Warm eingepackt kamen wir gestern vor einer Woche am Flughafen Bangkok an. Nach dem ersten Schritt aus dem Terminal, eine völlig andere Welt. Aus dem strukturierten Japan war ein ein hupendes, stickiges Bangkok geworden.

Unser Körper dankte uns – nicht. Innerhalb von sechs Stunden gibt’s einen Temperaturunterschied von 25 Grad und Schweißausbrüche. Mit dem Grab-Taxi (das asiatische Uber quasi) fuhren wir zum Hotel. Nach einer kurzen Verschnaufpause im klimaanlagen-gekühlten Zimmer gab es einen Ausflug in ein Restaurant um die Ecke. Auf dem Rückweg kamen wir an vier verschiedenen Massage-Studios vorbei. Das musste ein Zeichen sein und außerdem…der Preis auf dem Schild kann nicht richtig sein? Anscheinend doch, für 11 Euro (inkl. Trinkgeld) gönnten Bernd und ich uns jeweils eine Stunde Massage. Jetzt waren wir wirklich in Thailand angekommen.

Unser erster Abend und erstes Essen in Thailand. Ganz wichtig, immer no spicy dazu sagen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Unser erster Abend und erstes Essen in Thailand. Ganz wichtig, immer no spicy dazu sagen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Was auch immer eine Ratsstube ist, da waren wir natürlich nicht essen, dafür ist Thai-Essen viel zu lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Was auch immer eine Ratsstube ist, da waren wir natürlich nicht essen, dafür ist Thai-Essen viel zu lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Schuhe aus!!! Es gibt doch nichts besseres als eine Massage, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Schuhe aus!!! Es gibt doch nichts besseres als eine Massage, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Am nächsten Tag machte besonders mir die Hitze zu schaffen. Natürlich mussten wir für diesen Tag direkt den größten Wochenendmarkt („Chatuchak“) aussuchen, noch dazu zur unerträglich heißen Mittagszeit. Angeblich gibt es dort knapp 10.000 Stände und vor allem viele Menschen. Zu viele! Leicht benommen steuerten Bernd und ich einen Essens-Stand mit Sitzgelegenheit an. Eine eisgekühlte Cola und ein Pad Thai später ging es bergauf. Bergrunter geht es dagegen bei den Preisen in Thailand, zumindest für uns und im Gegensatz zu allen bisher besuchten Ländern. Günstige Länder zum Schluss, alles richtig gemacht und nein, das Schild „59“ beim Hosenstand, war nicht die Größe wie von Bernd vermutet, sondern der Preis (knapp 1,50€).

Der Eingang zum Chatuchak-Market, nur ein wenig voll, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Der Eingang zum Chatuchak-Market, nur ein wenig voll, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Abends besuchten wir einen kleinen Nachtmarkt um die Ecke, deutlich angenehmer. Das Angebot an Nachtmärkten ist riesig in Bangkok, es handelt sich dabei eigentlich um nichts anderes als einen Wochenmarkt, der halt Abends stattfindet. Insgesamt scheint es so, als ob neben der Berufs-Rush-Hour, erst nach Sonnenuntergang das Leben in Bangkok richtig beginnt. Bei den Standverkäufern hat man zu dieser Zeit den Eindruck, dass sich ihr ganzes Leben hier abspielt. Zwischen der Kundschaft wird auf dem Boden mit Familie und Freunden gequatscht, gegessen, oder mal ein Nickerchen gemacht.

Einer der bisher kleinsten und schönsten Nachtmärke, Patpong, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Einer der bisher kleinsten und schönsten Nachtmärke, Patpong, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Mein neues Lieblings-Dessert, Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Mein neues Lieblings-Dessert, Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ein Traum, auch wenn es vielleicht nicht ganz so aussieht Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ein Traum, auch wenn es vielleicht nicht ganz so aussieht Sticky Rice mit Mango, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Mittlerweile herrscht ein ganz anderer Tagesrhyhmus, als z.B. in Neuseeland. Vorbei sind die Tage, wo wir mit Sonnenaufgang aufgestanden und mit Sonnenuntergang ins Bett gegangen sind. Hier heißt es bis Mittags schlafen und dafür bis Nachts wach sein. Ist für den Kreislauf von Vorteil, tagsüber macht es wenig Spaß, die Stadt zu erkunden. Meist wagen wir uns tagsüber nur für ein schnelles Mittagessen nach draußen.

Bangkok bei Nacht, Thailand | wat-erleben

Bangkok bei Nacht, Thailand | wat-erleben

Ist ja schön, dass die Zeit der Grünphase angezeigt wird, hält sich aber eh keiner dran. Beim überqueren der Straße sollte man stets rennen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ist ja schön, dass die Zeit der Grünphase angezeigt wird, hält sich aber eh keiner dran. Beim überqueren der Straße sollte man stets rennen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ist das Kunst? Nein, nur zu viele Kabel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ist das Kunst? Nein, nur zu viele Kabel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Neben Straßenkatzen gibt es auch diese netten Tierchen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Neben Straßenkatzen gibt es auch diese netten Tierchen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Tuk-Tuks haben hier den größten und lautesten Auspuff, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Tuk-Tuks haben hier den größten und lautesten Auspuff, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Rotlichtviertel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Rotlichtviertel, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Der Rot Fai Market Ratchada, sieht von oben unserer Meinung nach schöner aus, als er ist, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Der Rot Fai Market Ratchada, sieht von oben unserer Meinung nach schöner aus, als er ist, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Chinatown in Bangkok, zuviel Auswahl zum Essen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Chinatown in Bangkok, zuviel Auswahl zum Essen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Blumen-Markt am späten Abend, schön zum anschauen und riechen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Blumen-Markt am späten Abend, schön zum anschauen und riechen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gestern Abend gab es mal wieder Streetfood, ein freundlicher Thai half uns bei der Übersetzung. Was wir aßen? Keine Ahnung, aber verdammt lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gestern Abend gab es mal wieder Streetfood, ein freundlicher Thai half uns bei der Übersetzung. Was wir aßen? Keine Ahnung, aber verdammt lecker, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Im Anschluss gab es Mini-Ananas, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Im Anschluss gab es Mini-Ananas, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Kurz vor Mitternacht. Warum der Markt so leer war?Es wurde gerade aufgebaut. Wann schlafen die Thais eigentlich? Bangkok, Thailand | wat-erleben

Kurz vor Mitternacht. Warum der Markt so leer war?Es wurde gerade aufgebaut. Wann schlafen die Thais eigentlich? Bangkok, Thailand | wat-erleben

Die einzige Ausnahme, um tagsüber aus dem Haus zu gehen, ist das gut gekühlte Shopping-Center. In Bangkok gibt es unzählig viele davon, damit hätten wir die Stadt nicht unbedingt in Verbindung gebracht. Die meisten der Einkaufshäuser sind jedoch nicht wie man sie aus anderen Ländern kennt. Hier spielt sich der Verkauf in den Gängen ab. Stände über Stände mit Souvenirs, billiger Kleidung, Goldschmuck und Elektronik. Wer auf Luxus steht, muss in andere Malls mit ausgestorbenen Geschäften und klinisch-reinen Eingangsbereichen. Ob das noch zu Bangkok passt?

So sehen die Einkaufszentren von innen aus, mehr Stände als Geschäfte, Bangkok, Thailand | wat-erleben

So sehen die Einkaufszentren von innen aus, mehr Stände als Geschäfte, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ausgestorbene Plätze (und sauber) bei den Luxus-Malls, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ausgestorbene Plätze (und sauber) bei den Luxus-Malls, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gerade weil die Stadt nicht zwanghaft versucht besonders schön, sauber und ordentlich zu sein, gefällt sie uns. Die Thais sind super nett und das Essen ist spitze, reicht doch? Selbst in Einkaufszentren ist das Essen bezahlbar. In einem Blog las ich, dass im „Terminal 21“ die Verkäufer der Essens-Stände keine Miete zahlen müssen und daher das Essen günstig sein soll. Tatsächlich, mit 30 Baht für ein Pad Thai (unter 1€), mindestens so günstig wie auf der Straße. Gut, die Portion macht nicht unbedingt satt, aber wäre auch zu schade. Wir aßen uns durch den kompletten Food-Court. Mit vollgeschlagenem Bauch ging es im Anschluss im gleichen Gebäude ins Kino. Mit sehr bequemen Sitzen und Nationalhymne zum Beginn des Films mal etwas anderes.

