Nach Thanksgiving folgt der sagenhafte Black Friday. In den Nachrichten sieht man Menschenmassen, die die Kaufhäuser erstürmen und sich einen erstklassigen Boxkampf um die besten Deals liefern. Bei Good Morning America wird heiß diskutiert, ob man mit manchen Käufen lieber noch warten soll, bis der Cyber Monday kommt. Denn auch im Internet findet man das ein oder andere gute Angebot. Den ersten Schnapper machten wir direkt am Freitag, denn der „National Espresso Day“ fiel auf den Black Friday. Wir mussten zugreifen und fuhren zu Dunkin’ Donuts – Espresso Shot für 50 Cent, Shopping erledigt…dachten wir. Kurzentschlossen ging es Samstag für uns und Lauras Gastmutter und -tochter zur Woodbury Common Outlet Mall. Es war nicht so schlimm wie erwartet. Wahrscheinlich waren die Hardcore-Shopper schon vor uns da, um die 251 Geschäfte zu plündern. Auf dem Weg zum Eingang kamen uns auf jeden Fall einige Leute entgegen, die mit einem Haufen an Einkaufstaschen behangen waren. Die cleveren Schnäppchenjäger nahmen gleich ihren leeren Reisekoffer mit. Anfangs war ich noch verwundert, warum so viele Leute ihre Koffer dabei haben. Die sind doch nicht auf der Durchreise und warum lassen sie dann ihr Gepäck nicht im Auto… Bei Rabatten von bis zu 90% kann man auch schlecht Nein sagen. Sogar Laura hat von diesen Preisnachlässen profitiert. Als wir im Laden von Kate Spade waren und uns nach Handtaschen umsahen, sprach uns von hinten eine Verkäuferin an und nannte uns prompt den Preis für die Tasche in Lauras Hand. Als ich den Preis hörte, dachte ich zuerst, die Dame würde uns mit auf den Parkplatz zu ihrem Auto nehmen, um uns die Tasche aus ihrem Kofferraum zu verkaufen. Nein, wie sich herausstellte, war der Preis wirklich so günstig. Es gab 70 % auf den Originalpreis und noch mal 20 % Extra. Mal abgesehen vom Preis ist die Tasche auch noch hübsch, praktisch und so eine hat Laura noch nicht, mehr Kaufargumente braucht es gar nicht. Alle außer mir waren erfolgreich beim Shopping, was vielleicht auch daran lag, dass 50 % Rabatt auf eine 650 USD teure Outdoorhose immer noch viel Geld ist.

National Espresso Day | wat-erleben

National Espresso Day | wat-erleben

Typisch deutsch, erstmal den Plan studieren | wat-erleben

Typisch deutsch, erstmal den Plan studieren | wat-erleben

So geht Preisnachlass | wat-erleben

So geht Preisnachlass | wat-erleben

Das Ergebnis des Shoppings | wat-erleben

Das Ergebnis des Shoppings | wat-erleben

Besser als mein Einkaufserlebnis in der Outlet Mall verlief mein Besuch bei einem Lebensmittelgroßhändler. Sozusagen die Mall für Männer. Die großen Stücke Fleisch schön aufgereiht zu begutachten, ist wahrscheinlich das gleiche Erlebnis, als wenn die Frauen die Kleider auf der Stange durchwühlen. Unsere Speisekarte für die Woche sah vielversprechend aus: Brisket, Rippchen und Hummer. Vor allem der Hummer war beim Essen eine große Sauerei. Als Tischdecke diente uns deshalb eine Mülltüte. Geschmeckt hat es trotzdem, ein wenig wie Garnelen. Noch besser war das Stück Rind, welches 14 Stunden im Smoker verbrachte, zarter geht nicht.

Ziemlich frisch vom Markt, vorher | wat-erleben

Ziemlich frisch vom Markt, vorher | wat-erleben

Immer noch frisch, nachher | wat-erleben

Immer noch frisch, nachher | wat-erleben

Es braucht seine Zeit... | wat-erleben

Es braucht seine Zeit… | wat-erleben

Neben all dem Essen, fanden wir auch Zeit, um gemeinsam mit der Familie Karten zu spielen, oder die Eröffnung des Weihnachtsbaumes vor dem Rockefeller Center zu schauen. Zwar nur vor dem TV, aber live werden wir ihn bestimmt noch die Tage sehen. Genauso wie die dekorierten Schaufenster der ganzen Geschäfte. Weihnachten kann kommen – für uns mit Weihnachtsmütze am sonnigen Strand, irgendwo in Australien.

