Nach dem nächtlichen Besuch unseres Doktors, schienen die verabreichten Medikamente zu wirken, wir waren wieder reisefähig, für unsere vorletzte Unterkunft. Wir frühstückten ein letztes Mal mit Romy & Co. und verabschiedeten uns von den dreien. Im Anschluss wurden wir von einem Fahrer nach Ubud gebracht, Hochburg des Yogas, Heimat und Zufluchtsort für alle Arten spirituell angehauchter Menschen. Wie wir vorher bereits in Erfahrung brachten, wäre das Zentrum von Ubud wahrscheinlich nicht unser Ding, zu viel Trubel. Daher lag unsere Unterkunft außerhalb des Dorfes. Dort muss man für die Aussicht und das fotografieren der Reisfelder nämlich kein Geld bezahlen. Die Reisfelder werden tatsächlich landwirtschaftlich genutzt und nicht für Instagram schön gehalten. In diesem Zusammenhang meine liebste Hotelkritik: „Vor unserem Zimmer war das Reisfeld braun und man sah nur eine Wasserpfütze“ – oh, hat da etwa wer geerntet, um seine Familie zu ernähren? So was Unverschämtes. Ich glaube, über Hotelkritiken könnte ich einen eigenen Blogbeitrag schreiben.

Der perfekte Ort um wieder Gesund zu werden, Ubud, Indonesien | wat-erleben

Der perfekte Ort um wieder Gesund zu werden, Ubud, Indonesien | wat-erleben

So sehen Reisfelder kurz vorm einpflanzen aus, Ubud, Indonesien | wat-erleben

So sehen Reisfelder kurz vorm einpflanzen aus, Ubud, Indonesien | wat-erleben

Immer noch etwas angeschlagen von der kurzen Nacht erholten wir uns pendelnd zwischen Bett und Pool. Der zweite Tag sah ähnlich aus, nur dass wir Mittags von unserem Gastgeber zum Essen eingeladen wurden. Das passiert dir nicht in einem „normalen“ Hotel.

Gebratene Nudeln zum Frühstück, is ok, Ubud, Indonesien | wat-erleben

Gebratene Nudeln zum Frühstück, is ok, Ubud, Indonesien | wat-erleben

Wie ein Hotelbunker funktioniert, durften wir während der letzten zwei Nächte erfahren. Diese verbrachten wir in Flughafennähe, in dem Ort Nusa Dua. Es fing damit an, dass unser Auto am Eingang der Hotelzone durchsucht wurde. Touristen und Einheimische, die einen touristischen Auftrag haben, dürfen den abgesperrten Bereich betreten. Wo sind wir gelandet? Wir hätten auch in einer Siedlung in Florida sein können, die Gärten akkurat geschnitten und hier und da mal ein Springbrunnen.

Hinter dem Eingang zur Hotelzone befindet sich der Sicherheitscheck, Nusa Dua, Indonesien | wat-erleben

Hinter dem Eingang zur Hotelzone befindet sich der Sicherheitscheck, Nusa Dua, Indonesien | wat-erleben

Die Dame an der Rezeption bestand auf die vorgeschriebene Check-In Zeit von 14.00 Uhr. Das allererste Mal auf unserer Reise mussten wir tatsächlich auf ein Zimmer warten. Dafür verwickelte uns der junge Gepäckträger in ein nettes Gespräch, was er so in der Art wahrscheinlich zehnmal am Tag führt. Unser Zimmer ist für ein vier Sterne Hotel nichts besonderes, jetzt machte die vorwurfsvolle Frage der Rezeptionistin mehr Sinn: „Sie haben also das STANDARD-Doppelzimmer OHNE Frühstück gebucht?“.

Aus den beworbenen drei Minuten zum Strand wurden realistische zehn Minuten. Der Gang dorthin lohnte sich, handelte es sich doch um den schönsten Strandabschnitt, den wir bis jetzt auf Bali sahen. Was vielleicht daran lag, dass jedes Hotel einen privaten Abschnitt führt und diesen sauber hält. Leider können sie den Müll nicht so schnell wegräumen wie er angespült wird.

Traum- oder Alptraumstrand, den Müll sieht man leider nicht gut, Nusa Dua, Indonesien | wat-erleben

Traum- oder Alptraumstrand, den Müll sieht man leider nicht gut, Nusa Dua, Indonesien | wat-erleben

Ahhh, letzter Abend am Strand, Nusa Dua, Indonesien | wat-erleben

Ahhh, letzter Abend am Strand, Nusa Dua, Indonesien | wat-erleben

Mangels Alternativen aßen wir im hoteleigenen Restaurant. Der erste Blick in die Speisekarte verwirrte uns direkt. Pizza, Pasta, Cordon Bleu und Banana Split zum Nachtisch? Wo ist denn die indonesische Küche abgeblieben, die wir auf dem Aushang im Zimmer sahen? Wie sich herausstellte, gab es zwei grundsätzlich verschiedene Karten im Restaurant. Irritiert händigte uns die Bedienung die zweite Karte aus. Wir freuten uns, als wir Mie Goreng und Saté bestellten, wir hatten vorher bereits eher unschöne Erfahrungen mit dem westlichen Essen sammeln dürfen. Dennoch wird es wohl seinen Grund haben, warum man Cordon Bleu und Spaghetti Carbonara auf der Speisekarte wieder findet. Jeder hat schließlich andere Ansprüche an seinen Urlaub. Wir zum Beispiel waren ganz enttäuscht, als wir keinen Gecko an der Zimmerdecke fanden. Dieser gehört normalerweise zur Ausstattung eines STANDARDZIMMERS in Asien. Zum Glück bekamen wir am Ende unserer Reise die Bestätigung, dass wir die komplette Zeit nicht vollkommen verkehrt gereist sind. Hotel ist nicht so unser.

Unser Rückflug kam immer näher und unsere Sorgen, ob wir den zwölfstündigen Flug mit einer Billigfluggesellschaft überstehen werden, waren vollkommen unbegründet. Bei der Gepäckaufgabe fragte man uns, ob es OK sei, wenn wir am Notausgang sitzen würden. Puuuh, schwierige Entscheidung, hatten wir doch vorher ernsthaft überlegt, ob uns mehr Beinfreiheit die zusätzlichen 80 Euro je Sitzreservierung Wert seien. Laura schaltete am schnellsten und fragte direkt, ob wir nicht nur für den Flug von Bali nach Singapur, sondern auch für den Anschlussflug von Singapur nach Berlin am Notausgang sitzen dürften. Dies sei kein Problem sagte man uns, das Grinsen bekamen wir nicht mehr aus dem Gesicht.

Das Grinsen wurde noch größer, als wir am Flughafen in Singapur wieder im Foodcourt aßen. Wir futterten uns quer durch die Essensstände, so lecker war es lange nicht mehr. Im Anschluss ignorierten wir gekonnt den Satz: „mit vollem Bauch schwimmt man nicht“. Wann hat man schon die Möglichkeit, in einem Flughafen ein paar Bahnen zu ziehen und vom Whirlpool aus die landenden Flugzeuge zu beobachten? Das gibt es selbstverständlich in Singapur, wo sonst?

Es gibt einfach zuviele Fotos auf denen ich zufrieden grinse, weil es endlich Essen gibt, Singapur | wat-erleben

Es gibt einfach zuviele Fotos auf denen ich zufrieden grinse, weil es endlich Essen gibt, Singapur | wat-erleben

Ein Whirlpool mit Blick auf die Landebahn, gibt es so nur in Singapur | wat-erleben

Ein Whirlpool mit Blick auf die Landebahn, gibt es so nur in Singapur | wat-erleben

Im Flugzeug selbst freuten wir uns immer noch über unsere Sitzplätze. Der Flug wäre daher ziemlich unspektakulär gewesen, wenn nicht vor unseren Augen eine ältere Dame regelmäßig in Ohnmacht gefallen wäre. Nachdem das komplette Flugzeug aus dem Schlaf gerissen wurde und sich eine Ärztin fand, stellte sich zum Glück heraus, dass die Dame nur zu wenig gegessen und getrunken hatte. Für einen kurzen Moment sahen wir uns auf einem sibirischen Flughafen notlanden.

Es trennen uns zwölf Stunden Flug von Deutschland, Singapur | wat-erleben

Es trennen uns zwölf Stunden Flug von Deutschland, Singapur | wat-erleben

Die Landung in Berlin war zweifelsfrei ein Schock. Uns empfingen fünf Grad, definitiv 25 Grad zu wenig. Die Stewardessen wussten wohl bereits vorab von den Temperaturen in Deutschland und bereiteten uns mit der viel zu kalt eingestellten Klimaanlage im Flugzeug darauf vor. Sie wunderten sich, warum ich keine lange Hose an hatte. Wir hingegen waren schlecht vorbereitet, mangels Winterklamotten zogen wir fünf T-Shirts übereinander an. Übrigens, das Gefühl wieder in Deutschland zu sein, fühlt sich an, als wenn wir einfach nur im nächsten Reiseland angekommen wären.

Glücklicherweise fiel der erwartete Jetlag geringer aus als gedacht, denn wir erkundeten den ganzen Tag die Stadt zu Fuß an der frischen Luft. Der erste Rechtsverkehr seit sechs Monaten erforderte unsere volle Aufmerksamkeit. Es wäre ja zu lustig, wenn jetzt was passiert, nachdem wir die Straßen von Thailand und Indonesien unversehrt überstanden. Wir nutzten die Zeit, um uns zu akklimatisieren. Am besten funktioniert dies mit einem Besuch beim Bäcker, einer Curry-Pommes-Mayo oder Hamburgern. Auch die Menschen empfingen uns stets freundlich. So fragte Laura den Imbissbesitzer, ob er die BBQ-Soße selbst herstellen würde.  Seine Antwort in berlinerisch geschrien: „Näää, machst du die etwa selbst? Weißt du überhaupt wie lange det dauert? Zehn Stunden“. Äh, ja gut, war nur ne Frage. Herzlicher hingegen waren da unsere Besuche bei den Neffen von Laura, bei unserem alten Schulkollegen Hendrik sowie das Treffen mit meinem Cousin.

Unsere Reise endet, wie sie angefangen hat, Berlin | wat-erleben

Unsere Ankunft in Berlin nach 365 Tagen Reisen | wat-erleben

Erstmal schön das Touriprogramm ablaufen, Berlin | wat-erleben

Erstmal schön das Touriprogramm ablaufen, Berlin | wat-erleben

Ein Jahr ohne Currywurst, machbar aber schwierig, Berlin | wat-erleben

Ein Jahr ohne Currywurst, machbar aber schwierig, Berlin | wat-erleben

Die Kleinen sind ja soooo groß geworden, Berlin | wat-erleben

Die Kleinen sind ja soooo groß geworden, Berlin | wat-erleben

Hendrik, das wandelnde Lexikon, Berlin | wat-erleben

Hendrik, das wandelnde Lexikon, Berlin | wat-erleben

Kein Wunder also, dass die Zeit so schnell rum ging und wir uns plötzlich im Zug nach Bad Bentheim wiederfanden. Überraschenderweise war die Bahn auf die Minute pünktlich. Am Bahnsteig wartete bereits unsere Familie auf uns (Taxi Mama funktioniert immer noch). Hatten wir vorher keine bis gemischte Gefühle, überkam es uns doch sehr schnell, als wir alle in die Arme schlossen und fester als fest drückten. Die Nerven beruhigten wir mit einem Glas Sekt, bevor es mit Erdbeerkuchen und Gegrilltem weiterging.

Wir sind wieder da, Bad-Bentheim | wat-erleben

Wir sind wieder da, Bad-Bentheim | wat-erleben

Unser Empfangskomitee am Bahnsteig, Bad-Bentheim | wat-erleben

Unser Empfangskomitee am Bahnsteig, Bad-Bentheim | wat-erleben

 

Selfietime, der kleine Nils hat das Foto gemacht, Heiden | wat-erleben

Selfietime, Heiden | wat-erleben

Unser Zuhause für die nächsten Wochen, Heiden | wat-erleben

Unser Zuhause für die nächsten Wochen, Heiden | wat-erleben

Am nächsten Tag wurde nichts aus unserem geplanten Entspannungstag. Mittags gab es eine kleine Überraschungsparty, stand doch mein Stammtisch samt Anhang vor der Haustür, im Handgepäck Bier und Würstchen und wir im edelsten Gammellook. Zum Glück hatten wir bereits unsere Zähne geputzt, ansonsten wären die Umarmungen nicht so großzügig ausgefallen.

Wer steht denn da vor der Tür, Heiden | wat-erleben

Wer steht denn da vor der Tür, Heiden | wat-erleben

Die Überraschung ist gelungen, Heiden | wat-erleben

Die Überraschung ist gelungen, Heiden | wat-erleben

Wie es die nächste Zeit mit uns weitergeht, wissen wir noch nicht. Für uns heißt es erst einmal ankommen und die Reise sowie das letzte Jahr verarbeiten.

Bernd beendete den letzten Blogbeitrag mit dem kleinen Örtchen Sidemen – einer unserer schönsten Tage hier auf Bali. Ja, denn so müssen wir leider zugeben, sind wir nicht richtig mit Bali warm geworden. Woran es genau liegt, können wir nicht sagen, eigentlich auch egal. Die Erlebnisse mit tollen Menschen hauen alles wieder raus. Zum einen sind da Henning, Lara und Romy, mit denen wir zwar nicht in Sidemen, aber davor und danach viel Zeit verbrachten. Zum anderen schlossen wir nette Menschen in Sidemen in unser Herz. Da wäre Mr. Windu, Angestellter bei unserem Homestay, Frühstücksbeauftragter, Reinigungskraft und unser persönlicher Kochlehrer für den nächsten Morgen. Als wir tags zuvor von einem Kochkurs erfuhren, mussten wir direkt zuschlagen.

Gestartet wurde bereits um 06.30 Uhr. Als erstes ging es mit einem Fahrer zum Wochenmarkt, da fing das Abenteuer an. Im Jeep, ohne Fenster und Seitenspiegel, fuhren wir steile Berge hoch und runter. Bei einem Berg schaffte es sogar der Jeep nicht beim ersten Anlauf. Der Fahrer behielt die Ruhe, Bernd und ich waren bereits schweißgebadet, denn beim Rückwärtsrollen gab es nicht mehr viel Spielraum, außer einen tiefen Abgrund. Wir kamen dennoch wohlbehalten am Markt an, der wohl lokalste Markt, an dem wir während unserer Reise waren. Außer uns gar kein anderer Tourist, nur neugierige Blicke von den Einheimischen. Nachdem wir, oder besser gesagt der Fahrer, alle Einkäufe erledigte, fuhren wir mit kleinem Umweg und Blick auf den Vulkan Agung zurück zum Homestay.

Der Blick über Sidemen am frühen Morgen, wie eine Fototapete und herrlich kühl; Bali | wat-erleben

Der Blick über Sidemen am frühen Morgen; wie eine Fototapete und herrlich kühl; Bali | wat-erleben

Lokaler wirds nicht; der Wochenmarkt von Sidemen, Bali | wat-erleben

Lokaler wirds nicht; der Wochenmarkt von Sidemen, Bali | wat-erleben

Bernds Handbewegung für sin lala= nicht scharf; auf dem Wochenmarkt, Sidemen, Bali | wat-erleben

Bernds Handbewegung für sin lala= nicht scharf; auf dem Wochenmarkt, Sidemen, Bali | wat-erleben

Der Vulkan Gunung Agung, für die Einheimischen war der Ausbruch übrigens nicht so schwerwiegend wie von den deutschen Medien dargestellt, Sidemen, Bali | wat-erleben

Der Vulkan Gunung Agung, für die Einheimischen war der Ausbruch übrigens nicht so schwerwiegend wie von den deutschen Medien dargestellt, Sidemen, Bali | wat-erleben

Dort erwartete uns schon Mr. Windu mit einem leckeren Frühstück, frischen Kaffee und Banana Pancakes. Im Anschluss stattete er uns mit einem typischen „Reishut“ aus und ab ging’s, fast zwei Stunden lang, durch sämtliche Gemüse- und Reisefelder. Zwischendurch pflückte Mr. Windu immer mal wieder einige Pflanzen fürs spätere Essen (wir wissen bis heute nicht genau, was es war) und zeigte uns wie Papayas, Bananen, Kakao und Kaffee wachsen. Als wir bereits den Rückweg antraten, sagte unser Kochlehrer nur im Vorbeigehen, dass es hier Schlangen gäbe. Bernd kommentierte: „die sind nicht giftig, oder?“, woraufhin ein „some“ kam. Hey, gut zu wissen, wenn man nur mit kurzer Hose und Flip Flops ausgestattet ist, der Guide dagegen lange Sachen trägt.

Banana Pancakes und Kaffee mit Aussicht, Sidemen, Bali | wat-erleben

Banana Pancakes und Kaffee mit Aussicht, Sidemen, Bali | wat-erleben

Wanderung durch die Felder mit Mr. Windu, Sidemen, Bali | wat-erleben

Wanderung durch die Felder mit Mr. Windu, Sidemen, Bali | wat-erleben

Der Hut steht uns, oder? Sidemen, Bali | wat-erleben

Der Hut steht uns, oder? Sidemen, Bali | wat-erleben

So sieht noch nicht geernteter Reis aus, er braucht ca. 4-6 Monate, Sidemen, Bali | wat-erleben

So sieht noch nicht geernteter Reis aus, er braucht ca. 4-6 Monate, Sidemen, Bali | wat-erleben

So sieht ein Papaya-Baum aus; die Papayas schmecken hier übrigens einfach nur köstlich; Sidemen, Bali | wat-erleben

So sieht ein Papaya-Baum aus; die Papayas schmecken hier übrigens einfach nur köstlich; Sidemen, Bali | wat-erleben

Der Bananen-Baum, Sidemen, Bali | wat-erleben

Der Bananen-Baum, Sidemen, Bali | wat-erleben

Selfie-Time während der Wanderung in den Feldern von Sidemen mit Mr. Windu, Bali | wat-erleben

Selfie-Time während der Wanderung in den Feldern von Sidemen mit Mr. Windu, Bali | wat-erleben

Mit schweißnassem Haar (so ein Hut ist ganz schön schwer) liefen wir zurück zur Unterkunft. Eine kurze Erfrischung im Pool später, gab es von Mr. Windu eine Kokosnuss und wir fingen mit dem eigentlichen Kochkurs an. Gekocht wurde „Urap“, übersetzt bedeutet es angeblich balinesisches Allerlei und das war es – und sehr lecker!