Durian mit Eis. Wenn die Frucht überreif ist, riecht sie angeblich nach Erbrochenem, Pipi und Essig. An U-Bahn-Stationen, in Hotels usw. gibt es daher Verbotsschilder, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Durian mit Eis. Wenn die Frucht überreif ist, riecht sie angeblich nach Erbrochenem, Pipi und Essig. An U-Bahn-Stationen, in Hotels usw. gibt es daher Verbotsschilder, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Terminal 21 heißt nicht umsonst so, das Gebäude ist wie ein Flughafen aufgebaut. Die Sicherheitskontrollen gibt es übrigens auch in den UBahnStationen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Terminal 21 heißt nicht umsonst so, das Gebäude ist wie ein Flughafen aufgebaut. Die Sicherheitskontrollen gibt es übrigens auch in den UBahnStationen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Nach einer halben Woche im Hotel stand ein Umzug bevor. Wir hatten, mal wieder, einen tollen Housesit an Land gezogen. Im Herzen von Bangkok, allerdings in einer ruhigen Seitenstraße, passen wir seit vier Tagen auf zwei Katzen auf. So lässt es sich entspannt die Stadt entdecken. Entspannung ist vor allem notwendig, nachdem man auf (großen) Straßenmärkten war. Neben Obst und Gemüse gibt es Fleisch in der Sonne zu bestaunen (zum Glück schon aus Mexiko und Guatemala bekannt), krähende Hähne aus dem Käfig und mal wieder verdammt viele Menschen. Allerdings teilt man sich die kleinen Gassen und Bürgersteige nie nur mit diesen, sondern auch mit Mopeds, Sackkarren und Kleinlastern. Echt beindruckend, besonders, dass trotzdem so gut wie nie geschubst wird.

Ausnahmsweise mal ein leerer Markt, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Ausnahmsweise mal ein leerer Markt, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Scharf? Können wir nicht, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Scharf? Können wir nicht, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Die Roller-Gang ohne Verkehrsregeln, die mit den orangenen Westen kann man über Grab bestellen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Die Roller-Gang ohne Verkehrsregeln, die mit den orangenen Westen kann man über Grab bestellen, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Schön gerempelt wurde allerdings beim Thai-Boxen. An einem Abend schauten wir kostenlos vor dem MBK-Kaufhaus einige Boxkämpfe an. Dabei geht es ordentlich zur Sache, anders als ein langweiliger Klitschko-Kampf, der bereits nach der ersten Runde vorbei ist.

Thai-Boxen am MBK-Gebäude, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Thai-Boxen am MBK-Gebäude, Bangkok, Thailand | wat-erleben

Gestern war ein wichtiger Tag unserer Reise. Dieser kostete 40€ und war sechs Kilogramm schwer. Wir schickten das erste Paket nach Deutschland. Es werden bis zum Ende (hoffentlich) keine kalten Länder mehr bereist. Wenn alles gut geht, erwarten uns in frühestens zwei Monaten per Seeweg alle warmen Kleidungsstücke. Mit leichtem Gepäck können die nächsten Wochen nur traumhaft werden.

Heute war unser letzter Tag in Japan, wir übernachteten im Flughafen und der Flieger ging nach Bangkok. Genug Zeit also, um die Tage Revue passieren zu lassen. Was hat uns an Japan am Besten gefallen? Auf jeden Fall das Essen. So oft waren wir nirgendwo anders im Restaurant. Wenn ich nachzähle, dann aßen wir an jedem Tag Sushi, insgesamt 18 Mal. Ich glaube, dass wir fast alles von der Speisekarte abhaken können. Wir überlebten sogar den Kugelfisch. Absolute Highlights sind Lachs, Aal und die Shrimp-Rolls. Während ich alle möglichen neuen Fischarten ausprobierte, gehörten diese drei zu Lauras Klassikern. Gut, dass ich bei manchen Sachen nicht wusste, was da auf meinem Teller liegt. Erst später übersetzte ich die Namen ins Deutsche. Seeigel schmeckt unbeschreiblich eigenartig, Pferd überraschenderweise zart und vergorene Sojabohnen landen auf dem letzten Platz.

Der Kugelfisch schmeckt nicht besonders, Kyoto Japan | wat-erleben

Der Kugelfisch schmeckt nicht besonders, Kyoto Japan | wat-erleben

In dieser Reihenfolge haben wir uns satt gegessen, Kyoto, Japan | wat-erleben

In dieser Reihenfolge haben wir uns satt gegessen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich auch Wal probierte und nicht nachvollziehen kann, warum Japan den Fang wieder kommerziell betreiben möchte. Unser Guide von der Free-Walking-Tour erklärte mir, dass die Japaner eigentlich kein Walfleisch essen und es eher darum ginge, dass die Politik sich nicht vom Westen vorschreiben lassen möchte, was Sie zu tun und lassen hat.

Am Samstag ist unser Sushi-Essen etwas aus dem Ruder gelaufen. Laura verfiel in einen Bestellwahn und wunderte sich später über die große Anzahl an Tellern, die im Minutentakt an unseren Tisch kamen. Den Überblick verloren wir ganz schnell, aßen aber alles brav auf. Nach so viel Völlerei brauchten wir dringend einen Absacker. Hier wird heißer Sake getrunken, der sich seinen Weg in den Magen brennt. Einfacher als in Neuseeland kommt man auch an Alkohol. In Neuseeland blieb meine Flasche Wein an der Supermarktkasse stehen, weil ich keinen Reisepass bei mir trug. Personalausweis, Führerschein, Kreditkarte und graue Haare zählen nicht als Altersnachweis. In Japan wird auf dem Bestellbildschirm bejaht, dass man älter als 20 Jahre ist, das wars.

Diese beiden sind Lauras Favoriten, sicherheitshalber bestellte sie alle vier, Tokio, Japan | wat-erleben

Diese beiden sind Lauras Favoriten, sicherheitshalber bestellte sie alle vier, Tokio, Japan | wat-erleben

Das ist Lauras Sake-Gesicht, Tokio, Japan | wat-erleben

Das ist Lauras Sake-Gesicht, Tokio, Japan | wat-erleben

Dass wir immer noch jung aussehen, bestätigte uns der Besuch in einer Fotobox. Diese Boxen sind vor allem bei jungen Mädels beliebt, die Gruppenfotos schießen und diese später bearbeiten und ausdrucken. Klar, wir wollten auch so ein Andenken. Die Box ist eine Art Zauberkugel von Linda de Mol. Wir gingen rein, automatisch wurden tausend Filter über das Bild gelegt und als wir das Ergebnis sahen, waren wir super süß und 15 Jahre jünger.

Kurz noch ein paar Spezialeffekte einfügen, Tokio, Japan | wat-erleben

Kurz noch ein paar Spezialeffekte einfügen, Tokio, Japan | wat-erleben

So sieht das Endergebniss aus, schon süß, die Pose schauten wir uns bei den anderen Mädels ab, Tokio, Japan | wat-erleben

So sieht das Endergebniss aus, schon süß, die Pose schauten wir uns bei den anderen Mädels ab, Tokio, Japan | wat-erleben

So jung und voller Energie spazierten wir am Sonntag quer durch die halbe Stadt. Besuchten die Kopie des Eiffelturms (der ist hier 8 Meter höher), aßen in dessen Untergeschoß die japanische McDonalds-Variante (kleinere Burger, dafür hübscher und leckerer) und suchten nach ersten Kirschblüten in der Nähe vom Kaiserpalast (diesen konnten wir nur hinter hohen Mauern erahnen). Abends gab es gleich zweimal Sushi, im ersten Restaurant die Hauptspeise und eigentlich im zweiten Restaurant die Nachspeise. Bei so vielen Restaurants kann man diese auch leicht durcheinander bringen. Ich führte uns zum falschen und Laura bekam kein Mango-Eis.

Le Tour Eiffel mitten in Tokio, Japan | wat-erleben

Le Tour Eiffel mitten in Tokio, Japan | wat-erleben

Völlig verblüfft, dass es in der Food Hall Sitzplätze gab, Tokio, Japan | wat-erleben

Völlig verblüfft, dass es in der Food Hall Sitzplätze gab, Tokio, Japan | wat-erleben

Am Montag liefen wir ein letztes Mal mit den Hunden Gassi und verließen Tokio mit dem Shinkansen. Die 480 Kilometer Bahnstrecke nach Kyoto bewältigten wir in atemberaubenden zwei Stunden. Unglaublich ist auch, dass auf dieser Strecke alle 15 Minuten ein Zug fährt, wie immer auf die Sekunde genau. Es ist wie Fliegen, nur mit enormer Beinfreiheit.

