Australien macht es uns seit unserer Anreise vor einer knappen Woche sehr einfach – einfach, im Sinne von uns wohlzufühlen. Ohne Sprachbarrieren, mit tollem Wetter und gelassener Stimmung hat uns Freitag Abend Ortszeit, Sydney begrüßt. Mit dem Uber (wirklich super praktisch!) ging es im Linksverkehr zu unserem Airbnb, etwas außerhalb der Stadt gelegen. Ich wollte Bernd erst noch fragen, warum er auf der Fahrerseite einsteigen wollte. Naja, alles wohl Gewöhnungssache.

Zwei Tage später fuhren wir das erste Mal mit dem Zug ins Zentrum von Sydney. Dort nahmen wir an der Free Walking Tour teil, die dreimal täglich vom Town Hall Square startet – mittendrin also. Innerhalb von drei Stunden zeigte uns unser Guide Aida die Hauptattraktionen und, wie sollte es anders sein, beendete die Tour am Opera House. Die Oper wirkte für uns jedoch kleiner, als wir sie aus dem Fernsehen in Erinnerung hatten. Dennoch sehr eindrucksvoll und das Gefühl, jetzt wirklich in Australien angekommen zu sein. Im Anschluss fuhren Bernd und ich mit der Fähre nach Manly Beach. Eigentlich nur, weil Aida uns erklärte, dass man Sonntags nie mehr als 2,75 AUD insgesamt für öffentliche Verkehrsmittel zahlen muss. Sehr sympathisch, auch der Ort und das Surfer-Feeling, welches einen direkt überkam.

Weihnachtsstimmung in Sydney am Queen Victoria Building | wat-erleben

Weihnachtsstimmung in Sydney am Queen Victoria Building | wat-erleben

Die Harbour Bridge in Sydney | wat-erleben

Die Harbour Bridge in Sydney | wat-erleben

Das Opera House in Sydney und viele Leute | wat-erleben

Das Opera House in Sydney und viele Leute | wat-erleben

Blick auf Sydney, Fähre nach Manly Beach | wat-erleben

Blick auf Sydney, Fähre nach Manly Beach | wat-erleben

Montag hieß es früh raus, wir fuhren mit dem Zug ins knapp zwei Stunden entfernte Wentworth Falls und erkundeten die Blue Mountains-Region. Der Ausblick unserer Wanderung lohnte sich definitiv, auch wenn unsere geplante Route des National Pass und Undercliff Path Trails abgekürzt werden musste, da diese beide zurzeit aufgrund von Felsstürzen gesperrt sind.

Wanderung zu den Blue Mountains, Sydney | wat-erleben

Wanderung zu den Blue Mountains, Sydney | wat-erleben

Die Blue Mountains, Sydney | wat-erleben

Die Blue Mountains, Sydney | wat-erleben

Abends, wieder zurück im Airbnb, versuchten wir uns an einem Plan für die folgenden Tage. Dies wurde so langsam Zeit, Mittwoch mussten wir aus dem Zimmer raus. Anfragen bei Help Exchange und Housesitting blieben entweder unbeantwortet, oder waren schon vergeben.

Dienstag, schon kurz vorm Verzweifeln, kam plötzlich eins zum anderen. Zuerst fand Bernd eine Campervan-Rückführung von Sydney nach Melbourne auf der Jucy-Website. Jucy ist ein Autovermieter und dem Angebot, ohne Mietkosten und einer Tankfüllung gratis, konnten wir einfach nicht widerstehen. Ok, wir haben lieber noch eine Versicherung abgeschlossen, 3.000 AUD als Eigenbeteiligung war etwas viel und insgesamt benötigten wir drei Tankfüllungen bis zum Ziel. Eigentlich war der Van für vier Personen ausgelegt, so dass wir mehr als genug Platz hatten. Wir können diesen auch für zwei Personen empfehlen, denn im Wagen selbst kann es eng werden. Selbst ich mit meinen 1,67 musste meine Füße einziehen. Oben auf dem Dach befindet sich zusätzlich ein aufklappbares Zelt, viel mehr Platz als im Van selbst.

Neben dem Glücksgriff mit dem Auto, bekamen wir am selben Abend eine Antwort und Zusage von einem Housesit in Melbourne, den wir vom 24ten Dezember bis zum 1ten Januar machen werden. Somit konnten wir uns Mittwochmorgen beruhigt auf den Weg machen.

Nachdem wir den Wagen und unser Gepäck abholten und Bernd sich mehr oder weniger an den Linksverkehr gewöhnte, ging es vorbei an der Küste bis zum ersten Aussichtspunkt. Das obligatorische Scheibenwischer statt Blinker benutzen, ist uns übrigens anfangs häufiger passiert!