Bernd ist sich noch unschlüssig, ob sein Bauch die Chilis übersteht, Kochkurs Sidemen, Bali | wat-erleben

Bernd ist sich noch unschlüssig, ob sein Bauch die Chilis übersteht, Kochkurs Sidemen, Bali | wat-erleben

Kochkurs mit Mr. Windu, Sidemen, Bali | wat-erleben

Kochkurs mit Mr. Windu, Sidemen, Bali | wat-erleben

Das fertige Werk, Urap; Zutaten u.a. Tofu, Erdnuss, Bohnen, Knoblauch, Kokos..., Kochkurs Sidemen, Bali | wat-erleben

Das fertige Werk, Urap; Zutaten u.a. Tofu, Erdnuss, Bohnen, Knoblauch, Kokos…, Kochkurs Sidemen, Bali | wat-erleben

Nach dem Kochkurs zogen wir in die neue Unterkunft, die, die wir eigentlich gebucht hatten. Am Tag zuvor wohnten wir mit der Familie unter einem Dach, weil es in dem anderen Zimmer angeblich ein Wasserproblem gab. Vielleicht war es auch eine Überbuchung, so vermuteten wir ;). Mit zwei Mopeds wurden Bernd und ich, jeweils beladen mit unseren Rucksäcken, zu der ca. fünfminütig entfernten Wohnung gefahren. Das war dann an einem Tag schon mein zweiter Angst-Moment. Jede Sekunde dachte ich, mein Gepäck würde mich hinten vom Roller ziehen und bei den riesigen Schlaglöchern kann man nur froh sein, dass die Locals wahrscheinlich schon Roller fahren, seit dem sie Laufen können. Mr. Windu erzählte uns, auf Nachfrage von Bernd, dass Rollerfahren ab 17 Jahren erlaubt ist. Gerade in diesem Moment fuhr natürlich wie der Zufall es so will, ein kleines Mädchen, um die 12 Jahre alt, mit ihrem Roller an uns vorbei. „Eh, die ist aber noch keine 17“, sagte Bernd. „Jaaaa,naja, ohne Polizei auf dem Dorf ok“ kam von Mr. Windu.

Wir dachten schon in der ersten Nacht, dass wir am Arsch der Welt wären, in der zweiten Nacht zogen wir in diese Unterkunft (siehe Haus) um, Sidemen, Bali | wat-erleben

Wir dachten schon in der ersten Nacht, dass wir am Arsch der Welt wären, in der zweiten Nacht zogen wir in diese Unterkunft (siehe Haus) um, Sidemen, Bali | wat-erleben

Übrigens werden wir von jedem aus dem Dorf gegrüßt, Kinder kommen teilweise aus den Häusern gerannt und wollen Hallo sagen, freuen sich wie ein Schneekönig, wenn wir winken und fragen, wohin man will und woher man kommt. Irgendwie ein komisches Gefühl, plötzlich ein „Exot“ zu sein, wo kommt das schon noch vor. Wir Touristen haben schließlich schon fast jedes Land und jede Stadt für uns eingenommen, in Bali fällt es besonders auf. Manchmal haben wir das Gefühl, uns für diejenigen Touristen entschuldigen zu wollen, die nur wenig Respekt gegenüber den Einheimischen, der Natur oder der Kultur aufbringen. Wir haben aber die Hoffnung, dass die Locals nicht denken, dass wir alle gleich sind. Viele Regionen Balis sind vom Tourismus unserer Meinung nach ziemlich überrannt worden. So sehr sich Wira, der Besitzer des Homestays in Sidemen, auch freut, endlich mehr Touristen zu bekommen, hoffen wir, dass der kleine Ort seinen Charme behalten darf. Laut ihm ist es für seine Kinder und für seine Familie sehr wichtig, etwas von den „rich tourists“ zu lernen (rich mag komisch klingen, aber jeder, der die finanziellen Möglichkeiten hat, zu reisen, ist eben reich auf eine gewisse Art und Weise, zumindest für die Einheimischen). Wenn man plötzlich hört, dass man reich sei, regt das schon zum Nachdenken an. Wir als Touristen haben den Luxus, uns andere Länder anzuschauen, Urlaub nehmen zu können und nicht nur das. Wir können in vielen Fällen einen Job wählen, der uns Spaß macht. Im Gegensatz zu den Reisbauern z.B., die in der Nachbarschaft arbeiteten, einen Hungerlohn verdienen, nur damit wir günstig unseren Reis kaufen können. Wie wir außerdem erfuhren besitzt 60% des Dorfes keine Toilette,  Dusche oder gar Warmwasser, geschweige denn einen Herd. Wir leben in Deutschland, in den meisten Fällen, im Luxus, das sollten wir nicht vergessen. Wira bietet übrigens mittlerweile jeden Sonntag allen Kindern im Dorf einen Englischkurs an und seine Tochter ist bereits ein Pro.

Letzte Woche Dienstag stand für Bernd und mich etwas sehr Aufregendes bevor. Putra, den wir als Barista in unserem Hotel in Canggu kennenlernten, lud uns in sein Dorf ein, welches nur 10 km von der Unterkunft in Sidemen entfernt lag. Er nahm sich für diesen Tag extra frei, denn es fand eine besondere Zeremonie in dem Tempel seines Viertels statt. Wir verabredeten uns für 13 Uhr, wenn da nicht der Fahrer gewesen wäre, der eher ein balinesisches Zeitverständnis hatte. Nachdem dieser uns um kurz vor zwei abholte, telefonierten wir gerade mit Putra, ob es bereits zu spät sei, vorbeizukommen. Wir wissen nicht, was genau Putra dem Fahrer am Handy mitteilte, aber die Fahrt war wie eine Verfolgungsjagd und bereits das dritte Mal in kurzer Folge, in der ich ein klein wenig mit der Angst kämpfte. Mit gefühlten 100 Stundenkilometern fuhr er hupend (damit kein Fußgänger, Huhn oder Hund dran glauben muss) durch die Gassen und Bernd und ich schauten schon gar nicht mehr auf die Straße, sondern nur in unseren Schoß und hofften, wir würden es lebend zu Putra schaffen. War natürlich kein Problem, statt in einer knappen Stunde (übrigens nur für 10km, die Straßen sind in einem sehr schlechten Zustand und vor allem kurvig), brauchte unser Fahrer nur 18 Minuten. Wir bedankten uns für seine Fahrkünste und Putra führte uns zu dem Haus seiner Familie. Als erstes begrüßte uns sein 98 Jahre alter Uhropa, der zwar kein Englisch, dafür aber ein riesengroßes Lächeln parat hatte. Im Anschluss wurden wir von Putra mit traditioneller Kleidung ausgestattet. Bernd bekam zwei spezielle Sarongs und einen Turban, ich einen Sarong und ein weißes Shirt. Zusammen mit seinem kleinen Cousin ging es direkt weiter zum Tempel, wir waren bereits spät dran und wollten nicht zu spät für die Tanzaufführungen sein.

Am Tempel angekommen, war Putras gesamtes Dorf bereits vertreten. Wir versuchten, möglichst wenig Aufmerksamkeit zu erregen und setzten uns in ein schattiges Eckchen. Dort verfolgten wir drei unterschiedliche Tänze. Zuerst waren Frauen, dann Mädchen und im Anschluss die Jungs dran. Zwischendurch wurden wir immer wieder von den umliegenden Menschen begutachtet, angelächelt und Putras Mama brachte Tee und balinesische Süßspeisen.

Bernds traditionelle Kleidung für die balinesische Zeremonie, Redang, Bali | wat-erleben

Bernds traditionelle Kleidung für die balinesische Zeremonie, Redang, Bali | wat-erleben

Die Frauen tragen Schalen oder Kisten mit Lebensmitteln zum Tempel, um diese segnen zu lassen; Redang, Bali | wat-erleben

Die Frauen tragen Schalen oder Kisten mit Lebensmitteln zum Tempel, um diese segnen zu lassen; Redang, Bali | wat-erleben

Gesegnet schmeckt es hinterher doch bestimmt doppelt so gut; Redang, Bali | wat-erleben

Gesegnet schmeckt es hinterher doch bestimmt doppelt so gut; Redang, Bali | wat-erleben

Fürs Tanzen benötigt man eine spezielle Ausbildung, ansonsten sitzt man wie die anderen Dorfbewohner und wir auf dem Boden und schaut zu; Redang, Bali | wat-erleben

Fürs Tanzen benötigt man eine spezielle Ausbildung, ansonsten sitzt man wie die anderen Dorfbewohner und wir auf dem Boden und schaut zu; Redang, Bali | wat-erleben

Einer der traditionellen Tänze im Tempel; Redang, Bali | wat-erleben

Einer der traditionellen Tänze im Tempel; Redang, Bali | wat-erleben

Traditioneller Tanz bei einer Tempel-Zeremonie; Redang, Bali | wat-erleben

Traditioneller Tanz bei einer Tempel-Zeremonie; Redang, Bali | wat-erleben

Als die traditionellen Tänze beendet waren, nahm Putra uns mit zu einer Art Altar, wo zwei Männer mit einem Gästebuch saßen. Bernd und ich gaben eine Geldspende und wurden im Gegenzug mit „Bernd&Laura from Germany“ ins Buch eingetragen und erhielten zwei orangefarbene Glücksbänder. Putra erzählte hinterher, dass noch nie ein Tourist an dieser Zeremonie teilnahm, oder gar im Gästebuch stehen würde.

Einige Zeit später folgte ein traditionelles Gebet, bei dem wir Blumen auf unseren Kopf legten und im Wechsel Wasser tranken, es ins Gesicht und auf den Kopf verteilten. Als Abschluss gab es eine Segnung und es wurde Reis auf die Stirn gedrückt. Nicht nur das war spannend, sondern auch die vielen Unterhaltungen und Essens-Angebote, die wir danach von der gesamten Nachbarschaft erhielten. Mädchen wollten Fotos mit uns machen und winkten uns immer wieder zu. Komischerweise kamen wir uns nicht völlig fehl am Platz vor. Ok, irgendwie schon, aber alle waren sehr herzlich und nett, so dass wir uns einfach nur wohlfühlen konnten. Später am Tag zeigte uns Putra das Zuhause seiner Familie genauer, lief mit uns zu den Nachbarn und bestand darauf, dass wir (noch) mehr essen müssen ;).

Putra stattete uns mit traditioneller Kleidung für die Tempel-Zeremonie aus; Redang, Bali | wat-erleben

Putra stattete uns mit traditioneller Kleidung für die Tempel-Zeremonie aus; Redang, Bali | wat-erleben

Ein Foto mit der Mädels-Tanzgruppe und Putras Cousin; Redang, Bali | wat-erleben

Ein Foto mit der Mädels-Tanzgruppe und Putras Cousin; Redang, Bali | wat-erleben

Die Frauen im Dorf tragen die schweren Körbe natürlich, ohne ihre Hände zu benutzen, Respekt; Redang, Bali | wat-erleben

Die Frauen im Dorf tragen die schweren Körbe natürlich, ohne ihre Hände zu benutzen, Respekt; Redang, Bali | wat-erleben

Als wir schließlich am Abend von unserem Fahrer abgeholt wurden, sahen Bernd und ich uns an, völlig platt, und waren uns beide einig: was ein toller Tag! Einen tieferen Einblick würden wir so schnell wohl nie wieder bekommen. Wir sind Putra unendlich dankbar dafür, uns wie selbstverständlich und herzlich für einen Tag in seinem Dorf aufzunehmen.

Was ein toller Tag, den wir dank Putra erleben durften; Redang, Bali | wat-erleben

Was ein toller Tag, den wir dank Putra erleben durften; Redang, Bali | wat-erleben

Nach insgesamt fünf Tagen in Sidemen hieß es der Familie des Homestays und den Mitarbeitern Tschüss zu sagen. Nach einer großen Umarmung von Wira, dem Eigentümer, fuhren wir von Osten nach Südwesten, nach Uluwatu. Dort trafen wir wieder auf Henning samt Familie und übernachteten für drei Nächte in der gleichen Unterkunft.

Ein Abend am Strand in Uluwatu mit Henning und Familie, Photocredit by Lara, Bali | wat-erleben

Ein Abend am Strand in Uluwatu mit Henning und Familie, Photocredit by Lara, Bali | wat-erleben

Die Jungs haben spontan mal mit angepackt, Strand in Uluwatu, Photocredit by Lara, Bali | wat-erleben

Die Jungs haben spontan mal mit angepackt, Strand in Uluwatu, Photocredit by Lara, Bali | wat-erleben

Im Anschluss fuhren Bernd und ich weiter nach Sanur, im Südosten von Bali gelegen.

Hier auf Bali ist Surfen so angesagt, dass es eigene Vorrichtungen fürs Moped gibt. Einheimische erkennt man übrigens daran, dass sie was anhaben, im Gegensatz zu vielen Touristen, Bali | wat-erleben

Hier auf Bali ist Surfen so angesagt, dass es eigene Vorrichtungen fürs Moped gibt. Einheimische erkennt man übrigens daran, dass sie was anhaben, im Gegensatz zu vielen Touristen, Bali | wat-erleben

Endlich mal wieder Kochen, auch wenns nur Nudeln mit Soße war, Airbnb in Sanur, Bali | wat-erleben

Endlich mal wieder Kochen, auch wenns nur Nudeln mit Soße war, Airbnb in Sanur, Bali | wat-erleben

Nach Kanada, Guatemala und Japan, wollte Bernd auch den balinesischen Friseur austesten, man achte auf die gruselige Puppe im Hintergrund; Sanur, Bali | wat-erleben

Nach Kanada, Guatemala und Japan, wollte Bernd auch den balinesischen Friseur austesten, man achte auf die gruselige Puppe im Hintergrund; Sanur, Bali | wat-erleben

Endlich mal wieder ein Nachtmarkt, Sanur, Bali | wat-erleben

Endlich mal wieder ein Nachtmarkt, Sanur, Bali | wat-erleben

Wirklich viel mit uns anzufangen war die letzten Tage leider nicht. Gut, dass wir immerhin ab und zu die Unterkünfte wechselten, so sahen wir wenigstens etwas von den unterschiedlichen Regionen. Bernd bekam nämlich das, womit ich bereits in Canggu kämpfte, heftige Bauchschmerzen und viele Klogänge. Dazu hatten wir beide Kreislauf und fühlten uns einfach nur nach Rumliegen im Hotelzimmer und zwischendurch mal kurz in den Pool. Eigentlich nicht unsere Art des Urlaubs, aber für was anderes reichte die Kraft nicht. Bleiche Haut, Kreislaufprobleme, viel Schlaf, wenig Essen – so wollten wir die letzten Tage nicht in Erinnerung behalten. Eigentlich ging es seit gestern Bergauf, aber wie war das noch? Lieber nicht zu viel darüber reden? Wir durften gestern Nacht Bekanntschaft mit dem durchaus sehr netten Hotelarzt machen. Balis Götter mögen uns einfach nicht, als Abschiedsgeschenk gibt’s meine erste Blasenentzündung und einen andauernden Darminfekt für Bernd, herrlich!

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Singapur haut einen einfach um. Bereits vor dem Flug hat uns diese Stadt Rätsel aufgegeben. Kaugummis dürfen nicht eingeführt werden, vor Ort bekommt man sie lediglich mit einem ärztlichen Attest. Verstöße können mit bis zu 5.500 Dollar Strafe oder einem Jahr Gefängnis geahndet werden. Typischer Fall von Kaugummi-Schmuggel halt. Da wir keine besagte Schmuggelware mitführten, kamen wir problemlos durch die Einwanderungsbehörde und den Zoll. Es empfing uns der wohl modernste und größte Flughafen unserer bisherigen Reise. Zu dem, was wir hier alles entdeckten, komme ich später.

Beim Landeanflug lässt sich erahnen, dass Singapur eine große, logistische Bedeutung als Warenumschlagsplatz hat | wat-erleben

Beim Landeanflug lässt sich erahnen, dass Singapur eine große, logistische Bedeutung als Warenumschlagsplatz hat | wat-erleben

Der erste Eindruck vom Flughafen, hübsch und nochmal hübsch, Singapur | wat-erleben

Der erste Eindruck vom Flughafen, hübsch und nochmal hübsch, Singapur | wat-erleben

Erstmal hieß es nämlich für uns, ab zum Hotel, weiter zum Foodcourt und endlich Henning samt Familie treffen. Henning, ehemaliger Heidener / Stammtischkollege / Wahlberliner, reist während seiner dreimonatigen Elternzeit mit Freundin Lara und der kleinen Romy durch Südostasien. Besser kann man diese Zeit wohl nicht nutzen. Wie wir feststellten, reist es sich anders mit einem Baby im Schlepptau, aber definitiv nicht weniger schön.

Mittlerweile kann ich Essen in jeder Sprache bestellen, Singapur | wat-erleben

Mittlerweile kann ich Essen in jeder Sprache bestellen, Singapur | wat-erleben

Die drei trafen wir unter den riesigen, künstlichen Bäumen des „Gardens by the Bay“ und zwar passend zur allabendlichen Lichtshow. Eher gesagt, nach der Show, da wir uns in der Menschenmenge nicht fanden. Nachdem die Bäume 15 Minuten zur Musik der 70er blinkten, gingen wir weiter zum nächsten Spektakel. Einmal quer durch das Marina-Sands-Bay Hotel, das Ding mit dem Schiff und Infinity-Pool auf dem Dach, empfing uns auf der anderen Seite die Spectra-Licht- und Wassershow. Diese ist mindestens genauso abgefahren wie die Partybäume vorher. Es scheint, als wenn alles in Singapur größer, schöner und glänzender sein muss. Es erinnert ein wenig an eine große Expo-Weltausstellung.