Chillen und TV | wat-erleben

Chillen und TV | wat-erleben

Ok, wir waren natürlich nicht wirklich in China, sondern letzten Samstag nur in Flushing, einem Stadtteil von Queens. Dort befindet sich das zweitgrößte Chinatown. Anders als das Chinatown in Downtown Manhattan ist das Viertel in Flushing weniger auf die fake-markenbegeisterten Touristen ausgelegt und wirkt für uns irgendwie authentischer. Einen kleinen Kulturschock gab es bereits direkt zu Anfang – wir dachten, wir wären in einer Zoohandlung, es war jedoch nur ein Supermarkt. Schildkröten, Schlangen, Riesenfische und Frösche werden als Lebensmittel und vor allem lebendig verkauft. Als wir an einem Stand mit genussvoller Fertig-Suppe vorbei liefen, wurde uns im Vorbeigehen auf, höchstwahrscheinlich, Mandarin eine Probe angeboten. Bernd und ich antworteten beide sofort mit „No, gracias“ und begriffen erst nach einigen Sekunden, dass unser Kopf anscheinend wie selbstverständlich Spanisch auspackt, wenn nicht Englisch oder Deutsch mit uns gesprochen wird.

Insgesamt waren wir noch in zwei weiteren Supermärkten, durchaus interessant. Sogar das Toilettenschild mussten wir etwas suchen, da es in chinesischen Zeichen ausgeschildert war. Können wir uns schon mal merken, falls wir noch nach Asien kommen…

Flushing in Queens,NY | wat-erleben

Flushing in Queens,NY | wat-erleben

Nach Chinatown ging es zurück nach Manhattan. Bernd wollte unbedingt in den größten Starbucks der Stadt. Beim letzten Mal im Mai hatte es nicht wirklich funktioniert, denn nach einer Ewigkeit suchend im Regen, war der laut Google angeblich größte Starbucks nur mit einer Handvoll Sitzplätzen ausgestattet. Dieses Mal haben wir ihn aber wirklich gefunden, in der Nähe vom World Trade Center. Nichtsahnend genossen wir unseren Kaffee, bis wir plötzlich feststellten, dass einen Tag zuvor unser Halbjähriges der Weltreise erreicht war. Sechs Monate sind wir schon unterwegs, unglaublich! Nach Hause wollen wir noch nicht, froh sind wir trotzdem, dass wir rechtzeitig die „Reißleine“ gezogen haben und uns eine kleine Verschnaufpause in gewohnter Umgebung gönnen. Nach dem Motto: „Was kostet die Welt?“ haben wir uns nach dem Kaffee daher zur Feier des Tages einen leckeren Restaurant-Besuch genehmigt. Unser Cocktail hieß Waikiki Shack und passte schon mal super als kleine Einstimmung auf Hawaii.

Die Weihnachtssaison in NYC ist längst gestartet, Eisbahn am Rockefeller Center | wat-erleben

Die Weihnachtssaison in NYC ist längst gestartet, Eisbahn am Rockefeller Center | wat-erleben

Waikiki-Cocktail auf unser Halbjähriges unserer Weltreise, The Smith,NYC | wat-erleben

Waikiki-Cocktail auf unser Halbjähriges unserer Weltreise, The Smith,NYC | wat-erleben

Das Halbjährige unserer Weltreise feiern, The Smith,NYC | wat-erleben

Das Halbjährige unserer Weltreise feiern, The Smith,NYC | wat-erleben

Bereit für die Rückfahrt zu meinen Gasteltern machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp vor der Oyster Bar im Grand Central. Es war kurz vor Mitternacht, ideale Voraussetzungen. Für was? Vor dem Restaurant gibt es die „Whispering Gallery“, den Tipp hatten wir bei einem Reiseblog gelesen. Die bogenförmige Decke bzw. die Keramiktore sind so geformt, dass trotz ca. 20 Meter Entfernung aus Geflüster ein lautes Gespräch wird. Dazu stellt man sich einfach in unterschiedliche Ecken und flüstert in diese Ecke rein. Sieht komisch aus und fühlt sich auch so an, umso beeindruckender ist es aber, dass man den anderen so gut versteht, als ob er direkt neben einem stehen würde.

