan | wat-erleben

So lässt es sich aushalten, fehlt nur noch der Kokos-Shake, Koh Phangan | wat-erleben

So lässt es sich aushalten, fehlt nur noch der Kokos-Shake, Koh Phangan | wat-erleben

Der Haad Rin Strand, besser bekannt als der Strand der Fullmoon-Party. Es könnte schön sein, wenn da nicht die Jetskis, vielen Buden und vor allem Glasscherben wären, Koh Phangan | wat-erleben

Der Haad Rin Strand, besser bekannt als der Strand der Fullmoon-Party. Es könnte schön sein, wenn da nicht die Jetskis, vielen Buden und vor allem Glasscherben wären, Koh Phangan | wat-erleben

Neben Batik-Shirts für die Vollmond-Party-Liebhaber, gibt es das Benzin hier überall litterweise zum Selbstabfüllen für den Roller zu kaufen, Koh Phangan | wat-erleben

Neben Batik-Shirts für die Vollmond-Party-Liebhaber, gibt es das Benzin hier überall litterweise zum Selbstabfüllen für den Roller zu kaufen, Koh Phangan | wat-erleben

Wir haben noch nicht so ganz verstanden, was das auf den Inseln mit den Hähnen auf sich hat. Die krähen hier an jeder Straßenecke, Koh Phangan | wat-erleben

Wir haben noch nicht so ganz verstanden, was das auf den Inseln mit den Hähnen auf sich hat. Die krähen hier an jeder Straßenecke, Koh Phangan | wat-erleben

Auf der anderen Seite beim Leela Beach geht es entspannter zu, Koh Phangan | wat-erleben

Auf der anderen Seite beim Leela Beach geht es entspannter zu, Koh Phangan | wat-erleben

Gestern war unser letzter Tag auf der Insel, wir nahmen die Fähre und anschließend den Bus und waren nach ca. sechs Stunden in unserer Unterkunft auf dem Festland in Krabi angekommen. Es gibt hier nicht viel, außer super günstiges, leckeres Essen auf dem Nachtmarkt (für knapp vier Euro aßen wir uns gestern satt) und einer Unterkunft für acht Euro (laut Flyer: „simple room. Basically, you should expect a typical budget hotel stay“); joah ne, da weiß man halt, was man hat. So lassen sich die zwei letzten Tage in Thailand aushalten. Morgen geht unser Flieger nach Singapur. Dort werden wir drei Tage verbringen, bevor es danach weiter nach Bali und evtl. zu ein paar anderen Inseln in Indonesien gehen wird.

Die Zeit während unseres Housesits verging super schnell und letzte Woche Freitag machten wir uns über das nächste Reiseziel Gedanken. Die Wahl viel auf Chumphon, das Eingangstor Richtung Südthailand. Viele nutzen diese Provinz nur, um die Fähre auf einer der Inseln zu nehmen. Wir hingegen versprachen uns etwas Ruhe und einsame Strände. Doch bevor wir am Strand liegen können, zerbrachen wir uns den Kopf darüber, wie man am besten von Bangkok nach Chumphon kommt. Entweder mit dem Bus, der Bahn oder dem Flieger. Variante 1 fiel sofort weg, Bus fahren bekommt uns einfach nicht so gut. Für Variante 2 liefen wir zum Bahnhof und wollten ein Ticket für die zweite Klasse kaufen. Sechs bis acht Stunden in einem klimatisierten Abteil lassen sich so einigermaßen bewältigen. Zu unserem Erstaunen war der komplette Zug, bis auf einen Platz, restlos ausgebucht. Der zweite Zug, etwas später, war ebenfalls ausgebucht. Auf einen möglichen Platz in der dritten Klasse, ohne Klimaanlage, verzichteten wir. Zurück im Apartment checkte ich die Flüge. Mit 75 Minuten Flugzeit und einem Aufpreis von 20 Euro gegenüber eines Buses landeten wir schließlich bei Variante 3 und buchten diese direkt.

Eine Kokosnuss am Tag muss sein, alleine schon wegen den ganzen Vitaminen, Bangkok | wat-erleben

Eine Kokosnuss am Tag muss sein, alleine schon wegen den ganzen Vitaminen, Bangkok | wat-erleben

Einen Aufpreis zahlten wir das erste Mal während unserer Reise für die Wäsche. Selber Waschen geht in Bangkok anscheinend nicht. Man gibt diese bei der Wäscherei um die Ecke ab, zahlt einen Euro pro Kilo und hofft, dass man alle Klamotten wieder zurückbekommt und keine fremde Unterwäsche dazwischen ist. Wir hatten Glück.

Am Samstag stand etwas Kultur auf dem Programm. Wir nahmen das Express-Boot den Fluss entlang und stiegen eine Haltestelle zu spät aus. Fahrpläne werden nicht eingehalten und deswegen liefen wir zehn Minuten zurück, um den Tempel Wat Arun auf der anderen Flussseite bei Sonnenuntergang zu beobachten. Wir irrten durch enge Gassen, um die beste Sicht zu erhalten. Das Geld für eine gehobene Cocktailbar sparten wir uns, vom Pier hat man einen fast genauso guten Blick.

Eine Bootsfahrt auf dem Chao Phraya, der Autobahn von Bangkok | wat-erleben

Eine Bootsfahrt auf dem Chao Phraya, der Autobahn von Bangkok | wat-erleben

Wat Arun, Bangkok | wat-erleben

Wat Arun, Bangkok | wat-erleben

Auf der anderen Straßenseite liegt direkt der nächste Tempel, Wat Pho. Das ist jetzt ein richtiger Geheimtipp, nach 17.00 Uhr zahlt man keinen Eintritt mehr und kann die riesigen Säulen aus Fliesen fast für sich ganz allein haben. Sehr schön und Gänsehaut inklusive.

Wat Pho, Bangkok | wat-erleben

Wat Pho, Bangkok | wat-erleben

Wat Pho und Wat Erleben, Bangkok | wat-erleben

Wat Pho und Wat Erleben, Bangkok | wat-erleben

Zwei Tempel sind mehr als genug. Wir hätten zwar noch den Ältesten, den Größten, den Goldensten, den Schönsten, den Höchsten und zig andere besuchen können, aber irgendwie ist es halt auch nur ein Tempel. Vor allem wenn diese tagsüber komplett überlaufen sind, verlieren sie schnell ihren Charme.

Ob die Khao San Road je Charme hatte, wissen wir nicht. Auf jeden Fall mussten wir uns ein eigenes Bild von der Backpacker- und Touristraße machen. Nahezu jedes Klischee wurde glücklicherweise bestätigt. Schrill und bunt, Cocktailbars reihen sich an Massagestudios, die Bars kämpfen darum, wer die lauteste Musik hat, vor jeder stehen 15 Kellner die dich reinziehen möchten. Es gibt gegrillte Insekten zum probieren oder nur zum fotografieren (ein Foto 15 Baht). Jede Menge Leute, die man so auch am Ballermann treffen würde. Unterhaltsam ist die Straße alle mal, wir waren froh, als wir in einer ruhigeren Ecke einen Cocktail tranken.

Selbst für thailändische Verhältnisse ist auf der Khao San Road viel los, Bangkok | wat-erleben

Selbst für thailändische Verhältnisse ist auf der Khao San Road viel los, Bangkok | wat-erleben

Erinnert ein wenig an die Kirmes, Bangkok | wat-erleben

Erinnert ein wenig an die Kirmes, Bangkok | wat-erleben

An unserem letzten Tag in Bangkok besuchten wir ein weiteres Mal den Foodcourt vom Terminal 21 und probierten all das, wozu wir bislang nicht gekommen waren. Kokossuppe – ganz okay. Knuspriges Schwein und Ente – sah auf dem Foto um Längen besser aus. Bockwürstchen im Pancake – kann man mal machen. Wenigstens beim Nachtisch machten wir mit Mango Sticky Rice nichts verkehrt.

Es muss wohl am Essen gelegen haben, denn Laura und ich hatten am nächsten Tag eine kleine Magenverstimmung. War ja klar, dass wir sowas jetzt bekommen, wo wir weiter reisen wollen. Gut, dass wir nur kurz im Flieger sitzen. Frühmorgens ging es schon los und gegen 10.00 Uhr waren wir bereits am Hotel. Die Zeit bis zum Check-in verschliefen wir am Strand gegenüber. Eigentlich verschlief Laura den ganzen Tag. Nach acht Stunden im Bett gab es für sie trockenen Reis und danach konnte sie die komplette Nacht weiter schlafen. Anscheinend brauchte der Körper das jetzt, nach Bangkok und dem miesen letzten Essen.

Warten auf den Check-in, es gibt schlimmere Hotel Lobbies, Chumphon | wat-erleben

Warten auf den Check-in, es gibt schlimmere Hotel Lobbies, Chumphon | wat-erleben

Fahrrad fahren in der Mittagssonne, wir hatten schon bessere Ideen, Chumphon | wat-erleben

Fahrrad fahren in der Mittagssonne, wir hatten schon bessere Ideen, Chumphon | wat-erleben

Während Laura schlief, kümmerte ich mich um den Tauchausflug am nächsten Tag. Wir waren gespannt, was die Unterwasserwelt von Thailand bietet. Überraschenderweise sahen wir intakte Korallen und jede Menge Leben im Riff. Zudem konnten wir ein ausgedientes Marinewrack anschauen. Zwischendurch wurde es kurz hektisch. Laura packte mich am Jacket und schaute mit weit aufgerissen Augen zu mir rüber. Mein erster Gedanke – wo ist der riesen Fisch? Aber irgendwas stimmte nicht. Dann checkte ich, dass Laura ihren Atemregler nicht im Mund hatte. Das Teil, wo die Luft rauskommt. Einen Wimpernschlag später befand sich mein Atemregler in ihrem Besitz. Ich griff nach meinem zweiten, dieser hielt nur zwei Atemzüge, dann fiel das Mundstück ab. Zwei Sekunden später bekamen wir Hilfe von den anderen beiden Tauchern, die mit uns unterwegs waren. Wie sich herausstellte, löste sich das Mundstück ebenfalls bei Laura. Sehr ungewöhnlich, dass beide gleichzeitig abhanden kommen. Zurück an Bord sicherten wir diese mit Kabelbindern. Der zweite Tauchgang verlief ohne Zwischenfälle. Was bleibt ist ein kleiner Schock, sowie die Sensibilisierung, sich genauestens mit geliehenem Equipment vertraut zu machen und sich alle Sicherheitsbasics vor Augen zu führen.

Laura an der großen Kanone, Chumphon | wat-erleben

Laura an der großen Kanone, Chumphon | wat-erleben

Findet Nemo, Chumphon Pinnacle | wat-erleben

Findet Nemo, Chumphon Pinnacle | wat-erleben

Nach soviel Aufregung brauchten wir wieder Ruhe und davon gibt es in Chumphon genug. Wir verlängerten unseren Aufenthalt um zwei Nächte. Nur nicht im gleichen Hotel, da dieses für einen Tag komplett ausgebucht war. Ca. 200 Reisende hielten mit ihrem bescheidenen Tourbus und nahmen den Strand in Beschlag. Die Animateurin hatte leichtes Spiel, um die Urlauber zu begeistern. Von unserer Sonnenliege beobachteten wir Gruppenspiele, wie man sie sonst nur aus dem Ferienlager kennt.

Ist wahrscheinlich alles eingetragen und entspricht den Vorschriften, Chumphon | wat-erleben

Ist wahrscheinlich alles eingetragen und entspricht den Vorschriften, Chumphon | wat-erleben

Wir besaßen unser eigenes Ferienlager, bestehend aus zwei Liegen, einem Sonnenschirm, zahlreichen Palmen und viel Strand. Die Bar versorgte uns mit Pad Thai, Kokosnüssen und Mango-Shakes. Das Wasser hat 30 Grad und es fühlt sich an, als wenn ununterbrochen vor dir jemand ins Wasser pinkelt. In dieser Zeit schaffte Laura es, sich durch zwei Bücher zu lesen. Seit Australien kommt sie auf insgesamt vier Bücher. Sie hangelt sich von Tauschbörse zu Tauschbörse, ziemlich praktisch.

Hier haben wir unser Lager aufgeschlagen, Chumphon | wat-erleben

Hier haben wir unser Lager aufgeschlagen, Chumphon | wat-erleben

Wir werden uns von Insel zu Insel hangeln. Den Start machte am Freitag die Insel Koh Tao. Auf der Pritsche eines Tuk-Tuks fuhren wir zum Fähranleger des Piers. Eineinhalb wellige Stunden später betraten wir Koh Tao und nach den ersten Metern empfingen uns bereits die ersten Verkäufer. Nein, wir haben unser Hotel bereits gebucht. Danke, wir brauchen keinen Roller. Ja, wir möchten die 500 Meter wirklich zum Hotel laufen. Tauchen? – Haben wir auch schon einen Plan für. Wir sehnten uns nach Chumphon zurück.

Beethoven lässt es sich gut gehen, ein eigener Ventilator hat so seine Vorzüge, Koh Tao | wat-erleben

Beethoven lässt es sich gut gehen, ein eigener Ventilator hat so seine Vorzüge, Koh Tao | wat-erleben

Am gleichen Abend liefen wir zur Tauchschule, die uns empfohlen wurde. Wir trafen Rob wieder, der vorher mit uns zusammen in Chumphon tauchen war. Wir buchten zwei Tauchausflüge. Einen für mich am nächsten Morgen (da Laura ihren Spanischunterricht hatte) und einen für uns gemeinsam am Sonntag. Dafür, dass es hier 50+ Tauchschulen gibt, waren die Tauchplätze nur OK. Es hing vielleicht  ein wenig mit der bescheidenen Sichtweite unter Wasser zusammen. Nach Mexiko sind wir für alle anderen Tauchgebiete verdorben. Endlich weiß ich auch, was Champagner-Tauchen ist. Zuerst dachte ich immer an etwas Versautes, in Wahrheit fühlt man sich wie in einem Glas Champagner. Überall steigen die Luftblasen der vielen anderen Taucher auf.

So viele Fische, dass man die Taucher auf der anderen Seite nicht mehr sieht, Sail Rock | wat-erleben

So viele Fische, dass man die Taucher auf der anderen Seite nicht mehr sieht, Sail Rock | wat-erleben

Und noch mehr Fische, einfach Wahnsinn, Sail Rock | wat-erleben

Und noch mehr Fische, einfach Wahnsinn, Sail Rock | wat-erleben

Zurück zum Boot, gegen die Strömung, juhuu, Sail Rock | wat-erleben

Zurück zum Boot, gegen die Strömung, juhuu, Sail Rock | wat-erleben

Die Sicht beim Schnorcheln war wiederum super. Viele bunte Fische, wie im Aquarium. Vor Lauras Nase tauchte sogar ein Riffhai auf. Was will man mehr, manchmal liegen die schönsten Dinge direkt vor der Haustür und sind umsonst. Genauso wie der Sonnenuntergang, den wir jeden Abend am Strand genossen. Der Himmel hört gar nicht mehr auf rot zu strahlen. Hier kommt man auf so sinnfreie Gedanken wie: „Wann haben wir eigentlich das letzte Mal selber gekocht?“ – „Puuuuh, letzten Monat!“. Das Essen von der Straße ist einfach unschlagbar gut und günstig (Edeka lässt grüßen).