Gardens by the Bay, gleich geht die Show los, Singapur | wat-erleben

Gardens by the Bay, gleich geht die Show los, Singapur | wat-erleben

Es blinkt überall, Singapur | wat-erleben

Es blinkt überall, Singapur | wat-erleben

Auch die Skyline an der Marina Bay blinkt und funkelt, Singapur | wat-erleben

Auch die Skyline an der Marina Bay blinkt und funkelt, Singapur | wat-erleben

Ein Wassernebel dient hier als Leinwand, Singapur | wat-erleben

Ein Wassernebel dient hier als Leinwand, Singapur | wat-erleben

Romy hat sich als Spieluhr verkleidet, zur Unterhaltung einfach am Band ziehen, Singapur | wat-erleben

Romy hat sich als Spieluhr verkleidet, zur Unterhaltung einfach am Band ziehen, Singapur | wat-erleben

Sieht nicht jedes Theater so normal aus, Singapur | wat-erleben

Sieht nicht jedes Theater so normal aus, Singapur | wat-erleben

Beim Anblick der Helix-Brücke fängt man von alleine an sich zu drehen, Singapur | wat-erleben

Beim Anblick der Helix-Brücke fängt man von alleine an sich zu drehen, Singapur | wat-erleben

Erst als wir die Viertel Little India und Chinatown besuchten, waren wir erleichtert, dass es nicht überall so steril aussieht. Wobei, wenn wir an Bangkok zurückdenken, sieht es hier immer noch super geordnet und akkurat aus. Die Essenstände in den sogenannten Hawker-Centers werden regelmäßig überprüft und bekommen Schulnoten für ihre Hygiene, welche sie gut sichtbar aushängen müssen. Wir fragten uns, ob manche Restaurants, bei denen wir in der Vergangenheit essen waren, überhaupt eine Note bekommen hätten. Gute Noten können wir auf jeden Fall für das Essen vergeben. Wir aßen uns in den drei Tagen durch sämtliche Delikatessen Singapurs. Dafür schafften wir es nicht, alle Shopping-Malls der Stadt zu besuchen. Es gibt schlichtweg zu viele. Allein an einer Straße liegen 22 Stück. Gefühlt findet man an jeder Ecke ein Einkaufsparadies. Selbst wenn es regnet wird man nicht nass, da alle unterirdisch verbunden sind.

Ähnlich groß sind da die Terminals des Flughafens, wo wir die letzte Nacht verbrachten. Unser Flieger startete bereits um 05.00 Uhr morgens und so sparten wir uns das Geld für eine weitere Hotelübernachtung. Der Flughafen an sich ist eine Reise wert, der konzentrierte Singapur-Wahnsinn. Uns empfing ein 40 Meter hoher Wasserfall, der sich in der Mitte eines riesigen Gewächshauses befindet. Drum herum, wie könnte es anders sein, unzählige Geschäfte. Der Fußweg zwischen den Terminals kann gut und gerne mal mehr als 20 Minuten dauern. In den einzelnen Terminals warten die nächsten Überraschungen. Wir besuchten einen Orchideengarten, den Schmetterlingsgarten, einen günstigen Foodcourt, einen der beiden (kostenlosen) Kinosäle sowie sämtliche Unterhaltungsmöglichkeiten während unserer Runde. Beim nächsten Besuch steht der Swimmingpool mit Blick auf die Start- und Landebahn ganz oben auf der Liste.

Mit dem Rucksack wären wir nicht durch die Menschenmassen hin zum Wasserfall gekommen, Singapur | wat-erleben

Mit dem Rucksack wären wir nicht durch die Menschenmassen hin zum Wasserfall gekommen, Singapur | wat-erleben

40 Meter und natürlich mit Lichtshow, Singapur | wat-erleben

40 Meter und natürlich mit Lichtshow, Singapur | wat-erleben

Die Tränen sehen noch cooler in Bewegung aus, Singapur | wat-erleben

Die Tränen sehen noch cooler in Bewegung aus, Singapur | wat-erleben

Laura und der Robotdance, Singapur | wat-erleben

Laura und der Robotdance, Singapur | wat-erleben

Solange Rolltreppen und kein Ende in Sicht, Singapur | wat-erleben

Solange Rolltreppen und kein Ende in Sicht, Singapur | wat-erleben

Da mussten wir tatsächlich die paar Meter zwischen den Laufbändern selber gehen, Singapur | wat-erleben

Da mussten wir tatsächlich die paar Meter zwischen den Laufbändern selber gehen, Singapur | wat-erleben

Einer von vielen Gärten im Flughafen, Singapur | wat-erleben

Einer von vielen Gärten im Flughafen, Singapur | wat-erleben

Filme rund um die Uhr - Unser war jetzt nicht ganz so toll, deswegen hielten wir es nur 30 Minuten aus, Singapur | wat-erleben

Filme rund um die Uhr – Unser war jetzt nicht ganz so toll, deswegen hielten wir es nur 30 Minuten aus, Singapur | wat-erleben

Erkennt jemand Laura auf diesem Bild, Singapur | wat-erleben

Erkennt jemand Laura auf diesem Bild, Singapur | wat-erleben

Nach einer viel zu kurzen Nacht landeten wir auf Bali. Für jeden Passagier stehen gefühlte 50 Taxifahrer zur Verfügung. Wir bahnten uns einen Weg durch die Meute und liefen zum nationalen Terminal. Dort sollten wir einen Grabfahrer bestellen können. Zum einen ist Grab wesentlich günstiger, zum anderen muss man nicht über den Preis verhandeln und der Fahrer wird per Google Maps zum Zielort navigiert. Nachdem ich ein öffentliches WLAN fand, konnte ich einen Fahrer bestellen und wir mussten ihn nur treffen. Leichter gesagt, als getan. Auf dem Weg bot jeder seine Dienste an und das zum gleichen Preis wie Grab. Woher wussten die, das wir mit Grab unterwegs sind? Einige gaben sich als unser Fahrer aus, ein kurzer Abgleich mit dem Profilfoto und Kennzeichen des Autos ließen das Geschäft jedoch platzen. Ein besonders hartnäckiger Fahrer ließ uns wissen, dass wir zwei Kilometer für Grab laufen müssten. Es gebe hier keinen Treffpunkt. Gerne würde er uns zu unserem Hotel bringen. Fast wären wir auf ihn reingefallen, in letzter Minute schrie aber unser richtiger Fahrer meinen Namen über den gesamten Parkplatz: „ Bääääähhhnd Bääääääks“. Wir waren froh, ihn endlich gefunden zu haben, bzw. er uns. Während der Fahrt lernten wir die ersten Brocken Balinesisch (Dankeschön und Guten Tag) sowie die Landschaft kennen. Auf den ersten Blick sieht es komplett anders aus, als ich es mir vorstellte. Unser Hotel liegt in Canggu fast am Strand, auf dem Weg dorthin sieht man nicht viel von der Natur. Die Straßen sind links und rechts zugebaut.

Uns begrüßten auch alle Taxifahrer persönlich, Bali | wat-erleben

Uns begrüßten auch alle Taxifahrer persönlich, Bali | wat-erleben

Innerhalb der letzten Jahre gab es einen ordentlichen Tourismusboom. Dort, wo sich vor fünf Jahren nur ein Café samt Surfshop befand, sind jetzt mehr als 300 Restaurants, Shops und Hotels. Ich glaube, dass das Publikum überwiegend aus Hipstern besteht. Die Muskeln der Typen haben mehr Luft, als die Chipstüten im Supermarkt. Alles, was du bekommst ist „Instaperfect“. Angefangen beim Essen, vorzugsweise Vegetarisch, lieber noch Vegan. Bohnen und Linsen (roh, bzw. „raw“) gehören ja eh zu meinen Lieblingsspeisen. Es gibt keinen normalen Orangensaft, wenn dann bestellst du dir einen „Slow Cold Pressed Orange Juice“, der wahrscheinlich im Mondschein hergestellt wurde. Die Bademode tut wenigstens was für die Umwelt und spart an möglichst viel Stoff, der Hüftausschnitt endet somit auf der Schulter. Läden suchst du vergebens, man findet nur Boutiquen. Abgesehen von den ganzen „beautiful people“ gibt es jede Menge schöne Seiten. Die Wellen am Strand sind jeden Tag der Wahnsinn, sogar ich schaffte es ein paar zu surfen (und zwar die besten meiner kurzen Surfkarriere). Fährt man mit dem Rad (bei dem Verkehr nur bedingt zu empfehlen) weiter raus, befindet man sich direkt in grünen Reisfeldern.Die Einheimischen sind super nett und freundlich. Besonders wenn wir mit Romy „Romstar“ unterwegs sind, hören wir aus jeder Ecke ein „oooooooohhhhh cuuuuuuuute“. Ich musste mich damit abfinden, dass sie damit ausschließlich Romy meinen. Irgendwann zählte ich nicht mehr wie oft Romy in die Backe gekniffen wird oder man sie auf den Arm nimmt.

Abseits vom Trubel, Canggu, Bali | wat-erleben

Abseits vom Trubel, Canggu, Bali | wat-erleben

Reisfeldselfie, yihaaa, Canggu, Bali | wat-erleben

Reisfeldselfie, yihaaa, Canggu, Bali | wat-erleben

Henning links, ich rechts, niiiiiicht, Echo Beach, Bali | wat-erleben

Henning links, ich rechts, niiiiiicht, Echo Beach, Bali | wat-erleben

Läuft bei uns, Canggu, Bali | wat-erleben

Läuft bei uns, Canggu, Bali | wat-erleben

Instagrammverdächtiger Foodporn, sieht besser aus, als es schmeckt, Canggu, Bali | wat-erleben

Instagrammverdächtiger Foodporn, sieht besser aus, als es schmeckt, Canggu, Bali | wat-erleben

Hauptsache mit Kokosnuss posen, Canggu, Bali | wat-erleben

Hauptsache mit Kokosnuss posen, Canggu, Bali | wat-erleben

Die letzten Tage ließen wir es ziemlich gemütlich angehen. Erst Strand, dann Pool, Mittagessen und Käffchen bevor es zum Surfen geht, anschließend Abendessen gefolgt von einem Cocktail auf der Dachterrasse. Das ist sozusagen unser Urlaubsprogramm während des Reisens.

Der Kaffeegott hat gesprochen, Canggu, Bali | wat-erleben

Der Kaffeegott hat gesprochen, Canggu, Bali | wat-erleben

Noch mehr abschalten können wir wahrscheinlich in unserer neuen Unterkunft, etwa zwei Stunden von Canggu entfernt. Wir verließen Henning und Co. gestern und tauschten unser Hotel gegen einen Homestay ein. Dieser liegt mitten in den Reisfeldern und wird von einer lokalen Familie geführt. Der erste Eindruck ist bereits atemberaubend. Wahrscheinlich sah Canggu vor fünf Jahren mal ähnlich aus.

Die Skyline von Sidemen, Bali | wat-erleben

Die Skyline von Sidemen, Bali | wat-erleben

Was soll ich schreiben, leider geil, Sidemen, Bali | wat-erleben

Was soll ich schreiben, leider geil, Sidemen, Bali | wat-erleben

Gestellt? Quatsch, Sidemen, Bali | wat-erleben

Gestellt? Quatsch, Sidemen, Bali | wat-erleben

Die ersten drei Nächte auf Koh Phangan befanden wir uns im abgelegenen Westen der Insel, unser Hotel lag direkt am Strand, daneben ein Pool und ansonsten eher nichts. Daher blieb uns leider kaum etwas anderes übrig, als von Morgens bis Abends eine schattige Liege in Anspruch zu nehmen und zwischen Meer, Trocknen, Pool, wieder Trocknen, Meer (…) zu variieren.

Unterkünfte messen wir in Dusch-Wasserdruck und Internetempfang. Fürs Internet hier 0 Punkte, meinen Spanisch-Skype-Unterricht musste ich abbrechen. Dafür war die Aussicht gut. | wat-erleben

Unterkünfte messen wir in Dusch-Wasserdruck und Internetempfang. Fürs Internet hier 0 Punkte, meinen Spanisch-Skype-Unterricht musste ich abbrechen. Dafür war die Aussicht gut. | wat-erleben

Wir bekamen übrigens ein doppeltes Zimmer-Upgrade mit Balkon und Meerblick. Bei den Temperaturen nutzt man jedoch eh nie den Balkon, nur den Pool und das Meer, Koh Phangan | wat-erleben

Wir bekamen übrigens ein doppeltes Zimmer-Upgrade mit Balkon und Meerblick. Bei den Temperaturen nutzt man jedoch eh nie den Balkon, nur den Pool und das Meer, Koh Phangan | wat-erleben

Abwechslung brachte die Tauchschule gegenüber, bei der wir an einem Morgen vorbei schauten. Glück für uns war, dass dort, neben einem schweizer Divemaster, ein Deutscher gerade seinen Trainerschein absolviert und noch ein paar Tauchgänge benötigte. Somit bekamen wir nicht nur einen Extra-Rabatt, sondern konnten mit deutscher (ok und schweizer) Genauigkeit alle Basics und Notfallsituationen durchgehen. Nach unserem kleinen Zwischenfall fühlten wir uns nach einer Auffrischung und können dies wärmstens empfehlen. Auf fünf Meter Tiefe ist eine Wechselatmung, eine kaputte Maske oder ein fehlendes Mundstück (…) eben nicht so gravierend wie z.B. auf 30 Meter Tiefe. Umso wichtiger also, dass man, egal wie viele Tauchgänge man schon hatte, diese Übungen immer wieder durchgeht. Wir fühlen uns jetzt sicherer und werden in Zukunft immer wieder Übungen einbauen. Außerdem können wir ab Mai unseren Tauchlehrer aus der Heimat, Jörg, wieder mit dämlichen Fragen auf die Nerven gehen.

Ja, Mai, ihr habt richtig gelesen. Denn ein paar Tage zuvor buchten wir unseren Flug von Bali über Singapur (übrigens unsere nächsten Reiseziele) nach Berlin. Geplant war dies wie viele Dinge unserer Reise nicht. Klar war nur, dass wir für die bevorstehenden Hochzeiten der Freunde spätestens Ende Juni zurück kommen möchten. Außerdem ergab eine Grobkalkulation vor unserer Reise ca. ein Jahr Reisen – dass es jedoch genau 365 Tage werden würden, hätten wir nicht gedacht. Am 16.05. fing unser Abenteuer an, am 15.05. endet es (vorerst). Wir schoben unsere Gespräche bezüglich einem Rückflug und der Frage wie es weitergeht lange auf. Ein paar Tage konnten wir uns rausreden mit „puh, der Flug ist aber zu teuer“, „neee, die Flugverbindung ist jetzt irgendwie doof“, oder „lass uns lieber was Essen gehen“. Als die Flüge nicht günstiger wurden, die bestmögliche Verbindung rausgesucht wurde und auch der Hunger gestillt war, blieb uns nichts anderes übrig, als zu buchen. „Your booking is confirmed“ wurde auf dem Bildschirm angezeigt. Gefühl? Schwankend zwischen den Tränen nahe, einem nicht zu beschreibendem Gemütszustand und Vorfreude, Familie und Freunde wiederzusehen.

Ich muss zugeben, dass ich mich schon länger mit dem Thema Heimreise beschäftigte. Laut Bernd zu früh, womit er wahrscheinlich Recht hatte – bis jetzt. Bisher konnte ich die immer mal wieder aufkommende Frage in meinem Kopf, wie es nach der Rückkehr in Deutschland weitergehen soll, relativ schnell, zu meiner Verwunderung, wieder ignorieren. Damals halfen manchmal Bernds wohlwollende Worte wie: „Bis dahin dauert es“, oder: „Wir reisen gerade mal ein halbes Jahr“. Jetzt nicht mehr, auch wenn Bernd weiterhin darauf besteht: „Wir reisen doch noch einen Monat“, merkt er langsam, dass diese Aussage nicht mehr viel Ausdruckskraft hat.

Damit dieser Blogbeitrag nicht zu stark in Melancholie abdriftet, versuche ich eine passende Überleitung zu finden…unser Hotel bietet nicht nur eine Tauchschule, Meer, Pool und Liegen, sondern auch eine Cocktailbar. Diese eignet sich insbesondere zur Happyhour, denn dann gönnt man sich einfach einen oder zwei starke Cocktails und trinkt auf den Heimflug – manchmal ist kein Alkohol eben keine Lösung. Besonders nicht bei den traumhaften Sonnenuntergängen.

Ein starker Cocktail und ein starker Sonnenuntergang, Koh Phangan | wat-erleben

Ein starker Cocktail und ein starker Sonnenuntergang, Koh Phangan | wat-erleben

Nach vier Tagen hatten wir genug von überteuertem Hotel-Essen und machten uns auf den Weg zu unserer zweiten Unterkunft im Stadtkern. Hier gab es endlich wieder Sticky Rice mit Mango und vernünftige Preise.