Booty und Oprah, Tokio, Japan | wat-erleben

Booty und Oprah, Tokio, Japan | wat-erleben

Flott noch ein Foto, bevor es schnell weitergeht, Tokio, Japan | wat-erleben

Flott noch ein Foto, bevor es schnell weitergeht, Tokio, Japan | wat-erleben

Es wird daraufhin gewiesen, dass die Geräusche der Laptop-Tastatur andere Fahrgäste stören könnte, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Es wird daraufhin gewiesen, dass die Geräusche der Laptop-Tastatur andere Fahrgäste stören könnte, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Wir fuhren am Mount Fuji vorbei, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Wir fuhren am Mount Fuji vorbei, Shinkansen, Japan | wat-erleben

Nach einer langen und beschwerlichen Anreise musste sich Laura erstmal stärken. Als sie die Auswahl an Matcha-Artikel im Supermarkt sah, wurden die Augen immer größer. Da lässt man sie nur kurz verschwinden und zurück kommt sie mit einem Arm voll Süßkram. Zum Nachtisch gab es natürlich Matcha-Eis, welches hier besonders gut schmeckt. Die Region rund um Kyoto ist bekannt für ihren Teeanbau und es ist ein Leichtes, für 20 Gramm Tee mehr als 50 Euro auszugeben.

Ich präsentiere, Lauras Ausbeute, Kyoto, Japan | wat-erleben

Ich präsentiere, Lauras Ausbeute, Kyoto, Japan | wat-erleben

Mindestens genauso berühmt sind die tausend Torbögen, durch die man am Fushimi-Inari-Schrein läuft. Die ersten 200 Bögen teilt man sich mit Horden von Touristen. Je weiter wir den Berg raufkommen, desto geringer wird deren Zahl. An jeder Abbiegung drehen sich manche Leute laut schnaufend und prustend um. Die waren wohl noch nicht auf dem Acatenango in Antigua.

Hübsch, hübsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Hübsch, hübsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Diese Fischbällchen mit Oktopus sind super lecker, Kyoto, Japan | wat-erleben

Diese Fischbällchen mit Oktopus sind super lecker, Kyoto, Japan | wat-erleben

So sieht also grüner Tee aus, Kyoto, Japan | wat-erleben

So sieht also grüner Tee aus, Kyoto, Japan | wat-erleben

Jeder Ball beinhaltet einen Wunsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Jeder Ball beinhaltet einen Wunsch, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Altstadtviertel herrschen strenge Regeln, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Altstadtviertel herrschen strenge Regeln, Kyoto, Japan | wat-erleben

Meine Lieblingsbeschäftigung, Essen bestellen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Meine Lieblingsbeschäftigung, Essen bestellen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das Frühstück von Hulk, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das Frühstück von Hulk, Kyoto, Japan | wat-erleben

Unten war es rappelvoll, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Unten war es rappelvoll, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Erst wird geläutet, danach sein Wunsch vorgetragen, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Erst wird geläutet, danach sein Wunsch vorgetragen, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Es wurde leerer, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Es wurde leerer, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Den Gipfel hatten wir für uns allein, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Den Gipfel hatten wir für uns allein, Fushimi-Schrein, Japan | wat-erleben

Katzen gehören zu den Schreinen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Katzen gehören zu den Schreinen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Einen kleineren Berg bestiegen wir am Mittwoch – den Affenberg in Arashiyama. In diesem Vorort von Kyoto leben knapp 170 japanische Makaken. Findige Geschäftsleute füttern diese, damit sie auf dem Hügel bleiben und wir sie beobachten dürfen. Besser als ein Besuch im Zoo ist es allemal, da die Tiere hier frei herumlaufen sowie tun und lassen können, was sie wollen. Vor allem wird sich gegenseitig gejagt und nach Flöhen abgesucht.

Lässt sich wohl aushalten, Kyoto, Japan | wat-erleben

Lässt sich wohl aushalten, Kyoto, Japan | wat-erleben

Erinnert mich an ein Gemälde: Affe im Baum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Erinnert mich an ein Gemälde: Affe im Baum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Winter besuchen die Affen heiße Quellen, um sich aufzuwärmen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Im Winter besuchen die Affen heiße Quellen, um sich aufzuwärmen, Kyoto, Japan | wat-erleben

Lange suchen mussten wir den Bambus-Wald im Örtchen nicht, einfach den Menschenmassen hinterher. Anders als beim Schrein, wurde es am Ende nicht leerer, schön war es trotzdem. Ich wusste nicht, dass Bambus so groß wird. Ich wusste nur, das die falsche Sorte im Garten zu einer richtigen Wucherplage werden kann und das Bambus früher zum Foltern diente. Laura schüttelte bei meinem unnützen Wissen mit dem Kopf.

Man sieht den Wald vor lauter Bambus nicht, Kyoto, Japan | wat-erleben

Man sieht den Wald vor lauter Bambus nicht, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die erste Kirschblüte, fälschlicherweise handelte es sich in Tokio um Pflaumenbäume, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die erste Kirschblüte, fälschlicherweise handelte es sich in Tokio um Pflaumenbäume, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die Festungsmauer der Samurai-Burg, Kyoto, Japan | wat-erleben

Die Festungsmauer der Samurai-Burg, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das ist ein Aprikosenbaum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Das ist ein Aprikosenbaum, Kyoto, Japan | wat-erleben

Kopfschüttelnd gingen wir auch Abends in eine Karaoke-Bar. Unsere Gesangskünste stellten wir nur bei einem Lied auf die Probe. Das reichte vollkommen, schiefer ging es kaum. Die restlichen Lieder überließen wir den Profis. Diese singen fast genauso schief, aber mit voller Leidenschaft. Klassische Schützenfest- und 90er-Lieder fanden wir auf der Karaokemaschine leider nicht – oder Gott sei Dank nicht.

Gut, dass es zu diesem Bild keinen Ton gibt, Karaoke in Kyoto, Japan | wat-erleben

Gut, dass es zu diesem Bild keinen Ton gibt, Karaoke in Kyoto, Japan | wat-erleben

Dafür fanden wir den Weg von Kyoto nach Osaka und zur nächsten Walking-Tour. Drei Stunden liefen wir gestern durch Osaka und mussten einige Unterschiede zu Tokio feststellen. Auf der Rolltreppe steht man rebellisch rechts und generell ist es nicht ganz so geordnet. Was sich wiederum in den Leuten bemerkbar macht, die alle etwas gelassener scheinen. Standesgemäß gab es ein letztes Mal Sushi. Ich bin gespannt, ob Bangkok da mithalten kann.

Mitten in Osaka, Japan | wat-erleben

Mitten in Osaka, Japan | wat-erleben

Erdbeeren sind so besonders, sie werden normalerweise nur als Geschenk überreicht, Osaka, Japan | wat-erleben

Erdbeeren sind so besonders, sie werden normalerweise nur als Geschenk überreicht, Osaka, Japan | wat-erleben

Das japanische Brauhaus in Osaka, Japan | wat-erleben

Das japanische Brauhaus in Osaka, Japan | wat-erleben

Portionen in Sumo-Größe, Osaka, Japan | wat-erleben

Portionen in Sumo-Größe, Osaka, Japan | wat-erleben

Soll angeblich Glück bringen, Osaka, Japan | wat-erleben

Soll angeblich Glück bringen, Osaka, Japan | wat-erleben

Nachdem Akihabara auf der Free Walking Tour etwas zu kurz kam, nahmen wir uns Montag, auf eigene Faust, ausreichend Zeit. Als erstes ging es in einen Manga-Laden über fünf Etagen. Was bei mir bereits vor ewiger Zeit auf dem Flohmarkt, oder gar im Müll landete, ist hier noch käuflich zu erwerben – und das für verdammt viel Geld. Von Pokemon-Karten über Gameboy-Spiele bis hin zum Tamagotchi (ok, den durfte ich mir leider nie kaufen).

Neben den „historischen Antiquitäten“ gab es im Manga-Laden natürlich Mangas. Zu unserer Verwunderung erinnerten viele davon eher an Ü18-Lesematerial, im kitschigen und teilweise kindlichem Stil. Sehr bizarr und befremdlich.

Manga-Laden, Akihabara,Tokio | wat-erleben

Manga-Laden, Akihabara,Tokio | wat-erleben

Auch sowas gibts im Manga-Laden, evtl. Teil einer Boyband? Tokio| wat-erleben

Auch sowas gibts im Manga-Laden, evtl. Teil einer Boyband? Tokio| wat-erleben

Was ist bloß aus den harmlosen Kaugummi-Automaten geworden; Befremdlich ist es auch, wenn große Jungs diese Puppen kaufen (ist passiert), Akihabara, Tokio | wat-erleben

Was ist bloß aus den harmlosen Kaugummi-Automaten geworden; Befremdlich ist es auch, wenn große Jungs diese Puppen kaufen (ist passiert), Akihabara, Tokio | wat-erleben

Im Anschluss liefen wir in eine der unzähligen Spielhallen. Man könnte sie auch Kopfschmerz-Lärmhallen nennen. Dies steigert sich von Etage zu Etage. Im Erdgeschoss Cranger-Kirmes mit einer halbwegs erträglichen Lautstärke, im obersten Geschoss dagegen Tinitus-Spielautomaten-Geräusche. In der einen Ecke zocken die Jungs Ballerspiele, in der anderen hüpft einer wie wild herum, um beim Cyber-Trommeln als bester Musiker zu gewinnen.