Neben diesem Schwarm von Fischen, sahen wir einen Schwarzspitzenriffhai, Sai Daeng Beach | wat-erleben

Neben diesem Schwarm von Fischen, sahen wir einen Schwarzspitzenriffhai, Sai Daeng Beach | wat-erleben

Engelsfische, so schööön, Sai Daeng Beach | wat-erleben

Engelsfische, so schööön, Sai Daeng Beach | wat-erleben

Nachdem wir gefühlte tausend Höhenmeter überwunden haben, wurden wir mit dieser Aussicht belohnt, Sai Daeng Beach | wat-erleben

Nachdem wir gefühlte tausend Höhenmeter überwunden haben, wurden wir mit dieser Aussicht belohnt, Sai Daeng Beach | wat-erleben

Der Himmel bleibt ziemlich lange rot, Koh Tao | wat-erleben

Der Himmel bleibt ziemlich lange rot, Koh Tao | wat-erleben

Unsere Lieblingsplatz am Abend, Koh Tao | wat-erleben

Unsere Lieblingsplatz am Abend, Koh Tao | wat-erleben

Das beste Essen gibt es am Straßenrand, Koh Tao | wat-erleben

Das beste Essen gibt es am Straßenrand, Koh Tao | wat-erleben

Mittlerweile sind wir auf Koh Phangan angekommen, Insel Nummer Zwei und berühmt für ihre monatliche Vollmondparty. Leider oder zum Glück sind wir nicht zur passenden Mondphase da. Als wir das Schiff verließen, begrüßte uns das gleiche Schauspiel wie auf Koh Tao. Dieses Mal nutzten wir jedoch den angepriesenen Shuttleservice. Bloß wohin sollte es gehen, wie hieß noch gleich das Hotel? Sowas kann man echt schnell vergessen, oder durcheinander bringen. Das Gleiche ist uns bereits öfters am Flughafen passiert. Ratlos stehen wir vor der Anzeigetafel und grübeln, mit welcher Fluggesellschaft wir überhaupt fliegen. Bangkok verließen wir verwirrter, standen drei Minuten vor der Tafel, bis wir realisierten, dass es sich um die ankommenden Flugzeuge handelte. Im wahrsten Sinne sind wir also reif für die Insel.

Safety First - ein westliches Krankenhaus und wann regnet es auf Koh Phangan, nur dann, wenn unser Gepäck auf dem Dach des Tuktuks festgeschnallt ist | wat-erleben

Safety First – ein westliches Krankenhaus und wann regnet es auf Koh Phangan, nur dann, wenn unser Gepäck auf dem Dach des Tuktuks festgeschnallt ist | wat-erleben

Warm eingepackt kamen wir gestern vor einer Woche am Flughafen Bangkok an. Nach dem ersten Schritt aus dem Terminal, eine völlig andere Welt. Aus dem strukturierten Japan war ein ein hupendes, stickiges Bangkok geworden.

Unser Körper dankte uns – nicht. Innerhalb von sechs Stunden gibt’s einen Temperaturunterschied von 25 Grad und Schweißausbrüche. Mit dem Grab-Taxi (das asiatische Uber quasi) fuhren wir zum Hotel. Nach einer kurzen Verschnaufpause im klimaanlagen-gekühlten Zimmer gab es einen Ausflug in ein Restaurant um die Ecke. Auf dem Rückweg kamen wir an vier verschiedenen Massage-Studios vorbei. Das musste ein Zeichen sein und außerdem…der Preis auf dem Schild kann nicht richtig sein? Anscheinend doch, für 11 Euro (inkl. Trinkgeld) gönnten Bernd und ich uns jeweils eine Stunde Massage. Jetzt waren wir wirklich in Thailand angekommen.

Unser erster Abend und erstes Essen in Thailand. Ganz wichtig, immer no spicy dazu sagen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Unser erster Abend und erstes Essen in Thailand. Ganz wichtig, immer no spicy dazu sagen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Was auch immer eine Ratsstube ist, da waren wir natürlich nicht essen, dafür ist Thai-Essen viel zu lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Was auch immer eine Ratsstube ist, da waren wir natürlich nicht essen, dafür ist Thai-Essen viel zu lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Schuhe aus!!! Es gibt doch nichts besseres als eine Massage, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Schuhe aus!!! Es gibt doch nichts besseres als eine Massage, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Am nächsten Tag machte besonders mir die Hitze zu schaffen. Natürlich mussten wir für diesen Tag direkt den größten Wochenendmarkt („Chatuchak“) aussuchen, noch dazu zur unerträglich heißen Mittagszeit. Angeblich gibt es dort knapp 10.000 Stände und vor allem viele Menschen. Zu viele! Leicht benommen steuerten Bernd und ich einen Essens-Stand mit Sitzgelegenheit an. Eine eisgekühlte Cola und ein Pad Thai später ging es bergauf. Bergrunter geht es dagegen bei den Preisen in Thailand, zumindest für uns und im Gegensatz zu allen bisher besuchten Ländern. Günstige Länder zum Schluss, alles richtig gemacht und nein, das Schild „59“ beim Hosenstand, war nicht die Größe wie von Bernd vermutet, sondern der Preis (knapp 1,50€).

Der Eingang zum Chatuchak-Market, nur ein wenig voll, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Der Eingang zum Chatuchak-Market, nur ein wenig voll, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Abends besuchten wir einen kleinen Nachtmarkt um die Ecke, deutlich angenehmer. Das Angebot an Nachtmärkten ist riesig in Bangkok, es handelt sich dabei eigentlich um nichts anderes als einen Wochenmarkt, der halt Abends stattfindet. Insgesamt scheint es so, als ob neben der Berufs-Rush-Hour, erst nach Sonnenuntergang das Leben in Bangkok richtig beginnt. Bei den Standverkäufern hat man zu dieser Zeit den Eindruck, dass sich ihr ganzes Leben hier abspielt. Zwischen der Kundschaft wird auf dem Boden mit Familie und Freunden gequatscht, gegessen, oder mal ein Nickerchen gemacht.

Einer der bisher kleinsten und schönsten Nachtmärke, Patpong, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Einer der bisher kleinsten und schönsten Nachtmärke, Patpong, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Mein neues Lieblings-Dessert, Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Mein neues Lieblings-Dessert, Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ein Traum, auch wenn es vielleicht nicht ganz so aussieht Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ein Traum, auch wenn es vielleicht nicht ganz so aussieht Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Mittlerweile herrscht ein ganz anderer Tagesrhyhmus, als z.B. in Neuseeland. Vorbei sind die Tage, wo wir mit Sonnenaufgang aufgestanden und mit Sonnenuntergang ins Bett gegangen sind. Hier heißt es bis Mittags schlafen und dafür bis Nachts wach sein. Ist für den Kreislauf von Vorteil, tagsüber macht es wenig Spaß, die Stadt zu erkunden. Meist wagen wir uns tagsüber nur für ein schnelles Mittagessen nach draußen.

Bangkok bei Nacht, Thailand | wat-erleben

Bangkok bei Nacht, Thailand | wat-erleben

Ist ja schön, dass die Zeit der Grünphase angezeigt wird, hält sich aber eh keiner dran. Beim überqueren der Straße sollte man stets rennen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ist ja schön, dass die Zeit der Grünphase angezeigt wird, hält sich aber eh keiner dran. Beim überqueren der Straße sollte man stets rennen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ist das Kunst? Nein, nur zu viele Kabel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ist das Kunst? Nein, nur zu viele Kabel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Neben Straßenkatzen gibt es auch diese netten Tierchen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Neben Straßenkatzen gibt es auch diese netten Tierchen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Tuk-Tuks haben hier den größten und lautesten Auspuff, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Tuk-Tuks haben hier den größten und lautesten Auspuff, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Rotlichtviertel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Rotlichtviertel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Der Rot Fai Market Ratchada, sieht von oben unserer Meinung nach schöner aus, als er ist, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Der Rot Fai Market Ratchada, sieht von oben unserer Meinung nach schöner aus, als er ist, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Chinatown in Bangkok, zuviel Auswahl zum Essen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Chinatown in Bangkok, zuviel Auswahl zum Essen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Blumen-Markt am späten Abend, schön zum anschauen und riechen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Blumen-Markt am späten Abend, schön zum anschauen und riechen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gestern Abend gab es mal wieder Streetfood, ein freundlicher Thai half uns bei der Übersetzung. Was wir aßen? Keine Ahnung, aber verdammt lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gestern Abend gab es mal wieder Streetfood, ein freundlicher Thai half uns bei der Übersetzung. Was wir aßen? Keine Ahnung, aber verdammt lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Im Anschluss gab es Mini-Ananas, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Im Anschluss gab es Mini-Ananas, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Kurz vor Mitternacht. Warum der Markt so leer war?Es wurde gerade aufgebaut. Wann schlafen die Thais eigentlich? Bangkok, Thailand | wat-erleben

Kurz vor Mitternacht. Warum der Markt so leer war?Es wurde gerade aufgebaut. Wann schlafen die Thais eigentlich? Bangkok, Thailand | wat-erleben

Die einzige Ausnahme, um tagsüber aus dem Haus zu gehen, ist das gut gekühlte Shopping-Center. In Bangkok gibt es unzählig viele davon, damit hätten wir die Stadt nicht unbedingt in Verbindung gebracht. Die meisten der Einkaufshäuser sind jedoch nicht wie man sie aus anderen Ländern kennt. Hier spielt sich der Verkauf in den Gängen ab. Stände über Stände mit Souvenirs, billiger Kleidung, Goldschmuck und Elektronik. Wer auf Luxus steht, muss in andere Malls mit ausgestorbenen Geschäften und klinisch-reinen Eingangsbereichen. Ob das noch zu Bangkok passt?

So sehen die Einkaufszentren von innen aus, mehr Stände als Geschäfte, Bangkok, Thailand | wat-erleben

So sehen die Einkaufszentren von innen aus, mehr Stände als Geschäfte, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ausgestorbene Plätze (und sauber) bei den Luxus-Malls, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ausgestorbene Plätze (und sauber) bei den Luxus-Malls, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gerade weil die Stadt nicht zwanghaft versucht besonders schön, sauber und ordentlich zu sein, gefällt sie uns. Die Thais sind super nett und das Essen ist spitze, reicht doch? Selbst in Einkaufszentren ist das Essen bezahlbar. In einem Blog las ich, dass im „Terminal 21“ die Verkäufer der Essens-Stände keine Miete zahlen müssen und daher das Essen günstig sein soll. Tatsächlich, mit 30 Baht für ein Pad Thai (unter 1€), mindestens so günstig wie auf der Straße. Gut, die Portion macht nicht unbedingt satt, aber wäre auch zu schade. Wir aßen uns durch den kompletten Food-Court. Mit vollgeschlagenem Bauch ging es im Anschluss im gleichen Gebäude ins Kino. Mit sehr bequemen Sitzen und Nationalhymne zum Beginn des Films mal etwas anderes.

Durian mit Eis. Wenn die Frucht überreif ist, riecht sie angeblich nach Erbrochenem, Pipi und Essig. An U-Bahn-Stationen, in Hotels usw. gibt es daher Verbotsschilder, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Durian mit Eis. Wenn die Frucht überreif ist, riecht sie angeblich nach Erbrochenem, Pipi und Essig. An U-Bahn-Stationen, in Hotels usw. gibt es daher Verbotsschilder, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Terminal 21 heißt nicht umsonst so, das Gebäude ist wie ein Flughafen aufgebaut. Die Sicherheitskontrollen gibt es übrigens auch in den UBahnStationen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Terminal 21 heißt nicht umsonst so, das Gebäude ist wie ein Flughafen aufgebaut. Die Sicherheitskontrollen gibt es übrigens auch in den UBahnStationen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Nach einer halben Woche im Hotel stand ein Umzug bevor. Wir hatten, mal wieder, einen tollen Housesit an Land gezogen. Im Herzen von Bangkok, allerdings in einer ruhigen Seitenstraße, passen wir seit vier Tagen auf zwei Katzen auf. So lässt es sich entspannt die Stadt entdecken. Entspannung ist vor allem notwendig, nachdem man auf (großen) Straßenmärkten war. Neben Obst und Gemüse gibt es Fleisch in der Sonne zu bestaunen (zum Glück schon aus Mexiko und Guatemala bekannt), krähende Hähne aus dem Käfig und mal wieder verdammt viele Menschen. Allerdings teilt man sich die kleinen Gassen und Bürgersteige nie nur mit diesen, sondern auch mit Mopeds, Sackkarren und Kleinlastern. Echt beindruckend, besonders, dass trotzdem so gut wie nie geschubst wird.

Ausnahmsweise mal ein leerer Markt, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ausnahmsweise mal ein leerer Markt, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Scharf? Können wir nicht, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Scharf? Können wir nicht, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Die Roller-Gang ohne Verkehrsregeln, die mit den orangenen Westen kann man über Grab bestellen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Die Roller-Gang ohne Verkehrsregeln, die mit den orangenen Westen kann man über Grab bestellen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Schön gerempelt wurde allerdings beim Thai-Boxen. An einem Abend schauten wir kostenlos vor dem MBK-Kaufhaus einige Boxkämpfe an. Dabei geht es ordentlich zur Sache, anders als ein langweiliger Klitschko-Kampf, der bereits nach der ersten Runde vorbei ist.

Thai-Boxen am MBK-Gebäude, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Thai-Boxen am MBK-Gebäude, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gestern war ein wichtiger Tag unserer Reise. Dieser kostete 40€ und war sechs Kilogramm schwer. Wir schickten das erste Paket nach Deutschland. Es werden bis zum Ende (hoffentlich) keine kalten Länder mehr bereist. Wenn alles gut geht, erwarten uns in frühestens zwei Monaten per Seeweg alle warmen Kleidungsstücke. Mit leichtem Gepäck können die nächsten Wochen nur traumhaft werden.

Heute war unser letzter Tag in Japan, wir übernachteten im Flughafen und der Flieger ging nach Bangkok. Genug Zeit also, um die Tage Revue passieren zu lassen. Was hat uns an Japan am Besten gefallen? Auf jeden Fall das Essen. So oft waren wir nirgendwo anders im Restaurant. Wenn ich nachzähle, dann aßen wir an jedem Tag Sushi, insgesamt 18 Mal. Ich glaube, dass wir fast alles von der Speisekarte abhaken können. Wir überlebten sogar den Kugelfisch. Absolute Highlights sind Lachs, Aal und die Shrimp-Rolls. Während ich alle möglichen neuen Fischarten ausprobierte, gehörten diese drei zu Lauras Klassikern. Gut, dass ich bei manchen Sachen nicht wusste, was da auf meinem Teller liegt. Erst später übersetzte ich die Namen ins Deutsche. Seeigel schmeckt unbeschreiblich eigenartig, Pferd überraschenderweise zart und vergorene Sojabohnen landen auf dem letzten Platz.

Der Kugelfisch schmeckt nicht besonders, Kyoto Japan | wat-erleben

Der Kugelfisch schmeckt nicht besonders, Kyoto Japan | wat-erleben

In dieser Reihenfolge haben wir uns satt gegessen, Kyoto, Japan | wat-erleben

In dieser Reihenfolge haben wir uns satt gegessen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich auch Wal probierte und nicht nachvollziehen kann, warum Japan den Fang wieder kommerziell betreiben möchte. Unser Guide von der Free-Walking-Tour erklärte mir, dass die Japaner eigentlich kein Walfleisch essen und es eher darum ginge, dass die Politik sich nicht vom Westen vorschreiben lassen möchte, was Sie zu tun und lassen hat.