Die Whispering Gallery im Grand Central, ich stand nach dem Foto schräg gegenüber | wat-erleben

Die Whispering Gallery im Grand Central, ich stand nach dem Foto schräg gegenüber | wat-erleben

Gestern war übrigens Thanksgiving in den USA – das amerikanische Erntedankfest, nur etwas anders. Bevor wir uns jedoch über den leckeren Truthahn und den tausend anderen Köstlichkeiten hermachen konnten, hieß es für uns und einen Teil meiner Gastfamilie (Jordan und Kendell wollten lieber im Warmen, d.h. Zuhause bleiben) Laufen für den guten Zweck. Halb 7 aufstehen, feststellen, dass es wirklich so kalt ist wie angekündigt (-5 Grad plus eiskalter Wind) und bis kurz vor Start im Auto warten, weil es draußen fast nicht auszuhalten ist. Ganz so schlimm war es dann aber doch nicht. Bei traumhaftem Sonnenschein ging es eine große Runde um den Rockland Lake.

Der Thanksgiving Turkey Trot, Vorher Foto | wat-erleben

Der Thanksgiving Turkey Trot, Vorher Foto | wat-erleben

Der Thanksgiving Turkey Trot, Nachher Foto | wat-erleben

Der Thanksgiving Turkey Trot, Nachher Foto | wat-erleben

Unsere Laufergebnisse vom Turkey Trot, wir waren gar nicht so schlecht... | wat-erleben

Unsere Laufergebnisse vom Turkey Trot, wir waren gar nicht so schlecht… | wat-erleben

Nach einer ewig langen heißen Dusche spürte man endlich wieder die Finger und es folgte der noch angenehmere Teil von Thanksgiving – ganz viel Essen und Trinken. Als wir Abends wirklich alle restlos satt waren, kam mein Gastkind Kaili auf die Idee, dass Thanksgiving jetzt quasi vorbei ist und die Weihnachtsdeko aufgebaut werden könne. Gesagt getan, der Kunstbaum wurde inklusive vorgefertigter Lichterkette aus dem Karton gezaubert und unzählige Kisten mit Baumschmuck und Deko vom Dachboden ins Wohnzimmer transportiert. Zur Weihnachtsmusik starteten wir mit den Anfängen von insgesamt 300 Teilen des Christbaumschmucks – bis wir feststellen mussten, dass die Aufhänger verschwunden sind und heute erst einmal welche gekauft werden müssen. Bietet sich gut an, denn schon seit vorgestern sind die ganzen Shops auf den Black Friday Sale vorbereitet. Ein großer Unterschied zu Deutschland. Hier sind 60 Prozent auf alle Waren, nicht nur auf den letzten Wühltisch, völlig normal. Warum reisen wir nur mit einem Rucksack?

Macys Thanksgiving Parade, ausschließlich mit Weihnachtsliedern | wat-erleben

Macys Thanksgiving Parade, ausschließlich mit Weihnachtsliedern | wat-erleben

Der traditionelle Truthahn durfte natürlich nicht fehlen, Thanksgiving in NY |wat-erleben

Der traditionelle Truthahn durfte natürlich nicht fehlen, Thanksgiving in NY |wat-erleben

Einer der Weihnachtsbäume steht pünktlich zu Ende von Thanksgiving; fünf weitere folgen noch | wat-erleben

Einer der Weihnachtsbäume steht pünktlich zu Ende von Thanksgiving; fünf weitere folgen noch | wat-erleben

Okay, es gibt kein richtiges Schneechaos in New York. Obwohl der erste Schneefall hier wohl so behandelt wird. Heute Morgen bekamen wir die Info, dass die Kids bereits um 10 Uhr aus der Schule kommen, weil es ab Mittag schneien soll. Im letzten Jahr gab es sieben Tage, an denen die Kinder nicht in die Schule mussten, weil es schneite. Laura und ich guckten uns verwundert an, wir reden hier schließlich von ganz normalem Schnee. Josefine, Lauras Freundin aus Norwegen, muss wahrscheinlich herzhaft lachen, wenn sie dies hört und am nächsten Morgen ihr Auto erst sucht und dann freischaufelt. Wir nutzen die Chance für eine Schneeballschlacht, für Schnee-Engel und heiße Schokolade mit Marshmallows hinterher. Leider können wir die jahrelange Tradition einer ordentlichen Feuerzangenbowle beim ersten Schneefall nicht fortsetzen. Ein Kakao mit Schuss muss reichen.