Es handelt sich dabei übrigens nicht um Glücksspiele und obwohl es unzählig viele dieser Läden gibt, gut besucht sind sie immer.

Besucher hatten sich von der Mitarbeiterin Tipps geben lassen, Spielhölle, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Besucher hatten sich von der Mitarbeiterin Tipps geben lassen, Spielhölle, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Um diese Erfahrung mit allen Sinnen aufzunehmen, versuchten wir uns selbstverständlich an einem der Spiele, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Um diese Erfahrung mit allen Sinnen aufzunehmen, versuchten wir uns selbstverständlich an einem der Spiele, Akihabara, Tokio | wat-erleben

Am nächsten Tag liefen wir zum Tsukiji-Outer-Market, ein Fisch- und Leckereienmarkt. Außerdem eine gute Alternative zum Mitten in der Nacht aufstehen, um die Thunfischauktion zu verfolgen. Den Leckereien konnten wir nicht widerstehen. Wir kauften zwar keinen Grillspieß für 60€, vom angeblich weltweit bestem Rindfleisch, dafür aber Dim Sum, einen Eis-Matcha-Latte (sehr empfehlenswert!) und später eine Matcha-Waffel. Ja, in Japan gibt es fast alles aus Matcha und wir sind zum totalen Fan geworden.

Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Wir können den Markt ja schlecht verlassen, ohne gegessen zu haben, Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Wir können den Markt ja schlecht verlassen, ohne gegessen zu haben, Tsukiji-Outer-Market, Tokio | wat-erleben

Der Iced-Matcha-Latte, klare Empfehlung, Tokio | wat-erleben

Der Iced-Matcha-Latte, klare Empfehlung, Tokio | wat-erleben

Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Ginza. Wir waren in dem größtenteils hochpreisigen Viertel allerdings nicht auf der Suche nach Luxuswaren, sondern nach speziellen Essstäbchen als Andenken. Wir staunten nicht schlecht, als wir wie bei Ollivanders-Zauberstabladen aus unzähligen Modellen auswählen konnten. Nach sowohl japanischer als auch englischer Beratung erfuhren wir von den Unterschieden zwischen Kyotostyle & Tokyostyle, die richtige Gebrauchsweise und die individuell abgestimmte Länge der Stäbchen.

Harry-Potter Drehort oder Tokio | wat-erleben

Harry-Potter Drehort oder Tokio | wat-erleben

Mittwoch waren wir zuerst in Yanaka Ginza, ein sehr ruhiges und wenig überlaufenes Viertel. In einer traditionellen Teestube gab es warmen Matcha-Tee und Dango.

Allein, allein, leere Straße in Yanaka Ginza, Tokio | wat-erleben

Allein, allein, leere Straße in Yanaka Ginza, Tokio | wat-erleben

Und mal wieder etwas Essen und Trinken, Teestube Tokio | wat-erleben

Und mal wieder etwas Essen und Trinken, Teestube Tokio | wat-erleben

Noch nicht genug vom Trubel gehabt, ging es im Anschluss nach Shinjuku.

Yodobashi, der weltweit größte Elektronikmarkt, nicht nur mehrere Stockwerke, sondern auch über mehrere Gebäude verteilt, Tokio | wat-erleben

Yodobashi, der weltweit größte Elektronikmarkt, nicht nur mehrere Stockwerke, sondern auch über mehrere Gebäude verteilt, Tokio | wat-erleben

Wir wollten es schon seit Ewigkeiten ausprobieren...das erste Mal Bubble Tea getrunken, es wird ein einmaliges Erlebnis bleiben. Man beachte auch den tollen Hintergrund, Tokio | wat-erleben

Wir wollten es schon seit Ewigkeiten ausprobieren…das erste Mal Bubble Tea getrunken, es wird ein einmaliges Erlebnis bleiben. Man beachte auch den tollen Hintergrund, Tokio | wat-erleben

Wir brauchten neuen Kaffee und was schlug uns die Verkäuferin vor? German-Blend,toll, Tokio | wat-erleben

Wir brauchten neuen Kaffee und was schlug uns die Verkäuferin vor? German-Blend,toll, Tokio | wat-erleben

Memory Lane, Tokio | wat-erleben

Memory Lane, Tokio | wat-erleben

In den Stübchen passen meist nur 4-5 Personen, Memory Lane, Tokio | wat-erleben

In den Stübchen passen meist nur 4-5 Personen, Memory Lane, Tokio | wat-erleben

Das bekannte Robot-Restaurant, uns reichte ein Blick von außen, Tokio | wat-erleben

Das bekannte Robot-Restaurant, uns reichte ein Blick von außen, Tokio | wat-erleben

Sushi-Karussell, Maßgeschneidert und vom Fließband, beides lecker, Tokio | wat-erleben

Sushi-Karussell, Maßgeschneidert und vom Fließband, beides lecker, Tokio | wat-erleben

In Shinjuku befindet sich ein großer Don Quijote, ein japanischer Discounter, der von A bis Z wirklich alles im Sortiment hat. Ohne irgend etwas sinnloses zu kaufen, kommt man hier selten davon. Neben Kitkats mit Matcha-Geschmack nahmen wir ein Fast Food-Baukasten mit. Das ganze nennt sich wohl Popin’ Cookin’, ist völlig an mir vorbei gegangen, im Nachhinein betrachtet zu Recht. Neben enorm viel Plastik beinhaltet das Spaßpaket (angeblich für Kinder, um sich einmal wie ein Koch zu fühlen) Pulvertütchen, Schablonen und Förmchen. Wasser wird jeweils mit dem passenden Pulver verrührt und voilà kommt am Ende dabei, in unserem Fall, ein Burgermenü heraus. Umso erschreckender war es, dass es nicht nur wie bei der Fastfood-Kette nebenan roch, sondern auch fast so schmeckte. Also erstmal kein Fast Food mehr!

Ich glaube, das war die schlimmste Wahl von allen, Popin’ Cookin’, Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Ich glaube, das war die schlimmste Wahl von allen, Popin’ Cookin’, Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Kitkat gibt es in Japan in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Aber mit Sojabohnen? Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Kitkat gibt es in Japan in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Aber mit Sojabohnen? Don Quijote, Tokio | wat-erleben

Der Burger zum Selberbauen, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Der Burger zum Selberbauen, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Sogar das Tablett konnte ausgeschnitten werden, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Sogar das Tablett konnte ausgeschnitten werden, Popin’ Cookin’, Tokio | wat-erleben

Wirklichen Hochgenuss konnten wir an diesem Abend dennoch erfahren. Wir gönnten uns aus dem Supermarkt ein Stück Wagyu-Steak (Hausrind aus Japan) mit extremer Marmorierung und wollen nun nie wieder etwas anderes essen.