Der Ausblick aus unserer Unterkunft kann sich sehen lassen, Koh Phangan | wat-erleben

Der Ausblick aus unserer Unterkunft kann sich sehen lassen, Koh Phangan | wat-erleben

Nachtmarkt Thong Sala, wenn nicht gerade Songkran ist, Koh Phangan | wat-erleben

Nachtmarkt Thong Sala, wenn nicht gerade Songkran ist, Koh Phangan | wat-erleben

Am Samstag feierten wir ein zweites Mal Silvester. Bereits bei unserer Ankunft in Thailand lasen wir, dass zwischen dem 13. und 15. April Songkran gefeiert wird und das wollten wir uns keinesfalls entgehen lassen. Songkran ist das traditionelle Neujahrsfest, welches nach dem thailändischen Mondkalender gefeiert wird. Demnach leben wir übrigens im Jahr 2562. Der Brauch, sich gegenseitig mit Wasser zu begießen, ist in den letzten Jahren zu riesigen Wasserschlachten ausgeartet. Wir waren natürlich vorbereitet, so dass wir, mit Actioncam und Badesachen unser Zimmer verließen. Alles richtig gemacht, denn direkt wurden wir von unserer Hotel-Besitzerin, wenn auch zaghaft, mit einem Wasserschlauch bespritzt. Zaghaftes Wasserbespritzen und „von Kopf bis Fuß“ ist uns an diesem Tag im Wechsel begegnet. Wir waren bereits nach den ersten Metern bis auf die Unterhose Badehose durchnässt, dennoch waren einige Thais sehr süß und guckten uns zuerst zögernd an, bevor sie uns nass machten. Es gab andere Thais, die keine Gnade zeigten, und statt den Touri-Wasserpistolen, mit riesigen Eimern oder Wasserschläuchen bewaffnet waren. Da es, wie jeden Tag, tierisch heiß war, waren wir dankbar für die Abkühlung. Manche nahmen die Abkühlung zu genau und füllten ihre Eimer oder Wasserpistolen mit Eiswasser, da bekommt man selbst bei der Hitze Frostbeulen. Insgesamt war es ein sehr lustiger Tag und schön mit anzusehen wie Touris und Einheimische völlig friedlich und ausgelassen feierten. Nichtsdestotrotz waren wir froh, dass im Gebiet, rund um unser Hotel, lediglich ein Tag Songkran gefeiert wurde und nicht wie mancherorts drei Tage.

Bereits am 12.April wurden wir von diesem kleinen Jungen ins neue Jahr geschickt, Koh Phangan | wat-erleben

Bereits am 12.April wurden wir von diesem kleinen Jungen ins neue Jahr geschickt, Koh Phangan | wat-erleben

Die Szene, als wir unser Zimmer verließen und von unserer Hotel-Besitzerin begrüßt wurden. Als wir nachher duschen wollten, gab es nur tropfenweise Wasser,komisch. Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Szene, als wir unser Zimmer verließen und von unserer Hotel-Besitzerin begrüßt wurden. Als wir nachher duschen wollten, gab es nur tropfenweise Wasser,komisch. Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

10 Meter weiter war die Kleidung bereits durchweicht, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

10 Meter weiter war die Kleidung bereits durchweicht, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

So sieht Thong Sala aus, wenn statt Marktständen Songkran gefeiert wird, Koh Phangan | wat-erleben

So sieht Thong Sala aus, wenn statt Marktständen Songkran gefeiert wird, Koh Phangan | wat-erleben

Es gab sogar eine Party auf dem Marktplatz mit DJ, der da übrigens gerade tanzt und nicht auflegt. Neben Bass hat man jedoch nicht viel gehört, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Es gab sogar eine Party auf dem Marktplatz mit DJ, der da übrigens gerade tanzt und nicht auflegt. Neben Bass hat man jedoch nicht viel gehört, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Warum ich so erschrocken gucke? Wenn man statt mit warmem Pipi-Wasser plötzlich mit Eiswasser übergossen wird, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Warum ich so erschrocken gucke? Wenn man statt mit warmem Pipi-Wasser plötzlich mit Eiswasser übergossen wird, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

An jeder Straßenecke stehen Eimer und Tonnen, um den Wasservorrat aufzufüllen, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

An jeder Straßenecke stehen Eimer und Tonnen, um den Wasservorrat aufzufüllen, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Selbst in den Supermärkten herrscht Überflutung, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Selbst in den Supermärkten herrscht Überflutung, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Wasserpistolen waren eher harmlos, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Wasserpistolen waren eher harmlos, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Einheimischen fahren hier vor allem mit Wassertanks auf der Ladefläche ihrer Pick-ups, ausgestattet natürlich mit Eimern und Wasserpistolen, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die Einheimischen fahren hier vor allem mit Wassertanks auf der Ladefläche ihrer Pick-ups, ausgestattet natürlich mit Eimern und Wasserpistolen, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Neben Pick-Ups wird auch dieses Gefährt von Thais zur Wasserschlacht genutzt, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Neben Pick-Ups wird auch dieses Gefährt von Thais zur Wasserschlacht genutzt, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Bernd hat den Sinn nicht ganz verstanden, nicht mich, sondern andere Leute nass zu machen. Den pinken Eimer haben wir "gefunden", Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Bernd hat den Sinn nicht ganz verstanden, nicht mich, sondern andere Leute nass zu machen. Den pinken Eimer haben wir „gefunden“, Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 1 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 1 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 2 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 2 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 3 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Phase 3 beim Songkran, Koh Phangan | wat-erleben

Die nächsten Tage verbrachten wir mit Strandbesuchen, Kokos-Shakes und, wie immer, mit leckerem Thai-Essen. Außerdem wollten wir uns ein letztes Mal eine Massage gönnen, denn diese Preise wird man in Deutschland wohl vergeblich suchen. Nachdem uns die Massage aber (leider) zu gut gefiel, buchten wir für den Abend danach direkt noch eine. Übrigens wusste ich gar nicht, dass man für eine Massage ein gewisses Grundmaß an Gelenkigkeit mitbringen muss. Zumindest kam ich mir bei einigen Verdrehungen bei der Thai-Massage etwas eingerostet vor. Einmal wurde ich sogar angelacht (oder ausgelacht), als ich mich mit ausgestreckten Beinen zu meinen Füßen hindrehen sollte und leider nicht viel weiter als bis zu den Knien kam. Kommt dann wohl auf die To-Do-Liste für 2019…

Strandspaziergang auf Koh Phangan | wat-erleben

Strandspaziergang auf Koh Phangan | wat-erleben

So lässt es sich aushalten, fehlt nur noch der Kokos-Shake, Koh Phangan | wat-erleben

So lässt es sich aushalten, fehlt nur noch der Kokos-Shake, Koh Phangan | wat-erleben

Der Haad Rin Strand, besser bekannt als der Strand der Fullmoon-Party. Es könnte schön sein, wenn da nicht die Jetskis, vielen Buden und vor allem Glasscherben wären, Koh Phangan | wat-erleben

Der Haad Rin Strand, besser bekannt als der Strand der Fullmoon-Party. Es könnte schön sein, wenn da nicht die Jetskis, vielen Buden und vor allem Glasscherben wären, Koh Phangan | wat-erleben

Neben Batik-Shirts für die Vollmond-Party-Liebhaber, gibt es das Benzin hier überall litterweise zum Selbstabfüllen für den Roller zu kaufen, Koh Phangan | wat-erleben

Neben Batik-Shirts für die Vollmond-Party-Liebhaber, gibt es das Benzin hier überall litterweise zum Selbstabfüllen für den Roller zu kaufen, Koh Phangan | wat-erleben

Wir haben noch nicht so ganz verstanden, was das auf den Inseln mit den Hähnen auf sich hat. Die krähen hier an jeder Straßenecke, Koh Phangan | wat-erleben

Wir haben noch nicht so ganz verstanden, was das auf den Inseln mit den Hähnen auf sich hat. Die krähen hier an jeder Straßenecke, Koh Phangan | wat-erleben

Auf der anderen Seite beim Leela Beach geht es entspannter zu, Koh Phangan | wat-erleben

Auf der anderen Seite beim Leela Beach geht es entspannter zu, Koh Phangan | wat-erleben

Gestern war unser letzter Tag auf der Insel, wir nahmen die Fähre und anschließend den Bus und waren nach ca. sechs Stunden in unserer Unterkunft auf dem Festland in Krabi angekommen. Es gibt hier nicht viel, außer super günstiges, leckeres Essen auf dem Nachtmarkt (für knapp vier Euro aßen wir uns gestern satt) und einer Unterkunft für acht Euro (laut Flyer: „simple room. Basically, you should expect a typical budget hotel stay“); joah ne, da weiß man halt, was man hat. So lassen sich die zwei letzten Tage in Thailand aushalten. Morgen geht unser Flieger nach Singapur. Dort werden wir drei Tage verbringen, bevor es danach weiter nach Bali und evtl. zu ein paar anderen Inseln in Indonesien gehen wird.

Die Zeit während unseres Housesits verging super schnell und letzte Woche Freitag machten wir uns über das nächste Reiseziel Gedanken. Die Wahl viel auf Chumphon, das Eingangstor Richtung Südthailand. Viele nutzen diese Provinz nur, um die Fähre auf einer der Inseln zu nehmen. Wir hingegen versprachen uns etwas Ruhe und einsame Strände. Doch bevor wir am Strand liegen können, zerbrachen wir uns den Kopf darüber, wie man am besten von Bangkok nach Chumphon kommt. Entweder mit dem Bus, der Bahn oder dem Flieger. Variante 1 fiel sofort weg, Bus fahren bekommt uns einfach nicht so gut. Für Variante 2 liefen wir zum Bahnhof und wollten ein Ticket für die zweite Klasse kaufen. Sechs bis acht Stunden in einem klimatisierten Abteil lassen sich so einigermaßen bewältigen. Zu unserem Erstaunen war der komplette Zug, bis auf einen Platz, restlos ausgebucht. Der zweite Zug, etwas später, war ebenfalls ausgebucht. Auf einen möglichen Platz in der dritten Klasse, ohne Klimaanlage, verzichteten wir. Zurück im Apartment checkte ich die Flüge. Mit 75 Minuten Flugzeit und einem Aufpreis von 20 Euro gegenüber eines Buses landeten wir schließlich bei Variante 3 und buchten diese direkt.

Eine Kokosnuss am Tag muss sein, alleine schon wegen den ganzen Vitaminen, Bangkok | wat-erleben

Eine Kokosnuss am Tag muss sein, alleine schon wegen den ganzen Vitaminen, Bangkok | wat-erleben

Einen Aufpreis zahlten wir das erste Mal während unserer Reise für die Wäsche. Selber Waschen geht in Bangkok anscheinend nicht. Man gibt diese bei der Wäscherei um die Ecke ab, zahlt einen Euro pro Kilo und hofft, dass man alle Klamotten wieder zurückbekommt und keine fremde Unterwäsche dazwischen ist. Wir hatten Glück.

Am Samstag stand etwas Kultur auf dem Programm. Wir nahmen das Express-Boot den Fluss entlang und stiegen eine Haltestelle zu spät aus. Fahrpläne werden nicht eingehalten und deswegen liefen wir zehn Minuten zurück, um den Tempel Wat Arun auf der anderen Flussseite bei Sonnenuntergang zu beobachten. Wir irrten durch enge Gassen, um die beste Sicht zu erhalten. Das Geld für eine gehobene Cocktailbar sparten wir uns, vom Pier hat man einen fast genauso guten Blick.

Eine Bootsfahrt auf dem Chao Phraya, der Autobahn von Bangkok | wat-erleben

Eine Bootsfahrt auf dem Chao Phraya, der Autobahn von Bangkok | wat-erleben

Wat Arun, Bangkok | wat-erleben

Wat Arun, Bangkok | wat-erleben

Auf der anderen Straßenseite liegt direkt der nächste Tempel, Wat Pho. Das ist jetzt ein richtiger Geheimtipp, nach 17.00 Uhr zahlt man keinen Eintritt mehr und kann die riesigen Säulen aus Fliesen fast für sich ganz allein haben. Sehr schön und Gänsehaut inklusive.

Wat Pho, Bangkok | wat-erleben

Wat Pho, Bangkok | wat-erleben

Wat Pho und Wat Erleben, Bangkok | wat-erleben

Wat Pho und Wat Erleben, Bangkok | wat-erleben

Zwei Tempel sind mehr als genug. Wir hätten zwar noch den Ältesten, den Größten, den Goldensten, den Schönsten, den Höchsten und zig andere besuchen können, aber irgendwie ist es halt auch nur ein Tempel. Vor allem wenn diese tagsüber komplett überlaufen sind, verlieren sie schnell ihren Charme.

Ob die Khao San Road je Charme hatte, wissen wir nicht. Auf jeden Fall mussten wir uns ein eigenes Bild von der Backpacker- und Touristraße machen. Nahezu jedes Klischee wurde glücklicherweise bestätigt. Schrill und bunt, Cocktailbars reihen sich an Massagestudios, die Bars kämpfen darum, wer die lauteste Musik hat, vor jeder stehen 15 Kellner die dich reinziehen möchten. Es gibt gegrillte Insekten zum probieren oder nur zum fotografieren (ein Foto 15 Baht). Jede Menge Leute, die man so auch am Ballermann treffen würde. Unterhaltsam ist die Straße alle mal, wir waren froh, als wir in einer ruhigeren Ecke einen Cocktail tranken.

Selbst für thailändische Verhältnisse ist auf der Khao San Road viel los, Bangkok | wat-erleben

Selbst für thailändische Verhältnisse ist auf der Khao San Road viel los, Bangkok | wat-erleben

Erinnert ein wenig an die Kirmes, Bangkok | wat-erleben

Erinnert ein wenig an die Kirmes, Bangkok | wat-erleben

An unserem letzten Tag in Bangkok besuchten wir ein weiteres Mal den Foodcourt vom Terminal 21 und probierten all das, wozu wir bislang nicht gekommen waren. Kokossuppe – ganz okay. Knuspriges Schwein und Ente – sah auf dem Foto um Längen besser aus. Bockwürstchen im Pancake – kann man mal machen. Wenigstens beim Nachtisch machten wir mit Mango Sticky Rice nichts verkehrt.

Es muss wohl am Essen gelegen haben, denn Laura und ich hatten am nächsten Tag eine kleine Magenverstimmung. War ja klar, dass wir sowas jetzt bekommen, wo wir weiter reisen wollen. Gut, dass wir nur kurz im Flieger sitzen. Frühmorgens ging es schon los und gegen 10.00 Uhr waren wir bereits am Hotel. Die Zeit bis zum Check-in verschliefen wir am Strand gegenüber. Eigentlich verschlief Laura den ganzen Tag. Nach acht Stunden im Bett gab es für sie trockenen Reis und danach konnte sie die komplette Nacht weiter schlafen. Anscheinend brauchte der Körper das jetzt, nach Bangkok und dem miesen letzten Essen.

Warten auf den Check-in, es gibt schlimmere Hotel Lobbies, Chumphon | wat-erleben

Warten auf den Check-in, es gibt schlimmere Hotel Lobbies, Chumphon | wat-erleben

Fahrrad fahren in der Mittagssonne, wir hatten schon bessere Ideen, Chumphon | wat-erleben

Fahrrad fahren in der Mittagssonne, wir hatten schon bessere Ideen, Chumphon | wat-erleben

Während Laura schlief, kümmerte ich mich um den Tauchausflug am nächsten Tag. Wir waren gespannt, was die Unterwasserwelt von Thailand bietet. Überraschenderweise sahen wir intakte Korallen und jede Menge Leben im Riff. Zudem konnten wir ein ausgedientes Marinewrack anschauen. Zwischendurch wurde es kurz hektisch. Laura packte mich am Jacket und schaute mit weit aufgerissen Augen zu mir rüber. Mein erster Gedanke – wo ist der riesen Fisch? Aber irgendwas stimmte nicht. Dann checkte ich, dass Laura ihren Atemregler nicht im Mund hatte. Das Teil, wo die Luft rauskommt. Einen Wimpernschlag später befand sich mein Atemregler in ihrem Besitz. Ich griff nach meinem zweiten, dieser hielt nur zwei Atemzüge, dann fiel das Mundstück ab. Zwei Sekunden später bekamen wir Hilfe von den anderen beiden Tauchern, die mit uns unterwegs waren. Wie sich herausstellte, löste sich das Mundstück ebenfalls bei Laura. Sehr ungewöhnlich, dass beide gleichzeitig abhanden kommen. Zurück an Bord sicherten wir diese mit Kabelbindern. Der zweite Tauchgang verlief ohne Zwischenfälle. Was bleibt ist ein kleiner Schock, sowie die Sensibilisierung, sich genauestens mit geliehenem Equipment vertraut zu machen und sich alle Sicherheitsbasics vor Augen zu führen.

Laura an der großen Kanone, Chumphon | wat-erleben

Laura an der großen Kanone, Chumphon | wat-erleben

Findet Nemo, Chumphon Pinnacle | wat-erleben

Findet Nemo, Chumphon Pinnacle | wat-erleben

Nach soviel Aufregung brauchten wir wieder Ruhe und davon gibt es in Chumphon genug. Wir verlängerten unseren Aufenthalt um zwei Nächte. Nur nicht im gleichen Hotel, da dieses für einen Tag komplett ausgebucht war. Ca. 200 Reisende hielten mit ihrem bescheidenen Tourbus und nahmen den Strand in Beschlag. Die Animateurin hatte leichtes Spiel, um die Urlauber zu begeistern. Von unserer Sonnenliege beobachteten wir Gruppenspiele, wie man sie sonst nur aus dem Ferienlager kennt.

Ist wahrscheinlich alles eingetragen und entspricht den Vorschriften, Chumphon | wat-erleben

Ist wahrscheinlich alles eingetragen und entspricht den Vorschriften, Chumphon | wat-erleben

Wir besaßen unser eigenes Ferienlager, bestehend aus zwei Liegen, einem Sonnenschirm, zahlreichen Palmen und viel Strand. Die Bar versorgte uns mit Pad Thai, Kokosnüssen und Mango-Shakes. Das Wasser hat 30 Grad und es fühlt sich an, als wenn ununterbrochen vor dir jemand ins Wasser pinkelt. In dieser Zeit schaffte Laura es, sich durch zwei Bücher zu lesen. Seit Australien kommt sie auf insgesamt vier Bücher. Sie hangelt sich von Tauschbörse zu Tauschbörse, ziemlich praktisch.

Hier haben wir unser Lager aufgeschlagen, Chumphon | wat-erleben

Hier haben wir unser Lager aufgeschlagen, Chumphon | wat-erleben

Wir werden uns von Insel zu Insel hangeln. Den Start machte am Freitag die Insel Koh Tao. Auf der Pritsche eines Tuk-Tuks fuhren wir zum Fähranleger des Piers. Eineinhalb wellige Stunden später betraten wir Koh Tao und nach den ersten Metern empfingen uns bereits die ersten Verkäufer. Nein, wir haben unser Hotel bereits gebucht. Danke, wir brauchen keinen Roller. Ja, wir möchten die 500 Meter wirklich zum Hotel laufen. Tauchen? – Haben wir auch schon einen Plan für. Wir sehnten uns nach Chumphon zurück.