Am Samstag ist unser Sushi-Essen etwas aus dem Ruder gelaufen. Laura verfiel in einen Bestellwahn und wunderte sich später über die große Anzahl an Tellern, die im Minutentakt an unseren Tisch kamen. Den Überblick verloren wir ganz schnell, aßen aber alles brav auf. Nach so viel Völlerei brauchten wir dringend einen Absacker. Hier wird heißer Sake getrunken, der sich seinen Weg in den Magen brennt. Einfacher als in Neuseeland kommt man auch an Alkohol. In Neuseeland blieb meine Flasche Wein an der Supermarktkasse stehen, weil ich keinen Reisepass bei mir trug. Personalausweis, Führerschein, Kreditkarte und graue Haare zählen nicht als Altersnachweis. In Japan wird auf dem Bestellbildschirm bejaht, dass man älter als 20 Jahre ist, das wars.

Diese beiden sind Lauras Favoriten, sicherheitshalber bestellte sie alle vier, Tokio, Japan | wat-erleben

Diese beiden sind Lauras Favoriten, sicherheitshalber bestellte sie alle vier, Tokio, Japan | wat-erleben

Das ist Lauras Sake-Gesicht, Tokio, Japan | wat-erleben

Das ist Lauras Sake-Gesicht, Tokio, Japan | wat-erleben

Dass wir immer noch jung aussehen, bestätigte uns der Besuch in einer Fotobox. Diese Boxen sind vor allem bei jungen Mädels beliebt, die Gruppenfotos schießen und diese später bearbeiten und ausdrucken. Klar, wir wollten auch so ein Andenken. Die Box ist eine Art Zauberkugel von Linda de Mol. Wir gingen rein, automatisch wurden tausend Filter über das Bild gelegt und als wir das Ergebnis sahen, waren wir super süß und 15 Jahre jünger.

Kurz noch ein paar Spezialeffekte einfügen, Tokio, Japan | wat-erleben

Kurz noch ein paar Spezialeffekte einfügen, Tokio, Japan | wat-erleben

So sieht das Endergebniss aus, schon süß, die Pose schauten wir uns bei den anderen Mädels ab, Tokio, Japan | wat-erleben

So sieht das Endergebniss aus, schon süß, die Pose schauten wir uns bei den anderen Mädels ab, Tokio, Japan | wat-erleben

So jung und voller Energie spazierten wir am Sonntag quer durch die halbe Stadt. Besuchten die Kopie des Eiffelturms (der ist hier 8 Meter höher), aßen in dessen Untergeschoß die japanische McDonalds-Variante (kleinere Burger, dafür hübscher und leckerer) und suchten nach ersten Kirschblüten in der Nähe vom Kaiserpalast (diesen konnten wir nur hinter hohen Mauern erahnen). Abends gab es gleich zweimal Sushi, im ersten Restaurant die Hauptspeise und eigentlich im zweiten Restaurant die Nachspeise. Bei so vielen Restaurants kann man diese auch leicht durcheinander bringen. Ich führte uns zum falschen und Laura bekam kein Mango-Eis.

Le Tour Eiffel mitten in Tokio, Japan | wat-erleben

Le Tour Eiffel mitten in Tokio, Japan | wat-erleben

Völlig verblüfft, dass es in der Food Hall Sitzplätze gab, Tokio, Japan | wat-erleben

Völlig verblüfft, dass es in der Food Hall Sitzplätze gab, Tokio, Japan | wat-erleben

Am Montag liefen wir ein letztes Mal mit den Hunden Gassi und verließen Tokio mit dem Shinkansen. Die 480 Kilometer Bahnstrecke nach Kyoto bewältigten wir in atemberaubenden zwei Stunden. Unglaublich ist auch, dass auf dieser Strecke alle 15 Minuten ein Zug fährt, wie immer auf die Sekunde genau. Es ist wie Fliegen, nur mit enormer Beinfreiheit.

Booty und Oprah, Tokio, Japan | wat-erleben

Booty und Oprah, Tokio, Japan | wat-erleben

Flott noch ein Foto, bevor es schnell weitergeht, Tokio, Japan | wat-erleben

Flott noch ein Foto, bevor es schnell weitergeht, Tokio, Japan | wat-erleben

Es wird daraufhin gewiesen, dass die Geräusche der Laptop-Tastatur andere Fahrgäste stören könnte, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Es wird daraufhin gewiesen, dass die Geräusche der Laptop-Tastatur andere Fahrgäste stören könnte, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Wir fuhren am Mount Fuji vorbei, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Wir fuhren am Mount Fuji vorbei, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Nach einer langen und beschwerlichen Anreise musste sich Laura erstmal stärken. Als sie die Auswahl an Matcha-Artikel im Supermarkt sah, wurden die Augen immer größer. Da lässt man sie nur kurz verschwinden und zurück kommt sie mit einem Arm voll Süßkram. Zum Nachtisch gab es natürlich Matcha-Eis, welches hier besonders gut schmeckt. Die Region rund um Kyoto ist bekannt für ihren Teeanbau und es ist ein Leichtes, für 20 Gramm Tee mehr als 50 Euro auszugeben.

Ich präsentiere, Lauras Ausbeute, Kyoto, Japan | wat-erleben

Ich präsentiere, Lauras Ausbeute, Kyoto, Japan | wat-erleben

Mindestens genauso berühmt sind die tausend Torbögen, durch die man am Fushimi-Inari-Schrein läuft. Die ersten 200 Bögen teilt man sich mit Horden von Touristen. Je weiter wir den Berg raufkommen, desto geringer wird deren Zahl. An jeder Abbiegung drehen sich manche Leute laut schnaufend und prustend um. Die waren wohl noch nicht auf dem Acatenango in Antigua.

Hübsch, hübsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Hübsch, hübsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Diese Fischbällchen mit Oktopus sind super lecker, Kyoto, Japan | wat-erleben

Diese Fischbällchen mit Oktopus sind super lecker, Kyoto, Japan | wat-erleben

So sieht also grüner Tee aus, Kyoto, Japan | wat-erleben

So sieht also grüner Tee aus, Kyoto, Japan | wat-erleben

Jeder Ball beinhaltet einen Wunsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Jeder Ball beinhaltet einen Wunsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Altstadtviertel herrschen strenge Regeln, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Altstadtviertel herrschen strenge Regeln, Kyoto, Japan | wat-erleben

Meine Lieblingsbeschäftigung, Essen bestellen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Meine Lieblingsbeschäftigung, Essen bestellen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das Frühstück von Hulk, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das Frühstück von Hulk, Kyoto, Japan | wat-erleben

Unten war es rappelvoll, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Unten war es rappelvoll, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Erst wird geläutet, danach sein Wunsch vorgetragen, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Erst wird geläutet, danach sein Wunsch vorgetragen, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Es wurde leerer, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Es wurde leerer, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Den Gipfel hatten wir für uns allein, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Den Gipfel hatten wir für uns allein, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Katzen gehören zu den Schreinen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Katzen gehören zu den Schreinen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Einen kleineren Berg bestiegen wir am Mittwoch – den Affenberg in Arashiyama. In diesem Vorort von Kyoto leben knapp 170 japanische Makaken. Findige Geschäftsleute füttern diese, damit sie auf dem Hügel bleiben und wir sie beobachten dürfen. Besser als ein Besuch im Zoo ist es allemal, da die Tiere hier frei herumlaufen sowie tun und lassen können, was sie wollen. Vor allem wird sich gegenseitig gejagt und nach Flöhen abgesucht.

Lässt sich wohl aushalten, Kyoto, Japan | wat-erleben

Lässt sich wohl aushalten, Kyoto, Japan | wat-erleben

Erinnert mich an ein Gemälde: Affe im Baum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Erinnert mich an ein Gemälde: Affe im Baum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Winter besuchen die Affen heiße Quellen, um sich aufzuwärmen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Winter besuchen die Affen heiße Quellen, um sich aufzuwärmen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Lange suchen mussten wir den Bambus-Wald im Örtchen nicht, einfach den Menschenmassen hinterher. Anders als beim Schrein, wurde es am Ende nicht leerer, schön war es trotzdem. Ich wusste nicht, dass Bambus so groß wird. Ich wusste nur, das die falsche Sorte im Garten zu einer richtigen Wucherplage werden kann und das Bambus früher zum Foltern diente. Laura schüttelte bei meinem unnützen Wissen mit dem Kopf.

Man sieht den Wald vor lauter Bambus nicht, Kyoto, Japan | wat-erleben

Man sieht den Wald vor lauter Bambus nicht, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die erste Kirschblüte, fälschlicherweise handelte es sich in Tokio um Pflaumenbäume, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die erste Kirschblüte, fälschlicherweise handelte es sich in Tokio um Pflaumenbäume, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die Festungsmauer der Samurai-Burg, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die Festungsmauer der Samurai-Burg, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das ist ein Aprikosenbaum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das ist ein Aprikosenbaum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Kopfschüttelnd gingen wir auch Abends in eine Karaoke-Bar. Unsere Gesangskünste stellten wir nur bei einem Lied auf die Probe. Das reichte vollkommen, schiefer ging es kaum. Die restlichen Lieder überließen wir den Profis. Diese singen fast genauso schief, aber mit voller Leidenschaft. Klassische Schützenfest- und 90er-Lieder fanden wir auf der Karaokemaschine leider nicht – oder Gott sei Dank nicht.

Gut, dass es zu diesem Bild keinen Ton gibt, Karaoke in Kyoto, Japan | wat-erleben

Gut, dass es zu diesem Bild keinen Ton gibt, Karaoke in Kyoto, Japan | wat-erleben

Dafür fanden wir den Weg von Kyoto nach Osaka und zur nächsten Walking-Tour. Drei Stunden liefen wir gestern durch Osaka und mussten einige Unterschiede zu Tokio feststellen. Auf der Rolltreppe steht man rebellisch rechts und generell ist es nicht ganz so geordnet. Was sich wiederum in den Leuten bemerkbar macht, die alle etwas gelassener scheinen. Standesgemäß gab es ein letztes Mal Sushi. Ich bin gespannt, ob Bangkok da mithalten kann.

Mitten in Osaka, Japan | wat-erleben

Mitten in Osaka, Japan | wat-erleben

Erdbeeren sind so besonders, sie werden normalerweise nur als Geschenk überreicht, Osaka, Japan | wat-erleben

Erdbeeren sind so besonders, sie werden normalerweise nur als Geschenk überreicht, Osaka, Japan | wat-erleben

Das japanische Brauhaus in Osaka, Japan | wat-erleben

Das japanische Brauhaus in Osaka, Japan | wat-erleben

Portionen in Sumo-Größe, Osaka, Japan | wat-erleben

Portionen in Sumo-Größe, Osaka, Japan | wat-erleben

Soll angeblich Glück bringen, Osaka, Japan | wat-erleben

Soll angeblich Glück bringen, Osaka, Japan | wat-erleben

Nachdem Akihabara auf der Free Walking Tour etwas zu kurz kam, nahmen wir uns Montag, auf eigene Faust, ausreichend Zeit. Als erstes ging es in einen Manga-Laden über fünf Etagen. Was bei mir bereits vor ewiger Zeit auf dem Flohmarkt, oder gar im Müll landete, ist hier noch käuflich zu erwerben – und das für verdammt viel Geld. Von Pokemon-Karten über Gameboy-Spiele bis hin zum Tamagotchi (ok, den durfte ich mir leider nie kaufen).

Neben den „historischen Antiquitäten“ gab es im Manga-Laden natürlich Mangas. Zu unserer Verwunderung erinnerten viele davon eher an Ü18-Lesematerial, im kitschigen und teilweise kindlichem Stil. Sehr bizarr und befremdlich.

Manga-Laden, Akihabara,Tokio | wat-erleben

Manga-Laden, Akihabara,Tokio | wat-erleben

Auch sowas gibts im Manga-Laden, evtl. Teil einer Boyband? Tokio| wat-erleben

Auch sowas gibts im Manga-Laden, evtl. Teil einer Boyband? Tokio| wat-erleben

Was ist bloß aus den harmlosen Kaugummi-Automaten geworden; Befremdlich ist es auch, wenn große Jungs diese Puppen kaufen (ist passiert), Akihabara, Tokio | wat-erleben

Was ist bloß aus den harmlosen Kaugummi-Automaten geworden; Befremdlich ist es auch, wenn große Jungs diese Puppen kaufen (ist passiert), Akihabara, Tokio | wat-erleben

Im Anschluss liefen wir in eine der unzähligen Spielhallen. Man könnte sie auch Kopfschmerz-Lärmhallen nennen. Dies steigert sich von Etage zu Etage. Im Erdgeschoss Cranger-Kirmes mit einer halbwegs erträglichen Lautstärke, im obersten Geschoss dagegen Tinitus-Spielautomaten-Geräusche. In der einen Ecke zocken die Jungs Ballerspiele, in der anderen hüpft einer wie wild herum, um beim Cyber-Trommeln als bester Musiker zu gewinnen.

Es handelt sich dabei übrigens nicht um Glücksspiele und obwohl es unzählig viele dieser Läden gibt, gut besucht sind sie immer.

Besucher hatten sich von der Mitarbeiterin Tipps geben lassen, Spielhölle, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Besucher hatten sich von der Mitarbeiterin Tipps geben lassen, Spielhölle, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Um diese Erfahrung mit allen Sinnen aufzunehmen, versuchten wir uns selbstverständlich an einem der Spiele, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Um diese Erfahrung mit allen Sinnen aufzunehmen, versuchten wir uns selbstverständlich an einem der Spiele, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Am nächsten Tag liefen wir zum Tsukiji-Outer-Market, ein Fisch- und Leckereienmarkt. Außerdem eine gute Alternative zum Mitten in der Nacht aufstehen, um die Thunfischauktion zu verfolgen. Den Leckereien konnten wir nicht widerstehen. Wir kauften zwar keinen Grillspieß für 60€, vom angeblich weltweit bestem Rindfleisch, dafür aber Dim Sum, einen Eis-Matcha-Latte (sehr empfehlenswert!) und später eine Matcha-Waffel. Ja, in Japan gibt es fast alles aus Matcha und wir sind zum totalen Fan geworden.

Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Wir können den Markt ja schlecht verlassen, ohne gegessen zu haben, Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Wir können den Markt ja schlecht verlassen, ohne gegessen zu haben, Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Der Iced-Matcha-Latte, klare Empfehlung, Tokio | wat-erleben

Der Iced-Matcha-Latte, klare Empfehlung, Tokio | wat-erleben

Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Ginza. Wir waren in dem größtenteils hochpreisigen Viertel allerdings nicht auf der Suche nach Luxuswaren, sondern nach speziellen Essstäbchen als Andenken. Wir staunten nicht schlecht, als wir wie bei Ollivanders-Zauberstabladen aus unzähligen Modellen auswählen konnten. Nach sowohl japanischer als auch englischer Beratung erfuhren wir von den Unterschieden zwischen Kyotostyle & Tokyostyle, die richtige Gebrauchsweise und die individuell abgestimmte Länge der Stäbchen.

Harry-Potter Drehort oder Tokio | wat-erleben

Harry-Potter Drehort oder Tokio | wat-erleben

Mittwoch waren wir zuerst in Yanaka Ginza, ein sehr ruhiges und wenig überlaufenes Viertel. In einer traditionellen Teestube gab es warmen Matcha-Tee und Dango.