Wagyu-Steak, man gönnt sich ja sonst nichts, Tokio | wat-erleben

Wagyu-Steak, man gönnt sich ja sonst nichts, Tokio | wat-erleben

Ein paar Tokio-Specials:

So läuft das hier mit den Ampeln, nicht nur das alle bei rot stehen bleiben, auch die ablaufende Zeit wird in Form von Punkten angezeigt, Tokio | wat-erleben

So läuft das hier mit den Ampeln, nicht nur das alle bei rot stehen bleiben, auch die ablaufende Zeit wird in Form von Punkten angezeigt, Tokio | wat-erleben

Bestellung auf Japanisch: Gericht auswählen, Geld rein, Zettel ziehen, an den Tresen setzen und Zettel abgeben, Tokio | wat-erleben

Bestellung auf Japanisch: Gericht auswählen, Geld rein, Zettel ziehen, an den Tresen setzen und Zettel abgeben, Tokio | wat-erleben

Sehr interessant, fährt plötzlich mal ein Auto aus der Tiefgarage kümmern sich gleich 4 Personen zielstrebig um den Verkehr, Tokio | wat-erleben

Sehr interessant, fährt plötzlich mal ein Auto aus der Tiefgarage kümmern sich gleich 4 Personen zielstrebig um den Verkehr, Tokio | wat-erleben

Ok I forgive you, Tokio Sushi-Restaurant | wat-erleben

Ok I forgive you, Tokio Sushi-Restaurant | wat-erleben

Nichts, was es nicht gibt, falls jemand seinen Zahnarzt gegen Goldzähne tauschen möchte, Tokio | wat-erleben

Nichts, was es nicht gibt, falls jemand seinen Zahnarzt gegen Goldzähne tauschen möchte, Tokio | wat-erleben

Nicht immer ist es so offensichtlich wie hier; teilweise läuft man nichtsahnend in einen Laden, weil der Eingang mit Krimskrams getarnt ist, Tokio | wat-erleben

Nicht immer ist es so offensichtlich wie hier; teilweise läuft man nichtsahnend in einen Laden, weil der Eingang mit Krimskrams getarnt ist, Tokio | wat-erleben

Karaokeläden erinnern hier eher an Hotel-Lobbies, Tokio | wat-erleben

Karaokeläden erinnern hier eher an Hotel-Lobbies, Tokio | wat-erleben

Heute stand der Berg Takao auf dem Plan. Nach einer einstündigen Bahnfahrt wanderten wir den Berg hinauf und wurden mit einer klaren Sicht belohnt. Sogar die Schneespitze des Mount Fuji war für kurze Zeit zu sehen, welche Bernd am Anfang für eine Wolke hielt.

Brav Anstehen auf dem Weg zum Mount Takao, Metro, Tokio | wat-erleben

Brav Anstehen auf dem Weg zum Mount Takao, Metro, Tokio | wat-erleben

Da ist er, Mount Fuji, Wanderung Mount Takao, Tokio | wat-erleben

Da ist er, Mount Fuji, Wanderung Mount Takao, Tokio | wat-erleben

Wir und der Mount Fuji beim genauen Hinsehen links neben uns, Mont Takao, Tokio | wat-erleben

Wir und der Mount Fuji beim genauen Hinsehen links neben uns, Mont Takao, Tokio | wat-erleben

Von wegen wir reisen mit der Sonne und überspringen den Winter. Anfang März ist es rattenkalt in Tokio. Vielleicht sind wir einfach nicht mehr an kühlere Temperaturen gewöhnt, so trägt Laura fünf Lagen Klamotten und friert immer noch. Abgesehen von den einstelligen Plusgraden ist Tokio auf jeden Fall eine Reise wert und komplett anders, als wir es uns vorstellten. Der erwartete Kulturschock fiel geringer aus, als erwartet. Irgendwie kam Tokio uns direkt bei der Ankunft am Flughafen recht vertraut vor. Ähnlich wie in Deutschland ist es hier überraschenderweise ruhig, sauber und geordnet. Lediglich bei den öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es Unterschiede, diese fahren hier pünktlich.

Egal wo wir hinschauten, soweit das Auge reicht nur Häuser und weniger Wolkenkratzer als gedacht, Metropolitan Government Building, Japan | wat-erleben

Egal wo wir hinschauten, soweit das Auge reicht nur Häuser und weniger Wolkenkratzer als gedacht, Metropolitan Government Building, Japan | wat-erleben

Unterschiede gibt es auch bei den Toiletten, die sind alles andere als gewöhnlich. Selbst bei den öffentlichen Toiletten traue ich mich nicht ohne Google-Übersetzer drauf. Es gibt so viele Knöpfe zum einstellen. Angefangen mit „dein Po wird nass“, „der Wasserstrahl ist sanfter“, „der Wasserdruck nimmt zu“, „der Wasserstrahl bewegt sich nach vorne und nach hinten“, „die Toilette gibt komische Geräusche von sich“ und ganz wichtig „der Wasserstrahl hört auf“. In privaten Haushalten besitzen diese noch zig weitere Funktionen. Am besten ist da die Sitzheizung, so warm dass sie den ganzen Raum beheizen könnte.

Man weiß ja nie, Tokio, Japan | wat-erleben

Man weiß ja nie, Tokio, Japan | wat-erleben

Die erste Nacht verbrachten wir in Flughafennähe, morgens nahmen wir den Hotel-Shuttle zurück zum Flughafen um von dort aus in die Stadt zu fahren. Der Checkout war um 11.00 Uhr, 90 Sekunden vorher verließen wir unser Zimmer, gaben den Schlüssel zurück und verpassten fast unseren Shuttle, der schon die Bustür um 10.59.55 Uhr geschlossen hatte. Der Fahrer interpretierte unser hektisches Winken richtig und ließ uns mitfahren. Am Flughafen erledigten wir routiniert die wesentlichen Reisevorbereitungen, Geld holen, U-Bahnkarte und Busticket kaufen, sowie Frühstücken. Das Frühstück bestellte Laura wie selbstverständlich auf Spanisch. Anderes Land, indem man kein Englisch spricht, also wird automatisch auf Spanisch umgestellt. Die Bedienung störte sich nicht daran, sie plauderte munter auf Japanisch mit uns. So wie alle anderen mit dir Japanisch sprechen und wir freundlich lächeln und immer nicken.

Gut gestärkt ging es weiter zu unserem Bus, der Richtung Stadt fährt. Der Flughafen liegt 60 Kilometer außerhalb. Die passende Bushaltestelle zu finden ist nicht allzu schwer, fein säuberlich sind diese durchnummeriert. Wir stellten uns an das passende Stoppschild und der Kontrolleur platzierte uns in die auf dem Boden gezeichnete Wartelinie. Bevor wir nicht unser Gepäck abstellten und in der korrekten Schlange standen, wollte er unser Ticket nicht sehen (wir waren die Einzigen, die auf den Bus warteten). Nun gut, Ordnung muss sein. Genauso verlief auch die Abfahrt. Nachdem der Busfahrer uns eincheckte und wir auf dem Platz saßen, stand draußen der Kontrolleur, schaute auf seine Uhr und zählte laut die Zeit runter. Abfahrt pünktlich um 12:45 Uhr und zwar auf die Sekunde.

Wir checkten für die nächste Nacht wieder in einem Hotel ein, das Zimmer war nur halb so groß wie das Letzte. Dies störte uns aber ganz und gar nicht, denn Nachmittags trafen wir unseren zukünftigen Housesit-Gastgeber. Kurz vor Abreise nach Tokio ergatterten wir ein schönes Haus mitten in der Stadt. Das Haus kommt mit zwei Hunden und einer Katze daher, um die wir uns die nächsten zehn Tage kümmern. Noch grandioser ist aber die Gastfreundschaft der Besitzer, so dürfen wir bereits vier Tage eher vorbeikommen und dort umsonst wohnen.

Hotel-Karate im Kimono-Morgenmantel, Tokio, Japan | wat-erleben

Hotel-Karate im Kimono-Morgenmantel, Tokio, Japan | wat-erleben

Na wenn es hilft - die Rettungsmaßnahmen im Hotel, Tokio, Japan | wat-erleben

Na wenn es hilft – die Rettungsmaßnahmen im Hotel, Tokio, Japan | wat-erleben

Selbst unser Abendessen konnte die Vorfreude nicht trüben. Wir wollten beim Sushi niedrig anfangen und uns immer weiter steigern. Doof, dass wir noch tiefer starteten und zwar mit Fertigessen aus einem 24-Stunden-Laden. Da wir nicht wussten, was auf der Verpackung steht, packten wir einfach das ein, was gut aussah. Wie sich später herausstellte, unter anderem vergorene Sojabohnen, die weit und breit für Schrecken sorgen.

Unser erstes Abendessen auf dem Hotelzimmer, Tokio, Japan | wat-erleben

Unser erstes Abendessen auf dem Hotelzimmer, Tokio, Japan | wat-erleben

Nachdem wir am nächsten Tag unser neues Quartier bezogen, besuchten wir einen „normalen“ Supermarkt. Das Sushi hier ist um Längen besser. Es hat die gleiche Qualität, als wenn man in Deutschland ein Sushi-Restaurant besucht. Ich weiß nicht, ob das jetzt für den Supermarkt oder gegen die Restaurants spricht.

Die Supermärkte alleine sind schon sehenswert, sie werden nur von den größeren Kaufhäusern überboten. Man bekommt dort alles, was man nicht braucht oder bisher nicht wusste, dass man es braucht. Unser erstes Kaufhaus lag direkt an der Shibuya-Kreuzung. Die Kreuzung, an die jeder denkt, wenn es um Tokio geht. Zu Spitzenzeiten sollen angeblich bis zu 3.000 Leute gleichzeitig die Straßen überqueren. Bei uns waren es ein paar weniger.