Unser Jucy Campervan für drei Nächte von Sydney nach Melbourne Roadtrip | wat-erleben

Unser Jucy Campervan für drei Nächte von Sydney nach Melbourne Roadtrip | wat-erleben

Erster Stop des Roadtrips, Lookout kurz vor der Sea Cliff Bidge | wat-erleben

Erster Stop des Roadtrips, Lookout kurz vor der Sea Cliff Bidge | wat-erleben

Im Anschluss erst weiter an der Küste, dann immer mehr ins Grüne. Vorbei an Bergen bis hin zur Jervis Bay, genauer gesagt zum Hyams Beach. Laut Guiness Buch der Rekorde, der angeblich weißeste Sandstrand. Weiß war er definitiv, ein wenig spektakulärer hätten wir es uns aber vorgestellt – kann aber am bedeckten Himmel gelegen haben.

Überbelichtet, aber der weiße Sand sah so aus...Hyams Beach | wat-erleben

Überbelichtet, aber der weiße Sand sah so aus…Hyams Beach | wat-erleben

Bunte Vögel auf dem Weg zum Hyams Beach | wat-erleben

Bunte Vögel auf dem Weg zum Hyams Beach | wat-erleben

Kurz vor Ende unserer Route für diesen Tag, fuhren wir am Merry Beach Caravan Park vorbei – angeblich soll man dort Kängurus sehen. Unser Ausweichplan wäre Pebble Beach mit 8 AUD Eintrittsgebühr gewesen. Das Geld konnten wir uns definitiv sparen. Erst flippten wir völlig aus, ok ich, Bernd freute sich wie immer eher von Innen heraus, als wir nur ein Känguru sahen. Umso weiter wir fuhren, umso mehr Kängurus tauchten auf. Sie lagen nicht nur völlig relaxt in den Vorgärten, sondern ließen sich zudem gerne in großen Gruppen in der Nähe vom Strand zu einem Foto überzeugen. Einfach nur der Hammer, diese Tiere das erste Mal in der freien Wildbahn zu sehen. Leider war im angrenzenden Campingplatz kein Platz mehr frei. Wir übernachteten stattdessen woanders, dafür ebenfalls mit Strandzugang, nur ohne Kängurus.

Kängurus in der Nähe vom Merry Beach Caravan Park | wat-erleben

Kängurus in der Nähe vom Merry Beach Caravan Park | wat-erleben

Ich in Action bzw. beim Fotografieren der Kängurus am Merry Beach | wat-erleben

Ich in Action bzw. beim Fotografieren der Kängurus am Merry Beach | wat-erleben

Kängurus am Merry Beach Caravan Park | wat-erleben

Kängurus am Merry Beach Caravan Park | wat-erleben

Nach einer sehr erholsamen Nacht, in der wir deutlich besser, als erwartet im Campervan schliefen, ging es nach Toast und bestem Kaffee aus dem Espressokocher weiter. Der Weg war weniger spannend. Dafür legten wir eine Wanderpause am Genoa Peak ein und bestaunten die grandiose Aussicht. Eine Aussicht gab es auch auf dem Rastplatz für die Nacht, nämlich keine. Es war eben ein Autobahnparkplatz, dafür umsonst, mitten im Nirgendwo.

Gipsy Point, Genoa Peak, Aussicht auf den Croajingalong National Park | wat-erleben

Gipsy Point, Genoa Peak, Aussicht auf den Croajingalong National Park | wat-erleben

Das Schild stand an jeder Ecke | wat-erleben

Das Schild stand an jeder Ecke | wat-erleben

Die Landschaft änderte sich beim Roadtrip ständig, von Sydney nach Melbourne | wat-erleben

Die Landschaft änderte sich beim Roadtrip ständig, von Sydney nach Melbourne | wat-erleben

Kein Auto zu sehen, Roadtrip von Sydney nach Melbourne | wat-erleben

Kein Auto zu sehen, Roadtrip von Sydney nach Melbourne | wat-erleben

Frühstückspause bei den Gippsland Lakes, natürlich mit Tim Tams und Kaffee | wat-erleben

Frühstückspause bei den Gippsland Lakes, natürlich mit Tim Tams und Kaffee | wat-erleben