Beethoven lässt es sich gut gehen, ein eigener Ventilator hat so seine Vorzüge, Koh Tao | wat-erleben

Beethoven lässt es sich gut gehen, ein eigener Ventilator hat so seine Vorzüge, Koh Tao | wat-erleben

Am gleichen Abend liefen wir zur Tauchschule, die uns empfohlen wurde. Wir trafen Rob wieder, der vorher mit uns zusammen in Chumphon tauchen war. Wir buchten zwei Tauchausflüge. Einen für mich am nächsten Morgen (da Laura ihren Spanischunterricht hatte) und einen für uns gemeinsam am Sonntag. Dafür, dass es hier 50+ Tauchschulen gibt, waren die Tauchplätze nur OK. Es hing vielleicht  ein wenig mit der bescheidenen Sichtweite unter Wasser zusammen. Nach Mexiko sind wir für alle anderen Tauchgebiete verdorben. Endlich weiß ich auch, was Champagner-Tauchen ist. Zuerst dachte ich immer an etwas Versautes, in Wahrheit fühlt man sich wie in einem Glas Champagner. Überall steigen die Luftblasen der vielen anderen Taucher auf.

So viele Fische, dass man die Taucher auf der anderen Seite nicht mehr sieht, Sail Rock | wat-erleben

So viele Fische, dass man die Taucher auf der anderen Seite nicht mehr sieht, Sail Rock | wat-erleben

Und noch mehr Fische, einfach Wahnsinn, Sail Rock | wat-erleben

Und noch mehr Fische, einfach Wahnsinn, Sail Rock | wat-erleben

Zurück zum Boot, gegen die Strömung, juhuu, Sail Rock | wat-erleben

Zurück zum Boot, gegen die Strömung, juhuu, Sail Rock | wat-erleben

Die Sicht beim Schnorcheln war wiederum super. Viele bunte Fische, wie im Aquarium. Vor Lauras Nase tauchte sogar ein Riffhai auf. Was will man mehr, manchmal liegen die schönsten Dinge direkt vor der Haustür und sind umsonst. Genauso wie der Sonnenuntergang, den wir jeden Abend am Strand genossen. Der Himmel hört gar nicht mehr auf rot zu strahlen. Hier kommt man auf so sinnfreie Gedanken wie: „Wann haben wir eigentlich das letzte Mal selber gekocht?“ – „Puuuuh, letzten Monat!“. Das Essen von der Straße ist einfach unschlagbar gut und günstig (Edeka lässt grüßen).

Neben diesem Schwarm von Fischen, sahen wir einen Schwarzspitzenriffhai, Sai Daeng Beach | wat-erleben

Neben diesem Schwarm von Fischen, sahen wir einen Schwarzspitzenriffhai, Sai Daeng Beach | wat-erleben

Engelsfische, so schööön, Sai Daeng Beach | wat-erleben

Engelsfische, so schööön, Sai Daeng Beach | wat-erleben

Nachdem wir gefühlte tausend Höhenmeter überwunden haben, wurden wir mit dieser Aussicht belohnt, Sai Daeng Beach | wat-erleben

Nachdem wir gefühlte tausend Höhenmeter überwunden haben, wurden wir mit dieser Aussicht belohnt, Sai Daeng Beach | wat-erleben

Der Himmel bleibt ziemlich lange rot, Koh Tao | wat-erleben

Der Himmel bleibt ziemlich lange rot, Koh Tao | wat-erleben

Unsere Lieblingsplatz am Abend, Koh Tao | wat-erleben

Unsere Lieblingsplatz am Abend, Koh Tao | wat-erleben

Das beste Essen gibt es am Straßenrand, Koh Tao | wat-erleben

Das beste Essen gibt es am Straßenrand, Koh Tao | wat-erleben

Mittlerweile sind wir auf Koh Phangan angekommen, Insel Nummer Zwei und berühmt für ihre monatliche Vollmondparty. Leider oder zum Glück sind wir nicht zur passenden Mondphase da. Als wir das Schiff verließen, begrüßte uns das gleiche Schauspiel wie auf Koh Tao. Dieses Mal nutzten wir jedoch den angepriesenen Shuttleservice. Bloß wohin sollte es gehen, wie hieß noch gleich das Hotel? Sowas kann man echt schnell vergessen, oder durcheinander bringen. Das Gleiche ist uns bereits öfters am Flughafen passiert. Ratlos stehen wir vor der Anzeigetafel und grübeln, mit welcher Fluggesellschaft wir überhaupt fliegen. Bangkok verließen wir verwirrter, standen drei Minuten vor der Tafel, bis wir realisierten, dass es sich um die ankommenden Flugzeuge handelte. Im wahrsten Sinne sind wir also reif für die Insel.

Safety First - ein westliches Krankenhaus und wann regnet es auf Koh Phangan, nur dann, wenn unser Gepäck auf dem Dach des Tuktuks festgeschnallt ist | wat-erleben

Safety First – ein westliches Krankenhaus und wann regnet es auf Koh Phangan, nur dann, wenn unser Gepäck auf dem Dach des Tuktuks festgeschnallt ist | wat-erleben

Warm eingepackt kamen wir gestern vor einer Woche am Flughafen Bangkok an. Nach dem ersten Schritt aus dem Terminal, eine völlig andere Welt. Aus dem strukturierten Japan war ein ein hupendes, stickiges Bangkok geworden.

Unser Körper dankte uns – nicht. Innerhalb von sechs Stunden gibt’s einen Temperaturunterschied von 25 Grad und Schweißausbrüche. Mit dem Grab-Taxi (das asiatische Uber quasi) fuhren wir zum Hotel. Nach einer kurzen Verschnaufpause im klimaanlagen-gekühlten Zimmer gab es einen Ausflug in ein Restaurant um die Ecke. Auf dem Rückweg kamen wir an vier verschiedenen Massage-Studios vorbei. Das musste ein Zeichen sein und außerdem…der Preis auf dem Schild kann nicht richtig sein? Anscheinend doch, für 11 Euro (inkl. Trinkgeld) gönnten Bernd und ich uns jeweils eine Stunde Massage. Jetzt waren wir wirklich in Thailand angekommen.

Unser erster Abend und erstes Essen in Thailand. Ganz wichtig, immer no spicy dazu sagen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Unser erster Abend und erstes Essen in Thailand. Ganz wichtig, immer no spicy dazu sagen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Was auch immer eine Ratsstube ist, da waren wir natürlich nicht essen, dafür ist Thai-Essen viel zu lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Was auch immer eine Ratsstube ist, da waren wir natürlich nicht essen, dafür ist Thai-Essen viel zu lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Schuhe aus!!! Es gibt doch nichts besseres als eine Massage, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Schuhe aus!!! Es gibt doch nichts besseres als eine Massage, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Am nächsten Tag machte besonders mir die Hitze zu schaffen. Natürlich mussten wir für diesen Tag direkt den größten Wochenendmarkt („Chatuchak“) aussuchen, noch dazu zur unerträglich heißen Mittagszeit. Angeblich gibt es dort knapp 10.000 Stände und vor allem viele Menschen. Zu viele! Leicht benommen steuerten Bernd und ich einen Essens-Stand mit Sitzgelegenheit an. Eine eisgekühlte Cola und ein Pad Thai später ging es bergauf. Bergrunter geht es dagegen bei den Preisen in Thailand, zumindest für uns und im Gegensatz zu allen bisher besuchten Ländern. Günstige Länder zum Schluss, alles richtig gemacht und nein, das Schild „59“ beim Hosenstand, war nicht die Größe wie von Bernd vermutet, sondern der Preis (knapp 1,50€).

Der Eingang zum Chatuchak-Market, nur ein wenig voll, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Der Eingang zum Chatuchak-Market, nur ein wenig voll, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Abends besuchten wir einen kleinen Nachtmarkt um die Ecke, deutlich angenehmer. Das Angebot an Nachtmärkten ist riesig in Bangkok, es handelt sich dabei eigentlich um nichts anderes als einen Wochenmarkt, der halt Abends stattfindet. Insgesamt scheint es so, als ob neben der Berufs-Rush-Hour, erst nach Sonnenuntergang das Leben in Bangkok richtig beginnt. Bei den Standverkäufern hat man zu dieser Zeit den Eindruck, dass sich ihr ganzes Leben hier abspielt. Zwischen der Kundschaft wird auf dem Boden mit Familie und Freunden gequatscht, gegessen, oder mal ein Nickerchen gemacht.

Einer der bisher kleinsten und schönsten Nachtmärke, Patpong, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Einer der bisher kleinsten und schönsten Nachtmärke, Patpong, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Mein neues Lieblings-Dessert, Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Mein neues Lieblings-Dessert, Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ein Traum, auch wenn es vielleicht nicht ganz so aussieht Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ein Traum, auch wenn es vielleicht nicht ganz so aussieht Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Mittlerweile herrscht ein ganz anderer Tagesrhyhmus, als z.B. in Neuseeland. Vorbei sind die Tage, wo wir mit Sonnenaufgang aufgestanden und mit Sonnenuntergang ins Bett gegangen sind. Hier heißt es bis Mittags schlafen und dafür bis Nachts wach sein. Ist für den Kreislauf von Vorteil, tagsüber macht es wenig Spaß, die Stadt zu erkunden. Meist wagen wir uns tagsüber nur für ein schnelles Mittagessen nach draußen.

Bangkok bei Nacht, Thailand | wat-erleben

Bangkok bei Nacht, Thailand | wat-erleben

Ist ja schön, dass die Zeit der Grünphase angezeigt wird, hält sich aber eh keiner dran. Beim überqueren der Straße sollte man stets rennen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ist ja schön, dass die Zeit der Grünphase angezeigt wird, hält sich aber eh keiner dran. Beim überqueren der Straße sollte man stets rennen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ist das Kunst? Nein, nur zu viele Kabel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ist das Kunst? Nein, nur zu viele Kabel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Neben Straßenkatzen gibt es auch diese netten Tierchen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Neben Straßenkatzen gibt es auch diese netten Tierchen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Tuk-Tuks haben hier den größten und lautesten Auspuff, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Tuk-Tuks haben hier den größten und lautesten Auspuff, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Rotlichtviertel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Rotlichtviertel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Der Rot Fai Market Ratchada, sieht von oben unserer Meinung nach schöner aus, als er ist, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Der Rot Fai Market Ratchada, sieht von oben unserer Meinung nach schöner aus, als er ist, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Chinatown in Bangkok, zuviel Auswahl zum Essen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Chinatown in Bangkok, zuviel Auswahl zum Essen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Blumen-Markt am späten Abend, schön zum anschauen und riechen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Blumen-Markt am späten Abend, schön zum anschauen und riechen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gestern Abend gab es mal wieder Streetfood, ein freundlicher Thai half uns bei der Übersetzung. Was wir aßen? Keine Ahnung, aber verdammt lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gestern Abend gab es mal wieder Streetfood, ein freundlicher Thai half uns bei der Übersetzung. Was wir aßen? Keine Ahnung, aber verdammt lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Im Anschluss gab es Mini-Ananas, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Im Anschluss gab es Mini-Ananas, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Kurz vor Mitternacht. Warum der Markt so leer war?Es wurde gerade aufgebaut. Wann schlafen die Thais eigentlich? Bangkok, Thailand | wat-erleben

Kurz vor Mitternacht. Warum der Markt so leer war?Es wurde gerade aufgebaut. Wann schlafen die Thais eigentlich? Bangkok, Thailand | wat-erleben

Die einzige Ausnahme, um tagsüber aus dem Haus zu gehen, ist das gut gekühlte Shopping-Center. In Bangkok gibt es unzählig viele davon, damit hätten wir die Stadt nicht unbedingt in Verbindung gebracht. Die meisten der Einkaufshäuser sind jedoch nicht wie man sie aus anderen Ländern kennt. Hier spielt sich der Verkauf in den Gängen ab. Stände über Stände mit Souvenirs, billiger Kleidung, Goldschmuck und Elektronik. Wer auf Luxus steht, muss in andere Malls mit ausgestorbenen Geschäften und klinisch-reinen Eingangsbereichen. Ob das noch zu Bangkok passt?

So sehen die Einkaufszentren von innen aus, mehr Stände als Geschäfte, Bangkok, Thailand | wat-erleben

So sehen die Einkaufszentren von innen aus, mehr Stände als Geschäfte, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ausgestorbene Plätze (und sauber) bei den Luxus-Malls, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ausgestorbene Plätze (und sauber) bei den Luxus-Malls, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gerade weil die Stadt nicht zwanghaft versucht besonders schön, sauber und ordentlich zu sein, gefällt sie uns. Die Thais sind super nett und das Essen ist spitze, reicht doch? Selbst in Einkaufszentren ist das Essen bezahlbar. In einem Blog las ich, dass im „Terminal 21“ die Verkäufer der Essens-Stände keine Miete zahlen müssen und daher das Essen günstig sein soll. Tatsächlich, mit 30 Baht für ein Pad Thai (unter 1€), mindestens so günstig wie auf der Straße. Gut, die Portion macht nicht unbedingt satt, aber wäre auch zu schade. Wir aßen uns durch den kompletten Food-Court. Mit vollgeschlagenem Bauch ging es im Anschluss im gleichen Gebäude ins Kino. Mit sehr bequemen Sitzen und Nationalhymne zum Beginn des Films mal etwas anderes.

Durian mit Eis. Wenn die Frucht überreif ist, riecht sie angeblich nach Erbrochenem, Pipi und Essig. An U-Bahn-Stationen, in Hotels usw. gibt es daher Verbotsschilder, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Durian mit Eis. Wenn die Frucht überreif ist, riecht sie angeblich nach Erbrochenem, Pipi und Essig. An U-Bahn-Stationen, in Hotels usw. gibt es daher Verbotsschilder, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Terminal 21 heißt nicht umsonst so, das Gebäude ist wie ein Flughafen aufgebaut. Die Sicherheitskontrollen gibt es übrigens auch in den UBahnStationen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Terminal 21 heißt nicht umsonst so, das Gebäude ist wie ein Flughafen aufgebaut. Die Sicherheitskontrollen gibt es übrigens auch in den UBahnStationen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Nach einer halben Woche im Hotel stand ein Umzug bevor. Wir hatten, mal wieder, einen tollen Housesit an Land gezogen. Im Herzen von Bangkok, allerdings in einer ruhigen Seitenstraße, passen wir seit vier Tagen auf zwei Katzen auf. So lässt es sich entspannt die Stadt entdecken. Entspannung ist vor allem notwendig, nachdem man auf (großen) Straßenmärkten war. Neben Obst und Gemüse gibt es Fleisch in der Sonne zu bestaunen (zum Glück schon aus Mexiko und Guatemala bekannt), krähende Hähne aus dem Käfig und mal wieder verdammt viele Menschen. Allerdings teilt man sich die kleinen Gassen und Bürgersteige nie nur mit diesen, sondern auch mit Mopeds, Sackkarren und Kleinlastern. Echt beindruckend, besonders, dass trotzdem so gut wie nie geschubst wird.

Ausnahmsweise mal ein leerer Markt, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ausnahmsweise mal ein leerer Markt, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Scharf? Können wir nicht, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Scharf? Können wir nicht, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Die Roller-Gang ohne Verkehrsregeln, die mit den orangenen Westen kann man über Grab bestellen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Die Roller-Gang ohne Verkehrsregeln, die mit den orangenen Westen kann man über Grab bestellen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Schön gerempelt wurde allerdings beim Thai-Boxen. An einem Abend schauten wir kostenlos vor dem MBK-Kaufhaus einige Boxkämpfe an. Dabei geht es ordentlich zur Sache, anders als ein langweiliger Klitschko-Kampf, der bereits nach der ersten Runde vorbei ist.

Thai-Boxen am MBK-Gebäude, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Thai-Boxen am MBK-Gebäude, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gestern war ein wichtiger Tag unserer Reise. Dieser kostete 40€ und war sechs Kilogramm schwer. Wir schickten das erste Paket nach Deutschland. Es werden bis zum Ende (hoffentlich) keine kalten Länder mehr bereist. Wenn alles gut geht, erwarten uns in frühestens zwei Monaten per Seeweg alle warmen Kleidungsstücke. Mit leichtem Gepäck können die nächsten Wochen nur traumhaft werden.

Heute war unser letzter Tag in Japan, wir übernachteten im Flughafen und der Flieger ging nach Bangkok. Genug Zeit also, um die Tage Revue passieren zu lassen. Was hat uns an Japan am Besten gefallen? Auf jeden Fall das Essen. So oft waren wir nirgendwo anders im Restaurant. Wenn ich nachzähle, dann aßen wir an jedem Tag Sushi, insgesamt 18 Mal. Ich glaube, dass wir fast alles von der Speisekarte abhaken können. Wir überlebten sogar den Kugelfisch. Absolute Highlights sind Lachs, Aal und die Shrimp-Rolls. Während ich alle möglichen neuen Fischarten ausprobierte, gehörten diese drei zu Lauras Klassikern. Gut, dass ich bei manchen Sachen nicht wusste, was da auf meinem Teller liegt. Erst später übersetzte ich die Namen ins Deutsche. Seeigel schmeckt unbeschreiblich eigenartig, Pferd überraschenderweise zart und vergorene Sojabohnen landen auf dem letzten Platz.

Der Kugelfisch schmeckt nicht besonders, Kyoto Japan | wat-erleben

Der Kugelfisch schmeckt nicht besonders, Kyoto Japan | wat-erleben

In dieser Reihenfolge haben wir uns satt gegessen, Kyoto, Japan | wat-erleben

In dieser Reihenfolge haben wir uns satt gegessen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich auch Wal probierte und nicht nachvollziehen kann, warum Japan den Fang wieder kommerziell betreiben möchte. Unser Guide von der Free-Walking-Tour erklärte mir, dass die Japaner eigentlich kein Walfleisch essen und es eher darum ginge, dass die Politik sich nicht vom Westen vorschreiben lassen möchte, was Sie zu tun und lassen hat.