Ob sowas durch die Hygienekontrolle in Deutschland kommen würde, Tokio, Japan | wat-erleben

Ob sowas durch die Hygienekontrolle in Deutschland kommen würde, Tokio, Japan | wat-erleben

Es gibt eine Maske für jede Gelegenheit, Tokio, Japan | wat-erleben

Es gibt eine Maske für jede Gelegenheit, Tokio, Japan | wat-erleben

Das ist nicht die Rush-Hour, Shibuya Kreuzung, Japan | wat-erleben

Das ist nicht die Rush-Hour, Shibuya Kreuzung, Japan | wat-erleben

Suchbild, wo ist Laura, Shibuya, Japan | wat-erleben

Suchbild, wo ist Laura, Shibuya, Japan | wat-erleben

Hachiko - der treueste Hund der Welt, wir guckten direkt den Film, Shibuya, Japan | wat-erleben

Hachiko – der treueste Hund der Welt, wir guckten direkt den Film, Shibuya, Japan | wat-erleben

Vorgestern nahmen wir an einer „Free“-Walking-Tour teil. Einmal quer durch Akihabara, dem Elektronikviertel, Geburtsstätte von Nintendo, Pokemon und Maid-Cafes. In letzteren sprechen dich sehr junge Frauen im Dienstmädchen-Kostüm mit Master und Princess an. Alles ganz normal hier.

Ob die auch Bier servieren - Treffpunkt der Walking-Tour Tokio, Japan | wat-erleben

Ob die auch Bier servieren – Treffpunkt der Walking-Tour Tokio, Japan | wat-erleben

Es gibt hier jede Menge Schreine für die Anhänger der japanischen Shinto-Religion, Tokio, Japan | wat-erleben

Es gibt hier jede Menge Schreine für die Anhänger der japanischen Shinto-Religion, Tokio, Japan | wat-erleben

Einmal volltanken bitte, so platzsparend sind die Tankstellen, Tokio, Japan | wat-erleben

Einmal volltanken bitte, so platzsparend sind die Tankstellen, Tokio, Japan | wat-erleben

No Photos, so wurden die Maid-Cafés beworben, Harajuku, Japan | wat-erleben

No Photos, so wurden die Maid-Cafés beworben, Harajuku, Japan | wat-erleben

Ein Straßenmarkt, erstaunlicherweise gibt es hier keine Fälschungen, Ueno, Japan | wat-erleben

Ein Straßenmarkt, erstaunlicherweise gibt es hier keine Fälschungen, Ueno, Japan | wat-erleben

Wir haben den ersten blühenden Kirschbaum gefunden, Ueno-Park, Japan | wat-erleben

Wir haben den ersten blühenden Kirschbaum gefunden, Ueno-Park, Japan | wat-erleben

Vor lauter Werbereklamen und Schriftzügen wussten wir gar nicht, was wir zuerst bestaunen sollten. Die ganze Zeit über befindet man sich auf einem riesigen Rummelplatz.

Etwas abseits des Rummels liegt unser Haus, in einer ruhigen Seitenstraße, aber dennoch zentral. Zur U-Bahn sind es zwei Minuten und zu unseren Nachbarn gehört die australische Botschaft. Am Freitag luden uns unsere Gastgeber zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Für uns war es die perfekte Gelegenheit lokales Essen zu probieren, ansonsten wären wir wahrscheinlich alleine nie in das Restaurant gegangen. Englisch wird wenig gesprochen und die Speisekarte ist auf Japanisch. Wir aßen Monjayaki. Ein Allerlei aus Mehl, Ei, Kohl, Gemüse, Fisch oder Fleisch, welches man sich auf einer heißen Tischplatte selber zubereitet. Was anfangs aussieht wie Erbrochenes, wird zu einem wahren Geschmackserlebnis. Für den Fall, dass wir alleine wiederkommen, fotografierten wir die Speisekarte ab und versahen sie mit Kommentaren, sodass wir nur auf die passenden Schriftzeichen zeigen müssen.

Ziemlich praktisch, abfotografieren und drauf zeigen, das Herstellen dieser Teller ist ein gut bezahlter Beruf, Tokio, Japan | wat-erleben

Ziemlich praktisch, abfotografieren und drauf zeigen, das Herstellen dieser Teller ist ein gut bezahlter Beruf, Tokio, Japan | wat-erleben

Köstliches Monjayaki, Tokio, Japan | wat-erleben

Köstliches Monjayaki, Tokio, Japan | wat-erleben

Sieht schlimm aus, schmeckt grandios, Tokio, Japan | wat-erleben

Sieht schlimm aus, schmeckt grandios, Tokio, Japan | wat-erleben

Eigentlich buchten wir für den Tag zwei Walking-Touren, aufgrund des obigen Restaurantbesuchs verschoben wir die Zweite auf den kommenden Tag. Dieses Mal liefen wir durch das Rotlicht- und Unterhaltungsviertel Shinjuku. Neben viel Neonlicht gibt es jede Menge Bars (die kleinsten bestehen nur aus vier Stühlen am Tresen), Restaurants, Karaokezimmer und Stundenhotels. Die lokalen Informationscenter sollte man nicht mit den üblichen Touristeninformationen verwechseln. Nahezu alle Wünsche sollen dort erfüllt werden, nur erhält man halt keine Informationen über touristische Sehenswürdigkeiten. Freundlich ablehnen sollte man die Einladungen, die dir ein Japaner dort auf Englisch anbietet. Japaner sind nämlich von Natur aus schüchtern, brauchen erst Alkohol für den sozialen Kontakt und würden dich nie von alleine ansprechen. Von daher sind alle, die von sich aus auf dich zukommen, an deinem Geld interessiert (so sagte es zumindest unser Guide).

Shinjuku bei Nacht, Tokio, Japan | wat-erleben

Shinjuku bei Nacht, Tokio, Japan | wat-erleben

Gedränge in der Piss Alley, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Gedränge in der Piss Alley, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Ein komplettes Hochhaus für Karaoke, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Ein komplettes Hochhaus für Karaoke, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Die etwas anderen Information Center, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Die etwas anderen Information Center, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Das Schönheitsideal ist hier etwas anders, Tokio, Japan | wat-erleben

Das Schönheitsideal ist hier etwas anders, Tokio, Japan | wat-erleben

Hotels für eine oder mehrere Stunden, auch für Paare, denn Zuhause sind die Wände recht dünn, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Hotels für eine oder mehrere Stunden, auch für Paare, denn Zuhause sind die Wände recht dünn, Shinjuku, Japan | wat-erleben

Mindestens genauso interessiert sind wir an den kulturellen Unterschieden. So manche Sachen ließen uns Staunen, andere hinterließen eher Ratlosigkeit. An jeder Baustelle gibt es mindestens drei Aufpasser mit diesen lustigen Helmen, die dich darauf hinweisen, dass hier gearbeitet wird und du einen weiten Bogen laufen solltest. In der U-Bahn steht vor jeder Zugtür ein Beamter mit weißen Handschuhen, der den Ein- und Ausstieg regelt. Mein Friseurbesuch wurde vollautomatisch geregelt, am Ticketschalter bezahlen, in die richtige Wartereihe setzen und zehn Minuten später mit einem astreinen Haarschnitt wieder gehen. Ganz so einfach war es dann doch nicht. Anscheinend sind meine Haare komplizierter. Ich wurde nicht von dem nächsten freien Mitarbeiter bedient, sondern musste auf einen speziellen Mitarbeiter warten. Dieser stellte sich als mein persönlicher Friseur vor, schüttelte mir zögerlich die Hand und legte los. Anfangs zitterte seine Schere, sind meine goldgrauen Haare so besonders? Mit der Zeit fand er aber zu seiner üblichen Routine zurück und „schnitt“ sehr gut ab.