Allein, allein, leere Straße in Yanaka Ginza, Tokio | wat-erleben

Allein, allein, leere Straße in Yanaka Ginza, Tokio | wat-erleben

Und mal wieder etwas Essen und Trinken, Teestube Tokio | wat-erleben

Und mal wieder etwas Essen und Trinken, Teestube Tokio | wat-erleben

Noch nicht genug vom Trubel gehabt, ging es im Anschluss nach Shinjuku.

Yodobashi, der weltweit größte Elektronikmarkt, nicht nur mehrere Stockwerke, sondern auch über mehrere Gebäude verteilt, Tokio | wat-erleben

Yodobashi, der weltweit größte Elektronikmarkt, nicht nur mehrere Stockwerke, sondern auch über mehrere Gebäude verteilt, Tokio | wat-erleben

Wir wollten es schon seit Ewigkeiten ausprobieren...das erste Mal Bubble Tea getrunken, es wird ein einmaliges Erlebnis bleiben. Man beachte auch den tollen Hintergrund, Tokio | wat-erleben

Wir wollten es schon seit Ewigkeiten ausprobieren…das erste Mal Bubble Tea getrunken, es wird ein einmaliges Erlebnis bleiben. Man beachte auch den tollen Hintergrund, Tokio | wat-erleben

Wir brauchten neuen Kaffee und was schlug uns die Verkäuferin vor? German-Blend,toll, Tokio | wat-erleben

Wir brauchten neuen Kaffee und was schlug uns die Verkäuferin vor? German-Blend,toll, Tokio | wat-erleben

Memory Lane, Tokio | wat-erleben

Memory Lane, Tokio | wat-erleben

In den Stübchen passen meist nur 4-5 Personen, Memory Lane, Tokio | wat-erleben

In den Stübchen passen meist nur 4-5 Personen, Memory Lane, Tokio | wat-erleben

Das bekannte Robot-Restaurant, uns reichte ein Blick von außen, Tokio | wat-erleben

Das bekannte Robot-Restaurant, uns reichte ein Blick von außen, Tokio | wat-erleben

Sushi-Karussell, Maßgeschneidert und vom Fließband, beides lecker, Tokio | wat-erleben

Sushi-Karussell, Maßgeschneidert und vom Fließband, beides lecker, Tokio | wat-erleben

In Shinjuku befindet sich ein großer Don Quijote, ein japanischer Discounter, der von A bis Z wirklich alles im Sortiment hat. Ohne irgend etwas sinnloses zu kaufen, kommt man hier selten davon. Neben Kitkats mit Matcha-Geschmack nahmen wir ein Fast Food-Baukasten mit. Das ganze nennt sich wohl Popin’ Cookin’, ist völlig an mir vorbei gegangen, im Nachhinein betrachtet zu Recht. Neben enorm viel Plastik beinhaltet das Spaßpaket (angeblich für Kinder, um sich einmal wie ein Koch zu fühlen) Pulvertütchen, Schablonen und Förmchen. Wasser wird jeweils mit dem passenden Pulver verrührt und voilà kommt am Ende dabei, in unserem Fall, ein Burgermenü heraus. Umso erschreckender war es, dass es nicht nur wie bei der Fastfood-Kette nebenan roch, sondern auch fast so schmeckte. Also erstmal kein Fast Food mehr!

Ich glaube, das war die schlimmste Wahl von allen, Popin’ Cookin’, Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Ich glaube, das war die schlimmste Wahl von allen, Popin’ Cookin’, Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Kitkat gibt es in Japan in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Aber mit Sojabohnen? Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Kitkat gibt es in Japan in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Aber mit Sojabohnen? Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Der Burger zum Selberbauen, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Der Burger zum Selberbauen, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Sogar das Tablett konnte ausgeschnitten werden, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Sogar das Tablett konnte ausgeschnitten werden, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Wirklichen Hochgenuss konnten wir an diesem Abend dennoch erfahren. Wir gönnten uns aus dem Supermarkt ein Stück Wagyu-Steak (Hausrind aus Japan) mit extremer Marmorierung und wollen nun nie wieder etwas anderes essen.

Wagyu-Steak, man gönnt sich ja sonst nichts, Tokio | wat-erleben

Wagyu-Steak, man gönnt sich ja sonst nichts, Tokio | wat-erleben

Ein paar Tokio-Specials:

So läuft das hier mit den Ampeln, nicht nur das alle bei rot stehen bleiben, auch die ablaufende Zeit wird in Form von Punkten angezeigt, Tokio | wat-erleben

So läuft das hier mit den Ampeln, nicht nur das alle bei rot stehen bleiben, auch die ablaufende Zeit wird in Form von Punkten angezeigt, Tokio | wat-erleben

Bestellung auf Japanisch: Gericht auswählen, Geld rein, Zettel ziehen, an den Tresen setzen und Zettel abgeben, Tokio | wat-erleben

Bestellung auf Japanisch: Gericht auswählen, Geld rein, Zettel ziehen, an den Tresen setzen und Zettel abgeben, Tokio | wat-erleben

Sehr interessant, fährt plötzlich mal ein Auto aus der Tiefgarage kümmern sich gleich 4 Personen zielstrebig um den Verkehr, Tokio | wat-erleben

Sehr interessant, fährt plötzlich mal ein Auto aus der Tiefgarage kümmern sich gleich 4 Personen zielstrebig um den Verkehr, Tokio | wat-erleben

Ok I forgive you, Tokio Sushi-Restaurant | wat-erleben

Ok I forgive you, Tokio Sushi-Restaurant | wat-erleben

Nichts, was es nicht gibt, falls jemand seinen Zahnarzt gegen Goldzähne tauschen möchte, Tokio | wat-erleben

Nichts, was es nicht gibt, falls jemand seinen Zahnarzt gegen Goldzähne tauschen möchte, Tokio | wat-erleben

Nicht immer ist es so offensichtlich wie hier; teilweise läuft man nichtsahnend in einen Laden, weil der Eingang mit Krimskrams getarnt ist, Tokio | wat-erleben

Nicht immer ist es so offensichtlich wie hier; teilweise läuft man nichtsahnend in einen Laden, weil der Eingang mit Krimskrams getarnt ist, Tokio | wat-erleben

Karaokeläden erinnern hier eher an Hotel-Lobbies, Tokio | wat-erleben

Karaokeläden erinnern hier eher an Hotel-Lobbies, Tokio | wat-erleben

Heute stand der Berg Takao auf dem Plan. Nach einer einstündigen Bahnfahrt wanderten wir den Berg hinauf und wurden mit einer klaren Sicht belohnt. Sogar die Schneespitze des Mount Fuji war für kurze Zeit zu sehen, welche Bernd am Anfang für eine Wolke hielt.

Brav Anstehen auf dem Weg zum Mount Takao, Metro, Tokio | wat-erleben

Brav Anstehen auf dem Weg zum Mount Takao, Metro, Tokio | wat-erleben

Da ist er, Mount Fuji, Wanderung Mount Takao, Tokio | wat-erleben

Da ist er, Mount Fuji, Wanderung Mount Takao, Tokio | wat-erleben

Wir und der Mount Fuji beim genauen Hinsehen links neben uns, Mont Takao, Tokio | wat-erleben

Wir und der Mount Fuji beim genauen Hinsehen links neben uns, Mont Takao, Tokio | wat-erleben

Von wegen wir reisen mit der Sonne und überspringen den Winter. Anfang März ist es rattenkalt in Tokio. Vielleicht sind wir einfach nicht mehr an kühlere Temperaturen gewöhnt, so trägt Laura fünf Lagen Klamotten und friert immer noch. Abgesehen von den einstelligen Plusgraden ist Tokio auf jeden Fall eine Reise wert und komplett anders, als wir es uns vorstellten. Der erwartete Kulturschock fiel geringer aus, als erwartet. Irgendwie kam Tokio uns direkt bei der Ankunft am Flughafen recht vertraut vor. Ähnlich wie in Deutschland ist es hier überraschenderweise ruhig, sauber und geordnet. Lediglich bei den öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es Unterschiede, diese fahren hier pünktlich.

Egal wo wir hinschauten, soweit das Auge reicht nur Häuser und weniger Wolkenkratzer als gedacht, Metropolitan Government Building, Japan | wat-erleben

Egal wo wir hinschauten, soweit das Auge reicht nur Häuser und weniger Wolkenkratzer als gedacht, Metropolitan Government Building, Japan | wat-erleben

Unterschiede gibt es auch bei den Toiletten, die sind alles andere als gewöhnlich. Selbst bei den öffentlichen Toiletten traue ich mich nicht ohne Google-Übersetzer drauf. Es gibt so viele Knöpfe zum einstellen. Angefangen mit „dein Po wird nass“, „der Wasserstrahl ist sanfter“, „der Wasserdruck nimmt zu“, „der Wasserstrahl bewegt sich nach vorne und nach hinten“, „die Toilette gibt komische Geräusche von sich“ und ganz wichtig „der Wasserstrahl hört auf“. In privaten Haushalten besitzen diese noch zig weitere Funktionen. Am besten ist da die Sitzheizung, so warm dass sie den ganzen Raum beheizen könnte.

Man weiß ja nie, Tokio, Japan | wat-erleben

Man weiß ja nie, Tokio, Japan | wat-erleben

Die erste Nacht verbrachten wir in Flughafennähe, morgens nahmen wir den Hotel-Shuttle zurück zum Flughafen um von dort aus in die Stadt zu fahren. Der Checkout war um 11.00 Uhr, 90 Sekunden vorher verließen wir unser Zimmer, gaben den Schlüssel zurück und verpassten fast unseren Shuttle, der schon die Bustür um 10.59.55 Uhr geschlossen hatte. Der Fahrer interpretierte unser hektisches Winken richtig und ließ uns mitfahren. Am Flughafen erledigten wir routiniert die wesentlichen Reisevorbereitungen, Geld holen, U-Bahnkarte und Busticket kaufen, sowie Frühstücken. Das Frühstück bestellte Laura wie selbstverständlich auf Spanisch. Anderes Land, indem man kein Englisch spricht, also wird automatisch auf Spanisch umgestellt. Die Bedienung störte sich nicht daran, sie plauderte munter auf Japanisch mit uns. So wie alle anderen mit dir Japanisch sprechen und wir freundlich lächeln und immer nicken.

Gut gestärkt ging es weiter zu unserem Bus, der Richtung Stadt fährt. Der Flughafen liegt 60 Kilometer außerhalb. Die passende Bushaltestelle zu finden ist nicht allzu schwer, fein säuberlich sind diese durchnummeriert. Wir stellten uns an das passende Stoppschild und der Kontrolleur platzierte uns in die auf dem Boden gezeichnete Wartelinie. Bevor wir nicht unser Gepäck abstellten und in der korrekten Schlange standen, wollte er unser Ticket nicht sehen (wir waren die Einzigen, die auf den Bus warteten). Nun gut, Ordnung muss sein. Genauso verlief auch die Abfahrt. Nachdem der Busfahrer uns eincheckte und wir auf dem Platz saßen, stand draußen der Kontrolleur, schaute auf seine Uhr und zählte laut die Zeit runter. Abfahrt pünktlich um 12:45 Uhr und zwar auf die Sekunde.

Wir checkten für die nächste Nacht wieder in einem Hotel ein, das Zimmer war nur halb so groß wie das Letzte. Dies störte uns aber ganz und gar nicht, denn Nachmittags trafen wir unseren zukünftigen Housesit-Gastgeber. Kurz vor Abreise nach Tokio ergatterten wir ein schönes Haus mitten in der Stadt. Das Haus kommt mit zwei Hunden und einer Katze daher, um die wir uns die nächsten zehn Tage kümmern. Noch grandioser ist aber die Gastfreundschaft der Besitzer, so dürfen wir bereits vier Tage eher vorbeikommen und dort umsonst wohnen.

Hotel-Karate im Kimono-Morgenmantel, Tokio, Japan | wat-erleben

Hotel-Karate im Kimono-Morgenmantel, Tokio, Japan | wat-erleben

Na wenn es hilft - die Rettungsmaßnahmen im Hotel, Tokio, Japan | wat-erleben

Na wenn es hilft – die Rettungsmaßnahmen im Hotel, Tokio, Japan | wat-erleben

Selbst unser Abendessen konnte die Vorfreude nicht trüben. Wir wollten beim Sushi niedrig anfangen und uns immer weiter steigern. Doof, dass wir noch tiefer starteten und zwar mit Fertigessen aus einem 24-Stunden-Laden. Da wir nicht wussten, was auf der Verpackung steht, packten wir einfach das ein, was gut aussah. Wie sich später herausstellte, unter anderem vergorene Sojabohnen, die weit und breit für Schrecken sorgen.

Unser erstes Abendessen auf dem Hotelzimmer, Tokio, Japan | wat-erleben

Unser erstes Abendessen auf dem Hotelzimmer, Tokio, Japan | wat-erleben

Nachdem wir am nächsten Tag unser neues Quartier bezogen, besuchten wir einen „normalen“ Supermarkt. Das Sushi hier ist um Längen besser. Es hat die gleiche Qualität, als wenn man in Deutschland ein Sushi-Restaurant besucht. Ich weiß nicht, ob das jetzt für den Supermarkt oder gegen die Restaurants spricht.

Die Supermärkte alleine sind schon sehenswert, sie werden nur von den größeren Kaufhäusern überboten. Man bekommt dort alles, was man nicht braucht oder bisher nicht wusste, dass man es braucht. Unser erstes Kaufhaus lag direkt an der Shibuya-Kreuzung. Die Kreuzung, an die jeder denkt, wenn es um Tokio geht. Zu Spitzenzeiten sollen angeblich bis zu 3.000 Leute gleichzeitig die Straßen überqueren. Bei uns waren es ein paar weniger.

Ob sowas durch die Hygienekontrolle in Deutschland kommen würde, Tokio, Japan | wat-erleben

Ob sowas durch die Hygienekontrolle in Deutschland kommen würde, Tokio, Japan | wat-erleben

Es gibt eine Maske für jede Gelegenheit, Tokio, Japan | wat-erleben

Es gibt eine Maske für jede Gelegenheit, Tokio, Japan | wat-erleben

Das ist nicht die Rush-Hour, Shibuya Kreuzung, Japan | wat-erleben

Das ist nicht die Rush-Hour, Shibuya Kreuzung, Japan | wat-erleben

Suchbild, wo ist Laura, Shibuya, Japan | wat-erleben

Suchbild, wo ist Laura, Shibuya, Japan | wat-erleben

Hachiko - der treueste Hund der Welt, wir guckten direkt den Film, Shibuya, Japan | wat-erleben

Hachiko – der treueste Hund der Welt, wir guckten direkt den Film, Shibuya, Japan | wat-erleben

Vorgestern nahmen wir an einer „Free“-Walking-Tour teil. Einmal quer durch Akihabara, dem Elektronikviertel, Geburtsstätte von Nintendo, Pokemon und Maid-Cafes. In letzteren sprechen dich sehr junge Frauen im Dienstmädchen-Kostüm mit Master und Princess an. Alles ganz normal hier.