Es beginnt zu schneien, November in New York | wat-erleben

Es beginnt zu schneien, November in New York | wat-erleben

Ha ha | wat-erleben

Ha ha | wat-erleben

Winter is coming, New York | wat-erleben

Winter is coming, New York | wat-erleben

Die letzte Woche war ansonsten ziemlich unaufgeregt. Man kann fast von Alltag reden, sozusagen unser Urlaub vom Reisen. Hierzu gehört Gartenarbeit und das Renovieren des Kellers. Gut, dass ich so handwerklich begabt bin. Meine Lieblingssätze auf der Baustelle „Das sieht sich weg“ und „Ich muss hier ja nicht wohnen“ lassen sich nur schwer ins Englische übersetzen. Bei Home Depot bin ich nun Stammgast, dem amerikanischer Hornbach oder Obi. Wenn wir nicht zum Baumarkt fahren, dann wird Basketball in der High School geschaut, die Shopping-Mall aufgesucht oder vom Kinotag Gebrauch gemacht.

Freundschaftsspiel in der Winterpause, New York | wat-erleben

Freundschaftsspiel in der Winterpause, New York | wat-erleben

Unsere Reisepläne werden nach und nach konkreter. Die drei Nächte auf Hawaii sind relativ einfach zu planen. Australien ist da schon etwas größer und die Auswahl an Aktivitäten auch…also, wenn jemand Tipps hat, immer her damit.

Nachtrag: Jetzt ist es wirklich ein Schneechaos. Im Laufe des Nachmittags fielen 15 cm Schnee. Die Straßen sind größtenteils gesperrt. Autos werden am Straßenrand übernachten, weil es zu rutschig ist. Lauras Gastmutter brauchte für die normale 10-minütige Fahrt von der Fähre zum Haus zwei Stunden. Der Gastvater steckt seit fünf Stunden im Stau fest. Auf der anderen Seite freuen sich die Kinder, den sie rechnen fest damit, dass auch morgen die Schule ausfällt.

Schon seit zwei Wochen sind wir in New York, mal wieder Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Wirklich viel passierte die letzte Woche nicht, unspannend also für euch, für uns gerade genau das Richtige. Denn wir sind noch nicht wieder zur alten Reiselust zurückgekehrt. Schwer zu beschreiben, wenn man es nicht selbst erlebt und definitiv ein Luxusproblem. Vor unserer Weltreise konnten wir uns nicht vorstellen, dass wir jemals müde vom Reisen werden. Blogbeiträge, zumindest die, die wir lasen, vermittelten uns den Eindruck, dass mehrjähriges Reisen, viele Länder und unterschiedlichste Kulturen in kürzester Zeit, die Erfüllung schlecht hin sind. Vielleicht sind wir einfach anders, dachten wir uns. Bis wir gezielt nach anderen Beiträgen suchten und plötzlich von vielen anderen Reisenden hörten, denen es wie uns ging. Mit wertvollen Tipps an der Hand geht es uns mittlerweile deutlich besser. Kein Schlechtes Gewissen mehr, wenn wir nichts machen, obwohl es tausend Dinge zum Erkunden gibt. In Zukunft nur noch die Länder auszuwählen, bei denen wir uns hundertprozentig sicher sind und nicht, weil sie abgehakt werden soll(t)en. Und vor allem, den Spaß an der Sache nicht zu verlieren und uns etwas zu gönnen, auch wenn die entsprechende Aktivität eigentlich „zu teuer“ für unsere Reisekasse wäre.

Neben diesen Erkenntnissen nutzten wir die letzte Woche auch dazu, um To Dos abzuhandeln, die schon ewig auf der Liste standen – z.B. ein Video fürs House Sitting zu erstellen, um uns gegen die teilweise hohe Konkurrenz bei TrustedHousesitters durchzusetzen. Falls ihr euch das Video anschauen oder uns nun sogar „buchen“ wollt ;), hier ist es:

Das Wetter ist zurzeit übrigens traumhaft in New York, deshalb stimmten Bernd und ich uns die letzten Tage schon ein wenig für den „Turkey Trot“ ein. Das ist ein 5 Meilen-Lauf, der jedes Jahr an Thanksgiving im Nachbarort stattfindet –  dieses Mal mit zwei Deutschen. Ich versuchte es gestern direkt mit der Wettkampfdistanz von 5 Meilen (umgerechnet 8 km), Bernd versuchte es mit einer Abkürzung.