Ohne Worte und so wahr, nicht nur auf der Straße | wat-erleben

Ohne Worte und so wahr, nicht nur auf der Straße | wat-erleben

Bergige Landschaft, von Sydney nach Melbourne | wat-erleben

Bergige Landschaft, von Sydney nach Melbourne | wat-erleben

Toskana? Wieder wechselnde Landschaft | wat-erleben

Toskana? Wieder wechselnde Landschaft | wat-erleben

Unser Campingplatz für die zweite Nacht, Parkplatz mitten im Nirgendwo | wat-erleben

Unser Campingplatz für die zweite Nacht, Parkplatz mitten im Nirgendwo | wat-erleben

Freitagfrüh fuhren wir daher schnell weiter, ganz weit runter in den Süden. Dort gibt es den Wilsons Promontory National Park – ein Traum. Türkisfarbenes Wasser und unendlich lange Strände. Einer davon war ganz besonders. Am Squeaky Beach ist der Name Programm. Wenn man über den Sand läuft, quietscht es durch die Quarzsandkörner, die aneinander reiben und, zumindest las ich das mal, sind ein Indiz für einen besonders reinen und sauberen Sand. Wir dachten erst an eine Touristen-Falle und eine kleine Übertreibung, aber es ist wirklich verrückt, schaut hier (auf den rechten Pfeil beim Bild klicken, dann auf Play):

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Wir sind in Melbourne angekommen🚐. Die Highlights der letzten zwei Tage? Wombats, wieder Kängurus und der Squeaky Beach im Wilsons Promontory National Park (für Video nach links swipen, Ton an).😁Den Blogbeitrag gibt's übrigens morgen.||| We arrived in Melbourne.🚐 Highlights of the last 2 days? Wombats, kangaroos(again) and Squeaky Beach in Wilsons Promotory National Park (swipe left for the video and sound on).😁 The blog post will be online tomorrow. . . . . #watErleben #weltreise #worldtrip #australien #australia #reiseblog #travelblog #reiselust #globetrotter #worldtraveler #reisen #travel #worldtravel #instatravel #backpacking #roadtrip #vanlife #roadtripaustralia #jucyworld #wilsonspromontory

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Fast angekommen im Wilsons Promontory National Park | wat-erleben

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Was für Farben am Norman Beach, Wilsons Promontory National Park | wat-erleben

Was für Farben am Norman Beach, Wilsons Promontory National Park | wat-erleben

Fast ein bisschen Kanada-Gefühl am Norman Beach, Wilsons Promontory National Park | wat-erleben

Fast ein bisschen Kanada-Gefühl am Norman Beach, Wilsons Promontory National Park | wat-erleben

Auf dem Weg zum Squeaky Beach, Wilsons Promontory National Park | wat-erleben

Auf dem Weg zum Squeaky Beach, Wilsons Promontory National Park | wat-erleben

Fast angekommen, am Squeaky Beach, Wilsons Promontory National Park | wat-erleben

Fast angekommen, am Squeaky Beach, Wilsons Promontory National Park | wat-erleben

Auf der Wanderung dorthin machten wir übrigens Bekanntschaft mit einem weiteren australischem Mitbewohner, dem Wombat. Wirklich süß und Abends sahen wir sogar noch einen, direkt neben unserem Stellplatz. Erst wunderte ich mich, warum so viele Kinder schrieen. Ungefähr 10 Kinderhände patschen den armen Wombat an, den das wiederum nicht wirklich interessierte und der genüsslich weiter mampfte. Naja, gut, ganz eventuell habe ich kurz mit einem Finger das Fell berührt, ganz schön borstig! Bernd meinte später, wenn die Kinder nicht vorgelaufen wären, hätten wir lieber beim Wombat Abstand gehalten…aber so konnte, zumindest uns, ja nichts passieren.

Unser erster Wombat auf dem Weg zum Squeaky Beach, Wilsons Promontory National Park | wat-erleben

Unser erster Wombat auf dem Weg zum Squeaky Beach, Wilsons Promontory National Park | wat-erleben

Gestern, auf der letzten Etappe des Roadtrips nach Melbourne, hielten wir kurz an einem Wanderpfad an, der weitere Wildtiere von Australien versprach. Bis auf unzählige Kängurus sahen wir jedoch nichts. Das reichte uns jedoch!

Das obligatorische Selfie mit Kängurus, Wilsons Promontory National Park | wat-erleben

Das obligatorische Selfie mit Kängurus, Wilsons Promontory National Park | wat-erleben

Sydney nach Melbourne, Roadtrip-Route | wat-erleben

Sydney nach Melbourne, Roadtrip-Route | wat-erleben

Jetzt sind wir in Melbourne, planen gerade unser Festessen für Weihnachten und werden später die Free Walking Tour von Melbourne mitnehmen.

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