Ob die auch Bier servieren - Treffpunkt der Walking-Tour Tokio, Japan | wat-erleben

Ob die auch Bier servieren – Treffpunkt der Walking-Tour Tokio, Japan | wat-erleben

Es gibt hier jede Menge Schreine für die Anhänger der japanischen Shinto-Religion, Tokio, Japan | wat-erleben

Es gibt hier jede Menge Schreine für die Anhänger der japanischen Shinto-Religion, Tokio, Japan | wat-erleben

Einmal volltanken bitte, so platzsparend sind die Tankstellen, Tokio, Japan | wat-erleben

Einmal volltanken bitte, so platzsparend sind die Tankstellen, Tokio, Japan | wat-erleben

No Photos, so wurden die Maid-Cafés beworben, Harajuku, Japan | wat-erleben

No Photos, so wurden die Maid-Cafés beworben, Harajuku, Japan | wat-erleben

Ein Straßenmarkt, erstaunlicherweise gibt es hier keine Fälschungen, Ueno, Japan | wat-erleben

Ein Straßenmarkt, erstaunlicherweise gibt es hier keine Fälschungen, Ueno, Japan | wat-erleben

Wir haben den ersten blühenden Kirschbaum gefunden, Ueno-Park, Japan | wat-erleben

Wir haben den ersten blühenden Kirschbaum gefunden, Ueno-Park, Japan | wat-erleben

Vor lauter Werbereklamen und Schriftzügen wussten wir gar nicht, was wir zuerst bestaunen sollten. Die ganze Zeit über befindet man sich auf einem riesigen Rummelplatz.

Etwas abseits des Rummels liegt unser Haus, in einer ruhigen Seitenstraße, aber dennoch zentral. Zur U-Bahn sind es zwei Minuten und zu unseren Nachbarn gehört die australische Botschaft. Am Freitag luden uns unsere Gastgeber zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Für uns war es die perfekte Gelegenheit lokales Essen zu probieren, ansonsten wären wir wahrscheinlich alleine nie in das Restaurant gegangen. Englisch wird wenig gesprochen und die Speisekarte ist auf Japanisch. Wir aßen Monjayaki. Ein Allerlei aus Mehl, Ei, Kohl, Gemüse, Fisch oder Fleisch, welches man sich auf einer heißen Tischplatte selber zubereitet. Was anfangs aussieht wie Erbrochenes, wird zu einem wahren Geschmackserlebnis. Für den Fall, dass wir alleine wiederkommen, fotografierten wir die Speisekarte ab und versahen sie mit Kommentaren, sodass wir nur auf die passenden Schriftzeichen zeigen müssen.

Ziemlich praktisch, abfotografieren und drauf zeigen, das Herstellen dieser Teller ist ein gut bezahlter Beruf, Tokio, Japan | wat-erleben

Ziemlich praktisch, abfotografieren und drauf zeigen, das Herstellen dieser Teller ist ein gut bezahlter Beruf, Tokio, Japan | wat-erleben

Köstliches Monjayaki, Tokio, Japan | wat-erleben

Köstliches Monjayaki, Tokio, Japan | wat-erleben

Sieht schlimm aus, schmeckt grandios, Tokio, Japan | wat-erleben

Sieht schlimm aus, schmeckt grandios, Tokio, Japan | wat-erleben

Eigentlich buchten wir für den Tag zwei Walking-Touren, aufgrund des obigen Restaurantbesuchs verschoben wir die Zweite auf den kommenden Tag. Dieses Mal liefen wir durch das Rotlicht- und Unterhaltungsviertel Shinjuku. Neben viel Neonlicht gibt es jede Menge Bars (die kleinsten bestehen nur aus vier Stühlen am Tresen), Restaurants, Karaokezimmer und Stundenhotels. Die lokalen Informationscenter sollte man nicht mit den üblichen Touristeninformationen verwechseln. Nahezu alle Wünsche sollen dort erfüllt werden, nur erhält man halt keine Informationen über touristische Sehenswürdigkeiten. Freundlich ablehnen sollte man die Einladungen, die dir ein Japaner dort auf Englisch anbietet. Japaner sind nämlich von Natur aus schüchtern, brauchen erst Alkohol für den sozialen Kontakt und würden dich nie von alleine ansprechen. Von daher sind alle, die von sich aus auf dich zukommen, an deinem Geld interessiert (so sagte es zumindest unser Guide).

Shinjuku bei Nacht, Tokio, Japan | wat-erleben

Shinjuku bei Nacht, Tokio, Japan | wat-erleben

Gedränge in der Piss Alley, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Gedränge in der Piss Alley, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Ein komplettes Hochhaus für Karaoke, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Ein komplettes Hochhaus für Karaoke, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Die etwas anderen Information Center, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Die etwas anderen Information Center, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Das Schönheitsideal ist hier etwas anders, Tokio, Japan | wat-erleben

Das Schönheitsideal ist hier etwas anders, Tokio, Japan | wat-erleben

Hotels für eine oder mehrere Stunden, auch für Paare, denn Zuhause sind die Wände recht dünn, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Hotels für eine oder mehrere Stunden, auch für Paare, denn Zuhause sind die Wände recht dünn, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Mindestens genauso interessiert sind wir an den kulturellen Unterschieden. So manche Sachen ließen uns Staunen, andere hinterließen eher Ratlosigkeit. An jeder Baustelle gibt es mindestens drei Aufpasser mit diesen lustigen Helmen, die dich darauf hinweisen, dass hier gearbeitet wird und du einen weiten Bogen laufen solltest. In der U-Bahn steht vor jeder Zugtür ein Beamter mit weißen Handschuhen, der den Ein- und Ausstieg regelt. Mein Friseurbesuch wurde vollautomatisch geregelt, am Ticketschalter bezahlen, in die richtige Wartereihe setzen und zehn Minuten später mit einem astreinen Haarschnitt wieder gehen. Ganz so einfach war es dann doch nicht. Anscheinend sind meine Haare komplizierter. Ich wurde nicht von dem nächsten freien Mitarbeiter bedient, sondern musste auf einen speziellen Mitarbeiter warten. Dieser stellte sich als mein persönlicher Friseur vor, schüttelte mir zögerlich die Hand und legte los. Anfangs zitterte seine Schere, sind meine goldgrauen Haare so besonders? Mit der Zeit fand er aber zu seiner üblichen Routine zurück und „schnitt“ sehr gut ab.

Zwei Reihen nebeneinander, ganz viele hintereinander, so stellt man sich an, Tokio, Japan | wat-erleben

Zwei Reihen nebeneinander, ganz viele hintereinander, so stellt man sich an, Tokio, Japan | wat-erleben

Kurzanleitung für den Friseurbesuch, Tokio, Japan | wat-erleben

Kurzanleitung für den Friseurbesuch, Tokio, Japan | wat-erleben

10 Minuten - 10 Euro, Tokio, Japan | wat-erleben

10 Minuten – 10 Euro, Tokio, Japan | wat-erleben

Dango - japanische Klöße, Tokio, Japan | wat-erleben

Dango – japanische Klöße, Tokio, Japan | wat-erleben

Bis hinten voll - vorne eine Hasenmütze, die Ohren winken wenn man drauf drückt, Harajuku, Japan | wat-erleben

Bis hinten voll – vorne eine Hasenmütze, die Ohren winken wenn man drauf drückt, Harajuku, Japan | wat-erleben

Essen des Tages, erst Deutsche Fritten, dann Choco Churros, Harajuku, Japan | wat-erleben

Essen des Tages, erst Deutsche Fritten, dann Choco Churros, Harajuku, Japan | wat-erleben

Choco Churros mit anschließendem Zuckerschock, Tokio, Japan | wat-erleben

Choco Churros mit anschließendem Zuckerschock, Tokio, Japan | wat-erleben

Ein Hund in seiner natürlichen Umgebung fotografiert - im Baum, Yoyogi, Japan | wat-erleben

Ein Hund in seiner natürlichen Umgebung fotografiert – im Baum, Yoyogi, Japan | wat-erleben

So langsam beginnen die Bäume an zu blühen, den Anfang machen die Pflaumen, Tokio, Japan | wat-erleben

So langsam beginnen die Bäume an zu blühen, den Anfang machen die Pflaumen, Tokio, Japan | wat-erleben

Typische Pose hier, Tokio, Japan | wat-erleben

Typische Pose hier, Tokio, Japan | wat-erleben

Man kann es auch übertreiben, siehe Objektiv, Tokio, Japan | wat-erleben

Man kann es auch übertreiben, siehe Objektiv, Tokio, Japan | wat-erleben

Essen auf Schienen, Tokio, Japan | wat-erleben

Essen auf Schienen, Tokio, Japan | wat-erleben

In vier Schritten zum neuen süßen Lover, Shibuya, Japan | wat-erleben

In vier Schritten zum neuen süßen Lover, Shibuya, Japan | wat-erleben

Diese Getränkeautomaten stehen an jeder Ecke Tokio, Japan | wat-erleben

Diese Getränkeautomaten stehen an jeder Ecke Tokio, Japan | wat-erleben

Beim Plastikmüll schneiden die Japaner nicht gut ab. Wir staunten nicht schlecht, als wir sahen, dass jede Möhre und jede Paprika einzeln verpackt ist. Die Kekse zu unserem Nachmittagstee sind auch alle einzeln eingepackt, ähnlich wie ungefähr alles andere Essbare. An Essensmöglichkeiten mangelt es nicht, jedoch mangelt es an Sitzgelegenheiten. Wir irrten 20 Minuten durch die Stadt bis wir eine Bank fanden. Da es anfing zu regnen, liefen wir weiter. Erst im Starbucks fanden wir einen vernünftigen Platz. Das Essen auf der Straße gilt als verpönt, der Starbucks gilt bei uns als verpönt, aber wo sollen wir sonst hin? Wenigstens tranken wir einen „Tokyo Roast Mousse Foam Latte“. Mal schauen, was wir die kommenden Tage so alles probieren werden.

Hauptsache gut verpackt, Tokio, Japan | wat-erleben

Hauptsache gut verpackt, Tokio, Japan | wat-erleben

Die Nachbildung des Empire, Tokio, Japan | wat-erleben

Die Nachbildung des Empire, Tokio, Japan | wat-erleben

Was da hinten leuchtet ist eine Kopie des Eiffelturms, Tokio, Japan | wat-erleben

Was da hinten leuchtet ist eine Kopie des Eiffelturms, Tokio, Japan | wat-erleben

Gedenken an die Opfer von Fukushima, Tokio, Japan | wat-erleben

Gedenken an die Opfer von Fukushima, Tokio, Japan | wat-erleben

Viel zu süße Hunde im Schaufenster - die Armen, Tokio, Japan | wat-erleben

Viel zu süße Hunde im Schaufenster – die Armen, Tokio, Japan | wat-erleben

Darf ich vorstellen, das ist Booty, einer unserer Pflegekinder, Tokio, Japan | wat-erleben

Darf ich vorstellen, das ist Booty, einer unserer Pflegekinder, Tokio, Japan | wat-erleben

 

Wenn ich diesen Beitrag so lese, dann muss ich meine Aussage vom Anfang ändern. Es ist sehr wohl ein Kulturschock. Er hat nur etwas später eingesetzt.

Mehr oder weniger ausgeschlafen hieß es Sonntagmorgen Auckland Richtung Süden. Der erste Zwischenstopp fand in Te Kauwhata statt. Nein, dies ist natürlich kein Reisetipp. Wir trafen uns mit meinem ehemaligen Arbeitskollegen Jens, seiner Frau und Nachwuchs auf einen Kaffee – ich glaube im einzigen Cafe des Dorfes.

Danach fuhren wir nach Matamata. Das kennt man nur, wenn man weiß, dass sich dort das „Hobbiton“ (das Filmset des Auenlands von Herr der Ringe) befindet. Für knapp 90 Dollar war uns das zu teuer, stattdessen musste das Touristen-Informationszentrum im Hobbit-Stil reichen.

Bernd ist zu groß für einen Hobbit, Visitor Information Matamata, Neuseeland | wat-erleben

Bernd ist zu groß für einen Hobbit, Visitor Information Matamata, Neuseeland | wat-erleben

Ich geh durch als Hobbit, Matamata, Neuseeland | wat-erleben

Ich geh durch als Hobbit, Matamata, Neuseeland | wat-erleben

So sah es an vielen Stellen auf der Nordinsel aus, hier müssen überall Hobbits wohnen, Neuseeland | wat-erleben

So sah es an vielen Stellen auf der Nordinsel aus, hier müssen überall Hobbits wohnen, Neuseeland | wat-erleben

Weiter ging es auf den Geothermal Highway. Direkt kamen Erinnerungen von Island in uns hoch, an vielen Stellen qualmte es  am Highway. Um nah heranzukommen bezahlte man, statt in Island, jedoch in den meisten Fällen Eintritt. Dennoch faszinierend … und stinkig.

Wai-O-Tapu und viel Gestank, Neuseeland | wat-erleben

Wai-O-Tapu und viel Gestank, Neuseeland | wat-erleben

Wai-O-Tapu , der Champagner-Pool, Neuseeland | wat-erleben

Wai-O-Tapu , der Champagner-Pool, Neuseeland | wat-erleben

Die bunten Farben entstehen übrigens aufgrund der Oxidation mit verschiedenen Mineralien, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Die bunten Farben entstehen übrigens aufgrund der Oxidation mit verschiedenen Mineralien, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Es blubbert, also lieber nicht Baden, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Es blubbert, also lieber nicht Baden, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Im Anschluss schlenderten wir durch den Stadtpark. Irgendwie irreal, dass es blubbert und qualmt, direkt neben der Hauptverkehrsstraße, mitten in der Stadt.

Der Stadtpark von Rotorua, Neuseeland | wat-erleben

Der Stadtpark von Rotorua, die Ampel befindet sich im Hintergrund, Neuseeland | wat-erleben

Genug hatten wir vom Schwefelgeruch anscheinend noch nicht, am folgenden Tag fuhren wir zum „Craters of the Moon“. Ein geothermales Gebiet ähnlich einer Mondlandschaft, mit ein wenig Gras.

Der Kaffee bleibt warm, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Der Kaffee bleibt warm, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Bernd lassen die tollen Posen nicht mehr los, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Bernd lassen die tollen Posen nicht mehr los, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Danach stand eine weite Fahrt bis zum Tongariro-Nationalpark, beziehungsweise bis zu unserer Holzhütte an. Für den nächsten Morgen war nämlich der erste Shuttle-Bus gebucht. Also früh ins Bett, da der Wecker um halb 4 klingelte. Warm eingepackt hieß es für uns das Tongariro Alpine-Crossing zu „bezwingen“. Eine siebenstündige Wanderung, knappe 20 Kilometer. Bezwingen sage ich nur aus dem Grund, weil wir vorher explizit darauf hingewiesen wurden, welche Ausrüstung nicht  in unseren Wanderrucksäcken fehlen darf – und das dies vom Busfahrer kontrolliert wird.

Es war alles halb so wild, nach der Kletterpartie auf dem Cradle Mountain in Tasmanien und der Vulkanbesteigung in Guatemala schockt uns wohl nichts mehr so schnell. Insgesamt war es eine sehr schöne Wanderung. Erst im Dunkeln mit Stirnlampe gewandert, später bei Sonnenaufgang durch Kraterlandschaften und als absolutes Highlight beim höchsten Punkt der Wanderung die leuchtend-grünen Emerald Seen bestaunt. Hinterher teilte Bernd mir erst mit, dass der Vulkan, an dem wir die ganze Zeit vorbei liefen, der Herr der Ringe-Schicksalsberg ist (Mordor und so).