Am Samstag ist unser Sushi-Essen etwas aus dem Ruder gelaufen. Laura verfiel in einen Bestellwahn und wunderte sich später über die große Anzahl an Tellern, die im Minutentakt an unseren Tisch kamen. Den Überblick verloren wir ganz schnell, aßen aber alles brav auf. Nach so viel Völlerei brauchten wir dringend einen Absacker. Hier wird heißer Sake getrunken, der sich seinen Weg in den Magen brennt. Einfacher als in Neuseeland kommt man auch an Alkohol. In Neuseeland blieb meine Flasche Wein an der Supermarktkasse stehen, weil ich keinen Reisepass bei mir trug. Personalausweis, Führerschein, Kreditkarte und graue Haare zählen nicht als Altersnachweis. In Japan wird auf dem Bestellbildschirm bejaht, dass man älter als 20 Jahre ist, das wars.

Diese beiden sind Lauras Favoriten, sicherheitshalber bestellte sie alle vier, Tokio, Japan | wat-erleben

Diese beiden sind Lauras Favoriten, sicherheitshalber bestellte sie alle vier, Tokio, Japan | wat-erleben

Das ist Lauras Sake-Gesicht, Tokio, Japan | wat-erleben

Das ist Lauras Sake-Gesicht, Tokio, Japan | wat-erleben

Dass wir immer noch jung aussehen, bestätigte uns der Besuch in einer Fotobox. Diese Boxen sind vor allem bei jungen Mädels beliebt, die Gruppenfotos schießen und diese später bearbeiten und ausdrucken. Klar, wir wollten auch so ein Andenken. Die Box ist eine Art Zauberkugel von Linda de Mol. Wir gingen rein, automatisch wurden tausend Filter über das Bild gelegt und als wir das Ergebnis sahen, waren wir super süß und 15 Jahre jünger.

Kurz noch ein paar Spezialeffekte einfügen, Tokio, Japan | wat-erleben

Kurz noch ein paar Spezialeffekte einfügen, Tokio, Japan | wat-erleben

So sieht das Endergebniss aus, schon süß, die Pose schauten wir uns bei den anderen Mädels ab, Tokio, Japan | wat-erleben

So sieht das Endergebniss aus, schon süß, die Pose schauten wir uns bei den anderen Mädels ab, Tokio, Japan | wat-erleben

So jung und voller Energie spazierten wir am Sonntag quer durch die halbe Stadt. Besuchten die Kopie des Eiffelturms (der ist hier 8 Meter höher), aßen in dessen Untergeschoß die japanische McDonalds-Variante (kleinere Burger, dafür hübscher und leckerer) und suchten nach ersten Kirschblüten in der Nähe vom Kaiserpalast (diesen konnten wir nur hinter hohen Mauern erahnen). Abends gab es gleich zweimal Sushi, im ersten Restaurant die Hauptspeise und eigentlich im zweiten Restaurant die Nachspeise. Bei so vielen Restaurants kann man diese auch leicht durcheinander bringen. Ich führte uns zum falschen und Laura bekam kein Mango-Eis.

Le Tour Eiffel mitten in Tokio, Japan | wat-erleben

Le Tour Eiffel mitten in Tokio, Japan | wat-erleben

Völlig verblüfft, dass es in der Food Hall Sitzplätze gab, Tokio, Japan | wat-erleben

Völlig verblüfft, dass es in der Food Hall Sitzplätze gab, Tokio, Japan | wat-erleben

Am Montag liefen wir ein letztes Mal mit den Hunden Gassi und verließen Tokio mit dem Shinkansen. Die 480 Kilometer Bahnstrecke nach Kyoto bewältigten wir in atemberaubenden zwei Stunden. Unglaublich ist auch, dass auf dieser Strecke alle 15 Minuten ein Zug fährt, wie immer auf die Sekunde genau. Es ist wie Fliegen, nur mit enormer Beinfreiheit.

Booty und Oprah, Tokio, Japan | wat-erleben

Booty und Oprah, Tokio, Japan | wat-erleben

Flott noch ein Foto, bevor es schnell weitergeht, Tokio, Japan | wat-erleben

Flott noch ein Foto, bevor es schnell weitergeht, Tokio, Japan | wat-erleben

Es wird daraufhin gewiesen, dass die Geräusche der Laptop-Tastatur andere Fahrgäste stören könnte, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Es wird daraufhin gewiesen, dass die Geräusche der Laptop-Tastatur andere Fahrgäste stören könnte, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Wir fuhren am Mount Fuji vorbei, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Wir fuhren am Mount Fuji vorbei, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Nach einer langen und beschwerlichen Anreise musste sich Laura erstmal stärken. Als sie die Auswahl an Matcha-Artikel im Supermarkt sah, wurden die Augen immer größer. Da lässt man sie nur kurz verschwinden und zurück kommt sie mit einem Arm voll Süßkram. Zum Nachtisch gab es natürlich Matcha-Eis, welches hier besonders gut schmeckt. Die Region rund um Kyoto ist bekannt für ihren Teeanbau und es ist ein Leichtes, für 20 Gramm Tee mehr als 50 Euro auszugeben.

Ich präsentiere, Lauras Ausbeute, Kyoto, Japan | wat-erleben

Ich präsentiere, Lauras Ausbeute, Kyoto, Japan | wat-erleben

Mindestens genauso berühmt sind die tausend Torbögen, durch die man am Fushimi-Inari-Schrein läuft. Die ersten 200 Bögen teilt man sich mit Horden von Touristen. Je weiter wir den Berg raufkommen, desto geringer wird deren Zahl. An jeder Abbiegung drehen sich manche Leute laut schnaufend und prustend um. Die waren wohl noch nicht auf dem Acatenango in Antigua.

Hübsch, hübsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Hübsch, hübsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Diese Fischbällchen mit Oktopus sind super lecker, Kyoto, Japan | wat-erleben

Diese Fischbällchen mit Oktopus sind super lecker, Kyoto, Japan | wat-erleben

So sieht also grüner Tee aus, Kyoto, Japan | wat-erleben

So sieht also grüner Tee aus, Kyoto, Japan | wat-erleben

Jeder Ball beinhaltet einen Wunsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Jeder Ball beinhaltet einen Wunsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Altstadtviertel herrschen strenge Regeln, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Altstadtviertel herrschen strenge Regeln, Kyoto, Japan | wat-erleben

Meine Lieblingsbeschäftigung, Essen bestellen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Meine Lieblingsbeschäftigung, Essen bestellen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das Frühstück von Hulk, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das Frühstück von Hulk, Kyoto, Japan | wat-erleben

Unten war es rappelvoll, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Unten war es rappelvoll, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Erst wird geläutet, danach sein Wunsch vorgetragen, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Erst wird geläutet, danach sein Wunsch vorgetragen, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Es wurde leerer, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Es wurde leerer, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Den Gipfel hatten wir für uns allein, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Den Gipfel hatten wir für uns allein, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Katzen gehören zu den Schreinen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Katzen gehören zu den Schreinen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Einen kleineren Berg bestiegen wir am Mittwoch – den Affenberg in Arashiyama. In diesem Vorort von Kyoto leben knapp 170 japanische Makaken. Findige Geschäftsleute füttern diese, damit sie auf dem Hügel bleiben und wir sie beobachten dürfen. Besser als ein Besuch im Zoo ist es allemal, da die Tiere hier frei herumlaufen sowie tun und lassen können, was sie wollen. Vor allem wird sich gegenseitig gejagt und nach Flöhen abgesucht.

Lässt sich wohl aushalten, Kyoto, Japan | wat-erleben

Lässt sich wohl aushalten, Kyoto, Japan | wat-erleben

Erinnert mich an ein Gemälde: Affe im Baum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Erinnert mich an ein Gemälde: Affe im Baum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Winter besuchen die Affen heiße Quellen, um sich aufzuwärmen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Winter besuchen die Affen heiße Quellen, um sich aufzuwärmen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Lange suchen mussten wir den Bambus-Wald im Örtchen nicht, einfach den Menschenmassen hinterher. Anders als beim Schrein, wurde es am Ende nicht leerer, schön war es trotzdem. Ich wusste nicht, dass Bambus so groß wird. Ich wusste nur, das die falsche Sorte im Garten zu einer richtigen Wucherplage werden kann und das Bambus früher zum Foltern diente. Laura schüttelte bei meinem unnützen Wissen mit dem Kopf.

Man sieht den Wald vor lauter Bambus nicht, Kyoto, Japan | wat-erleben

Man sieht den Wald vor lauter Bambus nicht, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die erste Kirschblüte, fälschlicherweise handelte es sich in Tokio um Pflaumenbäume, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die erste Kirschblüte, fälschlicherweise handelte es sich in Tokio um Pflaumenbäume, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die Festungsmauer der Samurai-Burg, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die Festungsmauer der Samurai-Burg, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das ist ein Aprikosenbaum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das ist ein Aprikosenbaum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Kopfschüttelnd gingen wir auch Abends in eine Karaoke-Bar. Unsere Gesangskünste stellten wir nur bei einem Lied auf die Probe. Das reichte vollkommen, schiefer ging es kaum. Die restlichen Lieder überließen wir den Profis. Diese singen fast genauso schief, aber mit voller Leidenschaft. Klassische Schützenfest- und 90er-Lieder fanden wir auf der Karaokemaschine leider nicht – oder Gott sei Dank nicht.

Gut, dass es zu diesem Bild keinen Ton gibt, Karaoke in Kyoto, Japan | wat-erleben

Gut, dass es zu diesem Bild keinen Ton gibt, Karaoke in Kyoto, Japan | wat-erleben

Dafür fanden wir den Weg von Kyoto nach Osaka und zur nächsten Walking-Tour. Drei Stunden liefen wir gestern durch Osaka und mussten einige Unterschiede zu Tokio feststellen. Auf der Rolltreppe steht man rebellisch rechts und generell ist es nicht ganz so geordnet. Was sich wiederum in den Leuten bemerkbar macht, die alle etwas gelassener scheinen. Standesgemäß gab es ein letztes Mal Sushi. Ich bin gespannt, ob Bangkok da mithalten kann.

Mitten in Osaka, Japan | wat-erleben

Mitten in Osaka, Japan | wat-erleben

Erdbeeren sind so besonders, sie werden normalerweise nur als Geschenk überreicht, Osaka, Japan | wat-erleben

Erdbeeren sind so besonders, sie werden normalerweise nur als Geschenk überreicht, Osaka, Japan | wat-erleben

Das japanische Brauhaus in Osaka, Japan | wat-erleben

Das japanische Brauhaus in Osaka, Japan | wat-erleben

Portionen in Sumo-Größe, Osaka, Japan | wat-erleben

Portionen in Sumo-Größe, Osaka, Japan | wat-erleben

Soll angeblich Glück bringen, Osaka, Japan | wat-erleben

Soll angeblich Glück bringen, Osaka, Japan | wat-erleben

Nachdem Akihabara auf der Free Walking Tour etwas zu kurz kam, nahmen wir uns Montag, auf eigene Faust, ausreichend Zeit. Als erstes ging es in einen Manga-Laden über fünf Etagen. Was bei mir bereits vor ewiger Zeit auf dem Flohmarkt, oder gar im Müll landete, ist hier noch käuflich zu erwerben – und das für verdammt viel Geld. Von Pokemon-Karten über Gameboy-Spiele bis hin zum Tamagotchi (ok, den durfte ich mir leider nie kaufen).

Neben den „historischen Antiquitäten“ gab es im Manga-Laden natürlich Mangas. Zu unserer Verwunderung erinnerten viele davon eher an Ü18-Lesematerial, im kitschigen und teilweise kindlichem Stil. Sehr bizarr und befremdlich.

Manga-Laden, Akihabara,Tokio | wat-erleben

Manga-Laden, Akihabara,Tokio | wat-erleben

Auch sowas gibts im Manga-Laden, evtl. Teil einer Boyband? Tokio| wat-erleben

Auch sowas gibts im Manga-Laden, evtl. Teil einer Boyband? Tokio| wat-erleben

Was ist bloß aus den harmlosen Kaugummi-Automaten geworden; Befremdlich ist es auch, wenn große Jungs diese Puppen kaufen (ist passiert), Akihabara, Tokio | wat-erleben

Was ist bloß aus den harmlosen Kaugummi-Automaten geworden; Befremdlich ist es auch, wenn große Jungs diese Puppen kaufen (ist passiert), Akihabara, Tokio | wat-erleben

Im Anschluss liefen wir in eine der unzähligen Spielhallen. Man könnte sie auch Kopfschmerz-Lärmhallen nennen. Dies steigert sich von Etage zu Etage. Im Erdgeschoss Cranger-Kirmes mit einer halbwegs erträglichen Lautstärke, im obersten Geschoss dagegen Tinitus-Spielautomaten-Geräusche. In der einen Ecke zocken die Jungs Ballerspiele, in der anderen hüpft einer wie wild herum, um beim Cyber-Trommeln als bester Musiker zu gewinnen.

Es handelt sich dabei übrigens nicht um Glücksspiele und obwohl es unzählig viele dieser Läden gibt, gut besucht sind sie immer.

Besucher hatten sich von der Mitarbeiterin Tipps geben lassen, Spielhölle, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Besucher hatten sich von der Mitarbeiterin Tipps geben lassen, Spielhölle, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Um diese Erfahrung mit allen Sinnen aufzunehmen, versuchten wir uns selbstverständlich an einem der Spiele, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Um diese Erfahrung mit allen Sinnen aufzunehmen, versuchten wir uns selbstverständlich an einem der Spiele, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Am nächsten Tag liefen wir zum Tsukiji-Outer-Market, ein Fisch- und Leckereienmarkt. Außerdem eine gute Alternative zum Mitten in der Nacht aufstehen, um die Thunfischauktion zu verfolgen. Den Leckereien konnten wir nicht widerstehen. Wir kauften zwar keinen Grillspieß für 60€, vom angeblich weltweit bestem Rindfleisch, dafür aber Dim Sum, einen Eis-Matcha-Latte (sehr empfehlenswert!) und später eine Matcha-Waffel. Ja, in Japan gibt es fast alles aus Matcha und wir sind zum totalen Fan geworden.

Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Wir können den Markt ja schlecht verlassen, ohne gegessen zu haben, Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Wir können den Markt ja schlecht verlassen, ohne gegessen zu haben, Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Der Iced-Matcha-Latte, klare Empfehlung, Tokio | wat-erleben

Der Iced-Matcha-Latte, klare Empfehlung, Tokio | wat-erleben

Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Ginza. Wir waren in dem größtenteils hochpreisigen Viertel allerdings nicht auf der Suche nach Luxuswaren, sondern nach speziellen Essstäbchen als Andenken. Wir staunten nicht schlecht, als wir wie bei Ollivanders-Zauberstabladen aus unzähligen Modellen auswählen konnten. Nach sowohl japanischer als auch englischer Beratung erfuhren wir von den Unterschieden zwischen Kyotostyle & Tokyostyle, die richtige Gebrauchsweise und die individuell abgestimmte Länge der Stäbchen.

Harry-Potter Drehort oder Tokio | wat-erleben

Harry-Potter Drehort oder Tokio | wat-erleben

Mittwoch waren wir zuerst in Yanaka Ginza, ein sehr ruhiges und wenig überlaufenes Viertel. In einer traditionellen Teestube gab es warmen Matcha-Tee und Dango.

Allein, allein, leere Straße in Yanaka Ginza, Tokio | wat-erleben

Allein, allein, leere Straße in Yanaka Ginza, Tokio | wat-erleben

Und mal wieder etwas Essen und Trinken, Teestube Tokio | wat-erleben

Und mal wieder etwas Essen und Trinken, Teestube Tokio | wat-erleben

Noch nicht genug vom Trubel gehabt, ging es im Anschluss nach Shinjuku.

Yodobashi, der weltweit größte Elektronikmarkt, nicht nur mehrere Stockwerke, sondern auch über mehrere Gebäude verteilt, Tokio | wat-erleben

Yodobashi, der weltweit größte Elektronikmarkt, nicht nur mehrere Stockwerke, sondern auch über mehrere Gebäude verteilt, Tokio | wat-erleben

Wir wollten es schon seit Ewigkeiten ausprobieren...das erste Mal Bubble Tea getrunken, es wird ein einmaliges Erlebnis bleiben. Man beachte auch den tollen Hintergrund, Tokio | wat-erleben

Wir wollten es schon seit Ewigkeiten ausprobieren…das erste Mal Bubble Tea getrunken, es wird ein einmaliges Erlebnis bleiben. Man beachte auch den tollen Hintergrund, Tokio | wat-erleben

Wir brauchten neuen Kaffee und was schlug uns die Verkäuferin vor? German-Blend,toll, Tokio | wat-erleben

Wir brauchten neuen Kaffee und was schlug uns die Verkäuferin vor? German-Blend,toll, Tokio | wat-erleben

Memory Lane, Tokio | wat-erleben

Memory Lane, Tokio | wat-erleben

In den Stübchen passen meist nur 4-5 Personen, Memory Lane, Tokio | wat-erleben

In den Stübchen passen meist nur 4-5 Personen, Memory Lane, Tokio | wat-erleben

Das bekannte Robot-Restaurant, uns reichte ein Blick von außen, Tokio | wat-erleben

Das bekannte Robot-Restaurant, uns reichte ein Blick von außen, Tokio | wat-erleben

Sushi-Karussell, Maßgeschneidert und vom Fließband, beides lecker, Tokio | wat-erleben

Sushi-Karussell, Maßgeschneidert und vom Fließband, beides lecker, Tokio | wat-erleben

In Shinjuku befindet sich ein großer Don Quijote, ein japanischer Discounter, der von A bis Z wirklich alles im Sortiment hat. Ohne irgend etwas sinnloses zu kaufen, kommt man hier selten davon. Neben Kitkats mit Matcha-Geschmack nahmen wir ein Fast Food-Baukasten mit. Das ganze nennt sich wohl Popin’ Cookin’, ist völlig an mir vorbei gegangen, im Nachhinein betrachtet zu Recht. Neben enorm viel Plastik beinhaltet das Spaßpaket (angeblich für Kinder, um sich einmal wie ein Koch zu fühlen) Pulvertütchen, Schablonen und Förmchen. Wasser wird jeweils mit dem passenden Pulver verrührt und voilà kommt am Ende dabei, in unserem Fall, ein Burgermenü heraus. Umso erschreckender war es, dass es nicht nur wie bei der Fastfood-Kette nebenan roch, sondern auch fast so schmeckte. Also erstmal kein Fast Food mehr!

