Als ich damals ein Jahr lang in NY gelebt habe, bestanden die Wochenenden meist aus shoppen, essen gehen und shoppen. Vielleicht lagen meine Prioritäten mit 19 Jahren woanders, vielleicht liegt es aber auch daran, dass mir mit meinem 45Liter Rucksack nur eingeschränkte Möglichkeiten zu Verfügung stehen – NYC hat auf jeden Fall deutlich mehr zu bieten! In den letzten Tagen stand einiges auf dem Plan, was ich vorher in der Stadt noch nie gemacht hatte. Joggen bei traumhaftem Wetter im Central Park war z.B. ein großes Highlight (zumindest für mich, Bernd hat aber mit geringfügigem Fluchen ausgesprochen gut mitgehalten) und ich habe mich für einen Moment wie ein richtiger New Yorker gefühlt.

Am Wochenende haben wir mit bestehendem „Equipment“ versucht, in NYC schick auszugehen (ok, ein wenig geschummelt, wir waren noch bei Century21, damit wir nicht als Ober-Backpacker geoutet werden). Abends um 22 Uhr den Tisch reserviert (in Erle und Umgebung wohl kaum möglich) und den warmen Resttag draußen bei Bier, Wein und gutem Essen genossen.

Ein weiteres Highlight war diese Woche definitiv der Besuch in Brooklyn. Zuerst noch gestresst, mit tausenden von Touris über die Brooklyn Bridge gelaufen. Nach kurzer Zeit schienen die aber wohl keine Lust mehr zu haben und wir überquerten mit nur noch wenigen Leuten den restlichen Teil. In Brooklyn angekommen, waren wir dann im Viertel Dumbo mit Aussicht auf die Manhattan Bridge, im Brooklyn Bridge Park und bei einer Stand-up Comedy Show von Side Ponytail. Wir waren vorab etwas misstrauisch, ob wir die Witze als Ausländer verstehen, aber es hat meist ganz gut geklappt und es war wirklich super lustig. Anschließend zurück über die Brooklyn Bridge mit fantastischer Aussicht auf die Skyline und vor allem ohne viele Menschen, die einem den Blick versperren.

Weitere tolle Momente: Yoga im Bryant Park, obwohl das Aufstehen um 06.30 Uhr echt hart war 😉 ; Roosevelt Island mit gruseligem Flair; Gantry Plaza Park mit einem mal etwas anderen Blick auf die Skyline und auf das Pepsi-Cola-Schild und gestern schließlich noch der Liberty State Park in New Jersey. Die Aussicht ist fast ein Geheimtipp, denn umsonst bekamen wir hier einen super und vor allem ziemlich nahen Ausblick auf die Freiheitsstatue.

 

PS: Wir werden in Zukunft versuchen, ca. 1x die Woche einen Blogbeitrag einzustellen und 1x pro Tag von uns auf Instagram hören zu lassen. Für alle, die uns noch nicht auf Instagram gefunden haben: https://www.instagram.com/wat.erleben/. Die Bilder könnt ihr auch sehen, wenn ihr nicht registriert seid und sie sind im Blog rechts in der Sidebar oder beim Smartphone ganz unten auf der Seite zu finden. Außerdem findet ihr auf unserem Blog (ganz unten auf der Seite) eine Weltkarte, um einen Überblick zu haben, wo wir uns gerade rumtreiben.

Unsere erste Station führt uns also nach New York. Ein Traum für Laura, gewöhnungsbedürftig für mich. O-Ton Laura: „In jeder anderen Stadt würde mich dieses laute Gewusel nerven“. Wie oft auch der Satz gefallen ist: „Sowas geht auch nur in New York“ – „Sowas kann man nur in New York tragen“.

Unsere ersten Tagen verliefen noch etwas planlos, einfach mal loslaufen… Als erstes den Touristenmagneten Times Square abgehakt, weiter zum Grand Central und in den High Line Park gestolpert. Diese still gelegte Bahnschiene ist eine willkommene Abwechslung zum sonst so lauten NY. Mindestens genauso ruhig ist Governors Island, fünf Minuten mit der Fähre entfernt warten einige verlassene Häuser und ein ehemaliges Fort auf uns. Die Freiheitsstatue sieht von hier ziemlich klein aus, was vielleicht auch daran liegt, dass sie ziemlich klein ist…um noch näher an die Statue ran zu kommen, nehmen wir die Staten Island Ferry. Größer wird sie dadurch aber auch nicht. Größer werden nur Lauras Augen als wir Tiffanys betreten (wir haben extra Breakfast at Tiffany’s am Abend vorher geschaut). Ein Traum für Frauen auf 5 Etagen, ein Alptraum fürs Portemonnaie. Hier kommen 20 Verkäufer auf 2 Kunden, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass wir auf der Etage mit den Engagement Rings gelandet sind…reiner Zufall.

Wahnsinn auch wie schnell man sich an Sachen gewöhnen kann. Am ersten Tag habe ich jedem Krankenwagen, Polizeiwagen und Feuerwehrauto hinterher geguckt, welche mit lauter Sirene an uns vorbeifahren und das im Minutentakt, jetzt ist es höchstens ein Hintergrundrauschen geworden. Hupen gehört hier zum guten Ton, jeder, aber auch wirklich jeder Autofahrer möchte anscheinend seine Meinung mitteilen…und brav an der roten Ampel warten gehört auch der Vergangenheit an.

Jetzt wird es offiziell und ich bin schon ganz aufgeregt…ich schalte gleich unseren Blog live (vielen Dank noch einmal an Achim, Nadine und Petra).

Mein Countdown-Zähler zeigt noch 14 Tage (+22 Stunden) bis zur großen Reise an und ich freue mich, dass wir euch ab jetzt immer regelmäßig mit aktuellen Infos und Reiseberichten versorgen können.