Der Weg runter war anstrengender als hoch, besonders für unsere alten Knie. Wir werden nicht jünger.

Tongariro Alpine Crossing, kurz nach 5, Minus Grade, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, kurz nach 5, Minus Grade, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, Stirnlampe aus, Sonne an, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, Stirnlampe aus, Sonne an, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, kurz vorm höchsten Punkt, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, kurz vorm höchsten Punkt, Neuseeland | wat-erleben

Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Einer der Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Einer der Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Da rechts ist übrigens dieser ominöse Schicksalsberg, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Da rechts ist übrigens dieser ominöse Schicksalsberg, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Der Rückweg beim Tongariro, Neuseeland | wat-erleben

Der Rückweg beim Tongariro, Neuseeland | wat-erleben

Mittwoch gingen wir es ruhiger an, einige Autostunden entfernt nächtigten wir in einem Airbnb mit Blick auf den Taranaki-Berg – zumindest sagte uns dies unsere Gastgeberin. Der Berg wurde komplett von Wolken verdeckt. Eigentlich planten wir früh aufzustehen und uns den Blick von einem See aus anzuschauen. Stattdessen genossen wir lieber den Blick aus dem warmen Esszimmer, mit Kaffee.

Auf dem Forgotten Highway gibt es den Ort Whangamomona, in der Kneipe gibt es eigens einen Reisestempel, da der Ort 1989 bei einer Schnapsidee eine unabhängige Republik werden wollte, Neuseeland | wat-erleben

Auf dem Forgotten Highway gibt es den Ort Whangamomona, in der Kneipe gibt es eigens einen Reisestempel, da der Ort 1989 bei einer Schnapsidee eine unabhängige Republik werden wollte, Neuseeland | wat-erleben

Mount Taranaki aus dem Küchenfenster, Neuseeland | wat-erleben

Mount Taranaki aus dem Küchenfenster, Neuseeland | wat-erleben

So lässt sich die Aussicht aushalten, Mount Taranaki, Neuseeland | wat-erleben

So lässt sich die Aussicht aushalten, Mount Taranaki, Neuseeland | wat-erleben

Unser Airbnb war auch abseits der Bergaussicht ein nettes Plätzchen, Neuseeland | wat-erleben

Unser Airbnb war auch abseits der Bergaussicht ein nettes Plätzchen, Neuseeland | wat-erleben

Ein paar weitere Eindrücke der Reise:

Marokopa-Falls, einer der schönsten Wasserfälle von Neuseeland (von denen, die wir gesehen haben) | wat-erleben

Marokopa-Falls, einer der schönsten Wasserfälle von Neuseeland (von denen, die wir gesehen haben) | wat-erleben

Ocean Beach, hier soll man sich im warmen Sand einbuddeln können. Er war lauwarm. | wat-erleben

Ocean Beach, hier soll man sich im warmen Sand einbuddeln können. Er war lauwarm. | wat-erleben

Weitere Highlights unseres Roadtrips waren Glühwürmer (nicht mit den Leuchtkäfern aus Deutschland zu verwechseln; es handelt sich hierbei um Langhornmücken bzw. um Larven die Biolumineszenz erzeugen). Auf Tipp unserer Gastgeberin hin, besuchten wir die Abbey Caves in Whangarei. Nach einem kurzen Spaziergang über Kuhwiesen kletterten wir in die „Middle Cave“ und plötzlich war es stockfinster und kurze Zeit später nass an den Füßen. Also Schuhe aus und Lampen an, bis wir ein geeignetes Plätzchen fanden. Dann Licht aus. Unsere Augen brauchten einige Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Plötzlich Glühwürmer überall an den Wänden und besonders an den Decken. Falls die Vorstellungskraft fehlt: Erinnert an eine grüne Lichterkette im Ruhrpottschick.

Der Eingang zur Höhle war schon ein wenig abenteuerlich, Abbey Caves, Neuseeland | wat-erleben

Der Eingang zur Höhle war schon ein wenig abenteuerlich, Abbey Caves, Neuseeland | wat-erleben

Die Abbey-Caves, Middle Cave und Glühwürmer, Neuseeland | wat-erleben

Die Abbey-Caves, Middle Cave und Glühwürmer, Neuseeland | wat-erleben

Alleine in der Höhle und umsonst, so lässt es sich am besten mit Glühwürmern genießen, Neuseeland | wat-erleben

Alleine in der Höhle und umsonst, so lässt es sich am besten mit Glühwürmern genießen, Neuseeland | wat-erleben

Wir dachten, dass es nicht besser kommen könne, aber am Cape Reinga wurden wir eines besseren belehrt. Beim Cape, ganz Im Norden der Nordinsel, trifft die Tasmanische See auf den Südpazifik. Das war wirklich schön mit anzusehen.

Wie praktisch, dass wir genau hier Pipi mussten, die Toiletten von Hundertwasser in Kawakawa, Neuseeland | wat-erleben

Wie praktisch, dass wir genau hier Pipi mussten, die Toiletten von Hundertwasser in Kawakawa, Richtung Cape Reinga, Neuseeland | wat-erleben

Cape Reinga, wenn man genau schaut, sieht man wie die zwei Meere zusammenlaufen, Neuseeland | wat-erleben

Cape Reinga, wenn man genau schaut, sieht man wie die zwei Meere zusammenlaufen, Neuseeland | wat-erleben

Unser nächstes Ziel am Cape Reinga, nur 9000 Kilometer entfernt, Neuseeland | wat-erleben

Unser nächstes Ziel am Cape Reinga, nur 9000 Kilometer entfernt, Neuseeland | wat-erleben

Getoppt wurde dies noch, als wir einige Kilometer zurück fuhren und den Te Paki-Sanddünen einen Besuch abstatteten. Dort sollte es die Möglichkeit geben, mit Body-Boards die Dünen herunter zu rauschen. Nennt sich „Sandboarding“ und wow, was war das ein Highlight. Wir würden glatt behaupten, eins der Highlights unserer ganzen Reise. Mit gerade einmal 15 Dollar ein dazu günstiges und zudem simples. Das Ganze funktioniert folgendermaßen: gerade rechtzeitig die letzten Boards mieten (der Leihstand schließt um 17 Uhr) und die Dünen, die mittlerweile fast leer von Touristenmassen sind, hochlaufen. Dies ist übrigens der anstrengendste Schritt, weicher Sand kennt kein Erbarmen. Oben angekommen bäuchlings aufs Brett und mit etwas Schwung und riesem Tempo, die Düne hinunter. Besonders beim ersten Versuch konnte ich mir das Schreien nicht verkneifen. Der Wind und Sand fegt durchs Gesicht und im Anschluss fühlt man sich wie ein kleines Kind – Spaß pur!

Spaß Pur beim Sandboarding, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

Spaß Pur beim Sandboarding, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

Wir haben auch Videos...Ab gehts die Düne runter, Te Paki, Neuseeland | wat-erleben

Wir haben auch Videos…Ab gehts die Düne runter, Te Paki, Neuseeland | wat-erleben

Da unten bin ich schließlich gelandet, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

Da unten bin ich schließlich gelandet, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

 

Auf dem Rückweg Richtung Auckland:

Gestern hielten wir vor der Rückfahrt am Ninety Mile Beach an, dunkler Sand soweit das Auge reicht, Neuseeland | wat-erleben

Gestern hielten wir vor der Rückfahrt am Ninety Mile Beach an, dunkler Sand soweit das Auge reicht, Neuseeland | wat-erleben

Wir probieren das mit unserem kleinen Mietwagen wohl lieber nicht aus, Ninety Mile Beach, Neuseeland | wat-erleben

Wir probieren das mit unserem kleinen Mietwagen wohl lieber nicht aus, Ninety Mile Beach, Neuseeland | wat-erleben

Heute ist der Tag unserer Abreise gekommen. Nach einem kurzen Abstecher in die City von Auckland heißt es nicht nur Tschüss Nordinsel (2200 km), sondern auch Tschüss Neuseeland. Wir sitzen im Flughafen und wer es noch nicht mitbekommen hat: Wir tauschen Lamm gegen Sushi.

PS: Unbegründet ist es übrigens wirklich, dass die Nordinsel im Schatten der Südinsel steht. Unserer Meinung nach genießt man Neuseeland am besten im Doppelpack, beide Inseln haben es verdient.

Nordinsel Neuseeland, Roadtrip-Route | wat-erleben

Nordinsel Neuseeland, Roadtrip-Route | wat-erleben

Wir sind tatsächlich aus einem Flugzeug gesprungen. Glauben kann ich es immer noch nicht. Pläne für den weiteren Tagesverlauf hatten wir keine. Bei der Touristeninfo ließen wir uns über mögliche Tageswanderungen beraten und buchten letztendlich ein Wassertaxi für den nächsten Morgen, zum Ausgangspunkt unserer Wanderung im Abel Tasman Nationalpark. Im Anschluss statteten wir dem nahegelegen Strand einen Besuch ab, vor allem wegen den öffentlichen Duschen. Nicht, dass wir es nötig hätten, aber wenn sich die Gelegenheit bietet, sollte man sie auch nutzen.

Auf unserem Stellplatz findet jeden Sonntag ein kleiner Markt statt, deswegen durften wir bereits gegen 6:00 Uhr den Parkplatz verlassen. Dies fiel uns nicht schwer, denn neben uns baute überfrüh der deutsche Bratwurst-Stand sein Lager auf. Vielleicht tat er dies etwas lauter als nötig, um die anderen Camper zu wecken. Wirklich wach wurden wir erst am Strand bei Sonnenaufgang und nach einem starkem Kaffee. Vor uns lagen 17 km durch den Abel Tasman Nationalpark. Den Startpunkt unserer Wanderung erreicht man nur mit einem Boot. Das Boot wiederum wartete am Parkplatz auf uns. Bei der ersten Tour des Tages wird dieses Wassertaxi mit dem Trecker, samt Passagiere, zum Bootsanleger gefahren und zu Wasser gelassen. Unser Kapitän hielt am Wahrzeichen des Parks, dem Split Apple Rock, sowie an der örtlichen Robbenkolonie. Die Jungtiere, gerade mal acht Wochen alt, sind so süüüüüß.

Taxi? - alle Mann an Bord, Abel Tasman, Neuseeland | wat-erleben

Taxi? – alle Mann an Bord, Abel Tasman, Neuseeland | wat-erleben

Wie vom Blitz getroffen, Split Apple Rock, Abel Tasman NP, Neuseeland | wat-erleben

Wie vom Blitz getroffen, Split Apple Rock, Abel Tasman NP, Neuseeland | wat-erleben

Am Strand der Tauranga Bay gingen wir von Bord. Verlaufen konnten wir uns nicht, das Wasser immer zur linken Seite und alles ist gut. Der Weg verlangte uns nicht wirklich viel ab, er war nur lang. Das erste Mal, wo wir wirklich ins Schwitzen kamen, war, nachdem wir uns dazu entschieden, dass die Bucht unter uns ein schöner Ort zum Mittagessen sei. Der Wegweiser verriet einem nicht, dass die 500 Meter steil bergab gingen. Runter ist okay, der Weg zurück ist nicht ganz okay. Umso schöner war da die Abkühlung im türkis blauen Wasser, von dem es hier jede Menge gibt. Insgesamt brauchten wir fünf Stunden, die Füße qualmten zu Recht.

Sieht aus wie Südsee – hat die Temperatur der Nordsee, Abel Tasman, Neuseeland | wat-erleben

Sieht aus wie Südsee – hat die Temperatur der Nordsee, Abel Tasman, Neuseeland | wat-erleben

Auf halber Strecke mussten wir uns Abkühlen, Abel Tasman, Neuseeland | wat-erleben

Auf halber Strecke mussten wir uns Abkühlen, Abel Tasman, Neuseeland | wat-erleben

Nach dieser erbrachten Leistung reichte unser Standard-Camper-Essen nicht mehr aus. Wir besuchten ein thailändisches Restaurant und hatten tatsächlich das erste Mal seit langem wieder so eine Art Sättigungsgefühl, was an unserem reichhaltigen Drei-Gang-Menü lag.

Die Nacht verbrachten wir wieder am gleichen Parkplatz und durften früh raus, dieses Mal erst gegen 7:00 Uhr. Gefrühstückt wurde am Meer. Uns fiel auf, dass die Bewohner von Motueka wohl Morgenmuffel sind oder Vorurteile gegen unseren Van haben. Auf jeden Fall grüßte uns keiner zurück. Bei einer war ich mir nicht ganz sicher, deswegen fragte ich bei Laura nach, ob sie zurückgrüßte oder mit ihrem Hund sprach. Sie unterhielt sich mit ihrem Hund.

Die Tagesetappe hieß Nelson und ist eine kleine Stadt, rund 50 km entfernt. Wir ließen es ruhig angehen und sicherten uns einen der vier Campingspots am Hafengelände. Zur Innenstadt waren es nur eineinhalb Kilometer. Hier machten wir es uns in der Fußgängerzone gemütlich und nutzten das freie WLAN für die weitere Routenplanung. Wir staunten nicht schlecht, als wir am Ende des Tages einen Flug auf die Nordinsel samt 10-tägiger Rundreise buchten, sowie einen Weiterflug nach Tokio. Ja, richtig. Ganz glauben kann ich es nicht, aber unser nächstes Reiseland Japan ist fix.

Den folgenden Tag nahmen wir uns Zeit für die Reise zum nächsten Highlight. Die Route führte uns tief in die Marlborough Sounds. Wir wussten bereits, dass je abgelegener ein Ort ist, desto anstrengender wird die Straße. So war es auch diesmal, jede Menge Kurven und zum Ende hin 20 Kilometer Schotterpiste. Das Auto bedeckte eine Millimeter dicke Staubschicht. Den Campingplatz teilten wir uns mit Kühen und Schafen. Die Wahl des Stellplatzes war alles andere als ein Glücksgriff. Nachmittags versprachen die Bäume Schatten, gegen Abend wurde es jedoch windiger und kleine Beeren fielen ununterbrochen auf das Dach. An Schlaf war nicht zu denken, sodass ich nachts das Auto drei Meter weiter nach vorne fuhr.

Die Marlborough Sounds warteten auf uns, Neuseeland | wat-erleben

Die Marlborough Sounds warteten auf uns, Neuseeland | wat-erleben

Von oben einmalig, wir mussten noch komplett runter fahren – auch einmalig, Titirangi Bay, Neuseeland | wat-erleben

Von oben einmalig, wir mussten noch komplett runter fahren – auch einmalig, Titirangi Bay, Neuseeland | wat-erleben

Schöne Kulisse zum Übernachten – viel wichtiger, ich kühle die Bisse der Sandfliegen, Titirangi Bay, Neuseeland | wat-erleben

Schöne Kulisse zum Übernachten – viel wichtiger, ich kühle die Bisse der Sandfliegen, Titirangi Bay, Neuseeland | wat-erleben

Selbst auf unserem Stellplatz befanden sich Schafe, Titirangi Bay, Neuseeland | wat-erleben

Selbst auf unserem Stellplatz befanden sich Schafe, Titirangi Bay, Neuseeland | wat-erleben

Jetzt zum eigentlichen Höhepunkt der Reise – die Mikhail Lermontov. Ein 148 Meter langes Kreuzfahrtschiff, gesunken 1986 vor der Küste Neuseelands. Keiner weiß, warum der ortskundige Lotse zwischen den Felsen des Leuchtturms und der Küstenlinie fahren wollte. Bei diesem Manöver riss er ein Loch in die Außenwand des Schiffes. Fünf Stunden später befand sich das Schiff in Seitenlage, auf dem Meeresboden, in 30 Meter Tiefe. Während unserer beiden Tauchgänge schafften wir nur einen Bruchteil des Schiffes zu erkunden. Unwirklich kam es uns vor, wenn zum Beispiel die Wand neben einem normalerweise zum Fußboden des Sonnendecks gehörte. Durch die Panoramafenster sahen wir das ehemalige Kino, den Friseursalon oder die Offiziersbar, zumindest das, was davon übrig ist. Laura goss uns einen Meerwasser-Kaffee aus dem alten Schiffsporzellan ein. Eine wahrlich einmalige Gelegenheit. Vielen Dank an den Lotsen, der dies erst ermöglichte.