Wie es die „Profis“ machen, konnten wir Sonntag beim New York Marathon bestaunen. 42 km und ordentlich Steigung machen diesen Lauf zu einer Herausforderung, so auch die Anmeldung für Ausländer. Entweder benötigt man eine enorm gute Startzeit, oder aber man bucht seine Startnummer über einen Reiseveranstalter. Ich stand mit Gänsehaut-Gefühl und Wehmut an der Absperrung und beobachtete die Läufer, die nur noch wenige Meter bis zum Ziel vor sich hatten. „Irgendwann erfülle ich mir diesen Traum“, sagte ich zu Bernd. „Ich nicht“, dachte sich Bernd höchstwahrscheinlich und konnte meine Euphorie komischerweise nicht verstehen.

Das erste Mal wieder in NYC, der Blick aus dem dreckigen Zugfenster | wat-erleben

Das erste Mal wieder in NYC, der Blick aus dem dreckigen Zugfenster | wat-erleben

Der New York City Marathon | wat-erleben

Der New York City Marathon | wat-erleben

Nachdem uns dann doch ein wenig kalt wurde (mittlerweile sind es ca. 10 Grad in NY und wir haben kein Wintergepäck dabei), wärmten wir uns im, schon bestens auf Weihnachten vorbereitetem, Starbucks auf und machten uns dann auf den Weg zum Kreuzfahrt-Terminal. Dort erwarteten uns 30 Minuten Heimatgefühl. Denn Hasi und Christiane aus Heiden begannen an diesem Tag ihre Kreuzfahrt von NYC in die Karibik. Jede Minute wurde so gut es geht vollgepackt mit allem Neuen, sowohl von der Weltreise als auch aus Heiden.

Ein Wiedersehen aus der Heimat | wat-erleben

Ein Wiedersehen aus der Heimat | wat-erleben

Heute konnten wir einen Vorgeschmack für den Blackfriday-Sale Ende November erhalten. Wir waren im Einkaufszentrum, weil ich Bernd nicht länger das Outfit Outdoor-Hose in Kombination mit schrillen Laufschuhen zumuten möchte, oder mir, oder dem „Backpackeroutfit unfreundlichem“ New York City. Mit neuer Hose und neuen Schuhe zu einem überaus freundlichem Preis (Bernd durfte an der Kasse einen Coupon ziehen und bekam einfach mal so 40% Rabatt; würd’s ja in Deutschland nie geben),  gönnten wir uns im Anschluss ein Eis. Der neueste Trend in der Mall kommt aus Südostasien, am Wochenende mit einer ca. 30 minütigen Warteschlange umgeben, und ist ein Eisstand namens „Rolling Cow“. Man wählt aus verschiedenen Geschmackssorten und Toppings aus, dann wird der, in unserem Fall, flüssige Joghurt auf einer sehr kalten Platte runter gekühlt und schließlich von einem Mitarbeiter zu „Eisrollen“ geformt und serviert.

Das Eis von Rolling Cow1 | wat-erleben

Das Eis von Rolling Cow1 | wat-erleben

Das Eis von Rolling Cow2 | wat-erleben

Das Eis von Rolling Cow2; ok, und ein verbrannter Marshmallow… | wat-erleben

Die Mall ist schon auf Weihnachten eingestellt | wat-erleben

Die Mall ist schon auf Weihnachten eingestellt | wat-erleben

Heutiger Spaziergang am Nyack Beach State Park | wat-erleben

Heutiger Spaziergang am Nyack Beach State Park | wat-erleben

 

Haben wir gesagt, wir würden nach Buenos Aires fliegen? So ein Blödsinn, wir meinten natürlich Sydney. Die beiden Orte liegen zwar 12.000 km auseinander, aber wir sind schließlich sehr flexibel. Bis der Entschluss letztendlich feststand, ging es einige Male hin und her, wir waren uns einfach unschlüssig, was wir als Nächstes tun möchten. Unsere Reiseziele änderten sich stündlich, was auch daran liegen mag, dass wir zu viele Möglichkeiten haben – ein Luxusproblem.