Ich glaube, das war die schlimmste Wahl von allen, Popin’ Cookin’, Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Ich glaube, das war die schlimmste Wahl von allen, Popin’ Cookin’, Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Kitkat gibt es in Japan in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Aber mit Sojabohnen? Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Kitkat gibt es in Japan in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Aber mit Sojabohnen? Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Der Burger zum Selberbauen, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Der Burger zum Selberbauen, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Sogar das Tablett konnte ausgeschnitten werden, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Sogar das Tablett konnte ausgeschnitten werden, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Wirklichen Hochgenuss konnten wir an diesem Abend dennoch erfahren. Wir gönnten uns aus dem Supermarkt ein Stück Wagyu-Steak (Hausrind aus Japan) mit extremer Marmorierung und wollen nun nie wieder etwas anderes essen.

Wagyu-Steak, man gönnt sich ja sonst nichts, Tokio | wat-erleben

Wagyu-Steak, man gönnt sich ja sonst nichts, Tokio | wat-erleben

Ein paar Tokio-Specials:

So läuft das hier mit den Ampeln, nicht nur das alle bei rot stehen bleiben, auch die ablaufende Zeit wird in Form von Punkten angezeigt, Tokio | wat-erleben

So läuft das hier mit den Ampeln, nicht nur das alle bei rot stehen bleiben, auch die ablaufende Zeit wird in Form von Punkten angezeigt, Tokio | wat-erleben

Bestellung auf Japanisch: Gericht auswählen, Geld rein, Zettel ziehen, an den Tresen setzen und Zettel abgeben, Tokio | wat-erleben

Bestellung auf Japanisch: Gericht auswählen, Geld rein, Zettel ziehen, an den Tresen setzen und Zettel abgeben, Tokio | wat-erleben

Sehr interessant, fährt plötzlich mal ein Auto aus der Tiefgarage kümmern sich gleich 4 Personen zielstrebig um den Verkehr, Tokio | wat-erleben

Sehr interessant, fährt plötzlich mal ein Auto aus der Tiefgarage kümmern sich gleich 4 Personen zielstrebig um den Verkehr, Tokio | wat-erleben

Ok I forgive you, Tokio Sushi-Restaurant | wat-erleben

Ok I forgive you, Tokio Sushi-Restaurant | wat-erleben

Nichts, was es nicht gibt, falls jemand seinen Zahnarzt gegen Goldzähne tauschen möchte, Tokio | wat-erleben

Nichts, was es nicht gibt, falls jemand seinen Zahnarzt gegen Goldzähne tauschen möchte, Tokio | wat-erleben

Nicht immer ist es so offensichtlich wie hier; teilweise läuft man nichtsahnend in einen Laden, weil der Eingang mit Krimskrams getarnt ist, Tokio | wat-erleben

Nicht immer ist es so offensichtlich wie hier; teilweise läuft man nichtsahnend in einen Laden, weil der Eingang mit Krimskrams getarnt ist, Tokio | wat-erleben

Karaokeläden erinnern hier eher an Hotel-Lobbies, Tokio | wat-erleben

Karaokeläden erinnern hier eher an Hotel-Lobbies, Tokio | wat-erleben

Heute stand der Berg Takao auf dem Plan. Nach einer einstündigen Bahnfahrt wanderten wir den Berg hinauf und wurden mit einer klaren Sicht belohnt. Sogar die Schneespitze des Mount Fuji war für kurze Zeit zu sehen, welche Bernd am Anfang für eine Wolke hielt.

Brav Anstehen auf dem Weg zum Mount Takao, Metro, Tokio | wat-erleben

Brav Anstehen auf dem Weg zum Mount Takao, Metro, Tokio | wat-erleben

Da ist er, Mount Fuji, Wanderung Mount Takao, Tokio | wat-erleben

Da ist er, Mount Fuji, Wanderung Mount Takao, Tokio | wat-erleben

Wir und der Mount Fuji beim genauen Hinsehen links neben uns, Mont Takao, Tokio | wat-erleben

Wir und der Mount Fuji beim genauen Hinsehen links neben uns, Mont Takao, Tokio | wat-erleben

Von wegen wir reisen mit der Sonne und überspringen den Winter. Anfang März ist es rattenkalt in Tokio. Vielleicht sind wir einfach nicht mehr an kühlere Temperaturen gewöhnt, so trägt Laura fünf Lagen Klamotten und friert immer noch. Abgesehen von den einstelligen Plusgraden ist Tokio auf jeden Fall eine Reise wert und komplett anders, als wir es uns vorstellten. Der erwartete Kulturschock fiel geringer aus, als erwartet. Irgendwie kam Tokio uns direkt bei der Ankunft am Flughafen recht vertraut vor. Ähnlich wie in Deutschland ist es hier überraschenderweise ruhig, sauber und geordnet. Lediglich bei den öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es Unterschiede, diese fahren hier pünktlich.

Egal wo wir hinschauten, soweit das Auge reicht nur Häuser und weniger Wolkenkratzer als gedacht, Metropolitan Government Building, Japan | wat-erleben

Egal wo wir hinschauten, soweit das Auge reicht nur Häuser und weniger Wolkenkratzer als gedacht, Metropolitan Government Building, Japan | wat-erleben

Unterschiede gibt es auch bei den Toiletten, die sind alles andere als gewöhnlich. Selbst bei den öffentlichen Toiletten traue ich mich nicht ohne Google-Übersetzer drauf. Es gibt so viele Knöpfe zum einstellen. Angefangen mit „dein Po wird nass“, „der Wasserstrahl ist sanfter“, „der Wasserdruck nimmt zu“, „der Wasserstrahl bewegt sich nach vorne und nach hinten“, „die Toilette gibt komische Geräusche von sich“ und ganz wichtig „der Wasserstrahl hört auf“. In privaten Haushalten besitzen diese noch zig weitere Funktionen. Am besten ist da die Sitzheizung, so warm dass sie den ganzen Raum beheizen könnte.

Man weiß ja nie, Tokio, Japan | wat-erleben

Man weiß ja nie, Tokio, Japan | wat-erleben

Die erste Nacht verbrachten wir in Flughafennähe, morgens nahmen wir den Hotel-Shuttle zurück zum Flughafen um von dort aus in die Stadt zu fahren. Der Checkout war um 11.00 Uhr, 90 Sekunden vorher verließen wir unser Zimmer, gaben den Schlüssel zurück und verpassten fast unseren Shuttle, der schon die Bustür um 10.59.55 Uhr geschlossen hatte. Der Fahrer interpretierte unser hektisches Winken richtig und ließ uns mitfahren. Am Flughafen erledigten wir routiniert die wesentlichen Reisevorbereitungen, Geld holen, U-Bahnkarte und Busticket kaufen, sowie Frühstücken. Das Frühstück bestellte Laura wie selbstverständlich auf Spanisch. Anderes Land, indem man kein Englisch spricht, also wird automatisch auf Spanisch umgestellt. Die Bedienung störte sich nicht daran, sie plauderte munter auf Japanisch mit uns. So wie alle anderen mit dir Japanisch sprechen und wir freundlich lächeln und immer nicken.

Gut gestärkt ging es weiter zu unserem Bus, der Richtung Stadt fährt. Der Flughafen liegt 60 Kilometer außerhalb. Die passende Bushaltestelle zu finden ist nicht allzu schwer, fein säuberlich sind diese durchnummeriert. Wir stellten uns an das passende Stoppschild und der Kontrolleur platzierte uns in die auf dem Boden gezeichnete Wartelinie. Bevor wir nicht unser Gepäck abstellten und in der korrekten Schlange standen, wollte er unser Ticket nicht sehen (wir waren die Einzigen, die auf den Bus warteten). Nun gut, Ordnung muss sein. Genauso verlief auch die Abfahrt. Nachdem der Busfahrer uns eincheckte und wir auf dem Platz saßen, stand draußen der Kontrolleur, schaute auf seine Uhr und zählte laut die Zeit runter. Abfahrt pünktlich um 12:45 Uhr und zwar auf die Sekunde.

Wir checkten für die nächste Nacht wieder in einem Hotel ein, das Zimmer war nur halb so groß wie das Letzte. Dies störte uns aber ganz und gar nicht, denn Nachmittags trafen wir unseren zukünftigen Housesit-Gastgeber. Kurz vor Abreise nach Tokio ergatterten wir ein schönes Haus mitten in der Stadt. Das Haus kommt mit zwei Hunden und einer Katze daher, um die wir uns die nächsten zehn Tage kümmern. Noch grandioser ist aber die Gastfreundschaft der Besitzer, so dürfen wir bereits vier Tage eher vorbeikommen und dort umsonst wohnen.

Hotel-Karate im Kimono-Morgenmantel, Tokio, Japan | wat-erleben

Hotel-Karate im Kimono-Morgenmantel, Tokio, Japan | wat-erleben

Na wenn es hilft - die Rettungsmaßnahmen im Hotel, Tokio, Japan | wat-erleben

Na wenn es hilft – die Rettungsmaßnahmen im Hotel, Tokio, Japan | wat-erleben

Selbst unser Abendessen konnte die Vorfreude nicht trüben. Wir wollten beim Sushi niedrig anfangen und uns immer weiter steigern. Doof, dass wir noch tiefer starteten und zwar mit Fertigessen aus einem 24-Stunden-Laden. Da wir nicht wussten, was auf der Verpackung steht, packten wir einfach das ein, was gut aussah. Wie sich später herausstellte, unter anderem vergorene Sojabohnen, die weit und breit für Schrecken sorgen.

Unser erstes Abendessen auf dem Hotelzimmer, Tokio, Japan | wat-erleben

Unser erstes Abendessen auf dem Hotelzimmer, Tokio, Japan | wat-erleben

Nachdem wir am nächsten Tag unser neues Quartier bezogen, besuchten wir einen „normalen“ Supermarkt. Das Sushi hier ist um Längen besser. Es hat die gleiche Qualität, als wenn man in Deutschland ein Sushi-Restaurant besucht. Ich weiß nicht, ob das jetzt für den Supermarkt oder gegen die Restaurants spricht.

Die Supermärkte alleine sind schon sehenswert, sie werden nur von den größeren Kaufhäusern überboten. Man bekommt dort alles, was man nicht braucht oder bisher nicht wusste, dass man es braucht. Unser erstes Kaufhaus lag direkt an der Shibuya-Kreuzung. Die Kreuzung, an die jeder denkt, wenn es um Tokio geht. Zu Spitzenzeiten sollen angeblich bis zu 3.000 Leute gleichzeitig die Straßen überqueren. Bei uns waren es ein paar weniger.

Ob sowas durch die Hygienekontrolle in Deutschland kommen würde, Tokio, Japan | wat-erleben

Ob sowas durch die Hygienekontrolle in Deutschland kommen würde, Tokio, Japan | wat-erleben

Es gibt eine Maske für jede Gelegenheit, Tokio, Japan | wat-erleben

Es gibt eine Maske für jede Gelegenheit, Tokio, Japan | wat-erleben

Das ist nicht die Rush-Hour, Shibuya Kreuzung, Japan | wat-erleben

Das ist nicht die Rush-Hour, Shibuya Kreuzung, Japan | wat-erleben

Suchbild, wo ist Laura, Shibuya, Japan | wat-erleben

Suchbild, wo ist Laura, Shibuya, Japan | wat-erleben

Hachiko - der treueste Hund der Welt, wir guckten direkt den Film, Shibuya, Japan | wat-erleben

Hachiko – der treueste Hund der Welt, wir guckten direkt den Film, Shibuya, Japan | wat-erleben

Vorgestern nahmen wir an einer „Free“-Walking-Tour teil. Einmal quer durch Akihabara, dem Elektronikviertel, Geburtsstätte von Nintendo, Pokemon und Maid-Cafes. In letzteren sprechen dich sehr junge Frauen im Dienstmädchen-Kostüm mit Master und Princess an. Alles ganz normal hier.

Ob die auch Bier servieren - Treffpunkt der Walking-Tour Tokio, Japan | wat-erleben

Ob die auch Bier servieren – Treffpunkt der Walking-Tour Tokio, Japan | wat-erleben

Es gibt hier jede Menge Schreine für die Anhänger der japanischen Shinto-Religion, Tokio, Japan | wat-erleben

Es gibt hier jede Menge Schreine für die Anhänger der japanischen Shinto-Religion, Tokio, Japan | wat-erleben

Einmal volltanken bitte, so platzsparend sind die Tankstellen, Tokio, Japan | wat-erleben

Einmal volltanken bitte, so platzsparend sind die Tankstellen, Tokio, Japan | wat-erleben

No Photos, so wurden die Maid-Cafés beworben, Harajuku, Japan | wat-erleben

No Photos, so wurden die Maid-Cafés beworben, Harajuku, Japan | wat-erleben

Ein Straßenmarkt, erstaunlicherweise gibt es hier keine Fälschungen, Ueno, Japan | wat-erleben

Ein Straßenmarkt, erstaunlicherweise gibt es hier keine Fälschungen, Ueno, Japan | wat-erleben

Wir haben den ersten blühenden Kirschbaum gefunden, Ueno-Park, Japan | wat-erleben

Wir haben den ersten blühenden Kirschbaum gefunden, Ueno-Park, Japan | wat-erleben

Vor lauter Werbereklamen und Schriftzügen wussten wir gar nicht, was wir zuerst bestaunen sollten. Die ganze Zeit über befindet man sich auf einem riesigen Rummelplatz.

Etwas abseits des Rummels liegt unser Haus, in einer ruhigen Seitenstraße, aber dennoch zentral. Zur U-Bahn sind es zwei Minuten und zu unseren Nachbarn gehört die australische Botschaft. Am Freitag luden uns unsere Gastgeber zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Für uns war es die perfekte Gelegenheit lokales Essen zu probieren, ansonsten wären wir wahrscheinlich alleine nie in das Restaurant gegangen. Englisch wird wenig gesprochen und die Speisekarte ist auf Japanisch. Wir aßen Monjayaki. Ein Allerlei aus Mehl, Ei, Kohl, Gemüse, Fisch oder Fleisch, welches man sich auf einer heißen Tischplatte selber zubereitet. Was anfangs aussieht wie Erbrochenes, wird zu einem wahren Geschmackserlebnis. Für den Fall, dass wir alleine wiederkommen, fotografierten wir die Speisekarte ab und versahen sie mit Kommentaren, sodass wir nur auf die passenden Schriftzeichen zeigen müssen.

Ziemlich praktisch, abfotografieren und drauf zeigen, das Herstellen dieser Teller ist ein gut bezahlter Beruf, Tokio, Japan | wat-erleben

Ziemlich praktisch, abfotografieren und drauf zeigen, das Herstellen dieser Teller ist ein gut bezahlter Beruf, Tokio, Japan | wat-erleben

Köstliches Monjayaki, Tokio, Japan | wat-erleben

Köstliches Monjayaki, Tokio, Japan | wat-erleben

Sieht schlimm aus, schmeckt grandios, Tokio, Japan | wat-erleben

Sieht schlimm aus, schmeckt grandios, Tokio, Japan | wat-erleben

Eigentlich buchten wir für den Tag zwei Walking-Touren, aufgrund des obigen Restaurantbesuchs verschoben wir die Zweite auf den kommenden Tag. Dieses Mal liefen wir durch das Rotlicht- und Unterhaltungsviertel Shinjuku. Neben viel Neonlicht gibt es jede Menge Bars (die kleinsten bestehen nur aus vier Stühlen am Tresen), Restaurants, Karaokezimmer und Stundenhotels. Die lokalen Informationscenter sollte man nicht mit den üblichen Touristeninformationen verwechseln. Nahezu alle Wünsche sollen dort erfüllt werden, nur erhält man halt keine Informationen über touristische Sehenswürdigkeiten. Freundlich ablehnen sollte man die Einladungen, die dir ein Japaner dort auf Englisch anbietet. Japaner sind nämlich von Natur aus schüchtern, brauchen erst Alkohol für den sozialen Kontakt und würden dich nie von alleine ansprechen. Von daher sind alle, die von sich aus auf dich zukommen, an deinem Geld interessiert (so sagte es zumindest unser Guide).

Shinjuku bei Nacht, Tokio, Japan | wat-erleben

Shinjuku bei Nacht, Tokio, Japan | wat-erleben

Gedränge in der Piss Alley, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Gedränge in der Piss Alley, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Ein komplettes Hochhaus für Karaoke, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Ein komplettes Hochhaus für Karaoke, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Die etwas anderen Information Center, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Die etwas anderen Information Center, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Das Schönheitsideal ist hier etwas anders, Tokio, Japan | wat-erleben

Das Schönheitsideal ist hier etwas anders, Tokio, Japan | wat-erleben

Hotels für eine oder mehrere Stunden, auch für Paare, denn Zuhause sind die Wände recht dünn, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Hotels für eine oder mehrere Stunden, auch für Paare, denn Zuhause sind die Wände recht dünn, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Mindestens genauso interessiert sind wir an den kulturellen Unterschieden. So manche Sachen ließen uns Staunen, andere hinterließen eher Ratlosigkeit. An jeder Baustelle gibt es mindestens drei Aufpasser mit diesen lustigen Helmen, die dich darauf hinweisen, dass hier gearbeitet wird und du einen weiten Bogen laufen solltest. In der U-Bahn steht vor jeder Zugtür ein Beamter mit weißen Handschuhen, der den Ein- und Ausstieg regelt. Mein Friseurbesuch wurde vollautomatisch geregelt, am Ticketschalter bezahlen, in die richtige Wartereihe setzen und zehn Minuten später mit einem astreinen Haarschnitt wieder gehen. Ganz so einfach war es dann doch nicht. Anscheinend sind meine Haare komplizierter. Ich wurde nicht von dem nächsten freien Mitarbeiter bedient, sondern musste auf einen speziellen Mitarbeiter warten. Dieser stellte sich als mein persönlicher Friseur vor, schüttelte mir zögerlich die Hand und legte los. Anfangs zitterte seine Schere, sind meine goldgrauen Haare so besonders? Mit der Zeit fand er aber zu seiner üblichen Routine zurück und „schnitt“ sehr gut ab.