Früher Top Holiday - heute Top Diving, Port Gore, Neuseeland | wat-erleben

Früher Top Holiday – heute Top Diving, Port Gore, Neuseeland | wat-erleben

Die neuen Bewohner des Schiffes, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Die neuen Bewohner des Schiffes, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Immer dem Panoramadeck entlang – rechts der Fußboden, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Immer dem Panoramadeck entlang – rechts der Fußboden, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Es gab frische Muscheln zur Vorspeise, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Es gab frische Muscheln zur Vorspeise, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Dieser Fisch war fasziniert von Lauras Augen, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Dieser Fisch war fasziniert von Lauras Augen, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Irgendwie fanden die Fische Laura interessanter, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Irgendwie fanden die Fische Laura interessanter, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Zur Nachspeise ein Schluck Kaffee, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Zur Nachspeise ein Schluck Kaffee, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Das Innenleben betauchen wir ein anderes Mal, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Das Innenleben betauchen wir ein anderes Mal, Lermontov Wreck, Neuseeland | wat-erleben

Die Mikhail Lermontov, Port Gore, Neuseeland | wat-erleben

Die Mikhail Lermontov, Port Gore, Neuseeland | wat-erleben

Wir erkundeten die oberen beiden Decks der Lermontov, Port Gore, Neuseeland | wat-erleben

Wir erkundeten die oberen beiden Decks der Lermontov, Port Gore, Neuseeland | wat-erleben

Die Tauchbasis durften wir erst drei Stunden später verlassen, da wir auf dem Weg zurück in die Zivilisation rund 700 Höhenmeter überwinden müssen. Die Höhe verträgt sich nicht so gut mit dem vom Tauchen angereicherten Stickstoff in unserem Blut. Es würde ausperlen und womöglich Adern verstopfen, oder durch die Haut an die Oberfläche dringen, dies nennt man dann Taucherflöhe. Wir warteten also bis wir den Stickstoff vollständig abatmeten.

An diesem Tag brachten wir lediglich die 20 Kilometer Schotterstraße hinter uns und hielten an einem Campingplatz direkt am Wasser. Selbst hier, wirklich weit weg von allem, konnten wir mit der Kreditkarte bezahlen. Da hinkt Deutschland ein wenig hinterher, an der Technik liegt es nicht.

Das Gefühl, wenn die Schotterpiste zu Asphalt wechselt, ist fast so schön wie dieser Sonnenuntergang, Marlborough Sounds, Neuseeland | wat-erleben

Das Gefühl, wenn die Schotterpiste zu Asphalt wechselt, ist fast so schön wie dieser Sonnenuntergang, Marlborough Sounds, Neuseeland | wat-erleben

Gut erholt und ausgeschlafen gaben wir uns die restlichen, kurvigen 50 Kilometer. Das Weingebiet rund um Blenheim stand auf unserer Liste. Nachdem wir die angebotenen Touren und Empfehlungen im Besucherzentrum studierten, entschlossen wir uns dazu, die Weintour zu streichen und lieber direkt in zwei Flaschen Wein zu investieren. Das Geld ist hier auf jeden Fall besser angelegt. Wir schafften lediglich eine der beiden Flaschen, ohne Kühlung macht es nur halb soviel Spaß.

Sonnenuntergänge an unseren Stellplätzen haben es uns vermutlich angetan, Blenheim, Neuseeland | wat-erleben

Sonnenuntergänge an unseren Stellplätzen haben es uns vermutlich angetan, Blenheim, Neuseeland | wat-erleben

Der letzte Tag stand bevor. Wir mussten zurück nach Christchurch, beziehungsweise wollten wir für die letzte Nacht so nah ran fahren wie möglich. Die Strecke führte immer an der Küste entlang. Links unzählige Seelöwen-Kolonien. Rechts genau so viele  Baustellen. Vor zwei Jahren hat ein Erdbeben den kompletten Highway durcheinander gewürfelt. An jeder Baustelle stehen Arbeiter, dessen Aufgabe es ist, den Verkehr zu regeln. Wobei die eigentliche Hauptaufgabe darin besteht, jedem einzelnen Auto (zurück) zu winken.

Eine kühle Nacht später, die wirklich erste kalte Nacht in Neuseeland, gaben wir unseren „lieb gewonnenen“ Camper zurück. Wir mussten feststellen, dass es Fahrzeuge von Wicked gibt, die komplett neutral aussehen. Schwarz, weiß, silber. Es war ja klar, dass wir den buntesten erwischten. Und nochmal: „You get, what you pay for“!

Südinsel Neuseeland, Roadtrip-Route | wat-erleben

Südinsel Neuseeland, Roadtrip-Route | wat-erleben

Zwei Stunden später befanden wir uns am Flughafen. Weitere zwei Stunden später im Flieger und 80 Minuten später in Auckland. Von hier aus wollen wir der Nordinsel eine Chance geben, um zu zeigen, was sie so kann. Vor allem wollen wir mit dem Vorurteil aufräumen, dass die Südinsel die Bessere sowie Schönere seien soll. Dieses Mal steht uns ein kleiner Mietwagen zur Verfügung, die Nächte verbringen wir in Airbnb´s. Das Camper-Leben hat uns einiges an Komfort und Hygiene abverlangt, sodass dies nun purer Luxus sein wird.

Nachdem wir uns am Abend vor Abfahrt unseres Roadtrips in Christchurch endlich mit dem Roadtrip an sich und unserem Campervan genauer auseinandersetzten, konnten wir die Fehler in den AGBs von Wicked Camper aufdecken. Glücklicherweise war die Regelung nach 17 Uhr und nicht vor 8 Uhr Auto zu fahren schon längst veraltet. Außerdem buchten wir spontan eine „Self Contained“-Option dazu, denn so dürfen wir in Neuseeland an fast allen Stellen kostenlos übernachten. Das sollte uns später des öfteren zu Gute kommen.

Vor dem Roadtrip schauten wir uns Christchurch an. Der Stadt ist auch 8 Jahre später das Erdbeben noch anzusehen | wat-erleben

Vor dem Roadtrip schauten wir uns Christchurch an. Der Stadt ist auch 8 Jahre später das Erdbeben noch anzusehen | wat-erleben

Der Wagen ist übrigens eine echte Schönheit, als wir ihn am nächsten Morgen bestaunten und abholten. Naja gut wie die Neuseeländer sagen würden: „You get, what you pay for“. Es hätte mit den Graffiti-Sprüchen noch schlechter laufen können.

Unser Wagen...you get, what you pay for. Unter Wicked-Fahrern grüßt man sich übrigens. Roadtrip Südinsel, Neuseeland | wat-erleben

Unser Wagen…you get, what you pay for. Unter Wicked-Fahrern grüßt man sich übrigens. Roadtrip Südinsel, Neuseeland | wat-erleben

Die ersten Tage legten wir ein ordentliches Tempo vor:

1. Tag: Von Christchurch bis zu den Moeraki Boulders – kugelförmige Steine, die bereits im Fels geformt und im Laufe der Zeit freigelegt wurden.

Moeraki Boulders, Neuseeland | wat-erleben

Moeraki Boulders, Neuseeland | wat-erleben

Es ist wirklich interessant, Leute beim Fotomachen zu beobachten, Moeraki Boulders, Neuseeland | wat-erleben

Es ist wirklich interessant, Leute beim Fotomachen zu beobachten, Moeraki Boulders, Neuseeland | wat-erleben

Sieht bei Bernd mindestens genau so gut aus, Moeraki Boulders, Neuseeland | wat-erleben

Sieht bei Bernd mindestens genau so gut aus, Moeraki Boulders, Neuseeland | wat-erleben

2. Tag: Nugget Point Leuchtturm, Mc Lean Falls, Curio Bay, bis in den Süden zum Slow-Point, wo es, laut der Bäume nach zu urteilen, windig werden kann und schließlich auf die Milford-Road bis nach Te Anau.

Nugget Point Lighthouse, Neuseeland | wat-erleben

Nugget Point Lighthouse, Neuseeland | wat-erleben

So sieht mal eine schöne Kaffeepause aus | wat-erleben

So sieht mal eine schöne Kaffeepause aus | wat-erleben

Mc Lean Falls, Neuseeland | wat-erleben

Mc Lean Falls, Neuseeland | wat-erleben

Curio Bay, Neuseeland | wat-erleben

Curio Bay, Neuseeland | wat-erleben

Leichter Schiefstand am Slow Point, Neuseeland | wat-erleben

Leichter Schiefstand am Slow Point, Neuseeland | wat-erleben

Die Milford Sound-Straße, Neuseeland | wat-erleben

Die Milford Sound-Straße, Neuseeland | wat-erleben

Mirror Lakes bei Milford Sound, Neuseeland | wat-erleben

Mirror Lakes bei Milford Sound, Neuseeland | wat-erleben

3. Tag:

Da wir am Vorabend gegen 20 Uhr im Bett waren, konnte es diesen Morgen früh losgehen. Wir wollten zum Lake Marian im Fiordland Nationalpark. Also ging es gegen halb 6 morgens mit Stirnlampe los, vorbei an Flüssen und Wasserfällen – im Dunkeln etwas gruselig. Nach 1,5 Stunden wurden wir belohnt. Eine wunderbare Aussicht mit einem Berg, der sich im leuchtenden Gletschersee spiegelte und absolute Stille. So früh morgens wollte anscheinend niemand anderes wandern, oder zumindest nicht hierhin.

Endlich geht die Sonne auf und wir brauchen keine Stirnlampe mehr, Wanderung zum Lake Marian, Neuseeland | wat-erleben

Endlich geht die Sonne auf und wir brauchen keine Stirnlampe mehr, Wanderung zum Lake Marian, Neuseeland | wat-erleben

Lake Marian, Neuseeland | wat-erleben

Lake Marian, Neuseeland | wat-erleben

Nach unserer Wanderung sollte es mit dem Auto weiter auf der, laut Schildern, „legendären“ Milford Sound-Straße ins“ wundervolle“ Milford Sound gehen. Wir fragten uns, ob wir mittlerweile etwas abgestumpft sind, oder ob wir uns mehr versprochen hätten. Es war ganz nett, aber das wars. Wir merkten mal wieder, dass Geschmäcker halt verschieden sind.

Der Weg zu Milford Sound, Neuseeland | wat-erleben

Der Weg zu Milford Sound, Neuseeland | wat-erleben

Das ist es, Milford Sound. Auf dem Foto sieht es unserer Meinung nach spektakulärer aus | wat-erleben

Das ist es, Milford Sound. Auf dem Foto sieht es unserer Meinung nach spektakulärer aus | wat-erleben

4. Tag: Queenstown im Vorbeifahren als zu voll wahrgenommen, also schnell weiter. Über kurvige Straßen und dem „Bra Fence“ bis zum Lake Wanaka gefahren. Eh..das einzig einsame am Lake Wanaka ist der Baum im Wasser.

Der Weg nach Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

Der Weg nach Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

Der Weg nach Wanaka hat uns super gut gefallen, Neuseeland | wat-erleben

Der Weg nach Wanaka hat uns super gut gefallen, Neuseeland | wat-erleben

Ständig wechselnde Landschaft Richtung Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

Ständig wechselnde Landschaft Richtung Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

Der BH-Zaun; Bra-Fence, wer auch immer auf diese Idee gekommen ist, Neuseeland | wat-erleben

Der BH-Zaun; Bra-Fence, wer auch immer auf diese Idee gekommen ist, Neuseeland | wat-erleben

Lake Wanaka, so sieht es aus, wenn man das Gesamtbild fotografiert | wat-erleben

Lake Wanaka, so sieht es aus, wenn man das Gesamtbild fotografiert | wat-erleben

So dann vor dem Baum, Lake Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

So dann vor dem Baum, Lake Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

So idyllisch dann, wenn man den Rest weglässt | wat-erleben

So idyllisch dann, wenn man den Rest weglässt | wat-erleben

Nach einer kleinen Wanderung zum Diamond Lake schließlich den Hammer-Stellplatz überhaupt am Lake Hawea gefunden. Mit muhenden Kühen und einem legendären Ausblick aus dem Kofferraum, hätte es uns weit aus schlimmer treffen können. Lediglich den Trampelfahrt, den das Auto irgendwie überlebt hat, war ein Abenteuer. Ins kalte Wasser gehüpft, das war die Dusche für den Tag…Van-Life eben, oder so ähnlich. Zudem begrüßte uns ein Sternenhimmel, der zwar aufgrund des zunehmenden Mondes nicht mehr ganz an den Himmel im Narawntapu-Nationalpark in Tasmanien herankam, jedoch sehr nahe.

Diamond Lake in Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

Diamond Lake in Wanaka, Neuseeland | wat-erleben

Der Weg zum Lake Hawea, Neuseeland | wat-erleben

Der Weg zum Lake Hawea, Neuseeland | wat-erleben

Lake Hawea, der beste Stellplatz überhaupt, Chefkoch inklusive | wat-erleben

Lake Hawea, der beste Stellplatz überhaupt, Chefkoch inklusive | wat-erleben

Sternenhimmel und Milchstraße, Lake Hawea, Neuseeland | wat-erleben

Sternenhimmel und Milchstraße, Lake Hawea, Neuseeland | wat-erleben

5. Tag:

Thundercreek Wasserfall, Neuseeland | wat-erleben

Thundercreek Wasserfall, Neuseeland | wat-erleben

Tolle Ausblicke Richtung Norden | wat-erleben

Tolle Ausblicke Richtung Norden | wat-erleben

Immer dem Meer entlang | wat-erleben

Immer dem Meer entlang | wat-erleben

Ziel des Tages: Lake Matheson am Fox-Gletscher, hier sollte die Spiegelung im See bei Windstille phänomenal sein. Wir hatten weder Windstille, noch einen klaren Himmel. Außer Wolken sah man einfach nichts!

Auch am Franz Josef Gletscher konnten wir die Gletscherzunge nur durch eine dicke Wolkendecke erahnen.