Zwei Reihen nebeneinander, ganz viele hintereinander, so stellt man sich an, Tokio, Japan | wat-erleben

Zwei Reihen nebeneinander, ganz viele hintereinander, so stellt man sich an, Tokio, Japan | wat-erleben

Kurzanleitung für den Friseurbesuch, Tokio, Japan | wat-erleben

Kurzanleitung für den Friseurbesuch, Tokio, Japan | wat-erleben

10 Minuten - 10 Euro, Tokio, Japan | wat-erleben

10 Minuten – 10 Euro, Tokio, Japan | wat-erleben

Dango - japanische Klöße, Tokio, Japan | wat-erleben

Dango – japanische Klöße, Tokio, Japan | wat-erleben

Bis hinten voll - vorne eine Hasenmütze, die Ohren winken wenn man drauf drückt, Harajuku, Japan | wat-erleben

Bis hinten voll – vorne eine Hasenmütze, die Ohren winken wenn man drauf drückt, Harajuku, Japan | wat-erleben

Essen des Tages, erst Deutsche Fritten, dann Choco Churros, Harajuku, Japan | wat-erleben

Essen des Tages, erst Deutsche Fritten, dann Choco Churros, Harajuku, Japan | wat-erleben

Choco Churros mit anschließendem Zuckerschock, Tokio, Japan | wat-erleben

Choco Churros mit anschließendem Zuckerschock, Tokio, Japan | wat-erleben

Ein Hund in seiner natürlichen Umgebung fotografiert - im Baum, Yoyogi, Japan | wat-erleben

Ein Hund in seiner natürlichen Umgebung fotografiert – im Baum, Yoyogi, Japan | wat-erleben

So langsam beginnen die Bäume an zu blühen, den Anfang machen die Pflaumen, Tokio, Japan | wat-erleben

So langsam beginnen die Bäume an zu blühen, den Anfang machen die Pflaumen, Tokio, Japan | wat-erleben

Typische Pose hier, Tokio, Japan | wat-erleben

Typische Pose hier, Tokio, Japan | wat-erleben

Man kann es auch übertreiben, siehe Objektiv, Tokio, Japan | wat-erleben

Man kann es auch übertreiben, siehe Objektiv, Tokio, Japan | wat-erleben

Essen auf Schienen, Tokio, Japan | wat-erleben

Essen auf Schienen, Tokio, Japan | wat-erleben

In vier Schritten zum neuen süßen Lover, Shibuya, Japan | wat-erleben

In vier Schritten zum neuen süßen Lover, Shibuya, Japan | wat-erleben

Diese Getränkeautomaten stehen an jeder Ecke Tokio, Japan | wat-erleben

Diese Getränkeautomaten stehen an jeder Ecke Tokio, Japan | wat-erleben

Beim Plastikmüll schneiden die Japaner nicht gut ab. Wir staunten nicht schlecht, als wir sahen, dass jede Möhre und jede Paprika einzeln verpackt ist. Die Kekse zu unserem Nachmittagstee sind auch alle einzeln eingepackt, ähnlich wie ungefähr alles andere Essbare. An Essensmöglichkeiten mangelt es nicht, jedoch mangelt es an Sitzgelegenheiten. Wir irrten 20 Minuten durch die Stadt bis wir eine Bank fanden. Da es anfing zu regnen, liefen wir weiter. Erst im Starbucks fanden wir einen vernünftigen Platz. Das Essen auf der Straße gilt als verpönt, der Starbucks gilt bei uns als verpönt, aber wo sollen wir sonst hin? Wenigstens tranken wir einen „Tokyo Roast Mousse Foam Latte“. Mal schauen, was wir die kommenden Tage so alles probieren werden.

Hauptsache gut verpackt, Tokio, Japan | wat-erleben

Hauptsache gut verpackt, Tokio, Japan | wat-erleben

Die Nachbildung des Empire, Tokio, Japan | wat-erleben

Die Nachbildung des Empire, Tokio, Japan | wat-erleben

Was da hinten leuchtet ist eine Kopie des Eiffelturms, Tokio, Japan | wat-erleben

Was da hinten leuchtet ist eine Kopie des Eiffelturms, Tokio, Japan | wat-erleben

Gedenken an die Opfer von Fukushima, Tokio, Japan | wat-erleben

Gedenken an die Opfer von Fukushima, Tokio, Japan | wat-erleben

Viel zu süße Hunde im Schaufenster - die Armen, Tokio, Japan | wat-erleben

Viel zu süße Hunde im Schaufenster – die Armen, Tokio, Japan | wat-erleben

Darf ich vorstellen, das ist Booty, einer unserer Pflegekinder, Tokio, Japan | wat-erleben

Darf ich vorstellen, das ist Booty, einer unserer Pflegekinder, Tokio, Japan | wat-erleben

 

Wenn ich diesen Beitrag so lese, dann muss ich meine Aussage vom Anfang ändern. Es ist sehr wohl ein Kulturschock. Er hat nur etwas später eingesetzt.

Mehr oder weniger ausgeschlafen hieß es Sonntagmorgen Auckland Richtung Süden. Der erste Zwischenstopp fand in Te Kauwhata statt. Nein, dies ist natürlich kein Reisetipp. Wir trafen uns mit meinem ehemaligen Arbeitskollegen Jens, seiner Frau und Nachwuchs auf einen Kaffee – ich glaube im einzigen Cafe des Dorfes.

Danach fuhren wir nach Matamata. Das kennt man nur, wenn man weiß, dass sich dort das „Hobbiton“ (das Filmset des Auenlands von Herr der Ringe) befindet. Für knapp 90 Dollar war uns das zu teuer, stattdessen musste das Touristen-Informationszentrum im Hobbit-Stil reichen.

Bernd ist zu groß für einen Hobbit, Visitor Information Matamata, Neuseeland | wat-erleben

Bernd ist zu groß für einen Hobbit, Visitor Information Matamata, Neuseeland | wat-erleben

Ich geh durch als Hobbit, Matamata, Neuseeland | wat-erleben

Ich geh durch als Hobbit, Matamata, Neuseeland | wat-erleben

So sah es an vielen Stellen auf der Nordinsel aus, hier müssen überall Hobbits wohnen, Neuseeland | wat-erleben

So sah es an vielen Stellen auf der Nordinsel aus, hier müssen überall Hobbits wohnen, Neuseeland | wat-erleben

Weiter ging es auf den Geothermal Highway. Direkt kamen Erinnerungen von Island in uns hoch, an vielen Stellen qualmte es  am Highway. Um nah heranzukommen bezahlte man, statt in Island, jedoch in den meisten Fällen Eintritt. Dennoch faszinierend … und stinkig.

Wai-O-Tapu und viel Gestank, Neuseeland | wat-erleben

Wai-O-Tapu und viel Gestank, Neuseeland | wat-erleben

Wai-O-Tapu , der Champagner-Pool, Neuseeland | wat-erleben

Wai-O-Tapu , der Champagner-Pool, Neuseeland | wat-erleben

Die bunten Farben entstehen übrigens aufgrund der Oxidation mit verschiedenen Mineralien, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Die bunten Farben entstehen übrigens aufgrund der Oxidation mit verschiedenen Mineralien, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Es blubbert, also lieber nicht Baden, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Es blubbert, also lieber nicht Baden, Wai-O-Tapu, Neuseeland | wat-erleben

Im Anschluss schlenderten wir durch den Stadtpark. Irgendwie irreal, dass es blubbert und qualmt, direkt neben der Hauptverkehrsstraße, mitten in der Stadt.

Der Stadtpark von Rotorua, Neuseeland | wat-erleben

Der Stadtpark von Rotorua, die Ampel befindet sich im Hintergrund, Neuseeland | wat-erleben

Genug hatten wir vom Schwefelgeruch anscheinend noch nicht, am folgenden Tag fuhren wir zum „Craters of the Moon“. Ein geothermales Gebiet ähnlich einer Mondlandschaft, mit ein wenig Gras.

Der Kaffee bleibt warm, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Der Kaffee bleibt warm, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Bernd lassen die tollen Posen nicht mehr los, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Bernd lassen die tollen Posen nicht mehr los, Craters of the Moon, Neuseeland | wat-erleben

Danach stand eine weite Fahrt bis zum Tongariro-Nationalpark, beziehungsweise bis zu unserer Holzhütte an. Für den nächsten Morgen war nämlich der erste Shuttle-Bus gebucht. Also früh ins Bett, da der Wecker um halb 4 klingelte. Warm eingepackt hieß es für uns das Tongariro Alpine-Crossing zu „bezwingen“. Eine siebenstündige Wanderung, knappe 20 Kilometer. Bezwingen sage ich nur aus dem Grund, weil wir vorher explizit darauf hingewiesen wurden, welche Ausrüstung nicht  in unseren Wanderrucksäcken fehlen darf – und das dies vom Busfahrer kontrolliert wird.

Es war alles halb so wild, nach der Kletterpartie auf dem Cradle Mountain in Tasmanien und der Vulkanbesteigung in Guatemala schockt uns wohl nichts mehr so schnell. Insgesamt war es eine sehr schöne Wanderung. Erst im Dunkeln mit Stirnlampe gewandert, später bei Sonnenaufgang durch Kraterlandschaften und als absolutes Highlight beim höchsten Punkt der Wanderung die leuchtend-grünen Emerald Seen bestaunt. Hinterher teilte Bernd mir erst mit, dass der Vulkan, an dem wir die ganze Zeit vorbei liefen, der Herr der Ringe-Schicksalsberg ist (Mordor und so).