Zwei Reihen nebeneinander, ganz viele hintereinander, so stellt man sich an, Tokio, Japan | wat-erleben

Zwei Reihen nebeneinander, ganz viele hintereinander, so stellt man sich an, Tokio, Japan | wat-erleben

Kurzanleitung für den Friseurbesuch, Tokio, Japan | wat-erleben

Kurzanleitung für den Friseurbesuch, Tokio, Japan | wat-erleben

10 Minuten - 10 Euro, Tokio, Japan | wat-erleben

10 Minuten – 10 Euro, Tokio, Japan | wat-erleben

Dango - japanische Klöße, Tokio, Japan | wat-erleben

Dango – japanische Klöße, Tokio, Japan | wat-erleben

Bis hinten voll - vorne eine Hasenmütze, die Ohren winken wenn man drauf drückt, Harajuku, Japan | wat-erleben

Bis hinten voll – vorne eine Hasenmütze, die Ohren winken wenn man drauf drückt, Harajuku, Japan | wat-erleben

Essen des Tages, erst Deutsche Fritten, dann Choco Churros, Harajuku, Japan | wat-erleben

Essen des Tages, erst Deutsche Fritten, dann Choco Churros, Harajuku, Japan | wat-erleben

Choco Churros mit anschließendem Zuckerschock, Tokio, Japan | wat-erleben

Choco Churros mit anschließendem Zuckerschock, Tokio, Japan | wat-erleben

Ein Hund in seiner natürlichen Umgebung fotografiert - im Baum, Yoyogi, Japan | wat-erleben

Ein Hund in seiner natürlichen Umgebung fotografiert – im Baum, Yoyogi, Japan | wat-erleben

So langsam beginnen die Bäume an zu blühen, den Anfang machen die Pflaumen, Tokio, Japan | wat-erleben

So langsam beginnen die Bäume an zu blühen, den Anfang machen die Pflaumen, Tokio, Japan | wat-erleben

Typische Pose hier, Tokio, Japan | wat-erleben

Typische Pose hier, Tokio, Japan | wat-erleben

Man kann es auch übertreiben, siehe Objektiv, Tokio, Japan | wat-erleben

Man kann es auch übertreiben, siehe Objektiv, Tokio, Japan | wat-erleben

Essen auf Schienen, Tokio, Japan | wat-erleben

Essen auf Schienen, Tokio, Japan | wat-erleben

In vier Schritten zum neuen süßen Lover, Shibuya, Japan | wat-erleben

In vier Schritten zum neuen süßen Lover, Shibuya, Japan | wat-erleben

Diese Getränkeautomaten stehen an jeder Ecke Tokio, Japan | wat-erleben

Diese Getränkeautomaten stehen an jeder Ecke Tokio, Japan | wat-erleben

Beim Plastikmüll schneiden die Japaner nicht gut ab. Wir staunten nicht schlecht, als wir sahen, dass jede Möhre und jede Paprika einzeln verpackt ist. Die Kekse zu unserem Nachmittagstee sind auch alle einzeln eingepackt, ähnlich wie ungefähr alles andere Essbare. An Essensmöglichkeiten mangelt es nicht, jedoch mangelt es an Sitzgelegenheiten. Wir irrten 20 Minuten durch die Stadt bis wir eine Bank fanden. Da es anfing zu regnen, liefen wir weiter. Erst im Starbucks fanden wir einen vernünftigen Platz. Das Essen auf der Straße gilt als verpönt, der Starbucks gilt bei uns als verpönt, aber wo sollen wir sonst hin? Wenigstens tranken wir einen „Tokyo Roast Mousse Foam Latte“. Mal schauen, was wir die kommenden Tage so alles probieren werden.

Hauptsache gut verpackt, Tokio, Japan | wat-erleben

Hauptsache gut verpackt, Tokio, Japan | wat-erleben

Die Nachbildung des Empire, Tokio, Japan | wat-erleben

Die Nachbildung des Empire, Tokio, Japan | wat-erleben

Was da hinten leuchtet ist eine Kopie des Eiffelturms, Tokio, Japan | wat-erleben

Was da hinten leuchtet ist eine Kopie des Eiffelturms, Tokio, Japan | wat-erleben

Gedenken an die Opfer von Fukushima, Tokio, Japan | wat-erleben

Gedenken an die Opfer von Fukushima, Tokio, Japan | wat-erleben

Viel zu süße Hunde im Schaufenster - die Armen, Tokio, Japan | wat-erleben

Viel zu süße Hunde im Schaufenster – die Armen, Tokio, Japan | wat-erleben

Darf ich vorstellen, das ist Booty, einer unserer Pflegekinder, Tokio, Japan | wat-erleben

Darf ich vorstellen, das ist Booty, einer unserer Pflegekinder, Tokio, Japan | wat-erleben

 

Wenn ich diesen Beitrag so lese, dann muss ich meine Aussage vom Anfang ändern. Es ist sehr wohl ein Kulturschock. Er hat nur etwas später eingesetzt.

Mehr oder weniger ausgeschlafen hieß es Sonntagmorgen Auckland Richtung Süden. Der erste Zwischenstopp fand in Te Kauwhata statt. Nein, dies ist natürlich kein Reisetipp. Wir trafen uns mit meinem ehemaligen Arbeitskollegen Jens, seiner Frau und Nachwuchs auf einen Kaffee – ich glaube im einzigen Cafe des Dorfes.

Danach fuhren wir nach Matamata. Das kennt man nur, wenn man weiß, dass sich dort das „Hobbiton“ (das Filmset des Auenlands von Herr der Ringe) befindet. Für knapp 90 Dollar war uns das zu teuer, stattdessen musste das Touristen-Informationszentrum im Hobbit-Stil reichen.

Bernd ist zu groß für einen Hobbit, Visitor Information Matamata, Neuseeland | wat-erleben

Bernd ist zu groß für einen Hobbit, Visitor Information Matamata, Neuseeland | wat-erleben

Ich geh durch als Hobbit, Matamata, Neuseeland | wat-erleben

Ich geh durch als Hobbit, Matamata, Neuseeland | wat-erleben

So sah es an vielen Stellen auf der Nordinsel aus, hier müssen überall Hobbits wohnen, Neuseeland | wat-erleben

So sah es an vielen Stellen auf der Nordinsel aus, hier müssen überall Hobbits wohnen, Neuseeland | wat-erleben

Weiter ging es auf den Geothermal Highway. Direkt kamen Erinnerungen von Island in uns hoch, an vielen Stellen qualmte es  am Highway. Um nah heranzukommen bezahlte man, statt in Island, jedoch in den meisten Fällen Eintritt. Dennoch faszinierend … und stinkig.

Wai-O-Tapu und viel Gestank, Neuseeland | wat-erleben

Wai-O-Tapu und viel Gestank, Neuseeland | wat-erleben

Wai-O-Tapu , der Champagner-Pool, Neuseeland | wat-erleben

Wai-O-Tapu , der Champagner-Pool, Neuseeland | wat-erleben

Die bunten Farben entstehen übrigens aufgrund der Oxidation mit verschiedenen Mineralien, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Die bunten Farben entstehen übrigens aufgrund der Oxidation mit verschiedenen Mineralien, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Es blubbert, also lieber nicht Baden, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Es blubbert, also lieber nicht Baden, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Im Anschluss schlenderten wir durch den Stadtpark. Irgendwie irreal, dass es blubbert und qualmt, direkt neben der Hauptverkehrsstraße, mitten in der Stadt.

Der Stadtpark von Rotorua, Neuseeland | wat-erleben

Der Stadtpark von Rotorua, die Ampel befindet sich im Hintergrund, Neuseeland | wat-erleben

Genug hatten wir vom Schwefelgeruch anscheinend noch nicht, am folgenden Tag fuhren wir zum „Craters of the Moon“. Ein geothermales Gebiet ähnlich einer Mondlandschaft, mit ein wenig Gras.

Der Kaffee bleibt warm, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Der Kaffee bleibt warm, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Bernd lassen die tollen Posen nicht mehr los, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Bernd lassen die tollen Posen nicht mehr los, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Danach stand eine weite Fahrt bis zum Tongariro-Nationalpark, beziehungsweise bis zu unserer Holzhütte an. Für den nächsten Morgen war nämlich der erste Shuttle-Bus gebucht. Also früh ins Bett, da der Wecker um halb 4 klingelte. Warm eingepackt hieß es für uns das Tongariro Alpine-Crossing zu „bezwingen“. Eine siebenstündige Wanderung, knappe 20 Kilometer. Bezwingen sage ich nur aus dem Grund, weil wir vorher explizit darauf hingewiesen wurden, welche Ausrüstung nicht  in unseren Wanderrucksäcken fehlen darf – und das dies vom Busfahrer kontrolliert wird.

Es war alles halb so wild, nach der Kletterpartie auf dem Cradle Mountain in Tasmanien und der Vulkanbesteigung in Guatemala schockt uns wohl nichts mehr so schnell. Insgesamt war es eine sehr schöne Wanderung. Erst im Dunkeln mit Stirnlampe gewandert, später bei Sonnenaufgang durch Kraterlandschaften und als absolutes Highlight beim höchsten Punkt der Wanderung die leuchtend-grünen Emerald Seen bestaunt. Hinterher teilte Bernd mir erst mit, dass der Vulkan, an dem wir die ganze Zeit vorbei liefen, der Herr der Ringe-Schicksalsberg ist (Mordor und so).

Der Weg runter war anstrengender als hoch, besonders für unsere alten Knie. Wir werden nicht jünger.

Tongariro Alpine Crossing, kurz nach 5, Minus Grade, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, kurz nach 5, Minus Grade, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, Stirnlampe aus, Sonne an, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, Stirnlampe aus, Sonne an, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, kurz vorm höchsten Punkt, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, kurz vorm höchsten Punkt, Neuseeland | wat-erleben

Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Einer der Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Einer der Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Da rechts ist übrigens dieser ominöse Schicksalsberg, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Da rechts ist übrigens dieser ominöse Schicksalsberg, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Der Rückweg beim Tongariro, Neuseeland | wat-erleben

Der Rückweg beim Tongariro, Neuseeland | wat-erleben

Mittwoch gingen wir es ruhiger an, einige Autostunden entfernt nächtigten wir in einem Airbnb mit Blick auf den Taranaki-Berg – zumindest sagte uns dies unsere Gastgeberin. Der Berg wurde komplett von Wolken verdeckt. Eigentlich planten wir früh aufzustehen und uns den Blick von einem See aus anzuschauen. Stattdessen genossen wir lieber den Blick aus dem warmen Esszimmer, mit Kaffee.

Auf dem Forgotten Highway gibt es den Ort Whangamomona, in der Kneipe gibt es eigens einen Reisestempel, da der Ort 1989 bei einer Schnapsidee eine unabhängige Republik werden wollte, Neuseeland | wat-erleben

Auf dem Forgotten Highway gibt es den Ort Whangamomona, in der Kneipe gibt es eigens einen Reisestempel, da der Ort 1989 bei einer Schnapsidee eine unabhängige Republik werden wollte, Neuseeland | wat-erleben

Mount Taranaki aus dem Küchenfenster, Neuseeland | wat-erleben

Mount Taranaki aus dem Küchenfenster, Neuseeland | wat-erleben

So lässt sich die Aussicht aushalten, Mount Taranaki, Neuseeland | wat-erleben

So lässt sich die Aussicht aushalten, Mount Taranaki, Neuseeland | wat-erleben

Unser Airbnb war auch abseits der Bergaussicht ein nettes Plätzchen, Neuseeland | wat-erleben

Unser Airbnb war auch abseits der Bergaussicht ein nettes Plätzchen, Neuseeland | wat-erleben

Ein paar weitere Eindrücke der Reise:

Marokopa-Falls, einer der schönsten Wasserfälle von Neuseeland (von denen, die wir gesehen haben) | wat-erleben

Marokopa-Falls, einer der schönsten Wasserfälle von Neuseeland (von denen, die wir gesehen haben) | wat-erleben

Ocean Beach, hier soll man sich im warmen Sand einbuddeln können. Er war lauwarm. | wat-erleben

Ocean Beach, hier soll man sich im warmen Sand einbuddeln können. Er war lauwarm. | wat-erleben

Weitere Highlights unseres Roadtrips waren Glühwürmer (nicht mit den Leuchtkäfern aus Deutschland zu verwechseln; es handelt sich hierbei um Langhornmücken bzw. um Larven die Biolumineszenz erzeugen). Auf Tipp unserer Gastgeberin hin, besuchten wir die Abbey Caves in Whangarei. Nach einem kurzen Spaziergang über Kuhwiesen kletterten wir in die „Middle Cave“ und plötzlich war es stockfinster und kurze Zeit später nass an den Füßen. Also Schuhe aus und Lampen an, bis wir ein geeignetes Plätzchen fanden. Dann Licht aus. Unsere Augen brauchten einige Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Plötzlich Glühwürmer überall an den Wänden und besonders an den Decken. Falls die Vorstellungskraft fehlt: Erinnert an eine grüne Lichterkette im Ruhrpottschick.

Der Eingang zur Höhle war schon ein wenig abenteuerlich, Abbey Caves, Neuseeland | wat-erleben

Der Eingang zur Höhle war schon ein wenig abenteuerlich, Abbey Caves, Neuseeland | wat-erleben

Die Abbey-Caves, Middle Cave und Glühwürmer, Neuseeland | wat-erleben

Die Abbey-Caves, Middle Cave und Glühwürmer, Neuseeland | wat-erleben

Alleine in der Höhle und umsonst, so lässt es sich am besten mit Glühwürmern genießen, Neuseeland | wat-erleben

Alleine in der Höhle und umsonst, so lässt es sich am besten mit Glühwürmern genießen, Neuseeland | wat-erleben

Wir dachten, dass es nicht besser kommen könne, aber am Cape Reinga wurden wir eines besseren belehrt. Beim Cape, ganz Im Norden der Nordinsel, trifft die Tasmanische See auf den Südpazifik. Das war wirklich schön mit anzusehen.

Wie praktisch, dass wir genau hier Pipi mussten, die Toiletten von Hundertwasser in Kawakawa, Neuseeland | wat-erleben

Wie praktisch, dass wir genau hier Pipi mussten, die Toiletten von Hundertwasser in Kawakawa, Richtung Cape Reinga, Neuseeland | wat-erleben

Cape Reinga, wenn man genau schaut, sieht man wie die zwei Meere zusammenlaufen, Neuseeland | wat-erleben

Cape Reinga, wenn man genau schaut, sieht man wie die zwei Meere zusammenlaufen, Neuseeland | wat-erleben

Unser nächstes Ziel am Cape Reinga, nur 9000 Kilometer entfernt, Neuseeland | wat-erleben

Unser nächstes Ziel am Cape Reinga, nur 9000 Kilometer entfernt, Neuseeland | wat-erleben

Getoppt wurde dies noch, als wir einige Kilometer zurück fuhren und den Te Paki-Sanddünen einen Besuch abstatteten. Dort sollte es die Möglichkeit geben, mit Body-Boards die Dünen herunter zu rauschen. Nennt sich „Sandboarding“ und wow, was war das ein Highlight. Wir würden glatt behaupten, eins der Highlights unserer ganzen Reise. Mit gerade einmal 15 Dollar ein dazu günstiges und zudem simples. Das Ganze funktioniert folgendermaßen: gerade rechtzeitig die letzten Boards mieten (der Leihstand schließt um 17 Uhr) und die Dünen, die mittlerweile fast leer von Touristenmassen sind, hochlaufen. Dies ist übrigens der anstrengendste Schritt, weicher Sand kennt kein Erbarmen. Oben angekommen bäuchlings aufs Brett und mit etwas Schwung und riesem Tempo, die Düne hinunter. Besonders beim ersten Versuch konnte ich mir das Schreien nicht verkneifen. Der Wind und Sand fegt durchs Gesicht und im Anschluss fühlt man sich wie ein kleines Kind – Spaß pur!

Spaß Pur beim Sandboarding, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

Spaß Pur beim Sandboarding, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

Wir haben auch Videos...Ab gehts die Düne runter, Te Paki, Neuseeland | wat-erleben

Wir haben auch Videos…Ab gehts die Düne runter, Te Paki, Neuseeland | wat-erleben

Da unten bin ich schließlich gelandet, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

Da unten bin ich schließlich gelandet, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

 

Auf dem Rückweg Richtung Auckland:

Gestern hielten wir vor der Rückfahrt am Ninety Mile Beach an, dunkler Sand soweit das Auge reicht, Neuseeland | wat-erleben

Gestern hielten wir vor der Rückfahrt am Ninety Mile Beach an, dunkler Sand soweit das Auge reicht, Neuseeland | wat-erleben

Wir probieren das mit unserem kleinen Mietwagen wohl lieber nicht aus, Ninety Mile Beach, Neuseeland | wat-erleben

Wir probieren das mit unserem kleinen Mietwagen wohl lieber nicht aus, Ninety Mile Beach, Neuseeland | wat-erleben

Heute ist der Tag unserer Abreise gekommen. Nach einem kurzen Abstecher in die City von Auckland heißt es nicht nur Tschüss Nordinsel (2200 km), sondern auch Tschüss Neuseeland. Wir sitzen im Flughafen und wer es noch nicht mitbekommen hat: Wir tauschen Lamm gegen Sushi.

PS: Unbegründet ist es übrigens wirklich, dass die Nordinsel im Schatten der Südinsel steht. Unserer Meinung nach genießt man Neuseeland am besten im Doppelpack, beide Inseln haben es verdient.

Nordinsel Neuseeland, Roadtrip-Route | wat-erleben

Nordinsel Neuseeland, Roadtrip-Route | wat-erleben