Regenwald auf dem Weg zum Lake Matheson, Neuseeland | wat-erleben

Regenwald auf dem Weg zum Lake Matheson, Neuseeland | wat-erleben

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts, Lake Matheson, Neuseeland | wat-erleben

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts, Lake Matheson, Neuseeland | wat-erleben

Minimal konnten wir die Gletscherzunge erahnen, Franz Josef Gletscher, Neuseeland | wat-erleben

Minimal konnten wir die Gletscherzunge erahnen, Franz Josef Gletscher, Neuseeland | wat-erleben

6. Tag: Berge wurden von der rauen See abgelöst, Pancake Rocks und der Truman Track.

Da fangen die kurvigen Straßen wieder an | wat-erleben

Da fangen die kurvigen Straßen wieder an | wat-erleben

Strand auf dem Weg zu den Pancake Rocks, Neuseeland | wat-erleben

Strand auf dem Weg zu den Pancake Rocks, Neuseeland | wat-erleben

Raue See, auf dem Weg zu den Pancake Rocks, Neuseeland | wat-erleben

Raue See, auf dem Weg zu den Pancake Rocks, Neuseeland | wat-erleben

Die Pancake Rocks in Neuseeland, vor Millionen von Jahren sind übereinander geschichtete "Pfannkuchen" entstanden | wat-erleben

Die Pancake Rocks in Neuseeland, vor Millionen von Jahren sind übereinander geschichtete „Pfannkuchen“ entstanden | wat-erleben

An dem Abend machten wir auf dem Parkplatz am Strand das erste Mal so richtig Bekanntschaft mit den Sandfliegen. Also ab in den Van und besser ersticken, als zu Tode gestochen zu werden.

7. Tag:

Ihr habt nichts verpasst. Viel viel Auto gefahren, bis nach Motueka.

8. Tag:

Eigentlich feiern wir Valentinstag nicht. Allerdings fanden wir genau an diesem Tag bei Groupon einen Gutschein fürs Skydiving. Es blieb uns also nichts anderes übrig als zu buchen – Neuseeland ist schließlich bekannt für seine Adrenalin-Aktivitäten. Heute war es soweit: Um 9 Uhr morgens ging es nach ein wenig Papierkram, Video-Einführung, Abwiegen und Ausrüstung anziehen los. Insgesamt waren wir zu acht in einer Propeller-Maschine. Vier Neulinge, darunter Bernd und ich, und vier, hoffentlich sehr erfahrene, Skydive-Guides. Die Aussicht IM Flugzeug war schon der Wahnsinn – so konnte es weiter gehen. Dann wurde es Ernst, Bernd und ich bekamen Sauerstoffmasken – das andere Pärchen machte dies ein wenig nervöser. Sie bekamen nämlich keine. Das lag jedoch daran, dass sie als erstes springen mussten, denn sie buchten 13.000 Feet, wir 16.500 Feet. Wenn schon, denn schon. Ach ja und springen ist irgendwie das falsche Wort. Man springt nicht, man wird gesprungen. Festgeschnallt an seinen Guide gibts keine andere Wahl. Das erste mulmige Gefühl hatte ich, als ich den ziemlich verängstigten Mann sah, der im ersten Moment am Eingang des Flugzeugs saß und plötzlich einfach verschwunden war. Als seine Freundin an der Reihe war, wollte ich mir das ganze nicht noch einmal anschauen. Mein Kopf dachte sich: „Was soll das? Warum sitzen die am Rand und springen?“. Als wir den Ballast abgelassen hatten, ging es für Bernd und ich mich ein Stück höher, insgesamt waren es knapp 5 Kilometer.

Ich war als erstes dran, an meinem Guide angeschnallt und völlig ausgeliefert, versuchte ich auf dem Po bis zur Schiebetür zu rutschen. Anschließend ließ ich, wie vorher besprochen, bei rauschendem Wind die Füße aus dem Flieger baumeln und legte den Kopf in den Nacken. Mehr weiß ich nicht, nur dass der Guide wahrscheinlich rausgerutscht ist, ich hätte das freiwillig nicht so schnell gemacht. Die ersten paar Sekunden fühlten sich wie eine Achterbahnfahrt an. Der Magen rutschte bis in die Füße und ich dachte: „Warum kommt jetzt kein Aufprall?“. Danach extremer Wind, so dass ich das Gefühl hatte, die vorher recht einschneidende Mütze könnte wegfliegen. Irgendwann, wahrscheinlich nach weiteren 5 Sekunden, klopfte mein Guide mir auf die Schulter. Ich durfte mich aus der Schockstarre befreien und die Arme ausbreiten. Das Gefühl von Fliegen – insgesamt eine Minute freier Fall. Der Wahnsinn! Und diese Aussicht. Gletscher, Berge, Seen, das Meer. Wenig später ging der Fallschirm auf, jetzt hieß es völlig entspannen und die Aussicht genießen. Und dann war alles ganz schnell zu Ende. Bernd begrüßte mich bereits freudestrahlend, sein Guide hatte wohl etwas mehr Gas gegeben. „Wie wars denn so?“ wurden wir unten angekommen gefragt. „Das war so geil – wir wollen nochmal!“

Mit tollen Fotos und Videos können wir nicht dienen. Das war uns teuer. Die Erinnerung muss reichen...und natürlich ein Vorher und Nachher Foto. Vor dem Sprung, und im Hintergrund schon mal eine Landung | wat-erleben

Mit tollen Fotos und Videos können wir nicht dienen. Das hätte preislich den Rahmen gesprengt. Die Erinnerung muss reichen…und natürlich ein Vorher und Nachher Foto. Das Foto ist vor dem Sprung entstanden, und im Hintergrund schon mal eine Landung | wat-erleben

Nach unserem Sprung haben wir das Lachen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen | wat-erleben

Nach unserem Sprung haben wir das Lachen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen | wat-erleben

Wir befanden uns am vorletzten Tag des Roadtrips, an dem gleichen Ort wie am zweiten Tag, in der Wineglass Bay. Es hat uns hier so gut gefallen, dass wir noch mal den Blick über die Bucht genießen wollten. Dieses Mal direkt unten am Strand und nicht in 450 Meter Höhe, oben auf den Felsen. Den Aussichtspunkt auf halber Strecke ließen wir aus, das Gegröle einer Schulklasse beim Gruppenfoto machen schreckte uns zu sehr ab.  Den Weg zum Strand meisterten wir überraschend einfach, waren es doch 1.000 Stufen die runter führten. Unten angekommen realisierte ich erst, dass wir den kompletten Weg ja wieder zurück mussten. Nicht jeder Ausblick entschädigt für die Mühen.

Es wird schwierig diesen Strand zu toppen, Wineglass Bay, Australien | wat-erleben

Es wird schwierig diesen Strand zu toppen, Wineglass Bay, Australien | wat-erleben

Während der zweiten Tageshälfte fuhren wir zurück in die Hauptstadt Hobart und glücklicherweise durften wir unseren Campervan für die Nacht bei unserer ehemaligen Helpx-Gastgeberin parken. Sie hat uns direkt zum Abendessen eingeladen, welches ihre beiden neuen Helfer, ebenfalls aus Deutschland, für uns zubereiteten. Wir steuerten einen Topf Allerlei aus den übrig gebliebenen Lebensmitteln bei.

Am nächsten Morgen polierten wir den Camper auf Hochglanz und machten ihn bereit für die Rückgabe. Die zurückgelegten 1600 km auf den Straßen Tasmaniens hinterließen ordentlich Dreck. In der Waschstraße kratzten wir die letzten Fliegen von der Motorhaube. Alle Sorgen um den Zustand des Autos waren umsonst, denn bei der Rückgabe des Autos wurde dieses nur halbherzig von der Mitarbeiterin auf Schäden überprüft. Am Anfang der Reise jagte man uns eine Riesenangst bei möglichen kleinen Kratzern ein. Wir verneinten die Frage, ob wir einen Unfall gebaut hätten und damit war die Sache erledigt. Nachdem wir das Fotoprotokoll unterzeichneten, liefen wir zum Flughafen. Das Angebot der Mitarbeiterin, dass sie für uns unterzeichnen würde, damit wir schneller zum Flughafen gelangen, lehnten wir irritiert ab. Genauso irritiert nahmen wir aber das Angebot eines Uber-Fahrers an. Auf halben Weg gabelte er uns auf und bot uns eine frei Fahrt an, da er seine nächsten Gäste abholen müsse. Ungläubig fragten wir dreimal nach, ob er wirklich kein Geld verlange. Wir fragten uns später, warum wir von Grund auf misstrauisch sind?

Tasmanien Roadtrip-Route | wat-erleben

Tasmanien Roadtrip-Route | wat-erleben

Der Flug nach Melbourne verlief unspektakulär, mit 45 Minuten Verspätung. In Melbourne verbrachten wir eh nur eine Nacht in Flughafennähe. Beim Verlassen des Flugzeuges bekamen wir einen Vorgeschmack auf die nächsten drei Tage. Es war brüllend warm, ein Hitzerekord jagt den Nächsten. Unser Zimmer im Apartment besaß lediglich einen Ventilator. Dafür hatte es Nordlage, also Sonnenseite in Down Under, sowie Einfachverglasung. Die versprochene Klimaanlage befand sich im Wohnzimmer, sowas nannte unser Mitbewohner „bending the truth“.

Die gleiche Hitze empfing uns am nächsten Morgen am Ayers Rock. Bei 42 Grad fühlt sich die Luft an, als wenn ich die Tür der Erdsauna öffne. Auf der anderen Seite bekommen wir vom Schwitzen nicht soviel mit, da der Schweiß direkt verdampft. Das nasse Handtuch wird kurz ausgeschüttelt und kann wenig später wieder zusammengefaltet weggelegt werden. Wenigstens bleibt der Kaffee hier warm.

Der Ayers Rock begrüßte uns mit 41 Grad, Uluru | wat-erleben

Der Ayers Rock begrüßte uns mit 41 Grad, Uluru | wat-erleben

Aufgrund der Temperaturen legten wir unsere Ausflüge in die Morgen- und Abendstunden, endlich klingelte der Wecker wieder um 4:15 Uhr.

Den ersten Sonnenaufgang teilten wir uns mit 100 weiteren Personen, Uluru | wat-erleben

Den ersten Sonnenaufgang teilten wir uns mit 100 weiteren Personen, Uluru | wat-erleben

Kurz nach Sonnenaufgang sind alle Reisebusse bereits wieder verschwunden, Uluru | wat-erleben

Kurz nach Sonnenaufgang sind alle Reisebusse bereits wieder verschwunden, Uluru | wat-erleben

Wie gebannt starrten wir auf den Ayers Rock, der Blick nach hinten war aber auch ganz nett, Uluru | wat-erleben

Wie gebannt starrten wir auf den Ayers Rock, der Blick nach hinten war aber auch ganz nett, Uluru | wat-erleben

Schaut ein wenig nach Fototapete aus, Uluru | wat-erleben

Schaut ein wenig nach Fototapete aus, Uluru | wat-erleben

Die ganzen Mühen lohnen sich jedoch wirklich. Es ist schwer in Worte zu fassen wie das Gefühl beim Anblick des Ayers Rock ist. Die komplette Landschaft ist ziemlich karg, flach und überall ist roter Sand. Dann plötzlich steht da dieser riesige Fels. Unfassbar. Besonders Morgens und Abends sieht er unwirklich aus, wenn die Sonne ihn rot färbt. Deswegen besuchten wir ihn zu Sonnenauf- und untergang, mehrmals.

Es führt nur eine Straße zum Ayers Rock, Uluru | wat-erleben

Es führt nur eine Straße zum Ayers Rock, Uluru | wat-erleben

So würde der Fels von Deutschland aus betrachtet ausschauen, Uluru | wat-erleben

So würde der Fels von Deutschland aus betrachtet ausschauen, Uluru | wat-erleben

Der erste von drei Sonnenuntergängen, Uluru | wat-erleben

Der erste von drei Sonnenuntergängen, Uluru | wat-erleben

Während die Sonne untergeht, wechselt die Farbe ins Tiefrot, Uluru | wat-erleben

Während die Sonne untergeht, wechselt die Farbe ins Tiefrot, Uluru | wat-erleben

Eine weitere Felsformation, die Olgas, erkennt man bereits auf der Straße zum Ayers Rock, in weiter Ferne. Die 50 Kilometer Entfernung nahmen wir gar nicht wahr. Erst 45 Minuten auf der eintönigen Straße, lassen einen die Abmessungen erkennen. Die Olgas sind fast genauso schön wie der Ayers Rock, nur nicht so bekannt.

Behind the Scenes, Kata Tutja | wat-erleben

Behind the Scenes, Kata Tutja | wat-erleben

Die Kata Tjutas von der Seite, Uluru | wat-erleben

Die Kata Tjutas von der Seite, Uluru | wat-erleben

Überall nur roter Sand, Uluru | wat-erleben

Überall nur roter Sand, Uluru | wat-erleben

Beim dritten Fotoversuch befand sich der Ayers Rock in der Mitte, Uluru | wat-erleben

Beim dritten Fotoversuch befand sich der Ayers Rock in der Mitte, Uluru | wat-erleben

So anziehend der rote Fels für uns ist, so anziehend sind wir für die vielen kleinen Fliegen. Aufgrund warnender Worte bei Erwähnung des Ayers Rock, deckten wir uns bereits in Tasmanien mit Fliegennetzen für den Kopf ein. Nicht besonders schick, aber äußerst effektiv. Nie waren wir so froh über diese investierten Dollar. Wobei, glücklicher geht schon. Im Mietwagen fanden wir in der Seitentür etwas Kleingeld. Um genau zu sein 5,20 AUD und rein zufällig war die Packung Magnum-Eis im Supermarkt reduziert, sodass wir uns diese gönnten. Da vier Eis zu viel auf einmal waren, bekam unser Garten-und Heilkräuter-Guide eins ab. Das andere wanderte später in unseren Eiskaffee. Unser indischer Uber-Fahrer würde jetzt sagen: „What happens, happens!“.

Yoga bei Sonnenaufgang hielt uns fit, man spürt förmlich die Energie des Felsens, Uluru | wat-erleben

Yoga bei Sonnenaufgang hielt uns fit, man spürt förmlich die Energie des Felsens, Uluru | wat-erleben

Check - Test bestanden, Uluru | wat-erleben

Check – Test bestanden, Uluru | wat-erleben

Bei einer geführten Tour durch den Busch erfuhren wir, dass die Bäume erst auseinander gehen, wenn sie auf Wasser stoßen, diese bohren seit 30 Jahren nach Wasser, Uluru | wat-erleben

Bei einer geführten Tour durch den Busch erfuhren wir, dass die Bäume erst auseinander gehen, wenn sie auf Wasser stoßen, diese bohren seit 30 Jahren nach Wasser, Uluru | wat-erleben

Am letzten Tag in der Wüste schliefen wir aus. Um 07:30 Uhr klingelte der Wecker und wir flogen zurück nach Melbourne. Weitere acht Stunden später ging es nach Christchurch. Völlig übermüdet, trafen wir um 7:00 Uhr morgens bei unserem Airbnb ein, wir durften direkt einchecken. Uns empfing das wohl bequemste Bett der gesamten Reise. Der „Topper“ bestand aus weichen Bambusfasern.

Ausgeruht trafen wir am Nachmittag Chris aus Deutschland. Er hatte uns auf Instagram angeschrieben, ob wir nicht Lust auf Kaffee und Kuchen hätten – da sind wir sofort dabei. Seit zwei Jahren reist er mit seiner Freundin um die Welt und füllt derzeit die Reisekasse in Christchurch auf. Die Zeit verging rasend schnell, was auch daran lag, dass die Geschichten von seinem Leben hinter der Hotelrezeption unfassbar und lustig sind.

Unfassbar ist es auch, dass wir in zwei Tagen unseren nächsten Campervan abholen und für zwei Wochen die Südinsel von Neuseeland erkunden. Mal schauen, welche Geschichten wir danach erzählen können.