Der Weg runter war anstrengender als hoch, besonders für unsere alten Knie. Wir werden nicht jünger.

Tongariro Alpine Crossing, kurz nach 5, Minus Grade, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, kurz nach 5, Minus Grade, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, Stirnlampe aus, Sonne an, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, Stirnlampe aus, Sonne an, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, kurz vorm höchsten Punkt, Neuseeland | wat-erleben

Tongariro Alpine Crossing, kurz vorm höchsten Punkt, Neuseeland | wat-erleben

Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Einer der Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Einer der Emerald Lakes, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Da rechts ist übrigens dieser ominöse Schicksalsberg, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Da rechts ist übrigens dieser ominöse Schicksalsberg, Tongariro Alpine Crossing, Neuseeland | wat-erleben

Der Rückweg beim Tongariro, Neuseeland | wat-erleben

Der Rückweg beim Tongariro, Neuseeland | wat-erleben

Mittwoch gingen wir es ruhiger an, einige Autostunden entfernt nächtigten wir in einem Airbnb mit Blick auf den Taranaki-Berg – zumindest sagte uns dies unsere Gastgeberin. Der Berg wurde komplett von Wolken verdeckt. Eigentlich planten wir früh aufzustehen und uns den Blick von einem See aus anzuschauen. Stattdessen genossen wir lieber den Blick aus dem warmen Esszimmer, mit Kaffee.

Auf dem Forgotten Highway gibt es den Ort Whangamomona, in der Kneipe gibt es eigens einen Reisestempel, da der Ort 1989 bei einer Schnapsidee eine unabhängige Republik werden wollte, Neuseeland | wat-erleben

Auf dem Forgotten Highway gibt es den Ort Whangamomona, in der Kneipe gibt es eigens einen Reisestempel, da der Ort 1989 bei einer Schnapsidee eine unabhängige Republik werden wollte, Neuseeland | wat-erleben

Mount Taranaki aus dem Küchenfenster, Neuseeland | wat-erleben

Mount Taranaki aus dem Küchenfenster, Neuseeland | wat-erleben

So lässt sich die Aussicht aushalten, Mount Taranaki, Neuseeland | wat-erleben

So lässt sich die Aussicht aushalten, Mount Taranaki, Neuseeland | wat-erleben

Unser Airbnb war auch abseits der Bergaussicht ein nettes Plätzchen, Neuseeland | wat-erleben

Unser Airbnb war auch abseits der Bergaussicht ein nettes Plätzchen, Neuseeland | wat-erleben

Ein paar weitere Eindrücke der Reise:

Marokopa-Falls, einer der schönsten Wasserfälle von Neuseeland (von denen, die wir gesehen haben) | wat-erleben

Marokopa-Falls, einer der schönsten Wasserfälle von Neuseeland (von denen, die wir gesehen haben) | wat-erleben

Ocean Beach, hier soll man sich im warmen Sand einbuddeln können. Er war lauwarm. | wat-erleben

Ocean Beach, hier soll man sich im warmen Sand einbuddeln können. Er war lauwarm. | wat-erleben

Weitere Highlights unseres Roadtrips waren Glühwürmer (nicht mit den Leuchtkäfern aus Deutschland zu verwechseln; es handelt sich hierbei um Langhornmücken bzw. um Larven die Biolumineszenz erzeugen). Auf Tipp unserer Gastgeberin hin, besuchten wir die Abbey Caves in Whangarei. Nach einem kurzen Spaziergang über Kuhwiesen kletterten wir in die „Middle Cave“ und plötzlich war es stockfinster und kurze Zeit später nass an den Füßen. Also Schuhe aus und Lampen an, bis wir ein geeignetes Plätzchen fanden. Dann Licht aus. Unsere Augen brauchten einige Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Plötzlich Glühwürmer überall an den Wänden und besonders an den Decken. Falls die Vorstellungskraft fehlt: Erinnert an eine grüne Lichterkette im Ruhrpottschick.

Der Eingang zur Höhle war schon ein wenig abenteuerlich, Abbey Caves, Neuseeland | wat-erleben

Der Eingang zur Höhle war schon ein wenig abenteuerlich, Abbey Caves, Neuseeland | wat-erleben

Die Abbey-Caves, Middle Cave und Glühwürmer, Neuseeland | wat-erleben

Die Abbey-Caves, Middle Cave und Glühwürmer, Neuseeland | wat-erleben

Alleine in der Höhle und umsonst, so lässt es sich am besten mit Glühwürmern genießen, Neuseeland | wat-erleben

Alleine in der Höhle und umsonst, so lässt es sich am besten mit Glühwürmern genießen, Neuseeland | wat-erleben

Wir dachten, dass es nicht besser kommen könne, aber am Cape Reinga wurden wir eines besseren belehrt. Beim Cape, ganz Im Norden der Nordinsel, trifft die Tasmanische See auf den Südpazifik. Das war wirklich schön mit anzusehen.

Wie praktisch, dass wir genau hier Pipi mussten, die Toiletten von Hundertwasser in Kawakawa, Neuseeland | wat-erleben

Wie praktisch, dass wir genau hier Pipi mussten, die Toiletten von Hundertwasser in Kawakawa, Richtung Cape Reinga, Neuseeland | wat-erleben

Cape Reinga, wenn man genau schaut, sieht man wie die zwei Meere zusammenlaufen, Neuseeland | wat-erleben

Cape Reinga, wenn man genau schaut, sieht man wie die zwei Meere zusammenlaufen, Neuseeland | wat-erleben

Unser nächstes Ziel am Cape Reinga, nur 9000 Kilometer entfernt, Neuseeland | wat-erleben

Unser nächstes Ziel am Cape Reinga, nur 9000 Kilometer entfernt, Neuseeland | wat-erleben

Getoppt wurde dies noch, als wir einige Kilometer zurück fuhren und den Te Paki-Sanddünen einen Besuch abstatteten. Dort sollte es die Möglichkeit geben, mit Body-Boards die Dünen herunter zu rauschen. Nennt sich „Sandboarding“ und wow, was war das ein Highlight. Wir würden glatt behaupten, eins der Highlights unserer ganzen Reise. Mit gerade einmal 15 Dollar ein dazu günstiges und zudem simples. Das Ganze funktioniert folgendermaßen: gerade rechtzeitig die letzten Boards mieten (der Leihstand schließt um 17 Uhr) und die Dünen, die mittlerweile fast leer von Touristenmassen sind, hochlaufen. Dies ist übrigens der anstrengendste Schritt, weicher Sand kennt kein Erbarmen. Oben angekommen bäuchlings aufs Brett und mit etwas Schwung und riesem Tempo, die Düne hinunter. Besonders beim ersten Versuch konnte ich mir das Schreien nicht verkneifen. Der Wind und Sand fegt durchs Gesicht und im Anschluss fühlt man sich wie ein kleines Kind – Spaß pur!

Spaß Pur beim Sandboarding, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

Spaß Pur beim Sandboarding, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

Wir haben auch Videos...Ab gehts die Düne runter, Te Paki, Neuseeland | wat-erleben

Wir haben auch Videos…Ab gehts die Düne runter, Te Paki, Neuseeland | wat-erleben

Da unten bin ich schließlich gelandet, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

Da unten bin ich schließlich gelandet, Te Paki Dünen, Neuseeland | wat-erleben

 

Auf dem Rückweg Richtung Auckland:

Gestern hielten wir vor der Rückfahrt am Ninety Mile Beach an, dunkler Sand soweit das Auge reicht, Neuseeland | wat-erleben

Gestern hielten wir vor der Rückfahrt am Ninety Mile Beach an, dunkler Sand soweit das Auge reicht, Neuseeland | wat-erleben

Wir probieren das mit unserem kleinen Mietwagen wohl lieber nicht aus, Ninety Mile Beach, Neuseeland | wat-erleben

Wir probieren das mit unserem kleinen Mietwagen wohl lieber nicht aus, Ninety Mile Beach, Neuseeland | wat-erleben

Heute ist der Tag unserer Abreise gekommen. Nach einem kurzen Abstecher in die City von Auckland heißt es nicht nur Tschüss Nordinsel (2200 km), sondern auch Tschüss Neuseeland. Wir sitzen im Flughafen und wer es noch nicht mitbekommen hat: Wir tauschen Lamm gegen Sushi.

PS: Unbegründet ist es übrigens wirklich, dass die Nordinsel im Schatten der Südinsel steht. Unserer Meinung nach genießt man Neuseeland am besten im Doppelpack, beide Inseln haben es verdient.

Nordinsel Neuseeland, Roadtrip-Route | wat-erleben

Nordinsel Neuseeland, Roadtrip-Route | wat-erleben