Warum entschieden wir uns gegen Argentinien? Nach sieben Wochen in Mittelamerika waren wir einfach platt. Die Lust, weiter zu reisen, stellte sich nicht so wirklich ein. Als wir durch Kanada reisten, standen unsere Pläne schon für die nächsten Monate fest. Für Argentinien planten wir nicht mal den nächsten Tag. Als uns dies bewusst wurde, mussten wir noch einmal unsere zukünftigen Pläne überdenken und unsere Art zu Reisen hinterfragen. In zwei sehr intensiven Tagen formte sich somit der Entschluss, weiter Richtung Osten zu fliegen. Äußert hilfreich ist hier auch die riesige Gastfreundschaft von Lauras ehemaliger Aupair-Familie. Sie mussten wohl bemerkt haben, dass wir in einem kleinen bzw. großen Tief hingen. Mit einem großen Glas Wein (oder zwei) und dem Angebot, dass wir noch länger hier bleiben dürfen, haben sie uns enorm unterstützt. In dieser gewohnten Umgebung lässt es sich sehr gut aushalten und unsere Reiseakkus werden wieder aufgeladen. Zudem ist es auch nicht schlecht, dass New York City direkt vor der Haustür liegt.

Wir sind Profis im Gassi-gehen-Geschäft, New York | wat erleben

Wir sind Profis im Gassi-gehen-Geschäft, New York | wat erleben

Die Stadt haben wir noch nicht besucht, die kennen wir ja schon, wobei Laura wohl nie genug von ihr bekommen kann. Dafür wurde die Umgebung näher erkundet und die Chance genutzt, tiefer in die amerikanische Kultur einzutauchen. Nachdem wir einen Kürbis für Halloween schnitzten und die Trick or Treat-Kinder mit Süßigkeiten versorgten, ging es ab ins Kino in den gleichnamigen Film „Halloween“. Die Hälfte der Besucher war verkleidet. Wir entdeckten auch ein junges Mädchen, welches zusammen mit ihren Eltern die Abendvorstellung besuchte. FSK 18+ scheint hier keinen zu interessieren. An der Theke wurde die Portionsgröße „small“ komplett aus dem Programm gestrichen. Lauras Herz machte einen Salto, als sie über ihre „normalen“ Popcorn noch flüssige Butter gießen konnte. Ich musste herzhaft lachen, irgendwie kam mir das Bild mancher Personen auf ihren Walmart-Scootern in den Kopf.

Wer die Wahl hat..., New York | wat erleben

Wer die Wahl hat…, New York | wat erleben

Der Kürbis fürchtet sich eher vor uns, New York | wat erleben

Der Kürbis fürchtet sich eher vor uns, selbstgemacht, New York | wat erleben

Halloween wird hier groß gefeiert, New York | wat erleben

Halloween wird hier groß gefeiert, New York | wat erleben

Das Butter-Massaker an Halloween, New York | wat erleben

Das Butter-Massaker an Halloween, New York | wat erleben

Auch den Indian Summer können wir noch erleben. Hierzu sind wir in den Bear Mountain State Park gefahren. Viele Kurven und farbenfrohe Bäume empfingen uns. Für Anfang November ist es noch relativ warm, aber nicht so warm wie wir es gewöhnt sind. Somit hat sich Laura zwei Pullover im Thrift Shop gekauft, die später wieder gespendet werden. Unser Gepäck ist halt nur für Sommer ausgelegt. Mal schauen, ob ich mit meiner Outdoorhose in Kombination mit Turnschuhen, eine Kneipentour in NYC starten kann. Auf dem Rückweg von Bear Mountain machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp bei Aldi. Es ist endlich mal wieder Zeit für eine Currywurst mit Pommes, nur meine geliebte Damhus-Bratwurst wird nicht im Sortiment geführt. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass Damhus international bekannt ist.

Auf dem Weg zum Bear Mountain State Park, New York | wat erleben

Auf dem Weg zum Bear Mountain State Park, New York | wat erleben

Herbst - Indian Summer am Bear Mountain, New York | wat erleben

Herbst – Indian Summer am Bear Mountain, New York | wat erleben

Der Hudson River, New York | wat erleben

Der Hudson River, New York | wat erleben

Vor uns eine grandiose Aussicht - Hinter uns 35 Asiaten, New York | wat erleben

Vor uns eine grandiose Aussicht – Hinter uns 35 Asiaten, New York | wat erleben

Halloween ist seit gestern Geschichte, ab heute wird hier schon Weihnachten eingeläutet. Laura hat einen Adventskalender erstanden und in den nächsten Tagen werden aus dem Keller die sieben Weihnachtsbäume herausgeholt. Wir bekommen die Zeit bis Anfang Dezember bestimmt gut rum. Dann geht nämlich unser Flieger nach Sydney, aber vorher machen wir noch einen kleinen Zwischenstopp auf Hawaii. Liegt schließlich auf dem Weg…